Frühling, ein Sonntagnachmittag, draußen scheint bei 18°C die Sonne auf die grünen Wiesen, und ein wenig fröhliche Musik. Eigentlich die perfekte Grundlage, um fröhlich zu sein und das Leben zu feiern. So richtige Freude habe ich allerdings nicht empfunden. So wie oftmals in letzter Zeit. Und so wie im heutigen Gottesdienst. Eigentlich hätte der eine Motivationsbombe für die kommende Woche sein können: Das Thema lautete Freude und wir haben dazu aus Philipper 4,4–8 gelesen. Doch statt dass ich mich über diesen Zuspruch und Aufruf von Paulus freue, wird mir etwas ganz anderes bewusst.

 

Freude ist eine Frucht des Heiligen Geistes

Den entsprechenden Bibelvers dürften wir alle kennen:

„Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ – Galater 5,22

Warum macht mich das also nicht froh? Ist es nicht eigentlich eine Entlastung für uns als Menschen, dass unsere Freude nicht von unseren Umständen abhängt, sondern von Gott und aus uns, die wir den Heiligen Geist in uns haben, kommt? Ja – ich müsste mich eigentlich darüber freuen. Doch mit dieser Erinnerung geht eine weitere wichtige Erkenntnis einher.

 

Wir dämpfen den Heiligen Geist durch Sünde

Verschiedene Bibelstellen rufen uns immer wieder dazu auf, den Heiligen Geist nicht zu dämpfen oder gar zu betrüben (bspw. „Den Geist dämpft nicht!“ – 1.Thessalonicher 5,19). In der Theorie eine einfache Aufforderung, in der Praxis allerdings schwer greifbar. Wie dämpft man den Heiligen Geist? Ganz einfach: durch Sünde. In Epheser 4 führt Paulus unterschiedlichste Sünden und schlechte Dinge an, die im Resultat darin enden, dass sie den Heiligen Geist betrüben und traurig machen. Wir betrüben den Geist, wenn wir wie die Menschen leben, die Gott nicht kennen, lügen, böse sind, stehlen, schimpfen, zornig und unversöhnlich sind, und wenn wir sexuell unmoralisch sind. Den Geist zu betrüben bedeutet, sündhaft zu handeln, egal ob nur im Denken oder im Denken und Handeln.* Wir widersetzen uns Gott und berauben uns dabei willentlich selbst des Wirkens des Heiligen Geistes.

*nachzulesen bei gotquestions.org

 

Sünde raubt Freude

Wenn der Heilige Geist durch Sünde und Schuld nicht mehr in uns wirken kann, ist es auch nicht mehr möglich, dass die Früchte des Heiligen Geistes in uns wachsen. Wenn die Früchte nicht mehr in uns wachsen, können wir auch keine tiefe Freude, wie nur Gott sie schenken kann, mehr empfinden – stattdessen ist unsere Freude abhängig von unseren Umständen. Und wenn die schlecht sind – so wie bei mir in den letzten Wochen –, dann sind wir freudlos.

Was ist das Leben bitte ohne Freude? Was ist ein Christ ohne Freude? Die Worte „Christ“ und „freudlos“ müssen sich eigentlich einander ausschließen! Jesus Christus ist für uns am Kreuz gestorben, um unsere Schuld zu begleichen und uns ewiges Leben in Frieden und unendlicher Freude zu ermöglichen. Wir haben die genialste Perspektive auf Leben überhaupt – die Perspektive Ewigkeit, die nur so vor Hoffnung und Freude strotzen sollte. Es macht mich traurig, wenn ich Christen sehe, die sich in ihrem Glaubensleben rumquälen und aussehen wie Trauerklöße. Doch in den letzten Wochen war ich teilweise kein Deut besser. Welch ein Zeugnis soll das für Nicht-Christen sein? Leben mit Jesus ist nicht tutti-frutti, nein. Aber Leben mit Jesus ist das beste, was mir passieren konnte. Und ich will dieses Leben für keine Sünde und keine weltliche, kurzweilige Freude der Welt aufs Spiel setzen. Also rangeklotzt, Ärmel hochgekrempelt und dem Satan den Kampf angesagt. Nicht mit mir – not today, satan.

 

Als Abschlussvers möchte ich euch noch einen Vers mitgeben, mit dem wir kampfbereit in die neue Woche starten können. Lasst uns nicht vergessen, dass die wahre Freude nur von Gott kommt. Nicht von der Welt.

„Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes.“ – Epheser 4,30a

 

Eure Daniela

Manchmal weiß man einfach nicht so recht, wo man hin möchte. Man sitzt in einem Status Quo fest, ist unzufrieden, kommt aber auch nicht raus, um etwas zu verändern. Manchmal kann man nichts verändern – oft will man aber auch nichts verändern, weil Veränderungen immer unbequem sind. Sie strengen an, fordern Mut und Durchhaltevermögen. Als die bequemere Variante erscheint einem dann oftmals der Rückzug, gar die völlige Resignation. Back to the roots. Oder back ins Bett. Netflix an und die nervtötende Realität ausblenden.

 

Luxusprobleme?

Um mal ehrlich zu sein: Ich habe in den letzten Wochen viele Tage im Bett verbracht – oder abends vor meinem Laptop – und habe versucht, vor der Realität davon zu laufen. Das mag dramatisch klingen … war es eventuell auch. Doch leicht war und ist diese Phase nicht. Sorgen über mein Auto (meine geliebte Klapperkiste, die leider öfters Probleme macht), Gedanken über die berufliche Situation, Zweifel an den Zukunftsplänen, Enttäuschung über getroffene Entscheidungen und Herzschmerz um Menschen, die man vermisst. Probleme, die wie Luxus klingen.

Doch leider belächelt man heutzutage viel zu schnell diese sogenannten „Luxusprobleme“. Schließlich sind sie eine Konsequenz des Lebens im wohlhabenden Westen und man müsste dankbar dafür sein, sich überhaupt damit herumschlagen zu dürfen. Aber diese Probleme sind wesentlich mehr als eine Folge oder das Resultat von Luxus. Sie sind eine schwere Last – genau wie jedes andere Problem und jede andere Sorge, die wir als Menschen haben können.

 

»Überlasst all eure Sorgen Gott …«

Und Lasten liegen uns manchmal unwahrscheinlich schwer auf den Schultern, drücken uns hinunter; so tief, dass wir beinahe den Erdboden berühren und kriechen müssen. Wir trauen uns nicht einmal, irgendeinen Schritt in eine bestimmte Richtung zu unternehmen, weil wir so gelähmt von Sorgen und Ängsten sind. Aber ich muss mich selbst immer wieder daran erinnern, dass das nicht meine Aufgabe ist. Das leidige Ursprungsproblem bei Sorgen ist nämlich, dass wir selbst immer wieder den Problemlöser spielen wollen, anstatt zu akzeptieren, dass nicht alles unserer Entscheidungsgewalt obliegt. Ja, in vielen Dingen fordert Gott uns auf, zu handeln und mit seiner Weisheit Entscheidungen zu treffen. Aber zuerst müssen wir auf ihn vertrauen und seine Hilfe erbeten. Von ihm kommt Weisheit, er schenkt Mut und nimmt uns die Sorgen. Mit einem klaren Blick lässt es sich wesentlich einfacher leben und Entscheidungen treffen. Wir sollen nicht aus uns heraus handeln, sondern durch seine Kraft. Versteht ihr, wie erleichternd diese Botschaft ist? Hey, wir dürfen die Sorgen loslassen. Nein, nicht nur loslassen – Luther schreibt, wir dürfen sie sogar auf Gott werfen! Und warum? Weil er sich um uns sorgt – nicht erst, nachdem wir ihm unsere Sorgen überlassen haben, sondern die ganze Zeit. Sich an Sorgen zu klammern ist vollkommen überflüssig, weil er sich kümmert. Glaubt ihr das? Dann vertraut auf Gott, besprecht eure Sorgen mit ihm im Gebet und geht seinen Wegen nach.

»Überlasst all eure Sorgen Gott, denn er sorgt sich um alles, was euch betrifft!« – 1.Petrus 5,7

 

Loslassen und nach vorne schauen

Ich möchte dich ermutigen, mit mir nach vorne zu schauen und nicht vor den Sorgen und Problemen des Alltags zurück zu schrecken. Manch ein Berg erscheint unerklimmbar, aber mit dem richtigen Partner ist selbst ein Mount Everest kein Ding der Unmöglichkeit mehr. Lass einfach die Sorgen los, die dich fesseln und hinunterziehen. Sei frei und flieg – sei ein Vogel mit Flügeln der Freiheit.

 

Wallpaper für dein Smartphone

Da ich diesen Artikel heute relativ spontan geschrieben habe, weil Gott mir diese Worte aufs Herz gelegt hat, habe ich nicht viel vorbereiten können. Allerdings habe ich zu eurer und meiner eigenen Ermutigung dennoch einen kleinen Wallpaper zur Verwendung auf dem Smartphone gezaubert. Wenn ihr also Freude daran habt, dürft ihr ihn euch gerne herunterladen und mit euren Freunden teilen. ♥ Be free & share love!

 

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Eure Daniela ♥

Butter bei die Fische – ganz gleich, ob du Frau oder Mann, 21 oder 36 Jahre alt, noch am Studieren oder schon fest im Berufsleben bist: Wenn du diesen Artikel interessiert liest, wirst du wohl eines mit mir gemeinsam haben: Du bist Single. Ein Umstand, der gerade rund um Valentinstag zur Dauerbelastung werden kann. Zugebombt mit Pärchen-Anzeigen, Special Offers für Verliebte und jede Menge „Ach wie rosarot ist die Welt mit dir“-Werbung verfällt man schon mal in die alljährliche Valentinstagsdepression. Doch muss das wirklich alle Jahre wieder so sein?

 

Allein allein?

Wir haben keinen Partner. An sich ist das einfach ein ganz normaler Lebensumstand. Aber irgendwie kümmern sich je älter man wird (!) auf einmal unheimlich viele Menschen um einen. Sie wollen dich aufheitern, fragen nach deinem Liebesleben und ob Mr. oder Mrs. Right nicht schon in Aussicht sei. Manche laufen richtig zur Hochform auf, so sehr wollen sie dich verkuppeln, um deinem Liebesleben auf die Sprünge zu helfen, weil du ja sonst etwas verpassen würdest. Eigentlich meinen es die meisten einfach nur gut. Doch unterschwellig rührt immer dieser eine hämmernde Vorwurf mit: Was stimmt mit dir nicht, dass du noch keinen Partner hast? Das ist wie ein Faustschlag ins Gesicht. Nicht nur, dass man dann tatsächlich an sich selbst zweifelt – man zweifelt vor allem daran, ob Gott einem das Liebesglück absichtlich vorenthält.

 

Warum bist du Single?

Und ganz ehrlich – weder du noch ich oder irgendein anderer Mensch darf sich anmaßen, darüber zu urteilen, warum du Single bist. Denn: Warum das so ist, weiß nur Gott allein. Ich habe in der Vergangenheit leider selbst zu oft den Fehler gemacht, Menschen nach ihrem Lebensstand zu beurteilen. „Hoffentlich wird er bald noch eine Frau finden – der Arme muss ja echt frustiert sein!“, „Alle um sie herum heiraten, wie schrecklich für sie!“ oder „Sein Leben dreht sich nur um die Arbeit – er braucht dringend eine Frau!“ sind tatsächlich Sätze, die ich so oder ähnlich gedacht habe. Und ich muss dafür vor Gott und den Menschen um Vergebung bitten. Ich ärgere mich über mich selbst (jetzt, nachdem ich mich mit dem Thema biblisch auseinandergesetzt habe), dass ich so beschränkt gedacht habe.

 

Dein Lebensziel

Denn mein und dein höchstes Ziel im Leben ist es nicht, einen Partner zu finden, Familie zu gründen und bis ans Ende unserer Tage glücklich zu werden. Unser höchstes Ziel ist es, Gott zu ehren. Denn auch wenn es eine weitverbreitete Meinung ist, dass die Single-Zeit quasi zur Vorbereitung für die Ehe dient, könnte es kein größerer Trugschluss sein. Deine Single-Zeit ist keine Wartezeit oder gar ein Zwischenzustand, in dem du weder Fisch noch Fleisch bist. In deiner Zeit als lediger Mann oder ledige Frau hast du eine wichtige Aufgabe: Du sollst Gott dienen.

 

Singles – Menschen zweiter Klasse?

Es kommt in unserer Gesellschaft aber auch in christlichen Kreisen immer wieder vor, dass die Ehe wesentlich höher geachtet wird als ein Leben als Single. Nicht zuletzt sagt sogar die Bibel, dass Gott uns als Mann und Frau schuf und es nicht gut sei, wenn der Mensch allein ist (1. Mose 1,27+2,18). Kein Wunder also, dass Singles schnell als Menschen zweiter Klasse gesehen werden – es sei schlichtweg nicht gut. Doch das ist falsch.

Dran Next schreibt dazu in einem Artikel zum Thema Single-Shaming: „Was bei all diesen Erklärungsversuchen unterschwellig mitschwingt, ist die Annahme, man habe sein Liebesglück selbst in der Hand. Als müsse man nur hart genug an der eigenen Fehlerhaftigkeit arbeiten, um die eigene Unvollständigkeit in einer gelingenden Beziehung zu überwinden.“ Und das ist leider für viele Realität. Ihnen wurde so oft das Gefühl gegeben, dass etwas nicht mit Ihnen stimme, dass sie glauben, sie hätten ihr Liebesglück selbst in der Hand und könnten etwas an ihrem Beziehungsstatus ändern, wenn sie sich anpassen. Doch die Wahrheit ist: Ich habe es nicht selbst in der Hand. Gott lenkt alles nach seinem Willen. Und Gott hat gute Gedanken über dich! Lies dazu die folgenden beiden Verse:

„Ich preise dich, dass ich so wunderbar und staunenswert erschaffen bin. Ja, das habe ich erkannt: Deine Werke sind wunderbar.“– Psalm 139,14

„Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.“ – Jeremia 29,11

 

Das Geschenk, Single zu sein

„Jesus erwiderte: Das ist etwas, was nicht alle fassen können, sondern nur die, denen es von Gott gegeben ist. Manche sind nämlich von Geburt an unfähig zur Ehe, andere sind es durch einen späteren Eingriff geworden, und wieder andere verzichten von sich aus auf die Ehe, weil sie ganz für das Reich da sein wollen, in dem der Himmel regiert. Wer es fassen kann, der fasse es!“ – Matthäus 19,11-12

Mit Sicherheit hast du an dieser Stelle ein Zitat von Paulus erwartet – ist ja schließlich ein Klassiker unter den Bibelversen zu diesem Thema. Doch dass selbst Jesus etwas dazu in dieser Ausdrücklichkeit sagt, dürfte wohl überraschend sein. Ich zumindest habe diesen Vers bislang immer überlesen, obwohl er so krass ist! Und der Vers aus 1. Korinther 7,7 (jetzt kommt der gute Paulus ins Spiel) verstärkt das nur:

„Denn ich wollte, alle Menschen wären wie ich; aber jeder hat seine eigene Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere so.“ – 1. Korinther 7,7

Wow. Wir als Singles sollten wirklich damit beginnen, das Single-Dasein als Geschenk schätzen zu lernen. Unsere Aufgabe ist es, mit diesem Geschenk verantwortungsvoll umzugehen, und Gott als Ledige mit ganzem Herzen zu dienen – egal, ob im Bürojob beim Akten klauben, im Krankenhaus beim Pflegen der Kranken, in der Schule oder der Uni beim Lernen und Witzeln oder in der Mission beim Evangelisieren.

 

Wie du das Ziel verfehlst

Das traurige ist, dass viele Singles sich in Selbstmitleid suhlen – vor allem an Valentinstag – und sich nichts sehnlicher wünschen, als endlich einen Partner zu haben. Doch damit verfehlst du das Ziel, das Gott für dein Leben hat, vollkommen. Sich auf Biegen und Brechen einen Partner zu wünschen, ist reiner Egoismus – denn die Gabe des Single-Seins und die Zeit, die Gott dir damit schenkt, sollst du für ihn und zur Freude deiner Nächsten einsetzen. Wenn du dir einen anderen Zustand herbeiwünschst, zeigst du Gott nur, dass du undankbar bist und ihm nicht vertraust. Du siehst Gott als Feind, obwohl er dir anvertraut, ganz besonders für ihn zu leben.

 

Die Zeit als Single gut nutzen

In einer Beziehung oder Ehe hast du nur geteilte Aufmerksamkeit. Im Single-Dasein hingegen sind wir unabgelenkt. Wir können uns vollkommen auf Gott konzentrieren und unseren Fokus allein auf Gott richten. Wir lernen, unsere Bedürfnis komplett bei Gott zu stillen und nicht bei Menschen. Und wir können auf ganz besondere Art und Weise dienen. Timothy Keller schreibt in seinem Buch „Ehe“ dazu folgendes:

„Wir sollten weder zu begeistert sein, wenn wir verheiratet sind, noch zu enttäuscht, wenn wir es nicht sind, weil Christus der einzige Partner ist, der uns wirklich Erfüllung geben kann, und Gottes Familie die einzige Familie ist, die unsere Sehnsüchte wirklich stillt.“ – Timothy Keller

Deine Single-Zeit ist dazu da, dich auf Gott zu konzentrieren – und nicht, um dich zu fragen, wann du denn heiraten wirst. Du verfehlst als Single nicht dein Lebensziel oder gar den Willen Gottes für dein Leben – auch wenn viele Christen das behaupten. Aber egal, ob du Single und einfach insgesamt konzentrierter oder in einer Beziehung/Ehe bist und mit deinem Partner gemeinsam dienst: Unser Auftrag bleibt bestehen – wir sollen für Gott leben und das Evangelium verkünden.

 

Der Wunsch Gottes an Frauen (und Männer)

„Eure Schönheit soll von innen kommen! Ein freundliches und ausgeglichenes Wesen ist euer unvergänglicher Schmuck. Das ist es, was Gott als wirklich kostbar ansieht.“ – 1. Petrus 3,4

Versuche in der Zeit des Single-Seins an deiner inneren Schönheit zu arbeiten. Was für ein unbeschreibliches Gefühl muss es sein, wenn dir jemand sagt, dass du eine geniale innere Schönheit besitzt! Innere Schönheit und eine damit verbundene Ausstrahlung wurzeln aber immer in der Gottesfurcht: Lebe also dein Leben für Gott, diene ihm, habe das Verlangen danach, dass Gott an dir – egal wie hart es sein mag – arbeitet. Versuche anderen ein Vorbild zu sein – in dem, was du tust und wie du es tust. Habe den Wunsch, Gott immer ähnlicher zu werden, indem du deine Beziehung zu Jesus vetiefst. Pflege Beziehungen zu Christen und Nicht-Christen, sei ein Zeugnis, erkunde die Welt, lese gute Bücher, pflege deinen Körper (er ist Gottes Tempel!) und deinen Geist. Verträum’ dein Leben nicht: Lebe stattdessen im Hier und Jetzt, setze dir Ziele, bringe dich in deiner Gemeinde ein, lerne neue Dinge (wie Kochen, Nähen, Japanisch ? oder Gitarre spielen). Wenn du authentisch für Gott lebst und zufrieden in Gott bist, werden das auch die Menschen um dich herum bemerken – sowohl Frauen als auch Männer. Gott wird dich dafür reich segnen – spätestens im Himmel, wenn du den ewigen Lohn erhältst.

 

Weitere gute Inhalte zu diesem Thema findest du hier: stayonfire.de, jesus.ch, Hoffungsträger, erf.de, dran-next.com, truelovedates.com, girldefined.com, josiablog.de.

 

Vielen lieben Dank an dieser Stelle an Christine M., die mir mit ihren wertvollen Gedanken unglaublich bei diesem Artikel geholfen. Sei gesegnet, Schwester! ??

 

Eure Daniela ♥

»Von ferne her ist mir der HERR erschienen: Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade.« – Jeremia 31,3

Vorwort

Irgendwie ist derzeit der Wurm drin. Ich setze mich hin, um einen Artikel zu schreiben, aber bekomme keinen einzigen gescheiten Satz zu Papier. Das Ende vom Lied ist, dass ich frustriert aufgeben möchte. Wer sich letztendlich darüber freut? Na klar, der Teufel. Er ist der letzte, der möchte, dass christliche Blogger von Gottes Liebe und Gnade schreiben und damit nach und nach ein Stückchen mehr Licht ins Internet bringen. Doch da macht er die Rechnung ohne Gott! Ist euch schon mal aufgefallen, wie viele christliche Blogs in den vergangenen Wochen und Monaten in der deutschen Blogosphäre entstanden sind? Da sind allein liebezurbibel, bosswithabible und wholehearted zu nennen. Aber auch einige mehr, die auf Instagram aktiv sind, wie beispielsweise jesusistmeinhirte oder togetheringod. Es ist echt krass, wie Gott hier wirkt und wie viele er in den Dienst zur Verkündigung beruft! Deshalb bin auch unheimlich entspannt und denke mir, gemeinsam sind wir stark – gemeinsam verkünden wir Christus und ermutigen eine ganze Generation an jungen Christen. Jeden Tag aufs Neue. ??♥️ Und ich starte jetzt endlich mal mit meinem ersten Artikel in 2018. Let’s go! ?

 

Die Sache mit der „göttlichen Gnade“

In den vergangenen Wochen habe ich mir unheimlich viele Gedanken über Gnade gemacht – ich konnte auch gar nicht anders! Gott hat mir immer wieder bei verschiedenen Gelegenheiten mit einem sprichwörtlichen Zaunpfahl zugewunken, so als ob er mich auf etwas sehr wichtiges hinweisen wollen würde … Natürlich hat Gott dabei eine große Ausdauer und ist sehr gnädig, denn ich steh’ gerne mal auf einem sehr langen Schlauch. Nachdem der Knoten nun aber endlich geplatzt ist, möchte ich euch erzählen, was ich über Gnade lernen durfte. Denn so gewöhnlich das Wort Gnade“ im christlichen Slang erscheint, desto öfter wird es falsch verstanden.

 

Was bedeutet „Gnade“?

Judah Smith schreibt in seinem Buch „Jesus ist ___.“* folgendes über Gnade:

Für die meisten Menschen ist „Gnade“ schwer zu definieren [….]. Das Wort ist überall in der Bibel zu finden. Eigentlich ist es wohl der wichtigste Gedanke und Begriff in der Bibel. „Gnade“ ist die Grundlage des Christseins und der Kern der Errettung. […] Die Hauptdefinition bei Webster [Anmerkung: ein englisches Wörterbuch] kommt der biblischen Bedeutung […] am nächsten: »Unverdiente, göttliche Hilfe, die den Menschen für ihre Wiederherstellung oder Heiligung gewährt wird.«

Okay, das ist ja soweit klar. Ohne die „göttliche Gnade“ hätten wir nicht errettet werden können. Leider verhalten uns aber oft so, als ob sie gar nicht existiert – weil wir die Ausmaße dessen immer noch falsch verstehen. Wir degradieren sie auf einen Platz irgendwo bei den vielen Eigenschaften Gottes. Doch wir vergessen dabei, dass die Gnade vor allem eines ist: eine Person. Und zwar nicht nur irgendeine Person. Sondern Jesus höchstpersönlich.

 

Jesus ist Gnade

Und davon können wir auch in der Bibel lesen. Johannes schreibt in seinem Evangelium:

„Er, das Wort, wurde Mensch und lebte unter uns. Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit voller Gnade und Wahrheit, wie sie nur der einzigartige Sohn vom Vater bekommen hat.“ – Joh 1,14

Wir können mit Gnade gar nicht mehr unpersönlich umgehen, als ob es uns nur bei unserer Bekehrung betroffen hätte – so nach dem Motto: „Bekehrung und ewiges Leben gesichert“ abgehakt und ad acta gelegt. Zum einen, weil wir jeden Tag Gnade brauchen und zum anderen, weil diese Gnade Jesus ist. Ist uns das bewusst?

 

Das Poker Face

Wer hätt’s gedacht, die Antwort auf die Frage lautet: Nein, es ist uns oft nicht bewusst. Deswegen gehen wir mit der Gnade auch oft völlig falsch um. Wir spielen ein Spiel, setzen das Poker Face auf und hoffen, dass uns niemand in die Karten schauen kann. Unser Spielstil gibt Aufschluss darüber, wie wir die Gnade sehen: Entweder pokern wir zu hoch oder zu niedrig; entweder erachten wir sie als zu billig oder als zu teuer. Lasst mich kurz die beiden Spielstrategien erklären – vielleicht erkennt ihr euer eigenes Poker Face.

 

Gnade für lau

Gottes Gnade ist wie ein Geschenk. Die Neue evangelistische Übersetzung schreibt in ihrer Anmerkung zur Wortbedeutung: „Gunst, die völlig umsonst erwiesen wird und beim Empfänger Freude auslöst.“ Also ist es nicht nur irgendein Geschenk, sondern das größte und beste, das wir jemals erhalten können! Ein Geschenk, das aber so wertvoll ist, dass Jesus es mit seinem Tod bezahlen musste. Und doch – oder gerade deswegen? – gehen wir mit der Gnade oft wie mit einem unliebsamen Geschenk um. Unser Pokereinsatz ist niedrig. Denn es kostet uns ja nichts. Die Folge ist, dass wir die Gnade missbrauchen und unsere Sünden mit der Gnade entschuldigen – oder die Sünden gar planen, weil sie ja mit der Gnade zudecken können. Alles, was wir damit erreichen, ist aber lediglich, dass wir den Wert der Gnade für uns schmälern.

 

Gnade abbezahlen

Die andere Spielstrategie mag das komplette Gegenteil sein, aber ist dennoch nicht weniger falsch. Denn während die einen die Gnade für lau in Anspruch nehmen wollen, und dennoch weitersündigen, als hätten sie den Herrn niemals kennen gelernt, leben die anderen, als ob der Herr sie niemals mit seiner Gnade frei gemacht hätte. Ich hoffe, dir dämmert allmählich, worauf ich hinaus will. Zu diesem Typus Christ muss ich mich nämlich leider auch oft genug zählen: Die „Ich muss mir die Gnade Gottes erarbeiten“-Christen setzen alles daran, bloß nicht in Sünde zu fallen und gute Werke zu tun, um den Wert der Gnade zu erniedrigen. Dabei gibt es allerdings drei Probleme:

 

1. Du wertest Jesu Opfer ab.

Wenn du versuchst, Jesu Opfer durch deine kläglichen guten Werke wieder gut zu machen, wertest du es nicht auf, sondern ab, weil du versuchst, es ihm zurückzuzahlen. Die Gnade ist nämlich schon abbezahlt. Jesus persönlich ist für dich gestorben. Wenn wir versuchen, mit unseren eigenen Werken etwas zu der Gnade hinzuzufügen, spucken Gott damit eigentlich nur ins Gesicht. Wir sagen: „Hey, dein Tod reicht für meine Schuld nicht aus. Dein Tod war nicht wertvoll genug.“ Und jetzt mal ehrlich – stünde Gott vor dir, würdest du dich das nicht trauen. Mit deinen Taten drückst du aber genau das manchmal aus.

 

2. Du wirst gesetzlich.

Das andere Problem ist, dass du Gefahr läufst, in Gesetzlichkeit zu verfallen und dich an von Menschen gemachte Regeln zu halten, nur um deinem eigenen Standard gerecht zu werden, und so den Stempel des „Hat die Gnade verdient“-Christen zu erhalten. Du wirst selbstgerecht und setzt den gleichen Maßstab an andere an. Das ist aber nicht Gottes Definition eines guten Christ – nur wer sich allein auf die Gnade Gottes verlässt, kann errettet werden.

 

3. Dein Fokus liegt auf der Sünde.

Wenn du versuchst, alles zu tun, nur nicht zu sündigen, siehst du am Ende nur noch auf die Sünde und auf deine „heilige To-do-Liste“. Wir sollen aber auf Jesus blicken, denn dann leben wir automatisch aus der Gnade und werden von innen verändert – und dann müssen wir uns auch nicht mehr auf die Sünde oder unsere ach so tollen Werke konzentrieren, weil wir uns von selbst von der Sünde fern halten und von innen heraus gute Frucht bringen.

 

Alles auf eine Karte setzen: Jesus

Wie du nun vielleicht gesehen hast: Beide Möglichkeiten bedeuten am Ende des Spieles, dass wir verlieren. Und selbst unser Poker Face kann uns in diesem Spiel nicht retten. Menschen können wir mit einem Poker Face eventuell täuschen. Gott jedoch nicht. Gott kennt uns durch und durch – jeden Gedanken, jede Intention, jede noch so heimliche Handlung. Unsere einzige Chance, am Ende als Sieger dazustehen, ist, alles auf eine Karte zu setzen: Den König, den Joker, das Ass im Ärmel. Unseren Retter Jesus, der Gnade und Wahrheit in Person ist. Wenn wir uns auf ihn verlassen und an ihm festhalten, fernab von lauem Christsein und geringem Spieleinsatz oder der „heiligen To-do-Liste“ mit unseren kläglichen guten Werken, werden wir wahre Gnade erfahren. Und vor allem bereiten wir Gott damit Ehre und erfreuen ihn. Judah Smith schreibt in seinem Buch „Jesus ist ___.“*:

Wenn wir seine Gnade empfangen und erleben, belästigen wir Gott damit nicht. Ganz im Gegenteil – genauso mag er es. In Gottes Denken löste der Tod Jesu am Kreuz das Problem mit der Sünde und wir können jetzt zurückkommen zu dem Leben in Fülle, das Gott ursprünglich für uns geplant hatte.

Es wird Zeit, wieder so zu leben, wie Gott sich menschliches Leben gedacht hat. Es wird Zeit, das Poker Face einzutauschen und stattdessen mit offenen Karten zu spielen und alles auf eine Karte zu setzen: den Trumpf in unserem Ärmel namens Jesus Christus. Bist du bereit dafür?

 

Einen wunderschönen & gesegneten Start in die Woche!
Eure Daniela

*Buchzitate aus „Jesus ist ___.“ von Judah Smith, erschienen beim Grace today Verlag, 2013.

Der Blick auf den Kalender bestätigt: Ein weiteres Jahr neigt sich allmählich dem Ende entgegen. Ein Jahr – das sind 12 Monate, 52 Wochen, 365 Tage, 8760 Stunden und 525600 Minuten. Unglaublich viel Zeit, wenn man genauer darüber nachdenkt. Zeit voller Freude und Leid, voller spannender Erlebnisse und voller Erinnerungen. In einem Jahr kann viel geschehen: Wir verändern uns, entwickeln uns weiter und beginnen etwas Neues, wir sammeln Erfahrungen, beweisen Mut und lernen dazu. Doch so viel Zeit auf der einen Seite vergangen zu sein scheint, so wenig Zeit ist uns auf der anderen Seite geblieben, um all das zu realisieren und bewusst zu erleben.

 

Lebst du schon?

Eine wichtige Frage, die mir in den vergangenen Tagen häufig in den sozialen Medien begegnete und mich zum Nachdenken gebracht hat, ist: Hast du im vergangenen Jahr deinem Leben einfach 365 weitere Tage hinzugefügt oder hast du diesen 365 Tagen Leben hinzugefügt? Und ich muss gestehen, an manchen Tagen zog mein Leben einfach so an mir vorbei – ich führte ein Leben auf der Überholspur. Immer unterwegs, immer im Stress, immer in Action – bereit, mich in Menschen und Projekte zu investieren, für die mein Herz brannte. Doch, was ich dabei vergaß, ist, dass ein Tag nun einmal nur 24 Stunden und ein ganzes Jahr nur 365 Tage hat. Ich lud mir so viel Verantwortung auf, wollte so vieles aus eigener Kraft schaffen und bewältigen – ich wollte eine „One Woman Army“ sein, die ihren eigenen Weg geht.

 

Wege ändern dich.

Doch ich darf voller Freude sagen, dass wir einen großen Gott haben, der sich nicht zu schade ist, ganz persönlich in mein und dein Leben einzugreifen. Er nimmt uns und unser Leben an die Hand, wenn uns alles zu entgleiten droht oder wir kurz vor einer Bruchlandung stehen. „Der Mensch plant seinen Weg, aber der HERR lenkt seine Schritte“ – Sprüche 16,9. Dieser Vers trifft den Nagel auf den Kopf. Ich kann meine Wege noch so akribisch planen, der Herr wird mit mir dennoch seine Wege gehen: Weil es die besseren Wege sind – weil es die Wege sind, die mich verändern und voranbringen. Im vergangenen Jahr durfte ich diese Erfahrung (Gott sei Dank!) sehr oft machen. Angefangen bei meinen Zukunftsplänen bezüglich meines Arbeitsplatzes und der Bibelschulzeit bis hin zu meinen Freunden, meiner Familie und der Liebe. Kein Bereich blieb verschont.

 

Selbsterkenntnis.

Ich bin unglaublich dankbar dafür, was Gott im vergangenen Jahr in meinem Leben gewirkt hat – und vor allem wie er mich verändert hat und es auch 2018 weiterhin tun wird. Ich durfte 2017 sehr viel über mich dazu lernen: Für welche Dinge mein Herz brennt, wo meine Begabungen liegen, die der Herr mir geschenkt hat, und wie ich Licht sein kann. Aber ich habe leider ebenso erkennen müssen, welche Sünden ich mit mir herum trage: Menschenfurcht, Habgier, Selbstsucht, Egoismus, schlechte Begierden, Misstrauen. „Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung“ heißt es in einem Sprichwort so schön. Und damit beginnt es tatsächlich – erst wenn wir uns unsere Sünden eingestehen und sie vor Gott bekennen, können wir Kraft schöpfen, um dagegen anzukämpfen.

 

Seid stark und habt Mut!

Die letzten Monate des Jahres 2017 waren vor allem vom Thema Mut geprägt. Ich musste mich nicht nur an meinem Arbeitsplatz projektbedingt damit auseinandersetzen. Auch in meinem geistigen Leben war das Thema durch Predigten und viele Gespräche omnipräsent. Für mich ist Mut zu einem Synonym für Gottvertrauen geworden. „Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ sagt Kant – ich bin noch viel mutiger, denn ich vertraue auf Gottes Weisheit und darauf, dass Gott es gut machen wird.

Ich darf einfach ins kalte Wasser springen, wenn der Herr mit mir geht, und darf darauf vertrauen, dass er mich in seinen warmen, liebevollen Händen halt. Ich darf sicher sein, dass wenn der Teufel mich mal wieder anfechtet, ich jederzeit den Herrn um Hilfe bitten kann, und er mich vor ihm rettet. „Not today, Satan!“ ist ein starker Satz, den ich in den vergangenen Monaten gelernt habe. Nein, nicht heute, Satan – nicht heute, nicht morgen, nie wieder. Der Tod ist besiegt, die Sünde bekämpft, und der Sieg gegen den Teufel errungen. Danke, Herr! Halleluja! ??

 

BRAVE – Gratis-Wallpaper für 2018

Ich gehöre zu den Menschen, die sich alle Jahre wieder neue Vorsätze fassen und versuchen, das Jahr mit „positive vibes“ und Elan zu starten. Seit nun mehr drei Jahren (2018 ist das dritte Jahr) fasse ich meine Vorsätze immer unter einem bestimmten Jahresmotto zusammen – oder wie es auch gerne genannt wird: das Wort des Jahres. 2016 war mein Wort „Zielstrebigkeit“, das Jahresmotto-Lied dazu war „Determinate“ von Lemonade Mouth (please don’t judge me – Disney-Band). 2017 sollte unter dem Motto „Liebe“ stehen. Und 2018 ist mein Wort des Jahres „Mut“ mit passendem Soundtrack von Moriah Peters: „Brave“.

Seitdem ich das Lied im Juni entdeckt habe, ist es nicht mehr wegzudenken aus meiner Playlist. Immer, wenn es mir schlecht geht, ich den Mut verliere, der Teufel mich anfechtet oder andere Umstände meinen Mut und mein Gottvertrauen ins Schwanken bringen wollen, höre ich mir dieses Lied an und bin gefestigter. Es erinnert mich an die Worte, die Gott zu uns sagt: „Seid stark und habt Mut, die ihr Jahwe vertraut!“ (Psalm 31,25) oder „Habe ich dir nicht geboten, dass du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst!“ (Josua 1,9). Wie groß ist unser Gott! ♥

»None go with me, Still I’ll follow. Through the joy, And through the sorrow.
Cross before me, World behind me. There’s no turning back.
I’ll fight like a soldier, rise like a warrior, won’t stop till the final day.
I want to be stronger, gonna be bolder, look up and I see the way.
You make me brave!« – Moriah Peters

Und passend zu diesem mutmachenden Song und den beiden Bibelversen gibt es wieder einen neuen Wallpaper für euch. So könnt ihr ermutigt ins neue Jahr 2018 starten. ? Lasst mir doch ein Feedback da – ich freue mich! ?

 

Wallpaper-Download

9:16 für iPhone/Smartphone
3:4 für iPad/Tablet
16:9 für Macbook/Desktop

 

Einen gesegneten Start ins neue Jahr,
eure Daniela

»Who cares if one more light goes out?«

Die Songgzeile, die die Welt bewegt hat. Die Songzeile, die zur Hymne abertausender Menschen geworden ist. Und vor allem: Die Songzeile, deren Frage nicht aufrüttelnder sein könnte. „Wen kümmert es, wenn ein weiteres Licht ausgeht?“ singt der in diesem Jahr verstorbene Linkin Park-Sänger Chester Bennigton in dem Song One More Light. Es ist eine Frage, mit der sich viele Menschen herumschlagen – Menschen, die beispielsweise einsam sind oder Depressionen haben, aber auch Menschen, die scheinbar gesegnet mit Freunden und Familie in der Blüte ihres Lebens stehen. In der Frage schwingt nicht nur der Vorwurf mit, wer sich dann noch um die Verstorbenen scheren oder gar um sie trauern würde, wenn ihr Licht einmal erlischt ist. Die Frage versucht etwas existenzielles aufzudecken – nämlich den Sinn des Lebens. Was macht es schon, heute in Saus und Braus zu leben (#yolo und so), wenn man morgen doch schon gestorben sein könnte. Wen interessiert es dann noch, dass man gelebt hat? In 100 Jahren vermutlich niemanden mehr. Aber ist das tatsächlich so?

 

»Well, I do« – nämlich Gott!

Mit „Well, I do“ beantwortet Chester die Frage des Songs. Gottes Antwort darauf könnte nicht simpler und zugleich außergewöhnlicher sein: „Jesus weinte.“ (Johannes 11,35) Halt, Stop – Jesus weinte? Ja, und ob er das tat. Er trauerte als sein Freund Lazarus starb – er weinte um den Tod eines Menschen. Und das ist echt krass! Jesus wusste (!), dass Lazarus wieder leben würde und dass dieser Tod nur von kurzer Dauer war, weil er ihn selbst wieder auferwecken würde. Dennoch empfand er so tiefe Trauer über dieses menschliche Schicksal und hatte solch reines Mitgefühl für Lazarus’ Schwestern Maria und Marta, dass er weinte. Vielleicht sogar bächeweise Tränen, die seine Wangen herunter flossen.

 

Gott liebt dich

Und diese Bibelstelle ist nicht die einzige, die davon zeugt, wie traurig Gott darüber ist, dass Menschen sterben müssen. Wir lesen folgendes in der Bibel:

„Mir gefällt es nicht, wenn ein Mensch sterben muss, spricht Jahwe, der Herr. Kehrt also um, damit ihr am Leben bleibt!“ – Hesekiel 18,32

Gott, der Schöpfer über allen Lebens, hat keinen Gefallen am Tod. Er hat uns dazu geschaffen, um zu leben! Und zwar mit ihm gemeinsam in enger Beziehung – wir sollen Erben seiner Gnade sein und das in Ewigkeit. Ohne Leid und Kummer, sondern in Frieden und Freude.

 

Die Sünde nahm uns das ewige Leben

Doch weil Gott uns liebt und weil er wollte, dass wir ihn aus ganzem Herzen und eigener Entscheidung ebenfalls lieben, gab er uns den freien Willen. Einen freien Willen, der es uns erlaubt, frei zu entscheiden, was wir tun oder lassen möchten – ob wir nach Gottes Geboten oder gegen seine Regeln leben wollen. Doch wie es so kommen musste, entschieden sich die ersten Menschen – Adam und Eva – dazu, gegen Gottes Gebote zu handeln und brachten somit die Sünde in die Welt. Und mit der Sünde kam auch der Tod in die Welt, der wiederum große Dunkelheit über die Menschheit brachte. Die Sünde nahm uns das ewige Leben und damit das Licht. Und noch heute leiden wir unter diesen Folgen, weil wir immer wieder gegen Gott sündigen, indem wir seine Gebote ignorieren … somit breitet sich die Dunkelheit immer weiter aus.

 

Jesus ist das Licht der Welt

Doch Gott wäre nicht unser großer, allmächtiger und liebender Gott, wenn er nicht einen Ausweg aus dieser Situation geschaffen hätte. Und dieser Weg nannte sich: Jesus Christus. Er, der Sohn Gottes, der an Weihnachten in Fleisch und Blut auf die Erde kam, wurde aus dem Himmelsreich zu uns gesandt, um uns von aller Schuld & Sünde zu befreien, indem er ein sündloses Leben führte. Mit Jesus kam die Hoffnung in die Welt, dass die Menschheit nicht dem ewigen Tode ausgeliefert ist, sondern errettet werden kann. Und mit dieser Hoffnung kam das Licht wieder in die Welt, denn Jesus sagt von sich selbst:

„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.“ – Johannes 8,12

Er will nicht einfach nur Licht in die Welt bringen – er wil dein Leben erleuchten. Aber du musst ihn lassen.

 

Licht an!

Fassen wir zusammen: Gott kümmert es – nein, er ist sogar zutiefst traurig darüber –, wenn ein Licht in dieser Welt erlischt. Deswegen sandte er seinen Sohn Jesus Christus als sündloses Opfer an Weihnachten auf die Welt, um uns Licht und ewiges Leben zu schenken, wenn wir unsere Schuld vor Gott bekennen und um Vergebung bitten.

Wer dieses Geschenk nicht annimmt, verspielt seine Hoffnung auf ein Leben mit Gott und nimmt dafür in Kauf, bis in alle Ewigkeit in Finsternis zu leben – nach dem Tod wird sein Licht für immer erlischen.

Wer aber dieses ultimative Geschenk Gottes annimmt, und sein Leben mit Jesus teilen möchte, dessen Licht wird bis in alle Ewigkeit leuchten, egal wie dunkel die Finsternis um ihn herum auch sein mag.

Nun die entscheidende Frage: Lebst du im Licht oder in der Dunkelheit?


Hast du noch Fragen dazu oder willst weiterführendes dazu lesen? In diesem Artikel über Ostern und dem Weihnachtsartikel aus 2016 habe ich bereits über die beste Botschaft der Welt geschrieben – dass Jesus Christus für uns in die Welt kam, um für unsere Sünden zu bezahlen. ♥ Lies gerne dort nach oder frage mich persönlich!

 

Liebste Grüße & ein gesegnetes Weihnachtsfest wünscht
Daniela

1. Dezember – das Datum, das 75 % aller Menschen einen großen Schrecken einjagt. „Huch, ja ist denn schon Weihnachten? Wo ist die Zeit geblieben? Sind schon 11 Monate rum!?“ Die restlichen 25 % der Menschen warten vermutlich schon seit Oktober sehnsüchtig darauf, dass es gesellschaftlich akzeptiert ist, öffentlich Weihnachtslieder zu hören. Mit dem 1. Dezember beginnen für viele die stressigsten vier Wochen des gesamten Kalenderjahres – gespickt mit Vorweihnachtsstress an der Arbeit, Geschenkesuche und Weihnachtsmarktexpeditionen mit ach so netten Menschen, die sich immer zu Weihnachten wieder treffen wollen. (Kennt ihr doch bestimmt, oder?) Da kann selbst einem hartgesottenen Weihnachtself jegliche Freude vergehen.

Doch statt wie in jedem Jahr Trübsal zu blasen und in dem tiefer werdenden Strudel aus Stress und Freudlosigkeit zu versinken, ist es genau jetzt an der Zeit, dem Ganzen den Kampf anzusagen. Stress abbauen, sich motivieren und wieder Freude in der Adventszeit finden! Dank einer Predigt von Stefan Vatter habe auch ich meine Motivation wiedergefunden. Wie das geht? Hier kommt der Plan:

 

1. Entscheide dich für die Freude

Freude ist in erster Linie eine bewusste Entscheidung. Wenn wir uns für Gott und seine Zusagen entscheiden, wird er uns durch den Heiligen Geist Freude schenken – komme was da wolle. Wir sind dazu berufen, uns zu freuen. Wenn wir uns nicht freuen, sollten wir uns hinterfragen: Warum? Wer regiert und vereinnahmt mein Herz so sehr, dass ich mich nicht an meinem Gott freuen und ihm vertrauen kann? In Römer 12,21 schreibt Paulus: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute!“ Was für eine Kampfansage!

Manchmal drehen wir uns selbst im Kreis und lassen uns von schlechten Gedanken und dem bösem Einfluss des Teufels runterziehen. Aber es ist nie aussichtslos – wir kämpfen einen Kampf, aus dem wir als Gewinner hervorgehen werden, wenn wir Gott mit uns kämpfen lassen. Dann erscheint der wohl berühmteste Vers zur Freude auf einmal wesentlich einfacher: „Freut euch im Herrn allezeit; abermals sage ich: Freut euch! […] Im Übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht!“ (Phil 4,4.8)

*Funfact: Wusstet ihr, dass es weit über 700 Bibelstellen gibt, die von „Freude“ (in welcher Art und Weise auch immer) sprechen? Krass, oder? Gott ist die Freude also anscheinend echt wichtig.

 

2. Lege überflüssige Lasten ab

Wir sind Meister darin, mit schweren Lasten beladen herum zu laufen und uns mit Sorgen umher zu quälen. Doch die traurige Wahrheit ist, dass wir uns (die meisten) Lasten selbst auferlegen und uns dadurch überflüssige Sorgen bereiten. Insgesamt sind vielleicht ein Drittel aller Lasten tatsächliche Lasten, die Gott uns gegeben hat. Die restlichen zwei Drittel der Lasten sind unnötig: Verantwortung, die wir uns selbst genommen haben und Lasten, die wir anderen nachtragen und nicht loslassen können.

Im selben Abschnitt wie der Aufruf zur Freude stehen auch folgende Verse: „Sorgt euch um nichts; sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!“ (Phil 4,6-7) Wenn wir diesen Schritt gehen und all unsere Sorgen vor Gott bringen, wird er unseren Herzen Frieden schenken und unsere Gedanken vor den schlechten Sorgen bewahren. Weil er für uns sorgt. Jederzeit.

 

3. Nutze das Gebet als Quelle der Freude

In unseren Gebeten sieht es manchmal leider genauso trostlos aus wie in unserem restlichen Lebenswandel. Wenn sich unsere Gedanken um Sorgen und Lasten drehen und wir uns nicht an Gott erfreuen können, drehen sich auch unsere Gebete darum. Ein Dung aus Trost- und Freudlosigkeit. Doch Jesus lehrt es uns anders: Wenn wir uns nach Oben, zu unserem himmlischen Vater, ausrichten und zu allererst ihn preisen, uns an ihm erfreuen, dann werden wir eine unermessliche Quelle der Freude haben. Das beste Beispiel ist das „Vater Unser“.

»Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.« (Matthäus 6,9-13)
Zuerst loben und preisen wir Gott (↑ Fokus auf Himmlisches), dann bitten wir und bringen unsere Sorgen vor Gott (↓ Fokus auf Irdisches), zu guter letzt lobpreisen wir wieder Gott (↑ Fokus auf Himmlisches). Wir können nicht freudlos werden, wenn wir uns auf Gott ausrichten – denn er ist der Grund unserer Freude, der Grund unserer Dankbarkeit. Er hat sich für uns geopfert, um uns dreckigen und sündigen Menschen das ewige Leben zu ermöglichen. AMEN! ?

 

4. Nimm Geschenke an

Wie mit den Weihnachtsgeschenken, so ist es auch mit dem Geschenk des ewigen Lebens. Wenn du das Geschenk nicht richtig annehmen kannst, und stattdessen immer wieder versuchst, durch gute Taten und Werke einen Ausgleich zu erwirtschaften, wirst du dir zusätzliche Lasten aufbürden. Danke Gott doch einfach dafür und versuche, diesem Dank durch deine Freude in der Welt Ausdruck zu verleihen. (Dann wirst du sogar lernen, Weihnachtsgeschenke mit einem freudigen Danke anzunehmen. ?)

 

 

Freude schenken – Gratis-Wallpaper ?

Und da wir gerade schon beim Thema „Freude schenken“ (oder „Geschenke annehmen“) sind, habe ich heute für euch wieder mal Gratis-Wallpaper für all eure liebsten technischen Geräte im Gepäck. Yay! Im superduper Weihnachtsdesign und mit classy Elementen kommen sie diesmal daher – doch der Kern bleibt der Bibelvers.

»Denn euch ist heute in der Stadt Davids der Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr.« — Lukas 2,11

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei der lieben Amrei T. bedanken, die sich mit den Sternen künstlerisch an diesen Wallpapern beteiligt hat. (Danke, Gott, dass du uns Menschen so mannigfaltig begabst! ?) Wir hoffen, euch mit diesen Wallpapern eine kleine Freude schenken zu können. ♥️? Schreibt mir doch, wenn ihr die Wallpaper verwendet – wir würden uns mega freuen!

Download

Macbook-/Desktop-Wallpaper:

iPad-/Tablet-Wallpaper:

iPhone-/Smartphone-Wallpaper:

Diese Wallpaper stehen euch zum kostenlosen Download bereit. Bitte beachtet, dass es sich hierbei um urheberrechtlich geschütztes Material handelt und dieses nicht zum Weiterverkauf bestimmt ist.

 

#lichtan – Weihnachtsserie 2017

Ich bin in den vergangenen Monaten zu einer eher zurückhaltenden Schreiberin geworden (unter anderem aufgrund des eben beschriebenen Stresses), doch für den Dezember habe ich mir vorgenommen, eine kleine Weihnachtsserie getreu dem Motto #lichtan zu starten (und die ich hoffentlich durchziehen werde ?).

In der Serie wird es Artikel mit hilfreichen Tipps geben, wie man Licht sein und Freude weitergeben kann, sowie Artikel, die euch das Licht der Welt – unseren Herrn Jesus – näher vorstellen und darüber hinaus noch evangelistischen Inhalt bieten. Schaut in den kommenden Tagen doch einfach wieder mal rein! ? Ich freue mich über euer Feedback.

 

Liebste Grüße,
eure Daniela

Warst du schon einmal bei einem modernen Jugendgottesdienst dabei? Falls nicht, solltest du das unbedingt nachholen. Ich persönlich hatte in den vergangenen Monaten gleich zweimal die Möglichkeit, bei solchen Megaevent-Gottesdiensten dabei zu sein und mir einen Eindruck zu verschaffen, welche Chancen (und Probleme) dadurch entstehen. Je nach dem aus welchem Gemeindekontext du kommst, wirst du wohl einen sehr eigentümlichen Eindruck davon haben. Was für die einen der Anfang des Untergangs ist („Ach du meine Güte, da sind Katholiken und Pfingstler dabei – und die FEIERN!“), ist für andere wiederum der Hype schlechthin („Wow, so cool, wir sind alle eins – LOVE EVERYWHERE!“). Doch wie hat man das nun zu beurteilen?

 

Geh hin und überzeug dich selbst.

Was ich absolut gar nicht mag, ist, wenn Leute etwas verurteilen, was sie nicht kennen – oder gerade weil sie es nicht kennen. Ist es denn so schwer, selbst hinzugehen, sich ein Bild davon zu machen und erst dann zu urteilen, ob man es gut oder schlecht findet? Und muss man – wenn man absolut nicht hingehen mag – es anderen madig machen und verurteilen, was vielleicht gar nicht Realität ist? Nein. Einfach nein. Lass dich ermutigen, auch einmal über deinen Schatten zu springen und deinen Horizont zu erweitern. Die Leute, die solche Jugendgottesdienste regelmäßig organisieren und eine immense Verantwortung haben für das, was sie auf die Beine stellen, leisten unglaublich gute Arbeit – meinen Respekt! Die freuen sich sicher über neugierige Besucher und interessante Gespräche.

 

Wenn du mal bei so einem Gottesdienst warst …

… wirst du allerdings vermutlich schnell merken, dass solche überkonfessionellen Megaevents sowohl Stärken als auch Schwächen haben. Einige Stärken sind defintiv der krasse Zusammenhalt aller Beteiligten, weil sie gemeinsam etwas derartiges für ihre Stadt auf die Beine stellen. Darüber hinaus ist die Stimmung bei den Gottesdiensten, bei denen ich war, immer sehr gut – die Leute sind gut drauf, freuen sich, gemeinsam Jesus zu feiern und zu preisen, und hüpften ausgiebig herum (Tanzen kann man das dann doch nicht nennen ?). Die größte Schwäche des Ganzen ist allerdings die (Un-)Klarheit der Message – die (Un-)Verständlichkeit des Evangeliums.

 

Wie erzählen wir vom Evangelium?

Heute Morgen wurde im Gottesdienst meiner Heimatgemeinde die Frage gestellt, wie wir das Evangelium erklären, wenn wir anderen Menschen von der guten Botschaft und Jesus erzählen. Erzählen wir einfach nur davon, dass Gott uns liebt und unser Leben verändert hat? Oder erzählen wir davon, dass er uns liebt und unser Leben verändert hat, indem er uns von aller Schuld befreit hat, wir für unsere Sünden Buße tun und schließlich zu Jesus umkehren konnten? Dass seine Liebe so groß war, dass Jesus für meine Sünden ans Kreuz ging? Ich glaube, du dürftest verstanden haben, worauf ich hinaus will. Der Zeitgeist heutzutage ist leider so geprägt, dass wir gerne alles positiv und möglichst schön, gar easy darstellen wollen. Wir beschönigen das Evangelium. Wir verschweigen die Sünde.

 

Warum die Sünde nicht verschwiegen werden darf

Das halte ich aber für den verschwiegendsten Fehler, den man machen kann. Was hat das Evangelium noch für einen Wert, wenn wir nicht von der Sünde erzählen? Wenn wir den Menschen nicht erklären, warum sie sich für Jesus entscheiden und umkehren sollten, und ihnen nur von der Liebe Gottes erzählen. Besteht der Wert des Evangeliums nur noch darin, allen ein Kuschelchristentum zu garantieren, bei dem das Leben mit Jesus „tutti“ ist? Mir hat mal jemand gesagt: „Mit der Einstellung »Wir Menschen sind alle Sünder und brauchen Vergebung« werden wir keine Atheisten erreichen. Mit »Jesus liebt dich« schon eher.“ Aber warum?

 

Sünde ist Realität

Menschen zu sagen, dass sie Sünder sind, ist unangenehm. Viele meinen, ihnen dann auch noch darzulegen, dass „[…] der Lohn der Sünde […] der Tod [ist]“ und sie somit praktisch dem ewigen Tod ohne Gott geweiht sind, grenze an Blasphemie und wirkt gar unglaubwürdig. Und doch ist es bittere Realität. Seit Adam und Eva sich Gott widersetzt haben, leben die Menschen in Sünde. Und dafür werden sie nicht mit Gottes Liebe belohnt. Das könnte man aber meinen, wenn man derzeit so manche Predigten hört.

„Hey, du bist zwar voll der Sünder und eigentlich hasst Gott die Sünde und verurteilt sie, aber komm, das ist ja nicht wichtig. Gott liebt dich! (Wenn du auch errettet bist wie ich … andernfalls geht’s halt in die Hölle … aber das sag ich lieber nicht, wirkt ja wie ein Spaßverderber).“ (Anmerkung: Bitte nicht wörtlich nehmen.)

Menschen von der Liebe Gottes erzählen, aber verschweigen wollen, dass sie ohne Sündenvergebung verloren sind, ist zwar angenehmer und „beliebter“, aber vollkommen falsch. Denn somit lassen wir Menschen willentlich in die Irre gehen. Vielleicht glauben sie, dass sie nicht erretet werden müssen, weil Gott sie ja liebt, und werden in der Ewigkeit wegen solcher Aussagen ohne Gott leben müssen?

 

Besser: Mach’s wie THE FOUR

Es gibt eine Initiative, die sich THE FOUR nennt und das Evangelium auf vier entscheidende Punkte heruntergebrochen hat, die sowohl einfach als auch simpel zu erklären sind. Ich stelle sie dir kurz vor:

  1. Ja, Gott liebt uns.
  2. Aber wir haben gesündigt, deshalb ist es uns unmöglich, seine Liebe tatsächlich zu erfahren, denn Gott muss – weil er absolut gerecht ist – unsere Sünden bestrafen.
  3. Doch Gottes Liebe ist so groß, dass er seinen eigenen Sohn für unsere Sünden ans Kreuz nageln ließ. Durch Jesu stellvertretenden Tod und die Auferstehung ist uns die Möglichkeit gegeben, Gottes Liebe zu erfahren.
  4. Doch dafür müssen wir Gott unsere Sünden bekennen und um Vergebung bitten. „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ (1. Joh 1,9) So erlangen wir ewiges Leben mit Jesus, das davon bestimmt ist, seinem Vorbild nachzufolgen und seine Liebe nicht nur selbst zu erfahren, sondern auch weiterzugeben. ♥

 

Und was denkst du?

Was hältst du von modernen Evangelisations-Gottesdiensten, Worship-Bands, die Gottes Liebe besingen, und witzigen Predigern? Welche großen Chancen und welche Probleme siehst du? Schreib mir!

 

Einen gesegneten Start in die neue Woche,
Daniela

Ich glaube, es ist eine Frage, die ziemlich viele Christen quält. Und zwar immer wieder aufs Neue. „Was ist der Wille Gottes für mein Leben? Soll ich BWL oder doch lieber irgendwas mit Medien studieren? Soll ich Tim oder doch lieber Tobi heiraten? Welche Arbeitsstelle findet Gott besser? Soll ich mir ein Haus kaufen? Ist ein VW oder doch ein Ford besser? Sollte ich ins Ausland gehen?“

Während sich die einen wie Igel zusammenkugeln, der Frage nach dem Willen Gottes aus dem Weg gehen und in Ahnungslosigkeit versinken, richten andere wie Pfauen ihre Federpracht an Erkenntnis auf und strotzen nur so vor Selbstbewusstsein über den Willen Gottes für sie. „Es war Gottes Plan für mich!“ sind bei Christen der zweiten Sorte keine seltenen Aussprüche – Gott hat schließlich so manche Türen geöffnet. Die Igel unter uns werden wahrscheinlich einfach nur froh sein, wenn sie irgendwie ans Ziel kommen und dabei die offenen Türen, Richtungsweiser und winkenden Zaunpfähle nicht übersehen.

Aber mal Hand aufs Herz – woher kennen wir überhaupt Gottes Willen? Ich für meinen Teil bin mir des Willen Gottes in so einigen Angelegenheiten meist sicher – steht ja so in der Bibel, ist ja klar wie Kloßbrühe. Doch sobald’s dann an den persönlichen, individuellen Willen Gottes für mich geht – prosit, Neujahr – fragt lieber nicht. Ich weiß nicht mal, was ich selbst will. Und selbst wenn ich es wüsste … Woher soll ich Gottes Willen für mein Leben kennen? Wenn du dich das auch schon mal gefragt hast, darf ich dich heute dazu einladen, einen kleinen Einblick in den Willen Gottes zu erhalten. Let’s go & jump in!

 

Was ist das … der Wille Gottes?

Ein Hauptproblem bei der Definition des Willen Gottes, welches auch Kevin DeYoung in seinem Buch „Leg einfach los!“ beschrieben hat, liegt darin, dass wir ziemlich vieles als den Willen Gottes betiteln, obwohl es nicht den einen Willen Gottes gibt, sondern mehrere. Ein Beispiel, das auch DeYoung gebraucht:

„Manchmal sprechen wir davon, dass alle Dinge nach Gottes Willen geschehen. Andere Male sprechen wir davon, gehorsam zu sein und Gottes Willen zu tun. Und wieder andere Male sprechen wir davon, Gottes Willen zu suchen.“
Kevin DeYoung in ‚Leg einfach los!‘, Betanien Verlag, S. 15

Verwirrend, nicht wahr? Da weiß man gar nicht recht, nach welchem Willen man suchen und welchen man tun soll … Aber um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, möchte ich euch kurz die unterschiedlichen Facetten und Stufen des Willen Gottes vorstellen.

 

Der globale Wille Gottes

Bevor ich auf die drei geläufigsten Arten (souverän, moralisch/ethisch, individuell/persönlich) des Willen Gottes eingehe, machen wir einen kurzen Ausflug in die übergeordnete Art des „globalen Willen Gottes“. Denn wir übersehen leider manchmal, dass Gott uns seinen grundlegenden Willen bereits in der Bibel offenbart hat, und dass dieser nicht nur die komplette (Heils-)Geschichte prägt, sondern auch dein und mein Leben. Zudem spiegelt sich sein globaler Wille auch in den anderen Arten seines Willen sehr gut wider. Lasst uns das einmal gemeinsam anschauen – es ist ganz einfach … ☺️

  • Der Wille Gottes für die Schöpfung ist Existenz: „Denn du bist der Schöpfer aller Dinge; nach deinem Willen wurde alles ins Dasein gerufen und erschaffen.“ (Offenbarung 4,11b)
  • Der Wille Gottes für die Menschheit ist Errettung: „Ja, es ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, das ewige Leben hat.“ (Johannes 6,40a)
  • Der Wille Gottes für alle Gläubigen die Heiligung: „Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung.“ (1. Thessalonicher 4,3a)

Die drei Stufen des Willen Gottes

 

Der souveräne Wille Gottes

Der souveräne Wille Gottes ist das, was man auch als den „geheimen Ratschluss Gottes“ oder seine vorherbestimmten Verordnungen kennt. Er umfasst jedes Ereignis der Welt- und Zeitgeschichte: alles, was Gott beschließt, wird auch so eintreten. Er steht souverän über allen Dingen und lenkt das Geschehen. Was er will, wird geschehen.

„In ihm sind wir auch zu Erben eingesetzt worden, die wir dazu vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt, nach dem Ratschluss seines Willen.“ (Epheser 1,11)

„Was ich beschlossen habe, geschieht, und alles, was ich mir vorgenommen habe, das tue ich.“ (Jesaja 46,10b)

 

Der moralische/ethische Wille Gottes

Der moralische/ethische Wille Gottes umfasst alle in der Bibel aufgeführten Gebote des Herrn – quasi die Aufforderungen, was Gott von uns möchte. DeYoung beschreibt diese Art des Willen Gottes so: „Während der souveräne Wille beschreibt, wie die Dinge sind, zeigt der moralische Wille, wie die Dinge sein sollten.“ (‚Leg einfach los!‘, S. 18)

„Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter.“ (Matthäus 12,50)

„Und die Welt mit ihren Begierden vergeht; doch wer so handelt, wie Gott es will, wird für immer leben.“ (1.Johannes 2,17)

 

Und was ist nun Gottes Wille für mein Leben?

Tja, da wären wir auch schon bei der wohl „interessantesten“ Art des Willen Gottes: sein individueller Wille für uns. Während manche Christen behaupten, dass Gott keinen individuellen Plan für unser Leben hat, sind die nächsten felsenfest davon überzeugt, dass sie Gottes großem Plan nacheifern müssen und es einen Weg für ihr Leben gibt, den sie nur noch finden müssen. Ich möchte euch nicht enttäuschen: Aber beide Varianten sind nicht ganz richtig. Tatsächlich ist es nämlich durchaus so, dass Gott einen individuellen Willen für unser Leben hat. Er hat einen Plan und weiß um jeden Schritt unseres Lebens: „Deine Augen sahen mich schon, als mein Leben im Leib meiner Mutter entstand. Alle Tage, die noch kommen sollten, waren in deinem Buch bereits aufgeschrieben, bevor noch einer von ihnen eintraf.“ (Psalm 139,16) Allerdings kommen hier noch ein paar Faktoren hinzu, die im Übereifer gerne vernachlässigt werden und an die man hin und wieder erinnert werden sollte:

 

Gott ist kein Wunscherfüller oder eine Wahrsagekugel

Mit der Frage nach dem persönlichen und individuellen Willen Gottes schwingt automatisch immer ein gewisser Unterton mit – man ist neugierig, klar, und man will Gott gefallen, auf jeden Fall. Aber man will den Herrn auch irgendwie prüfen … ist Gott wirklich gut und vertrauenswürdig? Hat erwirklich Gutes mit mir vor? Wir wissen, dass von Gott alles Gute zu erwarten ist (Jakobus 1,17). Dennoch bleibt der Zweifel, ob es unserem Bild von „gut“ entspricht, und die Sorge, dass unsere Zukunft nicht so werden könnte wie wir es uns vorgestellt haben (ähnliches hat Abraham in 1. Mose 12,10-20 und 20,1-18 erlebt). Gott ist aber anders. Statt mit einer detaillierten Offenbarung unseres Lebensplanes zu reagieren und uns zu erklären, was genau als nächstes passiert oder welche Entscheidung getroffen werden soll, fordert er uns zu zwei einfachen Dingen auf:

Wir sollen uns nicht sorgen.

„Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. […] Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“ (Matthäus 6,25a+33)

Wir sollen Gott um Weisheit für Entscheidungen bitten.

„Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern und ohne Vorwurf gibt; so wird sie ihm gegeben werden.“ (Jakobus 1,5)

 

Es gibt nicht immer nur „den einen richtigen Weg“

Wir verheddern uns gerne in nicht-moralischen bzw. nicht-ethischen Entscheidungen, weil wir uns entweder zu sehr sorgen, zu feige und vom Überangebot der Optionen überfordert sind, oder schlichtweg die beste Option (nicht die zweitbeste!) wählen wollen. (Dieses Phänomen der Generation Y habe ich bereits in meinem Artikel über die Probleme unserer Generation thematisiert.) Allerdings beruft uns Gott ganz klar dazu, dass wir in Freiheit und Verantwortung solche Entscheidungen zu treffen haben – es gibt nicht nur „den einen Weg“. Es gibt oftmals mehrere gute Wege, für die wir uns gemäß unserem freien Willen entscheiden dürfen. Solange wir Entscheidungen auf Grundlage des moralischen und globalen Willen Gottes (Heiligung) treffen und mit Hilfe von Gottes Weisheit gehen, werden wir einen guten Weg finden.

 

Gott möchte uns Weisheit schenken, um mutig selbst Entscheidungen treffen zu können

Man fragt sich nun bestimmt: „Wie gehe ich denn nun mit Gottes Weisheit?“ Wie wir in Jakobus 1,5 gelesen haben, erhalten wir die Weisheit von Gott persönlich, wenn wir ihn darum bitten. Dabei wird uns die Weisheit in unterschiedlichen Formen zuteil:

Bibel

Weil Gottes Wort lebendig ist und voller Weisheit steckt, möchte er für uns keine Wahrsagerkugel spielen: Echte Weisheit kommt immer aus der Gottesfurcht und dem Bestreben, wie Christus zu leben und unser Leben in Heiligung zu führen. Wenn wir Gottes offenbarten Willen tun, ist dies der Anfang der Weisheit.

„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“ (2. Timotheus 3,16-17)

Ratschläge

Gott spricht zu uns. Zum einen durch die Bibel, aber zum anderen auch durch Ratschläge anderer Christen, wie beispielsweise unseren Freunden, Verwandten und Geschwistern in der Gemeinde. Ohne Ratschläge, die uns auf unserem Weg als Richtungsweiser oder zur Korrektur dienen, würden wir teilweise sehr unweise handeln und in so manch missliche Lage geraten. Schon im Buch Sprüche steht geschrieben:

„Ein Dummkopf hält alles, was er tut, für recht, doch ein Weiser hört auf Rat.“ (Sprüche 12,15)

Heiliger Geist

Ein Punkt, dem gerne zu wenig Bedeutung beigemessen wird: der Heilige Geist, durch den Gott ganz klar auch zu uns reden kann. Entweder durch unser fine-getunetes Gewissen, durch die „innere Stimme“ wie man sie gerne nennt, aber auch durch Eindrücke und Prophetie. Allerdings ist hier Vorsicht geboten. Nicht immer, wenn jemand sagt: „Gott hat mir gesagt …“, ist diese Aussage unantastbar. Gottes heiliger Geist kann zu uns sprechen – manche nehmen sein Reden ganz eindeutig wahr, bei anderen ist es eher das Wahrnehmen eines Impulses oder eines Eindrucks. Aber man sollte solche Eindrücke immer prüfen – stimmen sie mit dem moralischen Willen Gottes überein? Oder widerspricht es der Bibel? Ist es gut und erbaulich? Dennoch: Vertraut auf Gottes heiligen Geist in euch.

„Aber der Beistand, den der Vater in meinem Namen senden wird, der Heilige Geist, wird euch alles Weitere lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ (Johannes 14,26)

Gebet

Last but not least – das Gebet. Es bringt nichts, in willkürlichen Aktivismus zu entbrennen und Entscheidungen übers Knie zu brechen. Gott möchte, dass du selbstbewusst Entscheidungen triffst – allerdings möchte er, dass du Entscheidungen mit ihm triffst. Wenn wir also nicht darum bitten, dass Gott uns seinen konkreten Plan offenbart, sollten wir stattdessen um Klarheit und Weisheit bitten und Gott regelmäßig im Gebet aufsuchen, um ein Feingefühl für weise, gottgefällige Entscheidungen entwickeln zu können.

„Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan!“ (Matthäus 7,7)

 

Fazit

Dieser Artikel mag für Leute, die gerade vor großen Entscheidungen stehen, eventuell eine kleine Hilfe sein – eventuell ist er aber auch wie Salz in der Wunde. Natürlich ist die Theorie immer einfacher als die praktische Entscheidungsfindung. Es lässt sich einfacher „Sorge dich nicht“ sagen, als Gott tatsächlich zu vertrauen und mutig eine Entscheidung zu treffen. Ich weiß, dass solche Worte manchmal wie Ironie klingen – dennoch möchte ich ermutigen. Allerdings möchte ich an die Worte Gottes erinnern. Weil ich selbst erfahren habe, wie es ist, schwere Entscheidungen treffen zu müssen. Und weil ich erleben musste, wie hilflos man ist, wenn einem die Weisheit fehlt, und man kurz vorm Durchdrehen ist. „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5,7) Dort steht nicht „dann sorgt er für euch“ – dort steht „denn“. Es ist die Begründung, warum wir unsere Sorgen auf Gott werfen sollen: Weil er für uns sorgt, komme was da wolle. Amen!

 


HAPPY BIRTHDAY!
1 Jahr ewiglichtkind.de

Und weil es wohl keinen passenderen Anlass gibt, eine Verlosung zu veranstalten, als der erste Bloggeburtstag von ewiglichtkind.de, habe ich für euch – natürlich passend zum Thema – eine Kleinigkeit vorbereitet. Gemeinsam mit dem Betanien Verlag darf ich ein Exemplar des Buches „Leg einfach los!“ von Kevin DeYoung verlosen. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an den Verlag, und einen netten Hinweis: Auf cbuch.de findet ihr gute, erbauliche und bibeltreue Literatur zu verschiedenen Themen. ☺️ Unter anderem auch das Heftchen „Echte Reformation – 5 Leitlinien zurück zu Gott“, welches ihr ebenfalls als Verlosungsgeschenk erhaltet. Tja, und weil Klassiker immer passen, gibt es oben drauf noch ein Exemplar des Buches „Jesus – unser Schicksal“ von Wilhelm Busch.

 

 

Wie kann man teilnehmen?

Teilnehmen könnt ihr auf Facebook und Instagram unter dem jeweiligen Verlosungspost. Die Teilnahme erfolgt durch ein Like und Kommentar, in dem ihr einen Freund verlinkt und mir verratet, welche Themen euch in Zukunft auf ewiglichtkind.de interessieren würden.

Die Verlosung beginnt mit Veröffentlichung dieses Artikels, am Samstag, den 15. Juli 2017, und endet am Samstag, den 29. Juli 2017 um 20:00 Uhr MEZ. Es werden insgesamt zwei Bücher und eine Broschur verlost: „Leg einfach los!“ von Kevin DeYoung, „Jesus – unser Schicksal“ von Wilhelm Busch und „Echte Reformation – 5 Leitlinien zurück zu Gott“ vom Betanien Verlag. Die Auslosung erfolgt am Sonntag, 30. Juli 2017. Der Gewinner wird per Nachricht und in einem seperaten Post benachrichtigt. Aus versandtechnischen Gründen kann der Gewinn nur innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz versendet werden.

Die Verlosung steht in keiner Verbindung zu Facebook oder Instagram und wird in keiner Weise von der Facebook Inc. gesponsert, unterstützt oder organisiert.

Viel Spaß beim Mitmachen! ??


Und damit wünsche ich euch ein wundervolles & gesegnetes Wochenende! ??

Liebste Grüße, eure Daniela

„Meine Gemeinde ist meine Familie.“ Diesen Satz hatte ich vor einigen Tagen in meinem Whatsapp-Status stehen (okay, zugegeben – dort stand er auf Englisch ?). Eine „geistliche Familie“ sein – das bedeutet, dass man aus der Liebe zu ihm und zueinander handelt und die Sache des Herrn in den Mittelpunkt stellt. Es bedeutet, dass man sich aufeinander verlassen kann und dass auf jeden geachtet wird – egal ob jung oder alt. Es bedeuetet, dass du angenommen wirst wie du bist, weil der Herr dich liebt. Und es bedeutet, dass man offen miteinander reden, kontroverse Themen diskutieren, aber auch füreinander beten kann. Ich persönlich durfte über Ostern wieder einmal besonders stark erfahren, wie wertvoll eine solche Gemeinde ist. Doch leider ist das keine Selbstverständlichkeit – wir Menschen sind Sünder, und ebenso sind auch unsere Gemeinde nicht vor Sünde und Fehlern gefeiht.

Vor ein paar Wochen habe ich den Vorgänger-Artikel („Dos & Don’ts einer guten Gemeinde – Teil 1 – Dos“) zu diesem Thema veröffentlicht, in welchem ich aufgezeigt habe, welche guten Eigenschaften von Bedeutung für die Gemeinde Gottes sind. Mit diesem Artikel zum Thema „Dont’s“ möchte ich dich dazu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und dich voll in die Gemeinde Gottes einzubringen. Und ich möchte unsere „geistlichen Alarmglocken“ sensibilisieren, frühzeitig Gefährdungs- und Verbesserungspotenzial zu erkennen, damit du Vorschläge zur Verbesserung machen oder selbst etwas für die Gemeinde bewegen kannst. Denn die Gemeinde soll ein Ort sein, an dem Gott verherrlicht wird und an dem sich seine Kinder in Liebe begegnen und dienen können.

 

» Don’ts

Wie sollte eine Gemeinde Gottes nicht sein? Welche Eigenschaften sollte sie nicht haben? Was sollte sie nicht tun?


1. Kinder- und Jugendarbeit wird wenig beachtet

Was ist die Zukunft der Kirche und der Gemeinde Gottes? Sie ist das, was unsere Kinder und Jugendlichen (oder auch unsere junge Generation) daraus machen. Die Zukunft wird davon abhängen, wie Kinder und Jugendliche gefördert werden und wie wir sie biblisch prägen. Schon im Alten Testament richtet der Herr diese Worte an uns: „Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen, und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst.“ (5. Mo 6,6-7)

Auch wenn sich diese Gebot auf die mosaischen Gesetze bezieht, ist es eine biblische Wahrheit, die wir auch im Neuen Testament wiederfinden: „Aber Jesus sprach: Lasst die Kinder und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solcher ist das Reich der Himmel!“ (Mt 19,14) Es ist unsere Pflicht, dafür Sorge zu tragen, dass Kinder und Jugendliche zum Herrn gelangen und von Jesus hören können. Denn wenn wir es nicht tun – soll es etwa die Welt tun?

 

2. Man findet nur schwer Anschluss

Immer mehr Menschen machen heutzutage die Erfahrung, dass Gemeinden scheinbar einen „Exklusivitäts-Anspruch“ erheben. Entweder bist du In oder Out. Christen kümmern sich um die Anliegen der Gemeinde und ihre eigenen Mitglieder, aber sobald Neue dazu kommen, wird es schwierig. So ein bisschen Small Talk ist meist noch drin, aber darüber hinaus? Wenn man nicht in das Schema F passt, wirst man nur nett als Besucher aufgenommen, aber keine echte Beziehung gepflegt. Das lassen wir andere natürlich nicht merken, aber etwas dagegen unternehmen tun wir auch nicht – aus Bequemlichkeit, weil neue, „andersartige“ Menschen auch immer Arbeit kosten.

Doch ist das der Wille des Herrn? Dass wir es uns bequem machen? Mir stinkt sowas immer gewaltig muss ich zugeben. Ich weiß aus meiner eigenen Vergangenheit selbst, wie sich Oberflächlichkeit und Ignoranz anfühlen. Doch Gott ist nicht oberflächlich. Ihm ist jeder Mensch und jedes Schaf wichtig (Mt 18,12-14). Also muss uns das ebenso zum Anliegen werden, jeden Menschen in unsere Gemeinde aufzunehmen und wie einen Bruder oder eine Schwester zu behandeln – eine Beziehung aufzubauen, die Gott ehrt, indem sie erbaut und ermahnt.

 

3. Es darf nicht hinterfragt werden und es fehlt Transparenz

Wenn eine Gemeinde keine kritischen Fragen zulässt und nicht duldet, Lehre zu hinterfragen, ist das meines Erachtens eine eindeutige rote Flagge, bei der alle „geistlichen Alarmglocken“ läuten sollten. Die Gemeinde ist durch fehlendes Hinterfragen nicht mehr vor Sünde gefeiht, weil sie sich nicht korrigieren und ermahnen lässt oder einfach eine gewisse Transparenz zeigt und auf Fragen eingeht. Bist du dir bei einer Aussage, die dein Pastor getroffen hat, unsicher? Verstehst du bestimmte Lehren deiner Gemeinde nicht? Falls du dich nicht traust nachzufragen, möchte ich dich ermutigen, den Weg zu deinen Leitern zu suchen – du hast das Recht, alles prüfen zu dürfen und du wirst sogar in 1. Thessalonicher 5,21 dazu aufgefordert. In einer guten Gemeinde darfst du solche Fragen stellen, auf die du Antworten erhalten wirst, weil auf die Menschen und ihre Sorgen/Anliegen eingegangen wird.

 

4. Kein Mentoring & keine Zweierschaften

In Zeitalter der Digitalisierung, in der man Predigten bequem online hören und Gottesdienste via Live-Stream verfolgen kann, stellt sich gerne mal die Frage, welchen Mehrwert eine Gemeinde eigentlich bietet. In meinem letzten Artikel zum Thema Gemeinde habe ich bereits einige Aspekte aufgezählt, die durchaus gut sind. Eine der größten Stärken der (Orts-)Gemeinde sehe ich aber im persönlichen Kontakt zu den Menschen. Du bist nicht anonym, du kannst direkt face-to-face das Gespräch suchen, Fragen stellen, Rat suchen und dich über Erfahrungen mit Gott austauschen. Am besten funktioniert sowas in kleineren Gruppen wie etwas Hauskreisen, Mentor-Schüler-Beziehungen und Zweierschaften bzw. Glaubens-Partnerschaften. Deswegen achte darauf, dass deine Gemeinde solche Kleingruppen und Partnerschaften unterstützt, in denen füreinander gebetet, in der Bibel gelesen und im Glauben gestärkt werden kann.

 

5. Kontroverse Themen werden gemieden

Für Menschen im jungen (Glaubens-)Alter ist es ein großer Fehler, wenn Gemeinden kontroverse Themen meiden. Manchmal wird es damit entschuldigt, dass man die Gemeindemitglieder behüten will, weil kontroverse Themen auch immer Gefahren beugen – verständlicherweise. Allerdings geht dieser Schuss meines Erachtens nach hinten los, denn man vergisst allzu oft: Wer soll dann mit ihnen darüber sprechen, wenn nicht die Gemeinde? Wir sehnen uns nach dem Wort Gottes und der Wahrheit, und zwar in allen Lebensbereichen. Die Wahrheit ist nicht immer bequem und sie ist auch nicht immer leicht. Manchmal erschüttert sie uns, bringt unser Glaubensbild zum Wackeln. Doch ist unser Glaube bewährt, wird ihn nichts umstürzen können.

Viel mehr Schaden können falsche Behauptungen und „Irrlehren“, die man im Internet und in Büchern findet, auslösen, wenn wir uns auf der Suche nach Antworten, die wir in der Gemeinde nicht erhalten, woanders hinbegeben. Das soll allerdings nicht heißen, dass man keinen Wert mehr auf das Internet und Bücher legen soll – es gibt viele gute Quellen! Doch die erste Anlaufstelle für Glaubensfragen und kontroverse Themen sollte die Gemeinde oder eines ihrer Mitglieder sein, oder etwa nicht?

 


Viele Erkenntnis über das biblische Bild einer Gemeinde Gottes durfte ich auf dem Youthweb-Treffen 2016  (#YWT16) sowie durch das Buch „Mehr als ein Sonntagsflirt“ von Joshua Harris gewinnen. Aber auch Markus Wenz vom GOSPEL FORUM Stuttgart und FaithIt (ein englischsprachiger christlicher Blog) haben dazu sehr wertvolle Artikel geschrieben, die ich euch nur wärmstens empfehlen kann!


Wie sehen eure Erfahrungen mit Gemeinden aus? Worauf achtet ihr bei Gemeinden? Ich freue mich über euer Feedback! ♥


Liebste Grüße,
eure Daniela