In den letzten Wochen war es hier auf meinem Blog sehr still. Ich war sehr still. Anfechtungen, falsche Prioritäten, Perfektionismus und andere Probleme waren die Baseline meines Alltags. Die Freude an Gott – verschwunden. Und Gott? Ja, der war irgendwo – nur nicht bei mir. Er fühlte sich meilenweit entfernt an. Meine Unzufriedenheit war wie eine Mauer zwischen Gott und mir.

 

Das Problem

Auf Instagram habe ich euch in den vergangenen Wochen bereits über meine turbulente Zeit mit Gott erzählt – naja, mehr oder weniger mit Gott. In manchen Momenten ging’s mir auch echt mega gut, daher hat in meinem Umfeld auch kaum jemand was bemerkt. Aber in vielen kleinen Momenten übermannten mich all die Zweifel, die Unzufriedenheit und schlechte Gedanken. Vor allem zu kämpfen hatte ich mit meinem verzerrten Gottesbild („Wirkt er überhaupt auch in meinem Leben?“), Bitterkeit, Streben nach Perfektion und meinen Sehnsüchten und Begierden nach Dingen, die sündig waren. Auch diverse christliche Instagram-Seiten (ihr kennt sie bestimmt alle), die Ermutigung versprachen und fröhlich ihre Bibellese-Bildchen teilten, waren nur eine kurzzeitige Lösung. In meiner Beziehung zu Gott und zu mir selbst war der Wurm drin. Meine Motivation und meine Freude – am Bibel lesen, am Bloggen und am Ankämpfen gegen die Sünde – waren beinahe gekillt.

Einer der zahlreichen Gründe, warum ich in den letzten Wochen einen geistlichen Durchhänger hatte, war das ständige Vergleichen mit anderen. Wo ich hinschaute, sah ich perfekte Bilder und ein scheinbar ebenso perfektes Leben. Das Problem war, dass ich tatsächlich nur noch die anderen gesehen habe. Mein Maß war nicht mehr, was Gott über mich dachte, sondern wie ich selbst neben den anderen abschnitt – wie ich lebte, was ich erreichte (oder auch nicht) und was mich ausmachte. Ich war neidisch. Und ich war traurig über mich selbst, dass ich nicht so begabt war, nicht so diszipliniert und nicht so gut. Kennt ihr solche Gedanken? Ich bin vermutlich nicht die einzige, die immer mal wieder mit solchen Gedanken und Gefühlen zu kämpfen hat. Die nur die oberflächlichen Facetten sieht und sich vergleicht. Aber wisst ihr was? Das ist alles eine große Lüge! Der Teufel belügt uns, betrügt uns und verführt uns. Zur Sünde und zur Abwendung von Gott, der uns angeblich nichts Gutes gönnt. Alles Quatsch mit Soße!

 

Die Lösung

Ich durfte erkennen, dass Gott immer da war. Die ganze Zeit. Auch wenn es so schien, als ob er unerreichbar ist. Der Teufel wollte mich überlisten. Ihn mir stehlen. Doch es ging nicht. Gott hat mir Gnade geschenkt und neue Freude. Freude, die meine Knochen belebt und mich bewegt. Meine Probleme sind nicht von Heute auf Morgen verschwunden und ich bin in manchen Momenten immer noch unzufrieden mit mir selbst, meiner Leistung und meiner Beziehung zu Gott. Aber ich will nicht länger warten – ich will den Neustart nicht länger aufschieben. Was kann ein besserer Moment für einen Neustart sein als JETZT?

 

Gnade über Gnade

Unser Gott ist so ein großer und gnädiger Gott, dass er auch mir die Augen geöffnet und vor allem mein Herz für seine Message geweitet hat. Ich durfte durch ihn wieder neu erkennen, dass …

  1. … er mich so sehr liebt, dass er für mich – wegen meiner Schuld – starb. (Damit ist eigentlich schon alles gesagt.)
  2. … ich von Sünde befreit leben kann, wenn ich mich wieder ihm zuwende.
  3. … er immer da ist, auch wenn ich mich entferne. Und dass er mich dennoch voller Freude wieder annimmt.
  4. … dass ich durch ihn gut bin, weil er mich wunderbar gemacht hat. Und dass ich einen Sinn und eine Aufgabe in meinem Leben habe, die nur ich erfüllen kann.

Wenn wir uns weiterhin hinter Masken verstecken, machen wir uns dadurch viel angreifbarer für den Teufel. Wir sollten es so machen wie die Poetry Slammerin Julia Engelmann es in einem ihrer Poetrys einmal gesagt hat: „Lass uns uns mal demaskieren und dann sehen, wir sind die Gleichen.“ Runter mit den Masken – her mit dem authentischen Christsein! Als Christen sollten wir uns einander tragen und helfen – aber dafür muss man ehrlich sein.

Ich habe keine Lust mehr auf Neid und zu verpassen, wie sehr Gott mich segnet. Ich will dankbar sein für das, was ich habe und wie Gott mich begabt hat. Ohne auf andere zu schauen.

 

Start NOW – kehre jetzt zurück zu Gott!

Wenn du derzeit auch einen Durchhänger haben und deine Beziehung zu Gott einen Restart gebrauchen kann, dann lass dir sagen: Nahe dich zu aller erst wieder Gott – von ihm kommt die ganze Kraft. Und darüber hinaus: Vergleiche dich nicht mit anderen. Selbstmitleid und Unzufriedenheit sind die größten Freudenkiller ever. Fangt einfach an, Freunde. Wartet nicht auf mehr Zeit, bessere Umstände oder einen leichten Alltag. Jetzt ist unsere Zeit.

 

Schlussworte

Nun bleibt mir nur eines übrig: Danke zu sagen. Und dem größten Retter mein Lob zu geben.

Amen!

 

Ich wünsche euch einen grandios gesegneten Tag!
E
ure Daniela

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