Beiträge

Manchmal weiß man einfach nicht so recht, wo man hin möchte. Man sitzt in einem Status Quo fest, ist unzufrieden, kommt aber auch nicht raus, um etwas zu verändern. Manchmal kann man nichts verändern – oft will man aber auch nichts verändern, weil Veränderungen immer unbequem sind. Sie strengen an, fordern Mut und Durchhaltevermögen. Als die bequemere Variante erscheint einem dann oftmals der Rückzug, gar die völlige Resignation. Back to the roots. Oder back ins Bett. Netflix an und die nervtötende Realität ausblenden.

 

Luxusprobleme?

Um mal ehrlich zu sein: Ich habe in den letzten Wochen viele Tage im Bett verbracht – oder abends vor meinem Laptop – und habe versucht, vor der Realität davon zu laufen. Das mag dramatisch klingen … war es eventuell auch. Doch leicht war und ist diese Phase nicht. Sorgen über mein Auto (meine geliebte Klapperkiste, die leider öfters Probleme macht), Gedanken über die berufliche Situation, Zweifel an den Zukunftsplänen, Enttäuschung über getroffene Entscheidungen und Herzschmerz um Menschen, die man vermisst. Probleme, die wie Luxus klingen.

Doch leider belächelt man heutzutage viel zu schnell diese sogenannten „Luxusprobleme“. Schließlich sind sie eine Konsequenz des Lebens im wohlhabenden Westen und man müsste dankbar dafür sein, sich überhaupt damit herumschlagen zu dürfen. Aber diese Probleme sind wesentlich mehr als eine Folge oder das Resultat von Luxus. Sie sind eine schwere Last – genau wie jedes andere Problem und jede andere Sorge, die wir als Menschen haben können.

 

»Überlasst all eure Sorgen Gott …«

Und Lasten liegen uns manchmal unwahrscheinlich schwer auf den Schultern, drücken uns hinunter; so tief, dass wir beinahe den Erdboden berühren und kriechen müssen. Wir trauen uns nicht einmal, irgendeinen Schritt in eine bestimmte Richtung zu unternehmen, weil wir so gelähmt von Sorgen und Ängsten sind. Aber ich muss mich selbst immer wieder daran erinnern, dass das nicht meine Aufgabe ist. Das leidige Ursprungsproblem bei Sorgen ist nämlich, dass wir selbst immer wieder den Problemlöser spielen wollen, anstatt zu akzeptieren, dass nicht alles unserer Entscheidungsgewalt obliegt. Ja, in vielen Dingen fordert Gott uns auf, zu handeln und mit seiner Weisheit Entscheidungen zu treffen. Aber zuerst müssen wir auf ihn vertrauen und seine Hilfe erbeten. Von ihm kommt Weisheit, er schenkt Mut und nimmt uns die Sorgen. Mit einem klaren Blick lässt es sich wesentlich einfacher leben und Entscheidungen treffen. Wir sollen nicht aus uns heraus handeln, sondern durch seine Kraft. Versteht ihr, wie erleichternd diese Botschaft ist? Hey, wir dürfen die Sorgen loslassen. Nein, nicht nur loslassen – Luther schreibt, wir dürfen sie sogar auf Gott werfen! Und warum? Weil er sich um uns sorgt – nicht erst, nachdem wir ihm unsere Sorgen überlassen haben, sondern die ganze Zeit. Sich an Sorgen zu klammern ist vollkommen überflüssig, weil er sich kümmert. Glaubt ihr das? Dann vertraut auf Gott, besprecht eure Sorgen mit ihm im Gebet und geht seinen Wegen nach.

»Überlasst all eure Sorgen Gott, denn er sorgt sich um alles, was euch betrifft!« – 1.Petrus 5,7

 

Loslassen und nach vorne schauen

Ich möchte dich ermutigen, mit mir nach vorne zu schauen und nicht vor den Sorgen und Problemen des Alltags zurück zu schrecken. Manch ein Berg erscheint unerklimmbar, aber mit dem richtigen Partner ist selbst ein Mount Everest kein Ding der Unmöglichkeit mehr. Lass einfach die Sorgen los, die dich fesseln und hinunterziehen. Sei frei und flieg – sei ein Vogel mit Flügeln der Freiheit.

 

Wallpaper für dein Smartphone

Da ich diesen Artikel heute relativ spontan geschrieben habe, weil Gott mir diese Worte aufs Herz gelegt hat, habe ich nicht viel vorbereiten können. Allerdings habe ich zu eurer und meiner eigenen Ermutigung dennoch einen kleinen Wallpaper zur Verwendung auf dem Smartphone gezaubert. Wenn ihr also Freude daran habt, dürft ihr ihn euch gerne herunterladen und mit euren Freunden teilen. ♥ Be free & share love!

 

→ DOWNLOAD ←

 

Eure Daniela ♥

Der Blick auf den Kalender bestätigt: Ein weiteres Jahr neigt sich allmählich dem Ende entgegen. Ein Jahr – das sind 12 Monate, 52 Wochen, 365 Tage, 8760 Stunden und 525600 Minuten. Unglaublich viel Zeit, wenn man genauer darüber nachdenkt. Zeit voller Freude und Leid, voller spannender Erlebnisse und voller Erinnerungen. In einem Jahr kann viel geschehen: Wir verändern uns, entwickeln uns weiter und beginnen etwas Neues, wir sammeln Erfahrungen, beweisen Mut und lernen dazu. Doch so viel Zeit auf der einen Seite vergangen zu sein scheint, so wenig Zeit ist uns auf der anderen Seite geblieben, um all das zu realisieren und bewusst zu erleben.

 

Lebst du schon?

Eine wichtige Frage, die mir in den vergangenen Tagen häufig in den sozialen Medien begegnete und mich zum Nachdenken gebracht hat, ist: Hast du im vergangenen Jahr deinem Leben einfach 365 weitere Tage hinzugefügt oder hast du diesen 365 Tagen Leben hinzugefügt? Und ich muss gestehen, an manchen Tagen zog mein Leben einfach so an mir vorbei – ich führte ein Leben auf der Überholspur. Immer unterwegs, immer im Stress, immer in Action – bereit, mich in Menschen und Projekte zu investieren, für die mein Herz brannte. Doch, was ich dabei vergaß, ist, dass ein Tag nun einmal nur 24 Stunden und ein ganzes Jahr nur 365 Tage hat. Ich lud mir so viel Verantwortung auf, wollte so vieles aus eigener Kraft schaffen und bewältigen – ich wollte eine „One Woman Army“ sein, die ihren eigenen Weg geht.

 

Wege ändern dich.

Doch ich darf voller Freude sagen, dass wir einen großen Gott haben, der sich nicht zu schade ist, ganz persönlich in mein und dein Leben einzugreifen. Er nimmt uns und unser Leben an die Hand, wenn uns alles zu entgleiten droht oder wir kurz vor einer Bruchlandung stehen. „Der Mensch plant seinen Weg, aber der HERR lenkt seine Schritte“ – Sprüche 16,9. Dieser Vers trifft den Nagel auf den Kopf. Ich kann meine Wege noch so akribisch planen, der Herr wird mit mir dennoch seine Wege gehen: Weil es die besseren Wege sind – weil es die Wege sind, die mich verändern und voranbringen. Im vergangenen Jahr durfte ich diese Erfahrung (Gott sei Dank!) sehr oft machen. Angefangen bei meinen Zukunftsplänen bezüglich meines Arbeitsplatzes und der Bibelschulzeit bis hin zu meinen Freunden, meiner Familie und der Liebe. Kein Bereich blieb verschont.

 

Selbsterkenntnis.

Ich bin unglaublich dankbar dafür, was Gott im vergangenen Jahr in meinem Leben gewirkt hat – und vor allem wie er mich verändert hat und es auch 2018 weiterhin tun wird. Ich durfte 2017 sehr viel über mich dazu lernen: Für welche Dinge mein Herz brennt, wo meine Begabungen liegen, die der Herr mir geschenkt hat, und wie ich Licht sein kann. Aber ich habe leider ebenso erkennen müssen, welche Sünden ich mit mir herum trage: Menschenfurcht, Habgier, Selbstsucht, Egoismus, schlechte Begierden, Misstrauen. „Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung“ heißt es in einem Sprichwort so schön. Und damit beginnt es tatsächlich – erst wenn wir uns unsere Sünden eingestehen und sie vor Gott bekennen, können wir Kraft schöpfen, um dagegen anzukämpfen.

 

Seid stark und habt Mut!

Die letzten Monate des Jahres 2017 waren vor allem vom Thema Mut geprägt. Ich musste mich nicht nur an meinem Arbeitsplatz projektbedingt damit auseinandersetzen. Auch in meinem geistigen Leben war das Thema durch Predigten und viele Gespräche omnipräsent. Für mich ist Mut zu einem Synonym für Gottvertrauen geworden. „Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ sagt Kant – ich bin noch viel mutiger, denn ich vertraue auf Gottes Weisheit und darauf, dass Gott es gut machen wird.

Ich darf einfach ins kalte Wasser springen, wenn der Herr mit mir geht, und darf darauf vertrauen, dass er mich in seinen warmen, liebevollen Händen halt. Ich darf sicher sein, dass wenn der Teufel mich mal wieder anfechtet, ich jederzeit den Herrn um Hilfe bitten kann, und er mich vor ihm rettet. „Not today, Satan!“ ist ein starker Satz, den ich in den vergangenen Monaten gelernt habe. Nein, nicht heute, Satan – nicht heute, nicht morgen, nie wieder. Der Tod ist besiegt, die Sünde bekämpft, und der Sieg gegen den Teufel errungen. Danke, Herr! Halleluja! ??

 

BRAVE – Gratis-Wallpaper für 2018

Ich gehöre zu den Menschen, die sich alle Jahre wieder neue Vorsätze fassen und versuchen, das Jahr mit „positive vibes“ und Elan zu starten. Seit nun mehr drei Jahren (2018 ist das dritte Jahr) fasse ich meine Vorsätze immer unter einem bestimmten Jahresmotto zusammen – oder wie es auch gerne genannt wird: das Wort des Jahres. 2016 war mein Wort „Zielstrebigkeit“, das Jahresmotto-Lied dazu war „Determinate“ von Lemonade Mouth (please don’t judge me – Disney-Band). 2017 sollte unter dem Motto „Liebe“ stehen. Und 2018 ist mein Wort des Jahres „Mut“ mit passendem Soundtrack von Moriah Peters: „Brave“.

Seitdem ich das Lied im Juni entdeckt habe, ist es nicht mehr wegzudenken aus meiner Playlist. Immer, wenn es mir schlecht geht, ich den Mut verliere, der Teufel mich anfechtet oder andere Umstände meinen Mut und mein Gottvertrauen ins Schwanken bringen wollen, höre ich mir dieses Lied an und bin gefestigter. Es erinnert mich an die Worte, die Gott zu uns sagt: „Seid stark und habt Mut, die ihr Jahwe vertraut!“ (Psalm 31,25) oder „Habe ich dir nicht geboten, dass du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst!“ (Josua 1,9). Wie groß ist unser Gott! ♥

»None go with me, Still I’ll follow. Through the joy, And through the sorrow.
Cross before me, World behind me. There’s no turning back.
I’ll fight like a soldier, rise like a warrior, won’t stop till the final day.
I want to be stronger, gonna be bolder, look up and I see the way.
You make me brave!« – Moriah Peters

 

Und passend zu diesem mutmachenden Song und den beiden Bibelversen gibt es wieder einen neuen Wallpaper für euch. So könnt ihr ermutigt ins neue Jahr 2018 starten. ? Lasst mir doch ein Feedback da – ich freue mich! ?

 

Wallpaper-Download

9:16 für iPhone/Smartphone
3:4 für iPad/Tablet
16:9 für Macbook/Desktop

 

Einen gesegneten Start ins neue Jahr,
eure Daniela

»Who cares if one more light goes out?«

Die Songgzeile, die die Welt bewegt hat. Die Songzeile, die zur Hymne abertausender Menschen geworden ist. Und vor allem: Die Songzeile, deren Frage nicht aufrüttelnder sein könnte. „Wen kümmert es, wenn ein weiteres Licht ausgeht?“ singt der in diesem Jahr verstorbene Linkin Park-Sänger Chester Bennigton in dem Song One More Light. Es ist eine Frage, mit der sich viele Menschen herumschlagen – Menschen, die beispielsweise einsam sind oder Depressionen haben, aber auch Menschen, die scheinbar gesegnet mit Freunden und Familie in der Blüte ihres Lebens stehen. In der Frage schwingt nicht nur der Vorwurf mit, wer sich dann noch um die Verstorbenen scheren oder gar um sie trauern würde, wenn ihr Licht einmal erlischt ist. Die Frage versucht etwas existenzielles aufzudecken – nämlich den Sinn des Lebens. Was macht es schon, heute in Saus und Braus zu leben (#yolo und so), wenn man morgen doch schon gestorben sein könnte. Wen interessiert es dann noch, dass man gelebt hat? In 100 Jahren vermutlich niemanden mehr. Aber ist das tatsächlich so?

 

»Well, I do« – nämlich Gott!

Mit „Well, I do“ beantwortet Chester die Frage des Songs. Gottes Antwort darauf könnte nicht simpler und zugleich außergewöhnlicher sein: „Jesus weinte.“ (Johannes 11,35) Halt, Stop – Jesus weinte? Ja, und ob er das tat. Er trauerte als sein Freund Lazarus starb – er weinte um den Tod eines Menschen. Und das ist echt krass! Jesus wusste (!), dass Lazarus wieder leben würde und dass dieser Tod nur von kurzer Dauer war, weil er ihn selbst wieder auferwecken würde. Dennoch empfand er so tiefe Trauer über dieses menschliche Schicksal und hatte solch reines Mitgefühl für Lazarus’ Schwestern Maria und Marta, dass er weinte. Vielleicht sogar bächeweise Tränen, die seine Wangen herunter flossen.

 

Gott liebt dich

Und diese Bibelstelle ist nicht die einzige, die davon zeugt, wie traurig Gott darüber ist, dass Menschen sterben müssen. Wir lesen folgendes in der Bibel:

„Mir gefällt es nicht, wenn ein Mensch sterben muss, spricht Jahwe, der Herr. Kehrt also um, damit ihr am Leben bleibt!“ – Hesekiel 18,32

Gott, der Schöpfer über allen Lebens, hat keinen Gefallen am Tod. Er hat uns dazu geschaffen, um zu leben! Und zwar mit ihm gemeinsam in enger Beziehung – wir sollen Erben seiner Gnade sein und das in Ewigkeit. Ohne Leid und Kummer, sondern in Frieden und Freude.

 

Die Sünde nahm uns das ewige Leben

Doch weil Gott uns liebt und weil er wollte, dass wir ihn aus ganzem Herzen und eigener Entscheidung ebenfalls lieben, gab er uns den freien Willen. Einen freien Willen, der es uns erlaubt, frei zu entscheiden, was wir tun oder lassen möchten – ob wir nach Gottes Geboten oder gegen seine Regeln leben wollen. Doch wie es so kommen musste, entschieden sich die ersten Menschen – Adam und Eva – dazu, gegen Gottes Gebote zu handeln und brachten somit die Sünde in die Welt. Und mit der Sünde kam auch der Tod in die Welt, der wiederum große Dunkelheit über die Menschheit brachte. Die Sünde nahm uns das ewige Leben und damit das Licht. Und noch heute leiden wir unter diesen Folgen, weil wir immer wieder gegen Gott sündigen, indem wir seine Gebote ignorieren … somit breitet sich die Dunkelheit immer weiter aus.

 

Jesus ist das Licht der Welt

Doch Gott wäre nicht unser großer, allmächtiger und liebender Gott, wenn er nicht einen Ausweg aus dieser Situation geschaffen hätte. Und dieser Weg nannte sich: Jesus Christus. Er, der Sohn Gottes, der an Weihnachten in Fleisch und Blut auf die Erde kam, wurde aus dem Himmelsreich zu uns gesandt, um uns von aller Schuld & Sünde zu befreien, indem er ein sündloses Leben führte. Mit Jesus kam die Hoffnung in die Welt, dass die Menschheit nicht dem ewigen Tode ausgeliefert ist, sondern errettet werden kann. Und mit dieser Hoffnung kam das Licht wieder in die Welt, denn Jesus sagt von sich selbst:

„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.“ – Johannes 8,12

Er will nicht einfach nur Licht in die Welt bringen – er wil dein Leben erleuchten. Aber du musst ihn lassen.

 

Licht an!

Fassen wir zusammen: Gott kümmert es – nein, er ist sogar zutiefst traurig darüber –, wenn ein Licht in dieser Welt erlischt. Deswegen sandte er seinen Sohn Jesus Christus als sündloses Opfer an Weihnachten auf die Welt, um uns Licht und ewiges Leben zu schenken, wenn wir unsere Schuld vor Gott bekennen und um Vergebung bitten.

Wer dieses Geschenk nicht annimmt, verspielt seine Hoffnung auf ein Leben mit Gott und nimmt dafür in Kauf, bis in alle Ewigkeit in Finsternis zu leben – nach dem Tod wird sein Licht für immer erlischen.

Wer aber dieses ultimative Geschenk Gottes annimmt, und sein Leben mit Jesus teilen möchte, dessen Licht wird bis in alle Ewigkeit leuchten, egal wie dunkel die Finsternis um ihn herum auch sein mag.

Nun die entscheidende Frage: Lebst du im Licht oder in der Dunkelheit?


Hast du noch Fragen dazu oder willst weiterführendes dazu lesen? In diesem Artikel über Ostern und dem Weihnachtsartikel aus 2016 habe ich bereits über die beste Botschaft der Welt geschrieben – dass Jesus Christus für uns in die Welt kam, um für unsere Sünden zu bezahlen. ♥ Lies gerne dort nach oder frage mich persönlich!

 

Liebste Grüße & ein gesegnetes Weihnachtsfest wünscht
Daniela

Ich glaube, es gibt keine Zeit, die sich so gut zum Freude verschenken eignet wie die (Vor-)Weihnachtszeit – man hat einfach unendlich viele Möglichkeiten, Gutes zu tun und Menschen mit Wort & Tat glücklich zu machen. Viele Unternehmen und Organisationen planen sogar spezielle Aktionen in der Adventszeit, um Menschen anzuspornen, selbst aktiv zu werden. Falls du (wie ich) das „Hummeln im Po“-Syndrom hast und dich gerne in Menschen investierst, aber noch nach coolen Ideen suchst, dieses Weihnachtsfest zu einem besonders wertvollen Freudenfest zu machen, habe ich heute einige Inspirationen für dich. ?? Los geht’s!

 

Lebensmittel-Spende an Bedürftige

Gerade zu Weihnachten beginnt für viele Menschen die Zeit der Leckereien und guten Speisen. Wir schlagen uns die Bäuche voll, stopfen Unmengen an Schokolade und anderen Köstlichkeiten in uns hinein, gehen schick essen oder bestellen uns nach Lust & Laune unsere Speisen bequem nach Hause. Doch das, was wir oft für so selbstverständlich halten, ist für viele Menschen ein täglicher Kampf ums nackte Überleben: Lebensmittel sind ein wertvolles Gut für Bedürftige wie Obdachlose und Arme. Doch es gibt etliche Möglichkeiten, diesen Menschen zu helfen (auch zu anderen Jahreszeiten ?). Man kann beispielsweise Plattformen wie foodsharing.de, bei der Lebensmittel, die noch genießbar aber nicht mehr verkaufbar sind, vor der Mülltonne gerettet werden, nutzen, um selbst aktiv zu werden. Oder ihr macht eine große Koch- und Backaktion und verteilt unter Bedürftigen selbstgemachtes Essen, um Gottes Liebe weiterzugeben. ♥️

Tipp für Fuldaer (und aus der näheren Umgebung): Im Café Chaos an der Hochschule Fulda steht ein FoodSharing-Kühlschrank, in welchen ihr übrig gebliebene (abgepackte) Lebensmittel oder auch Obst & Gemüse reinlegen oder mitnehmen könnt, um sie weiter zu verteilen.

PS: Schaut euch zu diesem Thema gerne das unten verlinkte Video an, in welchem durch FoodSharing erworbene Lebensmittel an Obdachlose verschenkt werden ? (Good Job, Judith & Nikhilesh! ?)

 

 

AmazonSmile

Wohl eine der unkonventionellsten (und bequemsten) Ideen: Wenn ihr auf smile.amazon.de einkauft, gibt Amazon registrierten Organisationen 0,5% (und vom 1. bis 24. Dezember 2017 sogar 1,5%!) der Einkaufssumme aller qualifizierten smile.amazon.de-Käufe weiter. Dabei funktioniert AmazonSmile wie das ganz normale Amazon – man kann dieselben Produkte zu den selben Preise kaufen. Das einzige, was man dafür tun muss, ist, auf Amazon registriert zu sein und eine Organisation auszuwählen, der man etwas Gutes tun möchte. Es sind auch einige christliche Organisationen wie Compassion Deutschland und ERF Medien e.V. dort vertreten! ? Wer also einer gemeinnützigen Organisation während des Weihnachtsshoppings Freude schenken möchte, ist hier richtig.

 

Wünsche erfüllen

Es gibt immer wieder regionale Einzelhändler, Unternehmen oder Organisationen, die es sich zur Aufgabe machen, Menschen (und manchmal sogar auch Tieren ?) zu Weihnachten ihre Wünsche zu erfüllen und Freude zu verschenken. Ihr wisst nicht, ob in eurer Heimat Charity-Aktionen stattfinden? Infomiert euch am besten über regionale Zeitungen und Hilfswerke, bei denen ihr auf jeden Fall fündig werden dürftet. So könnt ihr mithelfen, das Weihnachtsfest noch ein bisschen schöner zu machen.

Tipp für Fuldaer: Es gibt eine Charity-Aktion, über die auch auf OsthessenNews berichtet wurde: Das Tierheim Fulda-Hünfeld e.V. erhält Unterstützung durch das Gartencenter Dehner, den städtischen „Fressnapf“ und die dm-Filiale im Emaillierwerk – an einem Weihnachtsbaum (im Gartencenter) werden dafür Karten mit Weihnachtswünschen der Tierheimbewohner aufgehangen.

 

Weihnachten gemeinsam feiern

Viele Menschen müssen Jahr für Jahr ihr Weihnachtsfest alleine feiern und leiden sehr unter dieser Einsamkeit. Wie wäre es, wenn du gerade diese Menschen zu Weihnachten einlädst? Entweder gehst du gezielt auf Menschen zu, von denen du weißt, dass sie alleine sind, und lädst sie persönlich ein, oder du „suchst“ nach Einsamen, die sich sehr über Gesellschaft oder eine liebevolle Einladung freuen. Wie wäre es mit einem Aushang im Supermarkt um die Ecke oder einem Facebook-Post in einer regionalen Gruppe? Wenn du selbst alleine lebst, kannst du dich eventuell mit Freunden zusammen tun und einladen. Es gibt viele Möglichkeiten, Menschen eine Freude zu bereiten! ?

 

Basar zum Spenden sammeln

In den vergangenen Jahren hat meine Gemeinde zu Weihnachten einen Kinder-Weihnachtsmarkt organisiert, bei dem Selbstgemachtes wie Basteleien und Essen & Trinken für den guten Zweck verkauft wurden. Man konnte neben leckeren Waffeln und Würstchen auch Geschenke wie Kerzen erwerben, deren Erlös komplett gespendet wurde. Vermutlich lässt sich so etwas nicht mehr spontan umsetzen, aber eventuell ist es eine Idee für das kommende Jahr ?

 

Kranken- und Altenbesuche

Die Jugend meiner Gemeinde pflegt es, regelmäßig Alte und Kranke (aus der Gemeinde) zu besuchen und zur Erbauung & Ermutigung Lieder zu singen. Zu Weihnachten kann man solche Aktionen nach Rücksprache super in Altenheimen und Krankenhäusern machen und sogar kleine Weihnachtsgeschenke verteilen. (Wie wäre es mit Weihnachtskarten und selbstgebackenen Plätzchen? ?) Damit bereitet ihr sowohl Alt als auch Jung eine Freude! ?

 

So, ich hoffe, ich konnte euch ein wenig inspirieren. Schreibt mir doch, wie ihr versucht, Menschen zu Weihnachten Freude zu schenken, oder wo es noch coole Aktionen gibt! ?

Weihnachtliche Grüße, Daniela

1. Dezember – das Datum, das 75 % aller Menschen einen großen Schrecken einjagt. „Huch, ja ist denn schon Weihnachten? Wo ist die Zeit geblieben? Sind schon 11 Monate rum!?“ Die restlichen 25 % der Menschen warten vermutlich schon seit Oktober sehnsüchtig darauf, dass es gesellschaftlich akzeptiert ist, öffentlich Weihnachtslieder zu hören. Mit dem 1. Dezember beginnen für viele die stressigsten vier Wochen des gesamten Kalenderjahres – gespickt mit Vorweihnachtsstress an der Arbeit, Geschenkesuche und Weihnachtsmarktexpeditionen mit ach so netten Menschen, die sich immer zu Weihnachten wieder treffen wollen. (Kennt ihr doch bestimmt, oder?) Da kann selbst einem hartgesottenen Weihnachtself jegliche Freude vergehen.

Doch statt wie in jedem Jahr Trübsal zu blasen und in dem tiefer werdenden Strudel aus Stress und Freudlosigkeit zu versinken, ist es genau jetzt an der Zeit, dem Ganzen den Kampf anzusagen. Stress abbauen, sich motivieren und wieder Freude in der Adventszeit finden! Dank einer Predigt von Stefan Vatter habe auch ich meine Motivation wiedergefunden. Wie das geht? Hier kommt der Plan:

 

1. Entscheide dich für die Freude

Freude ist in erster Linie eine bewusste Entscheidung. Wenn wir uns für Gott und seine Zusagen entscheiden, wird er uns durch den Heiligen Geist Freude schenken – komme was da wolle. Wir sind dazu berufen, uns zu freuen. Wenn wir uns nicht freuen, sollten wir uns hinterfragen: Warum? Wer regiert und vereinnahmt mein Herz so sehr, dass ich mich nicht an meinem Gott freuen und ihm vertrauen kann? In Römer 12,21 schreibt Paulus: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute!“ Was für eine Kampfansage!

Manchmal drehen wir uns selbst im Kreis und lassen uns von schlechten Gedanken und dem bösem Einfluss des Teufels runterziehen. Aber es ist nie aussichtslos – wir kämpfen einen Kampf, aus dem wir als Gewinner hervorgehen werden, wenn wir Gott mit uns kämpfen lassen. Dann erscheint der wohl berühmteste Vers zur Freude auf einmal wesentlich einfacher: „Freut euch im Herrn allezeit; abermals sage ich: Freut euch! […] Im Übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht!“ (Phil 4,4.8)

*Funfact: Wusstet ihr, dass es weit über 700 Bibelstellen gibt, die von „Freude“ (in welcher Art und Weise auch immer) sprechen? Krass, oder? Gott ist die Freude also anscheinend echt wichtig.

 

2. Lege überflüssige Lasten ab

Wir sind Meister darin, mit schweren Lasten beladen herum zu laufen und uns mit Sorgen umher zu quälen. Doch die traurige Wahrheit ist, dass wir uns (die meisten) Lasten selbst auferlegen und uns dadurch überflüssige Sorgen bereiten. Insgesamt sind vielleicht ein Drittel aller Lasten tatsächliche Lasten, die Gott uns gegeben hat. Die restlichen zwei Drittel der Lasten sind unnötig: Verantwortung, die wir uns selbst genommen haben und Lasten, die wir anderen nachtragen und nicht loslassen können.

Im selben Abschnitt wie der Aufruf zur Freude stehen auch folgende Verse: „Sorgt euch um nichts; sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!“ (Phil 4,6-7) Wenn wir diesen Schritt gehen und all unsere Sorgen vor Gott bringen, wird er unseren Herzen Frieden schenken und unsere Gedanken vor den schlechten Sorgen bewahren. Weil er für uns sorgt. Jederzeit.

 

3. Nutze das Gebet als Quelle der Freude

In unseren Gebeten sieht es manchmal leider genauso trostlos aus wie in unserem restlichen Lebenswandel. Wenn sich unsere Gedanken um Sorgen und Lasten drehen und wir uns nicht an Gott erfreuen können, drehen sich auch unsere Gebete darum. Ein Dung aus Trost- und Freudlosigkeit. Doch Jesus lehrt es uns anders: Wenn wir uns nach Oben, zu unserem himmlischen Vater, ausrichten und zu allererst ihn preisen, uns an ihm erfreuen, dann werden wir eine unermessliche Quelle der Freude haben. Das beste Beispiel ist das „Vater Unser“.

»Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.« (Matthäus 6,9-13)
Zuerst loben und preisen wir Gott (↑ Fokus auf Himmlisches), dann bitten wir und bringen unsere Sorgen vor Gott (↓ Fokus auf Irdisches), zu guter letzt lobpreisen wir wieder Gott (↑ Fokus auf Himmlisches). Wir können nicht freudlos werden, wenn wir uns auf Gott ausrichten – denn er ist der Grund unserer Freude, der Grund unserer Dankbarkeit. Er hat sich für uns geopfert, um uns dreckigen und sündigen Menschen das ewige Leben zu ermöglichen. AMEN! ?

 

4. Nimm Geschenke an

Wie mit den Weihnachtsgeschenken, so ist es auch mit dem Geschenk des ewigen Lebens. Wenn du das Geschenk nicht richtig annehmen kannst, und stattdessen immer wieder versuchst, durch gute Taten und Werke einen Ausgleich zu erwirtschaften, wirst du dir zusätzliche Lasten aufbürden. Danke Gott doch einfach dafür und versuche, diesem Dank durch deine Freude in der Welt Ausdruck zu verleihen. (Dann wirst du sogar lernen, Weihnachtsgeschenke mit einem freudigen Danke anzunehmen. ?)

 

 

Freude schenken – Gratis-Wallpaper ?

Und da wir gerade schon beim Thema „Freude schenken“ (oder „Geschenke annehmen“) sind, habe ich heute für euch wieder mal Gratis-Wallpaper für all eure liebsten technischen Geräte im Gepäck. Yay! Im superduper Weihnachtsdesign und mit classy Elementen kommen sie diesmal daher – doch der Kern bleibt der Bibelvers.

»Denn euch ist heute in der Stadt Davids der Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr.« — Lukas 2,11

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei der lieben Amrei T. bedanken, die sich mit den Sternen künstlerisch an diesen Wallpapern beteiligt hat. (Danke, Gott, dass du uns Menschen so mannigfaltig begabst! ?) Wir hoffen, euch mit diesen Wallpapern eine kleine Freude schenken zu können. ♥️? Schreibt mir doch, wenn ihr die Wallpaper verwendet – wir würden uns mega freuen!

Download

Macbook-/Desktop-Wallpaper:

iPad-/Tablet-Wallpaper:

iPhone-/Smartphone-Wallpaper:

Diese Wallpaper stehen euch zum kostenlosen Download bereit. Bitte beachtet, dass es sich hierbei um urheberrechtlich geschütztes Material handelt und dieses nicht zum Weiterverkauf bestimmt ist.

 

#lichtan – Weihnachtsserie 2017

Ich bin in den vergangenen Monaten zu einer eher zurückhaltenden Schreiberin geworden (unter anderem aufgrund des eben beschriebenen Stresses), doch für den Dezember habe ich mir vorgenommen, eine kleine Weihnachtsserie getreu dem Motto #lichtan zu starten (und die ich hoffentlich durchziehen werde ?).

In der Serie wird es Artikel mit hilfreichen Tipps geben, wie man Licht sein und Freude weitergeben kann, sowie Artikel, die euch das Licht der Welt – unseren Herrn Jesus – näher vorstellen und darüber hinaus noch evangelistischen Inhalt bieten. Schaut in den kommenden Tagen doch einfach wieder mal rein! ? Ich freue mich über euer Feedback.

 

Liebste Grüße,
eure Daniela

Warst du schon einmal bei einem modernen Jugendgottesdienst dabei? Falls nicht, solltest du das unbedingt nachholen. Ich persönlich hatte in den vergangenen Monaten gleich zweimal die Möglichkeit, bei solchen Megaevent-Gottesdiensten dabei zu sein und mir einen Eindruck zu verschaffen, welche Chancen (und Probleme) dadurch entstehen. Je nach dem aus welchem Gemeindekontext du kommst, wirst du wohl einen sehr eigentümlichen Eindruck davon haben. Was für die einen der Anfang des Untergangs ist („Ach du meine Güte, da sind Katholiken und Pfingstler dabei – und die FEIERN!“), ist für andere wiederum der Hype schlechthin („Wow, so cool, wir sind alle eins – LOVE EVERYWHERE!“). Doch wie hat man das nun zu beurteilen?

 

Geh hin und überzeug dich selbst.

Was ich absolut gar nicht mag, ist, wenn Leute etwas verurteilen, was sie nicht kennen – oder gerade weil sie es nicht kennen. Ist es denn so schwer, selbst hinzugehen, sich ein Bild davon zu machen und erst dann zu urteilen, ob man es gut oder schlecht findet? Und muss man – wenn man absolut nicht hingehen mag – es anderen madig machen und verurteilen, was vielleicht gar nicht Realität ist? Nein. Einfach nein. Lass dich ermutigen, auch einmal über deinen Schatten zu springen und deinen Horizont zu erweitern. Die Leute, die solche Jugendgottesdienste regelmäßig organisieren und eine immense Verantwortung haben für das, was sie auf die Beine stellen, leisten unglaublich gute Arbeit – meinen Respekt! Die freuen sich sicher über neugierige Besucher und interessante Gespräche.

 

Wenn du mal bei so einem Gottesdienst warst …

… wirst du allerdings vermutlich schnell merken, dass solche überkonfessionellen Megaevents sowohl Stärken als auch Schwächen haben. Einige Stärken sind defintiv der krasse Zusammenhalt aller Beteiligten, weil sie gemeinsam etwas derartiges für ihre Stadt auf die Beine stellen. Darüber hinaus ist die Stimmung bei den Gottesdiensten, bei denen ich war, immer sehr gut – die Leute sind gut drauf, freuen sich, gemeinsam Jesus zu feiern und zu preisen, und hüpften ausgiebig herum (Tanzen kann man das dann doch nicht nennen ?). Die größte Schwäche des Ganzen ist allerdings die (Un-)Klarheit der Message – die (Un-)Verständlichkeit des Evangeliums.

 

Wie erzählen wir vom Evangelium?

Heute Morgen wurde im Gottesdienst meiner Heimatgemeinde die Frage gestellt, wie wir das Evangelium erklären, wenn wir anderen Menschen von der guten Botschaft und Jesus erzählen. Erzählen wir einfach nur davon, dass Gott uns liebt und unser Leben verändert hat? Oder erzählen wir davon, dass er uns liebt und unser Leben verändert hat, indem er uns von aller Schuld befreit hat, wir für unsere Sünden Buße tun und schließlich zu Jesus umkehren konnten? Dass seine Liebe so groß war, dass Jesus für meine Sünden ans Kreuz ging? Ich glaube, du dürftest verstanden haben, worauf ich hinaus will. Der Zeitgeist heutzutage ist leider so geprägt, dass wir gerne alles positiv und möglichst schön, gar easy darstellen wollen. Wir beschönigen das Evangelium. Wir verschweigen die Sünde.

 

Warum die Sünde nicht verschwiegen werden darf

Das halte ich aber für den verschwiegendsten Fehler, den man machen kann. Was hat das Evangelium noch für einen Wert, wenn wir nicht von der Sünde erzählen? Wenn wir den Menschen nicht erklären, warum sie sich für Jesus entscheiden und umkehren sollten, und ihnen nur von der Liebe Gottes erzählen. Besteht der Wert des Evangeliums nur noch darin, allen ein Kuschelchristentum zu garantieren, bei dem das Leben mit Jesus „tutti“ ist? Mir hat mal jemand gesagt: „Mit der Einstellung »Wir Menschen sind alle Sünder und brauchen Vergebung« werden wir keine Atheisten erreichen. Mit »Jesus liebt dich« schon eher.“ Aber warum?

 

Sünde ist Realität

Menschen zu sagen, dass sie Sünder sind, ist unangenehm. Viele meinen, ihnen dann auch noch darzulegen, dass „[…] der Lohn der Sünde […] der Tod [ist]“ und sie somit praktisch dem ewigen Tod ohne Gott geweiht sind, grenze an Blasphemie und wirkt gar unglaubwürdig. Und doch ist es bittere Realität. Seit Adam und Eva sich Gott widersetzt haben, leben die Menschen in Sünde. Und dafür werden sie nicht mit Gottes Liebe belohnt. Das könnte man aber meinen, wenn man derzeit so manche Predigten hört.

„Hey, du bist zwar voll der Sünder und eigentlich hasst Gott die Sünde und verurteilt sie, aber komm, das ist ja nicht wichtig. Gott liebt dich! (Wenn du auch errettet bist wie ich … andernfalls geht’s halt in die Hölle … aber das sag ich lieber nicht, wirkt ja wie ein Spaßverderber).“ (Anmerkung: Bitte nicht wörtlich nehmen.)

Menschen von der Liebe Gottes erzählen, aber verschweigen wollen, dass sie ohne Sündenvergebung verloren sind, ist zwar angenehmer und „beliebter“, aber vollkommen falsch. Denn somit lassen wir Menschen willentlich in die Irre gehen. Vielleicht glauben sie, dass sie nicht erretet werden müssen, weil Gott sie ja liebt, und werden in der Ewigkeit wegen solcher Aussagen ohne Gott leben müssen?

 

Besser: Mach’s wie THE FOUR

Es gibt eine Initiative, die sich THE FOUR nennt und das Evangelium auf vier entscheidende Punkte heruntergebrochen hat, die sowohl einfach als auch simpel zu erklären sind. Ich stelle sie dir kurz vor:

  1. Ja, Gott liebt uns.
  2. Aber wir haben gesündigt, deshalb ist es uns unmöglich, seine Liebe tatsächlich zu erfahren, denn Gott muss – weil er absolut gerecht ist – unsere Sünden bestrafen.
  3. Doch Gottes Liebe ist so groß, dass er seinen eigenen Sohn für unsere Sünden ans Kreuz nageln ließ. Durch Jesu stellvertretenden Tod und die Auferstehung ist uns die Möglichkeit gegeben, Gottes Liebe zu erfahren.
  4. Doch dafür müssen wir Gott unsere Sünden bekennen und um Vergebung bitten. „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ (1. Joh 1,9) So erlangen wir ewiges Leben mit Jesus, das davon bestimmt ist, seinem Vorbild nachzufolgen und seine Liebe nicht nur selbst zu erfahren, sondern auch weiterzugeben. ♥

 

Und was denkst du?

Was hältst du von modernen Evangelisations-Gottesdiensten, Worship-Bands, die Gottes Liebe besingen, und witzigen Predigern? Welche großen Chancen und welche Probleme siehst du? Schreib mir!

 

Einen gesegneten Start in die neue Woche,
Daniela

Ich glaube, es ist eine Frage, die ziemlich viele Christen quält. Und zwar immer wieder aufs Neue. „Was ist der Wille Gottes für mein Leben? Soll ich BWL oder doch lieber irgendwas mit Medien studieren? Soll ich Tim oder doch lieber Tobi heiraten? Welche Arbeitsstelle findet Gott besser? Soll ich mir ein Haus kaufen? Ist ein VW oder doch ein Ford besser? Sollte ich ins Ausland gehen?“

Während sich die einen wie Igel zusammenkugeln, der Frage nach dem Willen Gottes aus dem Weg gehen und in Ahnungslosigkeit versinken, richten andere wie Pfauen ihre Federpracht an Erkenntnis auf und strotzen nur so vor Selbstbewusstsein über den Willen Gottes für sie. „Es war Gottes Plan für mich!“ sind bei Christen der zweiten Sorte keine seltenen Aussprüche – Gott hat schließlich so manche Türen geöffnet. Die Igel unter uns werden wahrscheinlich einfach nur froh sein, wenn sie irgendwie ans Ziel kommen und dabei die offenen Türen, Richtungsweiser und winkenden Zaunpfähle nicht übersehen.

Aber mal Hand aufs Herz – woher kennen wir überhaupt Gottes Willen? Ich für meinen Teil bin mir des Willen Gottes in so einigen Angelegenheiten meist sicher – steht ja so in der Bibel, ist ja klar wie Kloßbrühe. Doch sobald’s dann an den persönlichen, individuellen Willen Gottes für mich geht – prosit, Neujahr – fragt lieber nicht. Ich weiß nicht mal, was ich selbst will. Und selbst wenn ich es wüsste … Woher soll ich Gottes Willen für mein Leben kennen? Wenn du dich das auch schon mal gefragt hast, darf ich dich heute dazu einladen, einen kleinen Einblick in den Willen Gottes zu erhalten. Let’s go & jump in!

 

Was ist das … der Wille Gottes?

Ein Hauptproblem bei der Definition des Willen Gottes, welches auch Kevin DeYoung in seinem Buch „Leg einfach los!“ beschrieben hat, liegt darin, dass wir ziemlich vieles als den Willen Gottes betiteln, obwohl es nicht den einen Willen Gottes gibt, sondern mehrere. Ein Beispiel, das auch DeYoung gebraucht:

„Manchmal sprechen wir davon, dass alle Dinge nach Gottes Willen geschehen. Andere Male sprechen wir davon, gehorsam zu sein und Gottes Willen zu tun. Und wieder andere Male sprechen wir davon, Gottes Willen zu suchen.“
Kevin DeYoung in ‚Leg einfach los!‘, Betanien Verlag, S. 15

Verwirrend, nicht wahr? Da weiß man gar nicht recht, nach welchem Willen man suchen und welchen man tun soll … Aber um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, möchte ich euch kurz die unterschiedlichen Facetten und Stufen des Willen Gottes vorstellen.

 

Der globale Wille Gottes

Bevor ich auf die drei geläufigsten Arten (souverän, moralisch/ethisch, individuell/persönlich) des Willen Gottes eingehe, machen wir einen kurzen Ausflug in die übergeordnete Art des „globalen Willen Gottes“. Denn wir übersehen leider manchmal, dass Gott uns seinen grundlegenden Willen bereits in der Bibel offenbart hat, und dass dieser nicht nur die komplette (Heils-)Geschichte prägt, sondern auch dein und mein Leben. Zudem spiegelt sich sein globaler Wille auch in den anderen Arten seines Willen sehr gut wider. Lasst uns das einmal gemeinsam anschauen – es ist ganz einfach … ☺️

  • Der Wille Gottes für die Schöpfung ist Existenz: „Denn du bist der Schöpfer aller Dinge; nach deinem Willen wurde alles ins Dasein gerufen und erschaffen.“ (Offenbarung 4,11b)
  • Der Wille Gottes für die Menschheit ist Errettung: „Ja, es ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, das ewige Leben hat.“ (Johannes 6,40a)
  • Der Wille Gottes für alle Gläubigen die Heiligung: „Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung.“ (1. Thessalonicher 4,3a)

Die drei Stufen des Willen Gottes

 

Der souveräne Wille Gottes

Der souveräne Wille Gottes ist das, was man auch als den „geheimen Ratschluss Gottes“ oder seine vorherbestimmten Verordnungen kennt. Er umfasst jedes Ereignis der Welt- und Zeitgeschichte: alles, was Gott beschließt, wird auch so eintreten. Er steht souverän über allen Dingen und lenkt das Geschehen. Was er will, wird geschehen.

„In ihm sind wir auch zu Erben eingesetzt worden, die wir dazu vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt, nach dem Ratschluss seines Willen.“ (Epheser 1,11)

„Was ich beschlossen habe, geschieht, und alles, was ich mir vorgenommen habe, das tue ich.“ (Jesaja 46,10b)

 

Der moralische/ethische Wille Gottes

Der moralische/ethische Wille Gottes umfasst alle in der Bibel aufgeführten Gebote des Herrn – quasi die Aufforderungen, was Gott von uns möchte. DeYoung beschreibt diese Art des Willen Gottes so: „Während der souveräne Wille beschreibt, wie die Dinge sind, zeigt der moralische Wille, wie die Dinge sein sollten.“ (‚Leg einfach los!‘, S. 18)

„Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter.“ (Matthäus 12,50)

„Und die Welt mit ihren Begierden vergeht; doch wer so handelt, wie Gott es will, wird für immer leben.“ (1.Johannes 2,17)

 

Und was ist nun Gottes Wille für mein Leben?

Tja, da wären wir auch schon bei der wohl „interessantesten“ Art des Willen Gottes: sein individueller Wille für uns. Während manche Christen behaupten, dass Gott keinen individuellen Plan für unser Leben hat, sind die nächsten felsenfest davon überzeugt, dass sie Gottes großem Plan nacheifern müssen und es einen Weg für ihr Leben gibt, den sie nur noch finden müssen. Ich möchte euch nicht enttäuschen: Aber beide Varianten sind nicht ganz richtig. Tatsächlich ist es nämlich durchaus so, dass Gott einen individuellen Willen für unser Leben hat. Er hat einen Plan und weiß um jeden Schritt unseres Lebens: „Deine Augen sahen mich schon, als mein Leben im Leib meiner Mutter entstand. Alle Tage, die noch kommen sollten, waren in deinem Buch bereits aufgeschrieben, bevor noch einer von ihnen eintraf.“ (Psalm 139,16) Allerdings kommen hier noch ein paar Faktoren hinzu, die im Übereifer gerne vernachlässigt werden und an die man hin und wieder erinnert werden sollte:

 

Gott ist kein Wunscherfüller oder eine Wahrsagekugel

Mit der Frage nach dem persönlichen und individuellen Willen Gottes schwingt automatisch immer ein gewisser Unterton mit – man ist neugierig, klar, und man will Gott gefallen, auf jeden Fall. Aber man will den Herrn auch irgendwie prüfen … ist Gott wirklich gut und vertrauenswürdig? Hat erwirklich Gutes mit mir vor? Wir wissen, dass von Gott alles Gute zu erwarten ist (Jakobus 1,17). Dennoch bleibt der Zweifel, ob es unserem Bild von „gut“ entspricht, und die Sorge, dass unsere Zukunft nicht so werden könnte wie wir es uns vorgestellt haben (ähnliches hat Abraham in 1. Mose 12,10-20 und 20,1-18 erlebt). Gott ist aber anders. Statt mit einer detaillierten Offenbarung unseres Lebensplanes zu reagieren und uns zu erklären, was genau als nächstes passiert oder welche Entscheidung getroffen werden soll, fordert er uns zu zwei einfachen Dingen auf:

Wir sollen uns nicht sorgen.

„Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. […] Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“ (Matthäus 6,25a+33)

Wir sollen Gott um Weisheit für Entscheidungen bitten.

„Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern und ohne Vorwurf gibt; so wird sie ihm gegeben werden.“ (Jakobus 1,5)

 

Es gibt nicht immer nur „den einen richtigen Weg“

Wir verheddern uns gerne in nicht-moralischen bzw. nicht-ethischen Entscheidungen, weil wir uns entweder zu sehr sorgen, zu feige und vom Überangebot der Optionen überfordert sind, oder schlichtweg die beste Option (nicht die zweitbeste!) wählen wollen. (Dieses Phänomen der Generation Y habe ich bereits in meinem Artikel über die Probleme unserer Generation thematisiert.) Allerdings beruft uns Gott ganz klar dazu, dass wir in Freiheit und Verantwortung solche Entscheidungen zu treffen haben – es gibt nicht nur „den einen Weg“. Es gibt oftmals mehrere gute Wege, für die wir uns gemäß unserem freien Willen entscheiden dürfen. Solange wir Entscheidungen auf Grundlage des moralischen und globalen Willen Gottes (Heiligung) treffen und mit Hilfe von Gottes Weisheit gehen, werden wir einen guten Weg finden.

 

Gott möchte uns Weisheit schenken, um mutig selbst Entscheidungen treffen zu können

Man fragt sich nun bestimmt: „Wie gehe ich denn nun mit Gottes Weisheit?“ Wie wir in Jakobus 1,5 gelesen haben, erhalten wir die Weisheit von Gott persönlich, wenn wir ihn darum bitten. Dabei wird uns die Weisheit in unterschiedlichen Formen zuteil:

Bibel

Weil Gottes Wort lebendig ist und voller Weisheit steckt, möchte er für uns keine Wahrsagerkugel spielen: Echte Weisheit kommt immer aus der Gottesfurcht und dem Bestreben, wie Christus zu leben und unser Leben in Heiligung zu führen. Wenn wir Gottes offenbarten Willen tun, ist dies der Anfang der Weisheit.

„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“ (2. Timotheus 3,16-17)

Ratschläge

Gott spricht zu uns. Zum einen durch die Bibel, aber zum anderen auch durch Ratschläge anderer Christen, wie beispielsweise unseren Freunden, Verwandten und Geschwistern in der Gemeinde. Ohne Ratschläge, die uns auf unserem Weg als Richtungsweiser oder zur Korrektur dienen, würden wir teilweise sehr unweise handeln und in so manch missliche Lage geraten. Schon im Buch Sprüche steht geschrieben:

„Ein Dummkopf hält alles, was er tut, für recht, doch ein Weiser hört auf Rat.“ (Sprüche 12,15)

Heiliger Geist

Ein Punkt, dem gerne zu wenig Bedeutung beigemessen wird: der Heilige Geist, durch den Gott ganz klar auch zu uns reden kann. Entweder durch unser fine-getunetes Gewissen, durch die „innere Stimme“ wie man sie gerne nennt, aber auch durch Eindrücke und Prophetie. Allerdings ist hier Vorsicht geboten. Nicht immer, wenn jemand sagt: „Gott hat mir gesagt …“, ist diese Aussage unantastbar. Gottes heiliger Geist kann zu uns sprechen – manche nehmen sein Reden ganz eindeutig wahr, bei anderen ist es eher das Wahrnehmen eines Impulses oder eines Eindrucks. Aber man sollte solche Eindrücke immer prüfen – stimmen sie mit dem moralischen Willen Gottes überein? Oder widerspricht es der Bibel? Ist es gut und erbaulich? Dennoch: Vertraut auf Gottes heiligen Geist in euch.

„Aber der Beistand, den der Vater in meinem Namen senden wird, der Heilige Geist, wird euch alles Weitere lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ (Johannes 14,26)

Gebet

Last but not least – das Gebet. Es bringt nichts, in willkürlichen Aktivismus zu entbrennen und Entscheidungen übers Knie zu brechen. Gott möchte, dass du selbstbewusst Entscheidungen triffst – allerdings möchte er, dass du Entscheidungen mit ihm triffst. Wenn wir also nicht darum bitten, dass Gott uns seinen konkreten Plan offenbart, sollten wir stattdessen um Klarheit und Weisheit bitten und Gott regelmäßig im Gebet aufsuchen, um ein Feingefühl für weise, gottgefällige Entscheidungen entwickeln zu können.

„Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan!“ (Matthäus 7,7)

 

Fazit

Dieser Artikel mag für Leute, die gerade vor großen Entscheidungen stehen, eventuell eine kleine Hilfe sein – eventuell ist er aber auch wie Salz in der Wunde. Natürlich ist die Theorie immer einfacher als die praktische Entscheidungsfindung. Es lässt sich einfacher „Sorge dich nicht“ sagen, als Gott tatsächlich zu vertrauen und mutig eine Entscheidung zu treffen. Ich weiß, dass solche Worte manchmal wie Ironie klingen – dennoch möchte ich ermutigen. Allerdings möchte ich an die Worte Gottes erinnern. Weil ich selbst erfahren habe, wie es ist, schwere Entscheidungen treffen zu müssen. Und weil ich erleben musste, wie hilflos man ist, wenn einem die Weisheit fehlt, und man kurz vorm Durchdrehen ist. „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5,7) Dort steht nicht „dann sorgt er für euch“ – dort steht „denn“. Es ist die Begründung, warum wir unsere Sorgen auf Gott werfen sollen: Weil er für uns sorgt, komme was da wolle. Amen!

 


HAPPY BIRTHDAY!
1 Jahr ewiglichtkind.de

Und weil es wohl keinen passenderen Anlass gibt, eine Verlosung zu veranstalten, als der erste Bloggeburtstag von ewiglichtkind.de, habe ich für euch – natürlich passend zum Thema – eine Kleinigkeit vorbereitet. Gemeinsam mit dem Betanien Verlag darf ich ein Exemplar des Buches „Leg einfach los!“ von Kevin DeYoung verlosen. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an den Verlag, und einen netten Hinweis: Auf cbuch.de findet ihr gute, erbauliche und bibeltreue Literatur zu verschiedenen Themen. ☺️ Unter anderem auch das Heftchen „Echte Reformation – 5 Leitlinien zurück zu Gott“, welches ihr ebenfalls als Verlosungsgeschenk erhaltet. Tja, und weil Klassiker immer passen, gibt es oben drauf noch ein Exemplar des Buches „Jesus – unser Schicksal“ von Wilhelm Busch.

 

 

Wie kann man teilnehmen?

Teilnehmen könnt ihr auf Facebook und Instagram unter dem jeweiligen Verlosungspost. Die Teilnahme erfolgt durch ein Like und Kommentar, in dem ihr einen Freund verlinkt und mir verratet, welche Themen euch in Zukunft auf ewiglichtkind.de interessieren würden.

Die Verlosung beginnt mit Veröffentlichung dieses Artikels, am Samstag, den 15. Juli 2017, und endet am Samstag, den 29. Juli 2017 um 20:00 Uhr MEZ. Es werden insgesamt zwei Bücher und eine Broschur verlost: „Leg einfach los!“ von Kevin DeYoung, „Jesus – unser Schicksal“ von Wilhelm Busch und „Echte Reformation – 5 Leitlinien zurück zu Gott“ vom Betanien Verlag. Die Auslosung erfolgt am Sonntag, 30. Juli 2017. Der Gewinner wird per Nachricht und in einem seperaten Post benachrichtigt. Aus versandtechnischen Gründen kann der Gewinn nur innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz versendet werden.

Die Verlosung steht in keiner Verbindung zu Facebook oder Instagram und wird in keiner Weise von der Facebook Inc. gesponsert, unterstützt oder organisiert.

Viel Spaß beim Mitmachen! ??


Und damit wünsche ich euch ein wundervolles & gesegnetes Wochenende! ??

Liebste Grüße, eure Daniela

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, wie dein Leben verlaufen wäre, wenn bestimmte Ereignisse nicht passiert wären? Oder was mit dir als Person geschehen wäre, wenn du bestimmte Erfahrungen nicht gemacht hättest? Im Laufe unseres Lebens widerfährt uns sehr viel – erfreuliches, schönes, staunenerregendes, aber auch weniger erfreuliches wie Leid, Trauer und Schmerz. Doch warst du jemals an einem Punkt in deinem Leben, an dem du dich fragtest: „Wie viel ist mein Leben noch wert? Was hat es jetzt noch für einen Sinn?“ Eventuell sind dir solche Gedanken fremd. Aber eventuell gehörst du auch zu den Menschen, die diese Gedanken quälen und wieder und wieder zu keinem Ergebnis kommen … Eventuell hast du auch schon einmal Ablehnung, Ausgrenzung und Einsamkeit erfahren – vielleicht bist du auch Opfer von Mobbing geworden.

 

Wie viel ist mein Leben noch wert?

Ich kann diesen Gedanken sehr gut nachvollziehen. Warum sollte mein Leben noch wertvoll sein, wenn es mir Leid zufügt – wenn ich alleine bin und von allen gehasst werde? Ich wurde selbst fast sechs Jahre meines Lebens gemobbt und ausgegrenzt. Jede Fahrt in die Schule, jeder Gang durch den Schulflur, ja sogar jede Teilnahme am Unterricht wurden zur Tortur. Doch nach außen hin bemerkte man gar nicht so viel – gar friedlich schien es. Ein fataler Trugschluss. Auch wenn es so wirkte, da das Mobbing meist nicht physisch war – die Zeit war eine Qual für mich und das Mobbing der Killer meiner Motivation zu leben.

 

Mobbing

Auch wenn sich der Begriff „Mobbing“ mittlerweile weitläufig verbreitet hat und jeder halbwegs etwas damit anzufangen weiß, wird es doch immer wieder unterschätzt. „Ach, stell’ dich nicht so an!“, „Ist doch halb so wild!“, „Du musst dich nur wehren!“ sind da nur einige der typischen Sprüche, die man zu hören bekommt von unbeteiligten Dritten. Die haben auch gut reden. Dabei wissen die wenigsten Menschen, welche Folgen Mobbing tatsächlich haben kann. Mit der Zeit und je nach Schwere des Mobbings fühlt man sich mehr und mehr abgelehnt und ausgegrenzt – man vereinsamt innerlich. Manche erkranken dadurch (obgleich Schüler, Student oder Berufstätiger) an Burnout, andere nehmen sich das Leben. Aber warum verletzt uns Menschen Ausgrenzung und warum leiden wir unter Einsamkeit?

 

Warum leiden wir?

Ich glaube, ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen ist Beziehung – Kontakt zu anderen Menschen, Gemeinschaft und Kommunikation. Der Mensch ist als Beziehungswesen erschaffen worden. Gott persönlich hat uns so geschaffen. Er hat uns nach seinem Ebenbild gemacht (1. Mose 1,26), damit wir mit ihm direkte Gemeinschaft haben dürfen. Gott ist ein Gott der Beziehung – er ist das Beziehungswesen schlechthin. Nicht nur zu uns will und hat er eine Beziehung – auch die Dreieinigkeit zeugt von diesem Wesen. Der Vater, der Sohn und Heilige Geist stehen in enger Beziehung zueinander. So sollen auch wir Beziehung und Gemeinschaft mit Gott haben. Und so wie wir geschaffen sind, um mit ihm Gemeinschaft zu haben, hat er uns auch gemacht, um miteinander Gemeinschaft zu haben und Beziehungen zu pflegen: Wir sind sozusagen auf menschliche Interaktionen angewiesen, weil wir dazu gedacht sind.

 

»13 reasons why«

Doch was passiert, wenn dieses wichtige Bedürfnis nicht erfüllt werden kann? Was passiert, wenn dir und mir zwischenmenschlicher Kontakt und soziale Interaktionen verwehrt bleiben? In „13 reasons why“, der US-amerikanischen Serie von Netflix, wird uns die Geschichte der Highschool-Schülerin Hannah Baker erzählt, die durch Mobbing, Erniedrigung und Einsamkeit in den Selbstmord getrieben wurde. Man lernt durch die Serie nicht nur die tiefsten Abgründe menschlichen Daseins kennen. Man muss auch noch mitansehen, wie Hannah vereinsamt – wie sie innerlich stirbt und man ihr einfach nicht helfen kann, so gerne man möchte.

 

Was bedeutet Einsamkeit?

Einsamkeit ist nicht gleichbedeutend mit Alleinsein. Wir können beispielsweise alleine sein, ohne uns dabei einsam zu fühlen. Der kleine aber feine Unterschied liegt darin, dass wir uns aktiv für das Alleinsein entscheiden, für die Einsamkeit hingegen nicht. Die Einsamkeit passiert mit uns. Man fühlt sich abgeschottet, bekommt keine Verbindung zu anderen Menschen, fühlt sich unsichtbar – obgleich andere Menschen direkt neben dir stehen können.

Hannah bringt die wahre Bedeutung in „13 reasons why“ ziemlich genau auf den Punkt:

„Menschen sind eine soziale Spezies. Wir verlassen uns auf Verbindungen, um zu überleben. Selbst die allereinfachsten sozialen Interaktionen helfen uns, am Leben zu bleiben. Statistiken beweisen, dass das subjektive Gefühl der Einsamkeit die Wahrscheinlichkeit eines frühzeitigen Todes um 26 % erhöhen kann. […] Und lasst mich euch sagen, es gibt die unterschiedlichsten Arten, sich einsam zu fühlen. Ich rede nicht vom alltäglichen »Allein in einer Menschenmenge«-einsam, das ist jeder von uns jeden Tag. Es ist nicht diese »Wann werde ich Liebe finden?«-Art von einsam. Oder die »Die beliebten Kinder sind gemein zu mir«-einsam. […] Die Art von einsam, über die ich rede, ist, wenn man sich fühlt, als hätte man nichts mehr übrig. Nichts und niemanden. Als würde man ertrinken und niemand wirft dir eine Leine zu. Wir alle brauchen ihn – menschlichen Kontakt.“
(Hannah Baker in „13 reasons why“, Folge 7)

 

Bleibt nur noch Selbstmord?

Es gibt tatsächlich Menschen, die wie Hannah Baker Mobbing und Ausgrenzung erleben, und sich am Ende die Frage stellen: „Wie viel ist mein Leben überhaupt noch wert?“ Sie haben gelitten, geweint und verloren. Suizid bzw. Selbstmord erscheint genau dann als scheinbar letzte Rettung, wenn man das Gefühl haben möchte, dennoch als Sieger hervorzugehen. Selbst wenn man gegen andere Menschen verliert, weil man abgeschottet von ihnen keine Beziehung aufzubauen vermag, kann man sich scheinbar einen Sieg erkämpfen, indem man das eigene Leben selbst beendet. Eine aktive Rolle spielen, nicht passiv sein. Doch Selbstmord ist der falsche Weg, denn der Schein trügt. Durch Selbstmord gewinnst du nicht, du verlierst. Und zwar etwas kostbares, das dir geschenkt wurde: dein Leben.

 

Wie viel ist mein Leben wert?

In der britischen Serie „Sherlock“ fiel in einer Episode ein sehr interessantes Zitat:

Dr. John Watson: „Du hast Mary nicht umgebracht. Mary ist gestorben, weil sie Dir das Leben retten wollte. Niemand hat sie dazu gezwungen, niemand konnte sie je zu irgendetwas zwingen. Du hast sie nicht getötet.“ – Sherlock Holmes: „Durch das, was sie tat, hat sie meinem Leben einen Wert verliehen. Dieser Wert hat eine Währung, mit der ich nicht umzugehen weiß.“

Ein Zitat, dass nicht passender beschreiben könnte, warum dein Leben wertvoll ist, und vor allem wie wertvoll es ist. Egal, was du gerade durchmachst, ob du gute oder schlechte Zeiten erlebst, ob du dich als „guter Mensch“ fühlst oder nicht: Du bist wertvoll, weil Gott – Jesus selbst – dich liebt. Du bist wertvoll, weil Jesus für dich starb! Dein Leben war ihm alles wert. So viel, dass er sein eigenes Leben für deines gegeben hat. Wie unermesslich wertvoll muss dein Leben sein, dass Gott persönlich für dich starb!

 

Warum starb Jesus für mich?

Wie ich schon zu Beginn des Artikels erzählte, schuf uns Gott, um mit ihm Gemeinschaft und ewiges Leben zu haben. Doch als Adam und Eva, die ersten Menschen im Garten Eden, auf den Teufel hörten und von der verbotenen, tödlichen Frucht aßen, zerstörten sie damit jegliches menschliches Leben, wie es ursprünglich gedacht war. Seit diesem Sündenfall ist die Beziehung zu unserem Schöpfer gestört. Doch alles änderte sich, als Jesus auf die Erde kam. Er liebte uns so sehr, dass er den Himmel verließ, Mensch wurde und die selben Qualen erlitt wie du und ich. In Hebräer 4,15 steht geschrieben: „Doch er gehört nicht zu denen, die unsere Schwächen nicht verstehen und zu keinem Mitleiden fähig sind. Jesus Christus musste mit denselben Versuchungen kämpfen wie wir, doch im Gegensatz zu uns hat er nie gesündigt.“ Er ließ sich aus Liebe nicht nur erniedrigen oder versuchen, nein – seine Liebe reichte bis zum Tod am Kreuz.

 

Fazit: Dein Leben ist so wertvoll wie die Liebe Gottes zu dir!

Und die Liebe Gottes hört nie auf! Wenn du zu Gott betest und um Vergebung bittest, wird er dir vergeben. Dann wird er sein Versprechen halten, dich retten und dir ewiges Leben schenken. Dein Leben hat einen Sinn: Aus Gott und seiner Liebe leben und für Gott leben. Egal, wer gegen dich zu sein scheint: Gott ist für dich! Vergiss das nie.

 


 

Der richtige Blickwinkel

Text von Saskia Rey

Das Leben ist ein Geschenk, das man manchmal zurückgeben möchte. Weil man in gewissen Situationen von einem dichten Nebel umgeben ist, der die lichten Momente verschluckt.

Einfach ist es nicht. Das Leben. Wenn man nicht mit den äußerlichen Eindrücken zu kämpfen hat, dann kämpft man innerlich mit sich selbst. Aber ich weiß und ihr wisst es auch, dass man damit niemals allein ist. Dass man immer eine Lösung findet; sei sie noch so unerwartet und vollkommen anders, als geplant. Es geht immer irgendwie weiter. Immer.

Am Ende entscheidest du, ob die negativen Dinge dich zerstören oder stärken.

 

Doch was macht mein Leben überhaupt lebenswert?

Im ersten Moment erscheint die Frage schwer zu beantworten. Ich kann die offensichtlichen Dinge aufzählen. Dinge, die einem bei der Frage, sofort in den Kopf schießen: Familie, Freunde, Dach über dem Kopf, Arbeit, …

Allerdings kam mir dann eine Liste in den Sinn, die ich zu führen begonnen hatte. Jeden Tag schrieb ich Aktivitäten oder Ereignisse auf, die mir Freude bereitet haben, mir positiv in Erinnerung geblieben waren. Und man glaubt es kaum, aber die Stichpunkte bestanden hauptsächlich aus Nebensächlichkeiten des Alltags. Teilweise sogar aus Dingen, von denen ich glaubte, kein bisschen Spaß daran zu haben. Aber während ich meinen Tag reflektierte, waren das die Punkte, die meiner Meinung nach auf die Liste gehörten. Um einige Beispiele zur Verdeutlichung zu nennen: Zeit mit meiner Familie verbringen, schreiben, Serien schauen, ein Besuch beim Frisör, Gartenhecke schneiden, Staub wischen, lernen oder schlichtweg die Tatsache, dass Freitag war.

Auf den ersten Blick vermutet man in vielem nur Negatives. Es mag nicht allen so gehen. Es soll ja auch unerschütterlich Optimisten geben. Trotzdem sei allen gesagt, dass das Leben nur so schwer ist, wie du es dir machst. Du kannst dich stundenlang über Hausarbeit beschweren oder sie einfach machen (vielleicht, während die Musik läuft). Du kannst dich über deine Faulheit aufregen oder es akzeptieren, ggf. versuchen, es zu ändern.

Ich weiß durchaus, dass manche Situation oder Ereignisse nicht so einfach zu händeln sind und man das nicht mit einer geistigen Handbewegung abtun kann. Das Stichwort Mobbing passt hier sehr gut. Dann den Blick auf das Positive nicht zu verlieren, ist schwer. Doch der Nebel wird sich verziehen. Vielleicht niemals vollständig und wahrscheinlich erst nach langer Zeit, aber das Licht gewinnt am Ende gegen die Dunkelheit.

Um noch einmal zurück zur Anfangsfrage zu kommen: Was macht mein Leben lebenswert?
Vieles.
Das Meiste.
Alles?
Alles.

 


 

Ein kleiner Mutmacher zum Abschluss

Ich muss gestehen, ich liebe „Brave“ von Moriah Peters nicht nur wegen des sehr guten Textes, sondern auch wegen der genialen Melodie, die einen einfach motiviert. Dennoch ist der Text das Herzstück des Liedes. Meine Lieblingsstrophe ist diese: „None go with me, still I’ll follow. Through the joy and through the sorrow. Cross before me – world behind me. There’s no turning back.“

Wenn ihr also etwas Mut braucht, wenn wieder die Dunkelheit droht, kann ich euch dieses Lied nur wärmstens empfehlen. ♥

 

 

Weiterführende Links: ze.tt und ChurchLeaders.com

Liebste Grüße, eure Daniela ♥

„Ostern ist ein rein kommerzieller Feiertag geworden“, „Ich liebe die vielen bunten Eier an Ostern“ oder „Mit Ostern beginnt der Frühling erst so richtig“. Bestimmt kennst du solche Aussagen. Ich glaube, man könnte diese Liste noch beliebig fortführen und ein Bullshit-Bingo daraus basteln – so typisch sind sie. Alle Jahre wieder feiern wir Ostern, sitzen mit unseren Liebsten zusammen, essen Eier, genießen (wenn’s gut läuft) das herrliche Frühlingswetter und beschenken uns manchmal sogar. So ein bisschen wie an Weihnachten. Nur dass an Weihnachten eigentlich jeder Mensch weiß, warum es gefeiert wird. Doch an Ostern stehen viele fragend in den Supermärkten und Einkaufsläden und wundern sich über das große Aufgebot an Eiern und Süßwaren samt Hasen- und Kükenmotiven. „Was soll das alles eigentlich?“ ist keine seltene Frage.

Falls du ebenfalls keinen Peil hast, was der ganze Trubel um Ostern eigentlich soll, möchte ich dir vier Gründe nennen, warum Ostern tatsächlich gefeiert wird.

 

Weil Jesus für dich gekreuzigt wurde

Was wäre geschehen, wenn Jesus nicht für dich am Kreuz gestorben wäre? Warum musste Jesus überhaupt am Kreuz sterben? Ganz einfach: Weil ohne den Kreuzestod Jesu das gesamte Osterfest sinnlos wäre. Jesus ist für dich gestorben, wurde gequält und musste unendlich viel Leid ertragen, damit er für deine Schuld bezahlen kann. Du bist schuldig, weil alle Menschen schuldig sind. Kein Mensch ist vor Gott gerecht – das ist seit Adam und Eva so. Wir alle benötigen Vergebung, damit wir eine Beziehung zu ihm führen können. Oder anders ausgedrückt: Weil Jesus dich so sehr liebt, dass er nicht möchte, dass du in der Ewigkeit ohne Gott leben musst, sondern mit ihm ewiges Leben hast, hat er die Strafe auf sich genommen, die du verdient hättest. Er hat für dich am Kreuz die Sünde und den Tod überwunden, und die Auferstehung dadurch möglich gemacht.

 

Weil Jesus für dich auferstanden ist

Doch wir feiern Ostern nicht, weil Jesus gestorben ist. Ganz im Gegenteil: Wir feiern Ostern, weil Jesus lebt. Ja, er ist wahrhaftig auferstanden und hat den Tod überwunden. Jesus wurde gekreuzigt und lag drei Tage lang im Grab, doch am letzten Tag wurde er von Gott auferweckt. Endgültig und für immer. Nicht etwa wie Lazarus, der, nachdem Jesus ihn von den Toten zurück ins Leben geholt hatte, irgendwann sterben musste (siehe Joh 11). Nein, Jesus wurde ein für alle Mal auferweckt. Er lebt – damals, heute und in Ewigkeit.

 

Weil Jesus für deine Schuld bezahlt hat

Würde es nicht ausreichen, wenn Gott dir deine Schuld einfach vergibt und mal „ein Auge zudrückt“, weil er dich liebt – so dass alle einfach happy sein und in Ewigkeit leben können? Leider ist das nicht so einfach … weil Gott die vollkommene Gerechtigkeit ist und der Teufel die Menschen vor Gott anklagt (Offb 12,10), muss Gott richten. Weil er aber ein liebender Gott ist, richtet er Jesus an unserer Stelle. Um für die Schuld all jener Menschen, die an ihn glauben, zu büßen, damit diese der gerechten Strafe Gottes entgehen. Und als Beweis dafür, dass die Sünde und der Tod ihre Macht verloren haben, und Jesus sie besiegt hat. Und diesen Sieg feiern wir an Ostern. Wer sich für Jesus entscheidet, ihm seine Schuld bekennt, dem vergibt er und erfüllt somit seine Zusage: „Weil ich lebe, werdet auch ihr leben“ (Joh 14,19).

 

Weil Jesus das Lamm Gottes ist

Das ist die Antworte auf alle Fragen – die Antwort, die alle anderen Aussagen ineinander vereint und erklärt. Warum musste Jesus für uns sterben, warum ist er wieder auferstanden, und warum hat er für unsere Schuld gebüßt? Ganz einfach: Weil er das Lamm Gottes ist. Weil Gott die Gerechtigkeit ist und unsere Schuld – keine einzige unserer Sünden – ungestraft lassen kann, muss er Sünde bestrafen. Doch weil er uns liebt, bestrafte er Jesus für unsere Schuld. Er, der komplett sündlos war. In der Bibel lesen wir:

Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn. Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut.
Jesaja 53,5–7

Schon die alten Israeliten zu Zeiten Moses mussten ein Lamm opfern, um nicht von der Bestrafung heimgesucht zu werden, die den Ägyptern zu teil werden sollte (siehe 2. Mose 12). Und auch im Laufe der Geschichte musste das Volk immer wieder makellose Lämmer opfern, die für ihre Schuld sühnten. Jesus nahm die Rolle des Lammes ein. Gott höchstpersönlich opferte sich zur Rettung seiner geliebten Kinder, uns Menschen. Was Jesaja prophezeit hatte, bestätigte Johannes, der Täufer, im Neuen Testament: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!“ (Joh 1,29). Es ist wahr: Er starb, auferstand und nahm uns unsere Schuld. Halleluja! ??

 

Und was bedeutet Ostern für dich?

Ich habe einige meiner Freunde gefragt, was für sie persönlich Ostern bedeutet. Ihr könnt sie weiter unten nachlesen ☺️ Jetzt frage ich dich: Was bedeutet Ostern für dich? Eventuell bringen dich ihre Antworten weiter zum Nachdenken.

  • „Für mich ist Ostern eine Erinnerung an das Geschenk, welches wir erhalten haben, als Jesus, das Lamm Gottes all unsere Sünden auf sich genommen hat am Kreuz und er, der HERR,  gesiegt hat durch die Auferstehung. Dass wir, allein durch diese Gnade und Liebe, Vergebung und Frieden mit Gott haben dürfen!“ – Lea (PS: Sie ist die Zeichnerin, die mich beim diesmonatigen Wallpaper mit diesem schönen Lamm-Motiv unterstützt hat – mehr dazu unten ❤️)
  • „Ostern ist die größte Liebeserklärung, die es gibt. Die Frage ist doch: Wer tut so etwas? Wer nimmt Schuld auf sich, obwohl man unschuldig ist? Wer stirbt für Schuld, die jemand anderes getan hat? Das ist etwas, was nur JESUS getan hat. Und das hat er aus Liebe getan. Für dich und für mich. Verstehst du nicht? Kannst du auch gar nicht. Das ist nämlich so groß und gleichzeitig so einfach, dass wir es einfach nicht verstehen können …“ – Ben
  • „Mein Lieblingszitat dazu ist: ‚Es gibt viele Menschen, die ihr Leben für ihren König geopfert haben. Aber es gibt nur einen König, der sein Leben für die Menschen geopfert hat.‘ (Unbekannt) Ostern hat für mich die stärkste Symbolkraft, die die Bibel uns überhaupt bietet. Es gibt Hoffnung für Hoffnungslose. Gott liebt mich in meiner dunkelsten Stunde und nimmt mich an wie ich bin. Das aller beste dabei ist, es ist nicht nur eine Hoffnung für Heute. Es ist auch eine Hoffnung für Morgen und auch für das, was nach dem Morgen kommt.“ – Georg
  • „Auferstehung bedeutet für mich, dass Jesus wahrhaftig Gott ist, weil der Tod ihn nicht halten konnte, dass er ein lebendiger Gott ist und alle, die an ihn glauben, werde eines Tages mit ihm auferstehen… ??“ – Christine
  • „‚Dein lauter Todesruf ist nun mein Siegesschrei.‘ Das ist für mich der Grund zum Feiern. Dank Jesus ein Sieger zu sein. Dieses Zitat zeigt mir das Opfer, aber auch den Gewinn von Ostern. ‚Vollbracht‘ rief Jesus bevor er starb! Danke, Jesus! Der Gerechtigkeit ist genüge getan!“ – Julia
  • „Durch die Auferstehung Jesu aus den Toten und dem somit vollendeten Werk, habe ich die Möglichkeit gerecht vor Gott zu sein. Wer das glaubt, ist von Schuld befreit und darf auf ein unvergängliches Erbe im Himmel warten. Jesus ist Sieger über den Tod!“ – Jennifer
  • ‚Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, so ist eure Verkündigung vergeblich, und vergeblich auch euer Glaube!‘ (1. Kor 15,14) Da wir an Ostern aber die Auferstehung Jesu feiern, bedeutet es für mich, dass ich einen lebendigen Glauben an einen lebenden Gott habe. Da Christus den Tod besiegt hat, indem er auferstanden ist, wird der Tod auch mich nicht halten können! Denn in Ihm, Christus, werde ich lebendig gemacht werden (1. Kor 15,22).“ – Martin
  • „Jesus ist der Sieger über Tod, Hölle und Teufel. Er selbst sagt: ‚Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben auch wenn er stirbt.‘ (Johannes 11,25) Jesus lebt, mit ihm auch ich. Daran glaube ich!“ – Anna

 

Das Lamm Gottes – ein Wallpaper zur Erinnerung

Zum (Fast-)Abschluss dieses Artikels möchte ich euch noch eine kleine Freude bereiten: Pünktlich zu Ostern gibt es neue Wallpaper für all eure liebsten technischen Geräte kostenlos zum Download. Yay! Das Special Feature: Meine liebe Freundin Lea hat mich hierbei super unterstützt – die Lamm-Zeichnung stammt von ihr, ich habe die Wallpaper gestaltet und durfte ihre Zeichnung hierfür einsetzen. Hamma, wie Gott begabt, oder? ? (Danke dir, Lea! ❤️) Ich hoffe, wir können euch mit diesen Wallpaper-Motiven ermutigen. Sie sollen zur Erinnerung an das Opfer Jesu, seines Sieges am Kreuz und der großen Gnade, die Gott uns zuteil werden ließ, dienen. Viel Freude euch damit! ? Schreibt mir doch, wenn ihr die Wallpaper verwendet – wir würden uns mega freuen!

Download

Macbook-/Desktop-Wallpaper:

iPad-/Tablet-Wallpaper:

iPhone-/Smartphone-Wallpaper:

Die Wallpaper könnt ihr euch kostenlos herunterladen. Bitte beachtet dabei, dass es sich hierbei um urheberrechtlich geschütztes Material handelt und dieses nicht zum Weiterverkauf bestimmt ist.

 

Nachtrag – #darumOstern

Seit Freitag, den 31. März läuft die Social-Media-Kampagne „#darumOstern“, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, über den wahren Grund von Ostern aufzuklären und in den sozialen Netzwerken ein Zeichen für Gott zu setzen. Jeder kann mitmachen und in den kommenden zwei Wochen vor Ostern sein Profil- oder Titelbild auf den verschiedensten Kanälen wechseln und somit auf Jesus und sein Geschenk aufmerksam machen. Ich persönlich bin begeistert von dieser Aktion und habe auch schon direkt mein Profilbild geändert. Du willst auch mitmachen? Dann schau auf darumostern.de/mitmachen vorbei und hilf, die wahre Oster-Botschaft in den sozialen Medien zu verkündigen. Let your light shine! ?

 

 

Fröhliche Grüße, eure Daniela

„Please don’t stop the music!“ Und das aus gutem Grund. Musik ist eine wunderbare Erfindung unseres Schöpfers. Sie entspannt, fokussiert, ermutigt, motiviert, bereichert den Alltag, tröstet und pusht. Ihre vielfältigen Sounds erfreuen uns, ihre einzigartigen Texte bringen uns zum Staunen. Der Klang lässt uns mitfiebern und den Inhalt spüren. Musik hat eine umheimliche Macht und großen Einfluss auf uns. Sie beeinflusst nicht nur unsere Stimmung, sondern auch unsere Gedanken und unser Handeln. Beobachtet einmal genau euer Umfeld – wann und wie nehmt ihr Musik wahr? Beim Auto fahren, an der Arbeit, beim Einkaufen im Supermarkt nebenan, während des Essens oder auch im Bad, während ihr euch fertig macht. Musik umgibt uns beinahe überall und sie tritt in den unterschiedlichsten Stilen und Formen auf – coole Rhythms zum Tanzen, Lieder zum Mitträllern oder slow beats zum Entspannen.

 

Doch in der Menge und dem unüberschaubaren Angebot an Musik verliert man schnell die Orientierung. Besonders als Christ ist es heutzutage eine Herausforderung, zwischen guter, erbaulicher und schlechter Musik zu unterscheiden. Was macht gute Musik aus? Gibt es „schlechte“ Musik? Welche Musik ist gottgefällig? Um diese und viele weitere Fragen zu beantworten, möchte ich euch heute vier Tipps an die Hand geben, mit denen ihr Musik und euren Umgang damit prüfen könnt. Let’s go!

 

Anmerkung im Voraus: Gerade beim Thema Musik kommt es oft zu geschmäcklerischen Diskussionen, die meines Erachtens selten gewinnbringend sein – daher möchte ich auf diese nicht explizit eingehen. Der Fokus des Artikels soll auf der Bibel und Gottes Prinzipien liegen. Gottes Wort ist allgenügsam und „alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit“ (2.Timotheus 3,16). Zur Veranschaulichung und besseren Verständlichkeit versuche ich, praktische Beispiele einzubinden, die u.a. meinem persönlichen Musikgeschmack entsprechen. Da sich dieser von eurem unterscheiden kann, bitte ich auf dieser Grundlage keine Diskussionen zu starten. Diskussionen inhaltlicher Art sind hingegen immer gern gesehen, sofern höflich miteinander umgegangen wird. Danke für euer Verständnis! ? #schönliebsein

 

1. Ist die Musik christlich oder weltlich?

Die Frage aller Fragen. Denn viele Menschen gehen die Beurteilung von Musik grundsätzlich falsch an, da sie davon ausgehen, jedes Lied bzw. Musikstück nach den gleichen Kriterien beurteilen zu können. Aber das ist meines Erachtens unlogisch. Wir beurteilen einen Fisch schließlich auch nicht danach, wie gut er fliegen kann, oder? Zuallererst sollte man sich darüber im Klaren sein, was man (aus geistlicher Sicht) beurteilt. Ist die Musik christlich, nicht-christlich, weltlich oder satanisch? Lasst es mich kurz erklären.

 

christlich

Als christliche Musik werden im allgemeinen Sprachgebrauch Lieder bezeichnet, die das Ziel haben, Gott zu verherrlichen. Darüber hinaus können solche Musikstücke dazu dienen, Christen zu ermutigen, zu belehren und zu trösten. Da „christliche Musik“ ein relativ weitgefasster Begriff ist, und sich der Grad an geistlichem Inhalt sowie die Art der Musik und der Aufmachung der Texte sehr unterscheiden kann, unterteile ich christliche Musik nochmals in drei Kategorien. Angelehnt an 1. Korinther 3,2 unterscheide ich hierbei geistliche Milch bzw. Weißbrot, feste Nahrung bzw. Schwarzbrot und eine Zwischenkategorie, das geistliche Bauernbrot.

„Milch habe ich euch gegeben, keine feste Nahrung, weil ihr die noch nicht vertragen konntet.“
1. Korinther 3,2a

 

Schwarzbrot

Hachja, das herrliche geistliche Schwarzbrot. So wie man sich christliche Musik vorstellt – tiefsinnige Texte, teilweise wörtliche Bibelzitate, lehrende Funktion, geistliche Wahrheiten. Mit christlicher „Schwarzbrot-Musik“ geht auch meist eine andächtige, traditionell langsame Darbietung mit einfachem instrumentalen Einsatz einher. Sie können sowohl einfache als auch schwerfällige, dramatische Melodien haben. Von Relevanz für diese Kategorie ist hauptsächlich der Inhalt, die instrumentale Komposition rückt dabei in den Hintergrund.

 


Weißbrot

Das konträre Pendant zum geistlichen Schwarzbrot. Weißbrot-Musik (geistliche Milch) zeichnet sich dadurch aus, dass die Melodien sehr eingängig und die Texte simpel gehalten und einfach zu verstehen sind. Inhaltlich nicht sehr anspruchsvoll werden hier geistliche Wahrheiten kompakt dargestellt. Typische Vertreter sind Pop-Bands wie Hillsong – bei ihnen ist die instrumentale Komposition von etwas höherer Relevanz als der Inhalt. Kinderlieder-Artisten sind teilweise ebenfalls in diese Kategorie einzuordnen – instrumentale Komposition und Inhalt sind zwar von gleicher Relevanz, der Inhalt ist aber aufgrund der Zielgruppe wesentlich einfacher gehalten und somit geistliche Milch.

 


Bauernbrot

Bauernbrot – eigentlich meine liebste Kategorien unter den christlichen Liedern. Das Bauernbrot kombiniert die tiefsinnigen Texte mit biblischen Lehren der einen Kategorie mit den eingängigen Melodien und der Einfachheit der anderen. Die Musik kann im einen Moment zum Denken anregen und ins Gebet führen, aber genauso gut zum Abdancen und laut mitträllern dienen. Inhalt und instrumentale Komposition sind von gleicher Relevanz.

 

 

nicht-christlich

Viele Menschen haben Schwierigkeiten, die Begriffe „nicht-christlich“ und „weltlich“ zu differenzieren. Das vorrangige Ziel nicht-christlicher Musik ist nicht die Verherrlichung Gottes. Dennoch kann die Musik christliche Werte transportieren oder bestimmte Themen behandeln und gute Absichten fördern. Sie verherrlicht keine Sünden, sondern schildert Gegebenheiten, erzählt (alltägliche) Geschichten, versucht ggf. aufzurütteln. Inhalt und instrumentale Komposition sind von gleicher Relevanz.

 

 

weltlich

Die Musik fokussiert sich auf banale, alltägliche Themen; der Mensch und seine Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt. Je nach Zweck und Interpret konzentriert sich die Musik auf physiologische, soziale und sexuelle Bedürfnisse oder das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung. Oft ist der Inhalt von geringerer Relevanz, viel mehr steht die instrumentale Komposition im Vordergrund.

 

 

satanisch / spiritistisch

Im Fokus satanischer bzw. spiritistischer Musik steht der Teufel bzw. die Anbetung Satans oder andere spirituelle, dämonische Gewalten. In einigen Fällen wird der Bezug zu Satan nur indirekt hergestellt oder der Teufel ins Lächerliche gezogen. Parodien über Gott werden auch oft inbegriffen. Beispiele hierfür sind „Lucifer“ von XOV oder die Red Hot Chili Peppers. Oftmals wird hier auch Beyoncé dazu gezählt, da sie von sich selbst behaupte, auf der Bühne von einem Dämon ergriffen zu werden. (Falls nicht eh schon selbstverständlich: Von dieser Musik-Kategorie ist als Christ abzuraten.)

 

2. Welchen Zweck erfüllt die Musik?

So, kommen wir nun zum nächsten spannenden Punkt. Welchen Sinn und Zweck erfüllt Musik? Unter Berücksichtigung unserer eben gewonnenen Erkenntnisse, dass Musik je nach Art unterschiedliche Hauptziele hat, können wir an diese Frage mit einem viel klareren Blick rangehen. Ich möchte der Frage auf den Grund gehen, worin Musik ihre Daseinsberichtigung hat. Habt ihr euch beispielsweise schon einmal bewusst gefragt, ob Gott Musik ausschließlich zur Anbetung und Belehrung erschaffen hat oder ob es auch in seinem Willen ist, wenn wir sie zur Ermutigung und zum Trost nutzen?

 

Schauen wir uns mal König David, einen der bekanntesten Musiker und Poeten aus Bibel, näher an. Er nutzte Musik hauptsächlich zur Anbetung und Verherrlichung Gottes, wie man es in den Psalmen lesen kann (Psalm 4:1, 6:1, 54:1, etc.). Es gibt jedoch Fälle, da setzte David die Musik für andere Zwecke ein. Und zwar genauer gesagt für die Beruhigung des Königs Saulus, während dieser von bösen Geistern geplagt wurde (1. Samuel 16,14-23). Darüber hinaus benutzten bspw. Israeliten Musikinstrumente zu unterschiedlichen Zwecken wie der Warnung vor Gefahren (Nehemia 4,20). In Epheser 5,19 lesen wir folgende Anweisung des Apostels Paulus: „Ermutigt einander mit Psalmen, Lobgesängen und von Gottes Geist eingegebenen Liedern; singt und jubelt aus tiefstem Herzen zur Ehre des Herrn.“

 

An diesen aufgeführten Beispielen sehen wir, dass wenn auch die Hauptaufgabe der Musik in der Anbetung Gottes besteht, die Bibel auch andere Verwendungen für Musik erlaubt: Ermutigung, Lobgesänge, Trost, Lobpreis, Freudengesänge, Beruhigung, Ausdruck menschlicher Emotionen.

 

3. Welchem Genre / Stil gehört die Musik an?

An dieser Stelle wiederhole ich gerne noch einmal, was ich zu Beginn des Artikels geschrieben habe. Beim Thema Musik kommt es oft zu geschmäcklerischen Diskussionen, die selten gewinnbringend sein. Der Fokus meines Artikels soll auf der Bibel und Gottes Prinzipien liegen und nicht auf der subjektiven Frage, was sich für einen selbst gut anhört oder wovon man kulturell geprägt ist.

 

Wie steht die Bibel zu unterschiedlichen Genres und Musikstilen? Und was wird über den Einsatz von Musikinstrumenten geschrieben? Interessanterweise lesen wir in der Bibel, dass kein Genre oder Musikstil geschweige denn irgendein Instrument verurteilt wird. Ganz im Gegenteil – wir lesen des öfteren von diversen Instrumenten wie Saiten- und Blasinstrumenten: „Die Sänger gehen voran, danach die Saitenspieler, inmitten der Jungfrauen, die die Handpauken schlagen.“ – Psalm 68,26; „Und als die Bauleute den Grund zum Tempel des Herrn legten, stellten sich die Priester in ihren Gewändern auf, mit Trompeten, und die Leviten, die Söhne Asaphs, mit Zimbeln, um den Herrn zu loben nach der Anordnung Davids, des Königs von Israel.“ – Esra 3,10.

 

Was hingegen in der Bibel verurteilt wird, ist hohler Lobpreis, der Gott scheinbar die Ehre geben soll, aber wahrhaftig weit entfernt von der Wahrheit ist: „Ich hasse und verachte eure religiösen Feste und kann eure feierlichen Zusammenkünfte nicht riechen. Ich will eure Brand- und Speiseopfer nicht haben; die Friedensopfer eurer Mastkälber will ich nicht sehen! Hört auf mit dem Lärm eures Lobpreises! Eure Anbetungsmusik werde ich mir nicht anhören. Stattdessen will ich Recht fließen sehen wie Wasser und Gerechtigkeit wie einen Fluss, der niemals austrocknet. Habt ihr eure Schlacht- und Speiseopfer während dieser 40 Jahre in der Wüste etwa mir gebracht, Israel? Nein, euer eigentliches Sinnen und Trachten galt euren heidnischen Göttern – deinem König Sakkut und deinem Sternengott Kewan – den Bildern, die du dir selbst gemacht hast. – Amos 5,21-26.

 

Das Volk Israel wird nicht wegen des Lobpreises an sich oder gar des Stiles angeklagt. Nein, viel mehr geht es dem Herrn um die Unehrlichkeit des Volkes, und dass ihr Herz nicht dem Herrn dient, sondern Götzen. Prüfe dich einmal selbst: Kannst du voller Freude und zur Ehre des Herrn ein bestimmtes Lied hören? Oder zollst du damit eigentlich nur deinem Fleisch (dem Satan) einen Dienst, indem du bspw. darin Erfüllung suchst?

 

4. Worum geht es inhaltlich in der Musik?

Das für mich wichtigste Kriterium zur Unterscheidung zwischen guter, erbaulicher und schlechter, zerstörerischer Musik ist – neben der Einteilung in christlich, nicht-christlich, weltlich und satanisch – der Inhalt eines Liedes. Zwei gute Verse, die uns bei der Prüfung des Inhalts eines Liedes helfen, sind folgende:

 

„Im übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgend eine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht!“
Philipper 4,8

„Alles ist mir erlaubt — aber nicht alles ist nützlich! Alles ist mir erlaubt — aber ich will mich von nichts beherrschen lassen!“
1.Korinther 6,12

 

Christen vergessen allzu gerne, dass Gott der Schöpfer von Musik ist und nur Gutes von ihm zu erwarten ist. Die Musik selbst kann daher nicht unrein sein – es ist uns erlaubt, sie zu hören. Musik kann nur durch den Einfluss von Menschen unrein werden, und das geschieht vorzugsweise unter dem inhaltlichen Aspekt. Worauf ist also zu achten? Wie Paulus es uns schreibt, sollten wir in Liedern nach dem Wahrhaftigen, Ehrbaren, Gerechten, Reinen, Liebenswerten, Wohllautenden, Tugendhaften und Lobenswerten suchen. Kannst du etwas in dem Lied finden, das diesen Aspekten entspricht? Dann spricht theoretisch nichts dagegen, dieses Lied zu hören. Wie schon in 1.Thessalonicher 5,21 geschrieben steht: „Prüft alles, das Gute behaltet!“ Schon Paulus hat in scheinbar weltlichen Dingen nach dem Guten und Redlichen gesucht und sogar in seinen Briefen aus heidnischen Stücken zitiert: „Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten!“ (1. Kor 15,33 – ein Zitat aus dem Drama „Thais“ des griechischen Komödiendichters Menander.)

 

In einer von Sünde durchdrungenen Welt wird es wahrscheinlich nicht häufig vorkommen, dass ein Lied den Kriterien in Philpper 4,8 zur Genüge entspricht. Dennoch bin ich der Meinung, dass man offen bleiben sollte, auch in weltlichen Dingen Segen zu finden. Mich ermutigt beispielsweise immer wieder „Ain’t nobody (loves me better)“ von Jasmine Thompson feat. Felix Jaehn, weil es mich an die einzigartige Liebe Gottes erinnert, die bis zum Tod am Kreuz führte, und dass mich keiner liebt wie der Herr.

 

5. Bringt mich die Musik näher zu Gott?

Zu dieser Frage möchte ich erst einmal eine Gegenfrage stellen: Entferne ich mich durch die Musik von Gott? Wie wir oben gelesen haben, hat Musik nicht immer den Hauptzweck, Gott zu loben und zu preisen. Sie kann bspw. auch zur Ermutigung und zum Trost dienen. In solchen Fällen werden wir ein Lied aller Wahrscheinlichkeit nach auch mit einem eben solchen Fokus hören: Das Lied ermutigt mich, also freue ich mich über die schöne Melodie und lasse mich davon motivieren. Bei christlichen Liedern hingegen ist es ganz einfach – die Lieder geben schon genug Anlass, uns Gott zu nähern. Ob wir das aber tatsächlich tun, bleibt immer noch uns selbst überlassen. Wir können dafür nicht die Lieder beschuldigen. (Und wer ganz fresh ist, wird übrigens sogar durch weltliche und nicht-christliche Lieder so sehr ermutigt oder getröstet werden, dass er nicht anders kann, als den Herrn dafür zu preisen. ?)

 

Und nicht zu vergessen: Jeder Mensch geht mit Musik anders um. Während manche Menschen Lieder nach dem ersten Hören auswendig kennen und jedes Wort klar verstehen – und der Inhalt somit viel präsenter und bewusster aufgenommen wird –, kennen andere wiederum auch nach Monaten nicht den Songtext und verstehen den Text auch kaum bis gar nicht (somit rückt die bewusste Präsenz des Inhalts in den Hintergrund). Heißt im Endeffekt, dass Lieder, die die einen noch hören können, die nächsten schon sehr zu stören vermögen. Praktisch wie Paulus über das Götzenfleisch in 1. Korinther 8,7+9 schreibt: „Aber nicht alle haben die Erkenntnis, sondern etliche machen sich ein Gewissen wegen des Götzen und essen [das Fleisch] noch immer als Götzenopferfleisch, und so wird ihr Gewissen befleckt, weil es schwach ist. […] Habt aber acht, daß diese eure Freiheit den Schwachen nicht zum Anstoß wird!“

Mein Tipp: Übergehe nie dein eigenes Gewissen, wenn es dich warnt – aber schränke dabei weder die Freiheit anderer Christen ein, noch gebe ihnen einen Anlass zum Anstoß.

 

Mein Fazit

Dieser Artikel hat mich ziemlich viel Arbeit gekostet. Ernsthaft. Ich habe die ersten Zeilen im Dezember letzten Jahres zu schreiben begonnen und seitdem nicht mehr daran weitergearbeitet, weil mich das Thema selbst sehr aufgerüttelt hat. Ich höre gefühlt 24/7 Musik – morgens im Bad, beim Frühstücken, beim Autofahren, an der Arbeit, daheim bei privaten Aufgaben, beim Lernen, beim Bibel lesen. Nur beim Schlafen, Parken und Beten ist die Musik (so gut wie) aus. Leider musste ich mir eingestehen, dass ich Musik oftmals unreflektiert höre; ich denke gar nicht mehr groß darüber nach, was ich höre, sondern entscheide geschmäcklerisch. Keine gute Angewohnheit.

Der Artikel war also praktisch wie eine kleine Selbstreflexion, die mir aufgezeigt hat, wo es noch Potenzial gibt. In meiner privaten Musikbibliothek liegen teilweise noch „Musik-Leichen“ aus meinen Teenie-Jahren, aber auch aus der vergangenen Zeit, die ich mittlerweile nicht mehr höre, weil mein Gewissen sich meldet. Die Texte waren nie mega-schlecht, aber eben auch nicht sonderlich gut. So habe ich neuerdings angefangen, auszumisten. Alles, was mir zufällig in meine aktuelle Playlist rutscht und Unbehagen auslöst, wird gelöscht. Viele Lieder stellen auch einfach eine Grauzone dar, die ich derzeit noch billige. Eventuell ändert sich das mit den Jahren noch – so wie jetzt auch die Erkenntnis kam.

 

Doch der Artikel hatte auch sein Gutes: Ich habe erkannt, dass es ein unwahrscheinlich großes Repertoire an guten, erbaulichen Liedern aus den verschiedensten Kategorien (christlich, nicht-christlich, weltlich), in unterschiedlichen Stilen und mit unterschiedlichen Thematiken und allerlei Interpreten gibt. Und das beste: Diese Lieder sind so vielfältig, und man hört sie allesamt nicht nur gerne – nein, es ist uns sogar in der Tat erlaubt, diese Musik zu hören, weil uns Christus die Freiheit dazu gibt. Das freut mich unwahrscheinlich. Es ist wundervoll, dass der Herr Musik so vielfältig geschaffen hat! Halleluja ??

 

Abschlussfrage: Wenn du bis hierhin gelesen hast (Respekt!), schreib mir doch in die Kommentare, welches Lied derzeit dein Lieblingslied ist! ?

 


Quellen und weiterführende Links: gotquestions.org, betanien.de, Die Bibel ☺️


Herzlichst,
eure Daniela ♥