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Yippieh-yeah! ? Heute ist mein Lieblingstag. Ich schreibe diesen Artikel zwar gerade vor und weiß gar nicht, wie der Mittwoch werden wird, und dennoch bin ich mir sicher: Mittwoch (also heute) wird mein Lieblingstag. Natürlich auch, weil ich Geburtstag habe. (Wer freut sich nicht über die alljährliche Erinnerung, dass man wieder ein Jahr älter geworden ist? ?) Vor allem aber, weil Gott mir diesen und jeden anderen Tag in meinem Leben geschenkt hat. ♥
Und in meinem bisher schon 23 Jahre alten Leben durfte ich unzählige Erfahrungen sammeln, tolle Menschen kennenlernen und die ein oder andere gute & schlechte Situation durchleben. Letzten Endes durfte ich dadurch aber unheimlich viel lernen. Welche 23 Dinge das mitunter waren, die in 23 Jahren lernen durfte, möchte ich euch heute erzählen. Ich freue mich auf euer Feedback und ob ihr manche Dinge ähnlich seht. Be blessed & have a great day! ♥

„Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat. Lasst uns jubeln und fröhlich sein.“ – Psalm 118,24

 

1. Gute Kollegen sind Gold wert

Seitdem ich vor ca. 3,5 Jahren ins Berufsleben gestartet bin und mitunter zwei Betriebe und einige Menschen und Kollegen kennen lernen durfte, kann ich wirklich von Gnade sprechen: Gott hat mich nicht einfach nur mit Kollegen gesegnet – ich durfte an meinen Arbeitsplätzen Freundschaften schließen. Freunde, die einen aufmuntern, mit denen man lachen und sich ärgern kann. Freunde, mit denen man die meiste Zeit des Tages verbringt (und das auch noch gerne). Diese Menschen sind Kollegen, die die Bezeichnung „Freullegen“ (Neologismus aus „Freund“ und „Kollege“) redlich verdient haben und Gold wert sind. ♥

 

2. „Nein“ sagen ist nicht so einfach wie man denkt

Eine der Disziplinen, die ich wohl am wenigsten beherrsche ist, „Nein“ zu sagen. Wenn man mich lange genug nervt und auf mich einredet, kann man mich wohl zu allem überreden – denn ich kann keine Bitten abschlagen und schon gar nicht „Nein“ sagen. Paradebeispiel: Ich wollte neulich mein Gratis-Abo bei DIE ZEIT kündigen, weil ich kein aktiver Zeitungsleser bin. Die Frau vom Leserservice hat mir am Telefon aber so lange Argumente präsentiert, bis ich letzten Endes doch ein Jahresabo abgeschlossen habe. Zum Glück gibt es das Widerrufsrecht und zum Glück darf ich immer wieder lernen, dass ich öfters mal „Nein“ sagen sollte …

 

3. Musik und Frühstück können Balsam für die Seele sein

Es gibt in meinem Leben wohl kaum eine andere „materielle“ Motivationsbombe, die so wirksam und beruhigend für Leib und Seele ist, wie ein herrliches Frühstück inkl. Nutella, Marmelade, Brötchen und Ei sowie ein guter Schwung an Gute-Laune-Musik. Am liebsten höre ich dabei Sommersongs (da tanzt die Motivation förmlich schon am Strand) oder Power-Lobpreis wie „Brave“ von Moriah Peters oder die Kinderlieder von Thomas Klein, mit denen man Gott feiern kann. ?

 

4. Autofahrten eignen sich perfekt zum Beten

Die mitunter schönsten Gebete habe ich in meinem Auto gebetet. Als ich noch täglich 70 km einfache Strecke gependelt bin und gut 75 % des Weges Autobahn war, habe ich des Öfteren einfach mal die Musik ausgemacht und gebetet – für einen guten Tag, dass ich für meine Kollegen ein Segen sein kann, dass ich mit Kritik und Schwierigkeiten gut umgehen kann und vor allem, dass der Herr mir als Sünder Kraft und Weisheit schenkt, um im Alltag zu bestehen.

 

5. Zuhause ist der Ort, wo ich am meisten versage

Ich weiß nicht, ob es anderen auch so geht. Aber du kannst noch so ein „perfektes“ Image haben oder noch so liebenswürdig zu deinen Freunden und Kollegen sein – zuhause kommt dennoch der ganze Dreck an Boshaftigkeit zum Vorschein. Das macht mich immer wieder unheimlich traurig und frustriert mich, weil ich gerade daheim ein Vorbild und Zeugnis für Gott sein möchte als einzige Christin im Haushalt. Aber dennoch scheitere ich immer wieder. Doch Gott lehrt mich dadurch vor allem eines: Ich kann noch so „gut“ sein, wahrhaftig gut bin ich nur durch ihn, weil ich ein Sünder bin wie jeder andere auch.

 

6. Freude ist kein Gefühl, sondern eine Entscheidung & Gabe

Was mich an manchen Menschen (vorzugsweise Deutsche oder „Luxusproblem-Sucher“) am meisten nervt, ist die „Mimimi“-Mentalität. Schlechtes Wetter hier, schlechte Politik da, schlechte Finanzen dort, schlechte Laune überall. Statt euch darüber zu beklagen, wie schlecht es euch geht, solltet ihr anfangen, euch zu freuen. Freude ist nämlich entgegen aller Erwartungen kein Gefühl. Freude ist eine Entscheidung und eine Gabe, die Gott uns durch den Heiligen Geist schenkt: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ (Galater 5,22) Wahre Freude beginnt in dem Moment, in dem du entscheidest, dass deine Gefühle dich nicht mehr kontrollieren, und dass du trotz aller widrigen Umstände dennoch fröhlich sein kannst.

 

7. Ich darf mutig sein

Heutzutage kann es einem schon gut und gerne mal Angst und Bange werden, wenn wir uns politische Entwicklungen, Umweltkatastrophen oder auch die Menschheit im Allgemeinen, und wie wir miteinander umgehen, ansehen. Was wird die Zukunft bei solchen Entwicklung bloß mit sich bringen? Selbst wenn wir die genaue Antwort nicht kennen, so dürfen wir dennoch sicher sein: Gott ist mit uns. Er sagt zu uns: „Ich habe euch das alles gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. Hier auf der Erde werdet ihr viel Schweres erleben. Aber habt Mut, denn ich habe die Welt überwunden.“ (Johannes 16,33) Also lass uns Mut fassen und auf Gott vertrauen! ? (Mehr dazu kannst du übrigens in diesem Blogartikel lesen: „Seid stark und habt Mut“.)

 

8. Schokolade geht immer

Und Schokokuchen erst recht! Ich weiß gar nicht, wie oft mir Schokolade schon meinen Tag sprichwörtlich versüßt hat – da ist der Stresspegel immer direkt ein wenig ein gesunken. Und wenn es dann auch noch aus der gemeinschaftlichen Büro-Schublade kam und man die Schokolade teilen konnte, war das umso schöner ?❤

 

9. Wir sollten viel öfter danken statt zu klagen

Dieser Punkt ähnelt sehr Punkt No. 6, aber unterscheidet sich in der Praxis noch ein wenig. Wir sollten nicht nur beginnen, weniger „Mimimi“ zu machen, sondern zudem auch noch dankbarer werden. Eine freudvolle Grundeinstellungen kommt nicht nur von außerhalb und durch ein paar Meckersprüche weniger – wenn du eine dankbare Herzenshaltung hast und anfängst für die kleinen Dinge im Leben zu danken, wird das Leben so viel leichter und du bereicherst dich selbst mit unheimlich viel Freude.

 

10. Gott tut auch noch heute Wunder

Viele Menschen glauben, dass Gott heutzutage keine Wunder mehr tut. Dass das alles nur zu Jesu Zeiten passiert ist und dass heutzutage nichts mehr spannendes los ist. Doch da täuschen wir uns selbst. Wenn du genau hinsiehst, erkennst du, wie Gott an Menschen arbeitet und sie von innen heraus verändert (das größte Wunder überhaupt!). Du kannst hören, wie Gott Menschen heilt von Krankheit und Leid. Und du wirst staunen über Gottes Größe, die er uns immer wieder bspw. durch die Schöpfung zeigt.

 

11. Du musst nicht vergessen, aber du sollst vergeben

Vor allem bei älteren Menschen habe ich schon sehr oft erfahren müssen, wie verbittert sie sind und welch tiefen Groll gegen bestimmte Personen sie hegen, weil sie ihnen nie vergeben haben. Die Verbitterung ging sogar so weit, dass jegliche Gespräche, Unternehmungen oder andere Erlebnisse zum Spießrutenlauf wurden. Ein falsches Wort und die gesamte Verbitterung kam zum Vorschein und tilgte jede gute Laune. Was ich dabei gelernt habe: Du sollst nicht nur vergeben, weil Gott es dir sagt. Du sollst vergeben, weil Gott dabei an dein Bestes denkt und weiß, dass du sonst verbitterst und deines Lebtages nicht mehr froh wirst. Ich musste in meinem Leben rund sechs Jahre Mobbing über mich ergehen lassen, weil ich mich damals nicht dagegen wehren konnte. Aber ich habe diesen Leuten verziehen. Ich mag sie heute – als Erwachsene und reife Personen – sogar teils gerne. Und ich weiß: Hätte ich ihnen nicht vergeben, würde mich der Groll zerfressen und vermutlich würde ich auch Gott anklagen, warum ich das damals erleben musste.

 

12. Vorurteile können potenzielle Freundschaften zerstören

In diesem Punkt muss ich sagen: Schuldig in allen Punkten. Wie viele Freundschaften ich niemals geführt hätte, wenn ich mich von meinen Vorurteilen hätte leiten lassen. Unvorstellbar! Aber irgendwann während meiner Abizeit, nachdem ich die Jahre des Mobbings hinter mir gelassen und Gott lieben gelernt habe, beschloss ich: Keine Vorurteile mehr. Klar, erste Eindrücke hinterlassen Menschen bei mir immer noch. Aber sie fallen nicht mehr ins Gewicht – die Person kann einfach einen schlechten Tag gehabt haben. Oder wenn sie immer so drauf ist, hat sie vielleicht ganz andere Probleme. Wer bin ich, dass ich mir anmaße, darüber zu urteilen? Merkt euch: Euch entgehen wertvolle Freundschaften, wenn ihr vorschnell urteilt. ?

 

13. Bereite anderen Freude, du wirst erfahren, dass Freude freut.

Je mehr wir uns in unsere Nächsten investieren und sie lieben – ihnen tiefe Freude bereiten –, desto mehr wird Gottes Liebe in uns überfließen und uns Freude schenken. Denke daran immer, wenn du Dienste oder Aufgaben für andere erledigst. Wenn der andere sich darüber freut, ist das ein mega Gewinn. Für dich und das ewige Himmelreich. Sei ein Zeugnis und schenke Freude! ?

 

 

14. Nachhaltig leben ist kein Trend, sondern eine Verantwortung.

Also wenn ich eines in 3,5 Jahren als Angestellte bei einem Lebensmittelhändler, der für seinen Fokus auf Bio und Nachhaltigkeit bekannt ist, gelernt habe, dann eines: Nachhaltig leben ist kein Trend, sondern eine Verantwortung. Es gibt zwar einige Trend-Mitläufer und Wut-Ökos, die lauter sind als tatsächlich dahinter steht, aber für viele Menschen sind die Themen Bio, ökologische Landwirtschaft und Nachhaltigkeit ein Herzensanliegen. Und vor allem durfte ich erkennen, dass es nicht nur eine aktuelle Problematik ist, sondern dass Gott uns schon mit der Schöpfung von Adam und Eva die Verantwortung für die Erde übertragen hat. Welche eine Ehre und Bürde zugleich. Nachhaltig mit der Welt umzugehen, heißt nicht, dass man nicht daran glaubt, dass der Herr alles neu machen wird. Nachhaltig zu handeln heißt, dass man dankbar für Gottes Schöpfung ist und nicht egoistisch damit umgeht.

 

15. Kaum ein Geschenk ist so wertvoll wie Zeit

Und zwar sowohl Zeit, die du anderen schenkst, als auch Zeit, die dir geschenkt wird. Materielle Dinge kann dir jeder mit etwas mehr oder weniger Taschengeld schenken – seine Zeit zu verschenken bedeutet, dass jemand dich als Person wertschätzt. Dass du ihm so viel wert bist, dass er Zeit mit dir verbringen möchte. Ich verfehle in diesem Punkt leider selbst sehr oft und verschwende meine Zeit mit unnötigen Dingen wie Instagram & Co. oder verbringe einfach wesentlich öfter Zeit mit Freunden als mit meiner Familie, obwohl ich gerade vor meiner Familie auch ein Zeugnis sein möchte. Gott geht es übrigens genauso – er findet es super, wenn wir uns mit Wort & Tat für ihn einsetzen oder auch spenden. Aber am meisten liebt er es, wenn wir Zeit mit ihm verbringen: die Bibel lesen und im persönlichen Gebet mit ihm sprechen. Lass mich dir eine Frage stellen: Wann hast du das letzte Mal richtig intensiv Stille Zeit gemacht?

 

16. Du musst dein Feuer immer wieder neu entfachen

Wir haben bei uns daheim einen alten Kachelofen, wie es ihn früher einmal gab (oder wie er heute ganz retro wieder verwendet wird). Dort Feuer anzuzünden ist immer herrlich – das Haus wird kuschelig warm. Allerdings passiert es mir nicht selten, dass wenn ich darauf hingewiesen wurde, Holz nachzulegen, um das Feuer am Brennen zu halten, ich es einfach komplett vergesse. Ich merke es erst dann, wenn es kälter geworden ist. Bei uns Christen ist es genauso: Wenn man etwas liebt, brennt man dafür. Doch jedes Feuer braucht auch Holz, das es am Brennen hält. So müssen wir darauf achten, dass wir unser Feuer immer wieder neu entfachen und mit gutem Input füttern: Gottes Wort. (Besonders gut eignen sich dazu im Alltag übrigens Seiten wie stayonfire oder ohnelimitgeliebt.)

 

17. Ich bin begabt und darf dieses Potenzial leben

Ich habe neulich bei jemandem aus meiner Gemeinde einen richtig guten Status gelesen:

Der Rabbi Susya sagte kurz vor seinem Tode: „Wenn ich in den Himmel komme, werden sie mich nicht fragen: »Warum warst du nicht Moses?« Sondern sie werden mich fragen: »Warum warst du nicht Susya? Warum wurdest du nicht, was nur du werden konntest?“

In diesem kurzen Zitat steckt so viel von der Wahrheit drin, die manche Menschen nicht verstehen können: Zum einen musst du niemand anderem nachmachen, um irgendein Lebensziel zu erreichen, und zum anderen sollst du beginnen, nach deinen Gaben zu streben und dein Potenzial zu entfalten, um dein Lebensziel zu erreichen.
Jemand hat mir mal gesagt, dass es manchmal besser sei, wenn Menschen ihre Gaben niemals entdecken oder ausleben. Diese Aussage habe ich bis heute nicht verstanden. Gott hat uns so reich beschenkt und uns reichlich begabt! Die Gaben dienen uns, anderen Mitgliedern der Gemeinde Jesu und vor allem zu Ehre Gottes. Wir sollen sie daher auch für Gott einsetzen und uns nicht aus der Verantwortung stehlen, die Gott uns gegeben hat.

 

18. Du bist, was deine Freunde sind

Wenn Freunde den Glauben an Jesus Christus und noch dazu die gleichen Werte und Meinungen teilen, kann die Verbindung sogar noch stärker und inniger sein als zu manchen Verwandten. Und das ist wunderbar, denn Freunde sind die Familie, die wir uns selbst aussuchen dürfen. Sie sind ohne den verzerrten „Kleines Geschwisterchen“-Blick aufgewachsen und haben dich neutral kennen gelernt. Sie nehmen dich ernst und können dir vor allem wie kein anderer widerspiegeln, was du gut machst und was so gar nicht: Sie zeigen dir nicht nur Fehler auf, sondern helfen dir, zu wachsen und zu der besten Version deiner Selbst zu werden. Deshalb umgebe dich mit Menschen, die dir gut tun, die dich fördern, und die dir helfen, deinen Fokus auf Gott zu behalten.

 

19. Ich bin Sünder und brauche Vergebung

Mit nicht einmal 16 Jahren durfte ich erkennen, dass ich ein Sünder bin. Nicht so ein Durchschnitts-Sünder, der ab und an etwas schlechtes sagt oder denkt, aber ja doch irgendwie ein Plätzchen im Himmel ergattert, weil die Landeskirche das sagt. Nein, ich bin so ein Sünder, der es nicht einmal im entferntesten verdienen würde, in den Himmel zu kommen, weil die Sünde sich durch mein gesamtes Leben zieht. Der einzige Weg in den Himmel ist Jesus Christus und seine Vergebung. Als ich mich mit 16 Jahren für ein Leben mit Gott entschieden und alle meine Schuld vor Jesus bekannt habe, hat er mir seine allein rettende Gnade geschenkt.

 

20. Ich muss kein „Superchrist“ sein

Was mich einerseits immer wieder zum Lächeln bringt, aber zum anderen auch tierisch nervt, sind „Superchristen“. Christen, die so aktiv sind, dass sie bei drei Gemeindediensten, vier Straßeneinsätzen monatlich und einem jährlichen Missionseinsatz im Nahen Osten noch total unterfordert sind und anderen im gleichen Zuge symbolisieren, dass sie keine wahren Nachfolger seien, wenn sie nicht mindestens genauso aktiv sind. In meinen sieben Jahren als Christ durfte ich anfangen zu lernen (bin noch lange nicht fertig mit diesem Prozess!), dass man auch ohne schlechtes Gewissen glauben darf. Ich muss kein Superchrist sein, um vor Jesus bestehen zu können. Allein durch Jesu Gnade kann ich durch und für ihn leben. Also keep calm! ?

 

21. Jesus schenkt mir neues, ewiges Leben

Eine der besten Messages, die ich lernen durfte! Egal, wie schlecht ich mir selbst vorkomme oder wie nichtig dieses Leben erscheint: Ich weiß, dass Gott alles neu machen wird. Auch mich. Und ich darf diesen Neubeginn mit Gott feiern, denn er schenkt mir neues, ewiges Leben. ?

 

22. Gemeinde ist ein Privileg

Ich habe im vergangenen Jahr zwei Artikel zum Thema „Dos & Dont’s einer guten Gemeinde“ verfasst, in denen auch darauf eingegangen bin, was Gemeinde so wertvoll macht. Lange Zeit habe ich Gemeinde selbst kaum wertgeschätzt und dachte mir: „Naja, so unbedingt brauchst du ja keine Gemeinde.“ Doch das war ein Trugschluss. Eine Gemeinde ist dein geistliches Zuhause, in der du Ermutigung aber auch Ermahnung für deinen rechten Lebensweg findest. Und du hast einen Zufluchtsort in jeder Lebenslage – sowohl bei geistigen und weltlichen Anfechtungen als auch in Freud und Leid. Das hat sich Gott gut für uns Menschen ausgedacht. ?

 

23. Das Leben muss gefeiert werden – denn es ist ein Geschenk Gottes.

Ebenfalls ein Thema, zu dem ich schon einmal in ähnlicher Weise einen Artikel geschrieben habe: „Wie viel ist mein Leben noch wert?“ Und soll ich dir was sagen? Es ist unglaublich viel wert! So viel, dass Gott seinen Sohn geopfert hat und ihn am Kreuz für unsere Schuld hat sterben lassen. Deswegen glaube niemals, dass dein Leben es nicht wert sei, gefeiert zu werden. Dein Leben ist ein Beweis für Gottes Gnade und Liebe zu uns Menschen. Sei fröhlich und jubel, denn Gott hat dir dein Leben geschenkt!

 

Be blessed! ♥
Eure Daniela

Butter bei die Fische – ganz gleich, ob du Frau oder Mann, 21 oder 36 Jahre alt, noch am Studieren oder schon fest im Berufsleben bist: Wenn du diesen Artikel interessiert liest, wirst du wohl eines mit mir gemeinsam haben: Du bist Single. Ein Umstand, der gerade rund um Valentinstag zur Dauerbelastung werden kann. Zugebombt mit Pärchen-Anzeigen, Special Offers für Verliebte und jede Menge „Ach wie rosarot ist die Welt mit dir“-Werbung verfällt man schon mal in die alljährliche Valentinstagsdepression. Doch muss das wirklich alle Jahre wieder so sein?

 

Allein allein?

Wir haben keinen Partner. An sich ist das einfach ein ganz normaler Lebensumstand. Aber irgendwie kümmern sich je älter man wird (!) auf einmal unheimlich viele Menschen um einen. Sie wollen dich aufheitern, fragen nach deinem Liebesleben und ob Mr. oder Mrs. Right nicht schon in Aussicht sei. Manche laufen richtig zur Hochform auf, so sehr wollen sie dich verkuppeln, um deinem Liebesleben auf die Sprünge zu helfen, weil du ja sonst etwas verpassen würdest. Eigentlich meinen es die meisten einfach nur gut. Doch unterschwellig rührt immer dieser eine hämmernde Vorwurf mit: Was stimmt mit dir nicht, dass du noch keinen Partner hast? Das ist wie ein Faustschlag ins Gesicht. Nicht nur, dass man dann tatsächlich an sich selbst zweifelt – man zweifelt vor allem daran, ob Gott einem das Liebesglück absichtlich vorenthält.

 

Warum bist du Single?

Und ganz ehrlich – weder du noch ich oder irgendein anderer Mensch darf sich anmaßen, darüber zu urteilen, warum du Single bist. Denn: Warum das so ist, weiß nur Gott allein. Ich habe in der Vergangenheit leider selbst zu oft den Fehler gemacht, Menschen nach ihrem Lebensstand zu beurteilen. „Hoffentlich wird er bald noch eine Frau finden – der Arme muss ja echt frustiert sein!“, „Alle um sie herum heiraten, wie schrecklich für sie!“ oder „Sein Leben dreht sich nur um die Arbeit – er braucht dringend eine Frau!“ sind tatsächlich Sätze, die ich so oder ähnlich gedacht habe. Und ich muss dafür vor Gott und den Menschen um Vergebung bitten. Ich ärgere mich über mich selbst (jetzt, nachdem ich mich mit dem Thema biblisch auseinandergesetzt habe), dass ich so beschränkt gedacht habe.

 

Dein Lebensziel

Denn mein und dein höchstes Ziel im Leben ist es nicht, einen Partner zu finden, Familie zu gründen und bis ans Ende unserer Tage glücklich zu werden. Unser höchstes Ziel ist es, Gott zu ehren. Denn auch wenn es eine weitverbreitete Meinung ist, dass die Single-Zeit quasi zur Vorbereitung für die Ehe dient, könnte es kein größerer Trugschluss sein. Deine Single-Zeit ist keine Wartezeit oder gar ein Zwischenzustand, in dem du weder Fisch noch Fleisch bist. In deiner Zeit als lediger Mann oder ledige Frau hast du eine wichtige Aufgabe: Du sollst Gott dienen.

 

Singles – Menschen zweiter Klasse?

Es kommt in unserer Gesellschaft aber auch in christlichen Kreisen immer wieder vor, dass die Ehe wesentlich höher geachtet wird als ein Leben als Single. Nicht zuletzt sagt sogar die Bibel, dass Gott uns als Mann und Frau schuf und es nicht gut sei, wenn der Mensch allein ist (1. Mose 1,27+2,18). Kein Wunder also, dass Singles schnell als Menschen zweiter Klasse gesehen werden – es sei schlichtweg nicht gut. Doch das ist falsch.

Dran Next schreibt dazu in einem Artikel zum Thema Single-Shaming: „Was bei all diesen Erklärungsversuchen unterschwellig mitschwingt, ist die Annahme, man habe sein Liebesglück selbst in der Hand. Als müsse man nur hart genug an der eigenen Fehlerhaftigkeit arbeiten, um die eigene Unvollständigkeit in einer gelingenden Beziehung zu überwinden.“ Und das ist leider für viele Realität. Ihnen wurde so oft das Gefühl gegeben, dass etwas nicht mit Ihnen stimme, dass sie glauben, sie hätten ihr Liebesglück selbst in der Hand und könnten etwas an ihrem Beziehungsstatus ändern, wenn sie sich anpassen. Doch die Wahrheit ist: Ich habe es nicht selbst in der Hand. Gott lenkt alles nach seinem Willen. Und Gott hat gute Gedanken über dich! Lies dazu die folgenden beiden Verse:

„Ich preise dich, dass ich so wunderbar und staunenswert erschaffen bin. Ja, das habe ich erkannt: Deine Werke sind wunderbar.“– Psalm 139,14

„Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.“ – Jeremia 29,11

 

Das Geschenk, Single zu sein

„Jesus erwiderte: Das ist etwas, was nicht alle fassen können, sondern nur die, denen es von Gott gegeben ist. Manche sind nämlich von Geburt an unfähig zur Ehe, andere sind es durch einen späteren Eingriff geworden, und wieder andere verzichten von sich aus auf die Ehe, weil sie ganz für das Reich da sein wollen, in dem der Himmel regiert. Wer es fassen kann, der fasse es!“ – Matthäus 19,11-12

Mit Sicherheit hast du an dieser Stelle ein Zitat von Paulus erwartet – ist ja schließlich ein Klassiker unter den Bibelversen zu diesem Thema. Doch dass selbst Jesus etwas dazu in dieser Ausdrücklichkeit sagt, dürfte wohl überraschend sein. Ich zumindest habe diesen Vers bislang immer überlesen, obwohl er so krass ist! Und der Vers aus 1. Korinther 7,7 (jetzt kommt der gute Paulus ins Spiel) verstärkt das nur:

„Denn ich wollte, alle Menschen wären wie ich; aber jeder hat seine eigene Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere so.“ – 1. Korinther 7,7

Wow. Wir als Singles sollten wirklich damit beginnen, das Single-Dasein als Geschenk schätzen zu lernen. Unsere Aufgabe ist es, mit diesem Geschenk verantwortungsvoll umzugehen, und Gott als Ledige mit ganzem Herzen zu dienen – egal, ob im Bürojob beim Akten klauben, im Krankenhaus beim Pflegen der Kranken, in der Schule oder der Uni beim Lernen und Witzeln oder in der Mission beim Evangelisieren.

 

Wie du das Ziel verfehlst

Das traurige ist, dass viele Singles sich in Selbstmitleid suhlen – vor allem an Valentinstag – und sich nichts sehnlicher wünschen, als endlich einen Partner zu haben. Doch damit verfehlst du das Ziel, das Gott für dein Leben hat, vollkommen. Sich auf Biegen und Brechen einen Partner zu wünschen, ist reiner Egoismus – denn die Gabe des Single-Seins und die Zeit, die Gott dir damit schenkt, sollst du für ihn und zur Freude deiner Nächsten einsetzen. Wenn du dir einen anderen Zustand herbeiwünschst, zeigst du Gott nur, dass du undankbar bist und ihm nicht vertraust. Du siehst Gott als Feind, obwohl er dir anvertraut, ganz besonders für ihn zu leben.

 

Die Zeit als Single gut nutzen

In einer Beziehung oder Ehe hast du nur geteilte Aufmerksamkeit. Im Single-Dasein hingegen sind wir unabgelenkt. Wir können uns vollkommen auf Gott konzentrieren und unseren Fokus allein auf Gott richten. Wir lernen, unsere Bedürfnis komplett bei Gott zu stillen und nicht bei Menschen. Und wir können auf ganz besondere Art und Weise dienen. Timothy Keller schreibt in seinem Buch „Ehe“ dazu folgendes:

„Wir sollten weder zu begeistert sein, wenn wir verheiratet sind, noch zu enttäuscht, wenn wir es nicht sind, weil Christus der einzige Partner ist, der uns wirklich Erfüllung geben kann, und Gottes Familie die einzige Familie ist, die unsere Sehnsüchte wirklich stillt.“ – Timothy Keller

Deine Single-Zeit ist dazu da, dich auf Gott zu konzentrieren – und nicht, um dich zu fragen, wann du denn heiraten wirst. Du verfehlst als Single nicht dein Lebensziel oder gar den Willen Gottes für dein Leben – auch wenn viele Christen das behaupten. Aber egal, ob du Single und einfach insgesamt konzentrierter oder in einer Beziehung/Ehe bist und mit deinem Partner gemeinsam dienst: Unser Auftrag bleibt bestehen – wir sollen für Gott leben und das Evangelium verkünden.

 

Der Wunsch Gottes an Frauen (und Männer)

„Eure Schönheit soll von innen kommen! Ein freundliches und ausgeglichenes Wesen ist euer unvergänglicher Schmuck. Das ist es, was Gott als wirklich kostbar ansieht.“ – 1. Petrus 3,4

Versuche in der Zeit des Single-Seins an deiner inneren Schönheit zu arbeiten. Was für ein unbeschreibliches Gefühl muss es sein, wenn dir jemand sagt, dass du eine geniale innere Schönheit besitzt! Innere Schönheit und eine damit verbundene Ausstrahlung wurzeln aber immer in der Gottesfurcht: Lebe also dein Leben für Gott, diene ihm, habe das Verlangen danach, dass Gott an dir – egal wie hart es sein mag – arbeitet. Versuche anderen ein Vorbild zu sein – in dem, was du tust und wie du es tust. Habe den Wunsch, Gott immer ähnlicher zu werden, indem du deine Beziehung zu Jesus vetiefst. Pflege Beziehungen zu Christen und Nicht-Christen, sei ein Zeugnis, erkunde die Welt, lese gute Bücher, pflege deinen Körper (er ist Gottes Tempel!) und deinen Geist. Verträum’ dein Leben nicht: Lebe stattdessen im Hier und Jetzt, setze dir Ziele, bringe dich in deiner Gemeinde ein, lerne neue Dinge (wie Kochen, Nähen, Japanisch ? oder Gitarre spielen). Wenn du authentisch für Gott lebst und zufrieden in Gott bist, werden das auch die Menschen um dich herum bemerken – sowohl Frauen als auch Männer. Gott wird dich dafür reich segnen – spätestens im Himmel, wenn du den ewigen Lohn erhältst.

 

Weitere gute Inhalte zu diesem Thema findest du hier: stayonfire.de, jesus.ch, Hoffungsträger, erf.de, dran-next.com, truelovedates.com, girldefined.com, josiablog.de.

 

Vielen lieben Dank an dieser Stelle an Christine M., die mir mit ihren wertvollen Gedanken unglaublich bei diesem Artikel geholfen. Sei gesegnet, Schwester! ??

 

Eure Daniela ♥

»Von ferne her ist mir der HERR erschienen: Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade.« – Jeremia 31,3

Nachdem ich im letzten Artikel meiner Themenreihe Project Modesty erklären durfte, dass wir uns zur Ehre Gottes kleiden und die Sache demnach nicht einfach mit einem plumpen „Rock & Zopf-Gebot“ oder einer Sacktuch-Revolution getan ist, möchte ich heute zu Teil 2 übergehen: Statt fünf Gründen, warum wir Gott mit unserer Kleidung ehren, zeige ich euch heute sechs Merkmale, wie wir uns gottgefällig kleiden können und Gott mit unserer Kleidung ehren. Dabei möchte ich auf einige Fragen eingehen, die den Mädels aus meiner Gemeinde und mir an unserem gemeinsamen „Project Modesty“-Workshop-Wochenende Ende Juli durch den Kopf gegangen sind. Was darf ich tragen? Welche Kleidung ehrt Gott? Gibt es „unkeusche” bzw. verbotene Kleidungsstücke? Wonach wähle ich meine Kleidungsstücke aus? Ist gottgefällige Kleidung kultur-/ortsabhängig?

Um euch dies und noch mehr ein wenig anschaulicher zu erklären, habe ich unsere Gedanken nicht nur schriftlich zusammengefasst – die Mädels und ich haben in einer coolen Fotoaktion unsere liebsten Outfits und Stylehacks fotografisch und auf Video festgehalten, damit ihr zu einem gottgefälligen Kleidungsstil ermutigt und ganz nebenbei hoffentlich von den Outfits inspiriert werdet.* ? Yay! (Spoiler: Die Fotos wird es erst im nächsten Artikel geben, I’m sorry!)

*Oder wie es ein christlicher Autor mal in einem seiner Bücher ausgedrückt hat: Zur Ehre des Herrn und zur Freude der Heiligen. ☺️

 

»Modesty« in der Bibel – Wie wir uns nicht kleiden sollen

Um nicht eine klassische Bruchlandung in diesem Thema zu erleiden, müssen wir „Modesty“ und „gottgefällige Kleidung“ von Anfang an betrachten – denn schon das alte Testament hatte einiges über Kleidung zu sagen. Damit die Vielzahl an Versen nicht den Rahmen sprengen, beschränke ich mich auf zwei Beispiele, die verdeutlichen, wie wir uns nicht kleiden sollen.

 

Negativ-Merkmal 1: Zur Schau stellen der Kleidung

Einige Exegeten und Bibelausleger zitieren gerne die nachfolgende Verse aus Jesaja, um aufzuzeigen, dass Frauen keinen Schmuck und keine schicke Kleidung oder Frisuren tragen sollten. Das halte ich aber für falsch – denn wenn man die Verse im Kontext betrachtet und die Einleitung aufmerksam liest, wird deutlich: Es geht nicht um die Kleidung an sich. Es geht um die innere Haltung der Frauen. Sie trugen ihre Kleidung, um sich zu präsentieren und sich damit hervorzutun – sie setzen alles daran, um aufzufallen und Blicke auf sich zu ziehen. (Nachfolgende Hervorhebungen durch mich.)

„Und der HERR sprach: Weil die Töchter Zions stolz geworden sind und mit emporgerecktem Hals einhergehen und herausfordernde Blicke werfen; weil sie trippelnd einherstolzieren und mit ihren Fußspangen klirren, deshalb wird der Herr den Scheitel der Töchter Zions kahl machen, und der HERR wird ihre Scham entblößen. An jenem Tag wird der Herr die Zierde der Fußspangen, der Stirnbänder und Halbmonde wegnehmen, die Ohrgehänge, die Armspangen, die Schleier, die Kopfbünde, die Schrittfesseln und die Gürtel, die Riechfläschchen und die Amulette, die Fingerringe und die Nasenringe, die Festkleider und die Mäntel, die Überwürfe und die Täschchen; die Handspiegel und die Hemden, die Hüte und die Schleier. Und es wird geschehen: Statt des Wohlgeruchs gibt es Moder, statt des Gürtels einen Strick, statt der gekräuselten Haare eine Glatze, statt des Prunkgewandes einen Kittel aus Sacktuch und ein Brandmal statt der Schönheit. Deine Männer werden durch das Schwert fallen und deine Helden im Krieg.“ (Jesaja 3,16-25)

 

Negativ-Merkmal 2: Nur Äußerlichkeiten zählen

Wie in den nachfolgenden Versen deutlich wird, hat der Herr das Volk überreich mit Schmuck und Kleidung beschenkt – und er tat es mit Sicherheit gerne. Doch statt das Geschenk mit Ehre anzunehmen und zu würdigen, missbrauchten sie es. Sie ließen sich von den Äußerlichkeiten und ihrem Ansehen, ja durch ihre eigene Schönheit und Ruhm, zum Götzendienst verführen.

„So warst du mit Gold und Silber geschmückt, trugst Kleider aus feinstem Leinen, Seide und bunt gewebten Stoffen. Du hattest Gebäck aus feinem Mehl mit Honig und Öl. Und du warst überaus schön, tauglich zu einer Königin. Der Ruf deiner Schönheit, die durch meinen Schmuck vollkommen wurde, ging durch alle Welt‘, spricht Jahwe, der Herr. ‚Aber du hast auf deine Schönheit vertraut, hast deinen Ruhm missbraucht und dich zur Hure gemacht. Jeden, der vorüberkam, locktest du mit deinen Reizen, jedem botest du dich an. Auf den Höhen, wo man Götzen verehrt, hast du deine bunten Kleider ausgebreitet und hurtest herum, wie es niemals vorgekommen ist und auch nie wieder geschehen wird.“ (Hesekiel 16,13-16)

 

»Modesty« in der Bibel – Wie wir uns kleiden sollten

Kommen wir nun zum schönen Teil: Den sechs Merkmalen, um Gott mit unserer Kleidung zu ehren. Die Bibel hält wie gesagt so einige Verse zum Thema „Modesty“ und „gottgefällige Kleidung“ in Petto. Aber der Einfachheit halber beschränke ich mich auf ein paar wenige Schlüsselverse.

 

Positiv-Merkmal 1: Gute Werke und Schamhaftigkeit

Es ist egal, wie schön deine Kleidung ist – das, was Gott ehrt, ist deine innere Haltung. Wenn du Menschen liebst und gute Werke an ihnen und Gott tust, wenn du dich durch Schamgefühl und Zurückhaltung auszeichnest, dann ehrst du den Herrn.

„Ebenso will ich, dass die Frauen sich anständig kleiden und sich mit Schamgefühl und Zurückhaltung schmücken. Sie sollen nicht durch aufwendige Frisuren, Gold, Perlen oder teure Kleider auffallen, sondern durch gute Werke. Das ist der Schmuck von Frauen, die Ehrfurcht vor Gott haben.“ (1.Timotheus 2,9-10)

 

Positiv-Merkmal 2: Ein freundliches und stilles Herz

Ähnlich wie der Bibelvers aus 1.Timotheus – dennoch bringt uns der folgende Vers weitere Erkenntnisse. Nicht nur durch gute Werke, die jeder Mensch im besten Falle sehen kann, sondern auch durch ein freundliches und stilles Herz, das nur Gott sieht, ehren wir den Herrn. Außerdem zeigt sich ähnliches wie wir es im Alten Testament gelesen haben. Wir sollen nicht durch unsere Kleidung auffallen wollen, es ist unser Inneres, das uns schön machen soll. ☺️

„Ihr sollt nicht durch äußerlichen Schmuck wirken wollen, durch aufwendige Frisuren, durch Gold oder prächtige Kleider. Gott schätzt besonders den Schmuck, den man nicht sieht, der aber von unvergänglicher Schönheit ist: ein freundliches und stilles Herz. Das ist die Schönheit, mit der die heiligen Frauen sich früher geschmückt haben. Sie haben ihre Hoffnung auf Gott gesetzt und sich ihren Männern untergeordnet.“ (1.Petrus 3,3-5)

 

Positiv-Merkmal 3: Kein Anstoß und Ärgernis für andere

Ich habe es bereits in meinem Artikel „Was Männer über Frauen denken“ aus dem vergangenen Jahr klargestellt, möchte es an dieser Stelle aber gerne noch einmal wiederholen: Es geht hier nicht darum, dass man sich einen Kartoffelsack überstülpen soll oder dass man sich nicht modisch kleiden darf. Es geht schlicht und einfach darum, dass unsere Kleidung nicht von Gott ablenken soll. Heißt: Nicht freizügig und nicht angeberisch. Für mich bedeutet das, dass ich keine weitausgeschnittenen Tops anziehe, damit mir Männer nicht ins Dekolleté schauen können, und dass ich nicht wie ein Laufstegmodel rumrenne, damit kein Neid aufgrund der Kleidung entsteht.

„Hören wir doch auf, uns gegenseitig zu verurteilen! Achten wir vielmehr darauf, dass wir unserem Bruder (Anm.: oder unserer Schwester) kein Hindernis in den Weg legen und ihn zu Fall bringen!“ (Römer 14,13)

 

Positiv-Merkmal 4: Bewusst und im Glauben gekleidet

Das ist denke ich ein ausschlaggebender Punkt, der gerne gedanklich „hinten runter“ fällt. Ich kann mich schön kleiden um meiner Selbst willen, um mich zu präsentieren und zu profilieren. Aber ich kann mich auch schön kleiden, weil ich mich darüber freue, dass ich wunderbar gemacht bin, dass Gott Kleidung für mich gemacht hat, und dass Gott meine Kleidung mag und sie ihm gefällt. Wenn du dich nicht aus dem Glauben kleidest, es für den Herrn zu tun, wird deine Kleidung für dich zum Problem – doch das will Gott nicht. Er will uns Freiheit schenken, also vertraue darauf, dass dir der Heilige Geist offenbaren wird, was du tragen darfst und was nicht.

„Wer aber beim Essen ein schlechtes Gewissen hat, ist schon verurteilt, denn er handelt nicht aus der Überzeugung des Glaubens. Und alles, was nicht aus dem Glauben kommt, ist Sünde.“ (Römer 14,23)

 

Unser Fazit

Wie ihr eventuell festgestellt habt, habe ich die meisten Fragen der Einleitung nicht detailliert beantwortet. Unter anderem aus dem einfachen Grund, dass ein Kleidungsstück an sich meistens nicht Schwarz oder Weiß sein kann (naja, ausgenommen Mini-Röcke und anderes). Die Wurzel für einen gottgefälligen Kleidungsstil liegt in unserem Herzen – und das ist immer Schwarz oder Weiß. Entweder wir dienen uns selbst, dem Teufel und der Sünde mit der Kleidung oder wir dienen und verherrlichen Gott. Ganz easy. Für alles andere gibt die Bibel Prinzipien vor, die zu jeder Zeit und an jedem Ort gelten: Wir sollen schamhaft sein, wir sollen uns nicht selbst entblößen, wir sollen kein Anstoß für andere sein, und und und … damit schließt man automatisch einige Kleidungsstücke aus. Über andere Kleidungsstücke wiederum darf man sich dank der heutigen – etwas Retro-anmutenden – Mode freuen. Lange Röcke, weite Shirts, kaschierende Schnitte. Und um genau diese Kleidungsstücke soll es im nächsten Artikel gehen ? Also klickt kommende Woche wieder rein! ?♥️

 

Eure Daniela feat. Debby, Luisa, Lena, Jenni, Jenny, Julia und Lea ♥

Wisst ihr eigentlich, wie schwer es ist, einen Artikel zum Thema Modesty einzuleiten, ohne dabei zu klingen, als ob man die nächste Generation der „Rock & Zopf-Träger“ beschwören oder das Sacktuch als modisches Accessoire etablieren möchte? Genau vor diesem Problem stand ich in den vergangenen Tagen, an denen ich an diesem Artewikel geschrieben habe. Die Einleitung entscheidet über Weiterlesen oder Wegklicken – und eventuell sogar über Verlust und Gewinn von Erkenntnis. Daher möchte ich in dieser Pre-Einleitung schon einmal die wichtigsten Punkte festhalten: Es soll nicht um Röcke & Zöpfe gehen. Wir müssen uns auch kein Sacktuch überwerfen. Und vor allem: Es geht einzig und allein um Gott. Darum lohnt es sich für dich, diesen Artikel zu lesen. Enjoy! ♥

 

Warum mir das »Project Modesty« wichtig ist

Den Anstoß zum Nachdenken über das Thema „Modesty“ (engl. für „Schamhaftigkeit, Sittsamheit“) gaben mir vor einigen Monaten zwei junge amerikanische Bloggerinnen. Ich bin durch Zufall auf ihren christlichen Blog GirlDefined gestoßen und wurde in einem Artikel auf das Thema „Modesty“ aufmerksam gemacht. Mir hat der Begriff anfangs kaum etwas gesagt – also beschloss ich, zu recherchieren und dem Thema weiter auf den Grund zu gehen. Gefunden habe ich ein unermesslich großes Repertoire an christlichen Artikeln, Büchern und Videos über das Thema, das in meinem bisherigen Leben kaum eine Rolle spielte. Klar, ich wusste, wie ich mich als Christin zu kleiden hatte – aber wirklich bewusst Gedanken gemacht hatte ich mir nie über dieses Thema. Bis zu jener Zeit. Ich las ihre Artikel aufmerksam durch, verfolgte ihre Videos und dachte über mich, meine Kleidung und meine Motivation nach.

Mit der Zeit wurde mir das Thema so wichtig, dass ich den Wunsch hatte, andere junge Frauen und Christinnen ebenso zu ermutigen, nach einem gottgefälligen Kleidungsstil zu streben. Aber auch selbst in die Bibel zu schauen, um den eigenen Kleidungsstil, bestimmte Kleidungsstücke und -gewohnheiten daran zu prüfen, war mir ein Anliegen. Ganz einfach aus dem Grund, dass wir den Herrn in unserer Kleidung verherrlichen und ein Licht in der Welt sind. ☺ Somit war die Idee geboren und das »Project Modesty«* konnte beginnen.

*Anmerkung: »Project Modesty« nennt sich auch das ursprünglich von GirlDefined gegründete Projekt, um die biblische Idee von gottgefälliger Kleidung bekannt zu machen. Ich greife diesen Namen auf, weil meine Idee auf ihrem Blog beruht und starke Inspiration darin fand. Außerdem klingt es auf Deutsch wenig ästhetisch (etwa: „Projekt Schamhaftigkeit“). ?

 

Gemeinsam zur Ehre Gottes kleiden

Nachdem nun also die Idee geboren war, machte ich mir Gedanken zur Umsetzung: Wie kann man es schaffen, dieses Thema so zu veranschaulichen, dass sowohl die biblische Wahrheit als auch die praktische Anwendung deutlich wird? Ich darf von Gnade sprechen, dass ich liebe Mädels in meiner Gemeinde habe, die mich bei diesem Projekt unterstützt haben. (Ein fettes SHOUTOUT an euch, ihr Lieben! ♥ DANKE!) Wir haben am letzten Juli-Wochenende gemeinsam mit anderen Mädels in unserer Gemeinde übernachtet und den nächsten Tag zusammen verbracht. Nach einem leckeren Frühstück haben wir Lieder gesungen (unter anderem „Kommt, stimmt doch mit uns ein“ – I love it!) und uns im Anschluss in das Thema Modesty geschwungen, welches wir gemeinsam erarbeitet haben. Ich staune über Gottes Gnade! Wir hatten eine super Gemeinschaft und mega ermutigenden Austausch. ?
Am nachfolgenden Sonntag haben wir uns dann nach dem Gottesdienst getroffen, um gemeinsam Fotos und Videos für den praktischen Teil aufzunehmen. Die Ergebnisse dieses Tages könnt ihr im kommenden Artikel sehen – ihr dürft gespannt sein! ?

In diesem Artikel soll es aber um die Ergebnisse des Samstags gehen: Die fünf Gründe, warum wir uns zur Ehre Gottes kleiden. Um euch nicht länger mit dem Vorgeplänkel aufzuhalten, würde ich sagen, stürzen wir uns endlich ins Thema. Let’s go! ?

 

 

Grund 1: Weil unsere Kleidung ein Sinnbild für das Evangelium ist

Der erste Grund ist wohl das K.O.-Argument – ganz sicher. Während ich mich immer intensiver mit diesem Thema beschäftigte, kam ich nicht mehr aus dem Staunen heraus, als ich durch einen Blogartikel von GirlDefined erkannte, dass wir unsere Kleidung wegen der Sünde Adams und Evas tragen. Unsere Kleidung ist ein Sinnbild für das Evangelium – denn die Sünde machte Blutvergießen notwendig.

Ohne Sünde würden wir keine Kleidung benötigen:

„Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und schämten sich nicht.“ (1.Mose 2,25)

Gott erfand Kleidung als wir in Sünde fielen. Unsere Kleidung spiegelt also die Not für einen Retter wider, weil mit der Sünde auch die Scham kam, da wir nicht mehr sündlos waren:

„Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie banden sich Feigenblätter um und machten sich Schurze. […] Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie.“ (1.Mose 3,7+21)

Gott tötete für Adam & Eva ein Tier und vergoss sein Blut als Zeichen, dass sie Vergebung brauchten – die Feigenblätter reichten nicht aus:

„[…] und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.“ (Hebr 9,22)

 

Grund 2: Weil Gott unseren Körpern Wert gibt

Ich glaube, der zweite Grund dürfte ziemlich offensichtlich sein. Kaum eine Frau kennt nicht den berühmten Psalm 139 oder hat ihn gar am Garderoben-Spiegel hängen. Doch so floskelhaft es klingen mag: Gott schenkt dir und deinem Körper Wert, er hat dich wunderbar gemacht. Deshalb solltest du deinen Körper bedecken.

Wir sind wunderbar gemacht:

„Ich danke dir dafür, dass ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl!“ (Psalm 139,14)

„Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“ (Epheser 2,10)

Dein Körper ist nicht dazu gedacht, von jedem „konsumiert“ zu werden:

„Deine Quelle sei gesegnet, und freue dich an der Frau deiner Jugend! Die liebliche Hindin, die anmutige Gemse, ihr Busen soll dich allezeit sättigen, von ihrer Liebe sollst du stets entzückt sein!“ (Sprüche 5,18-19)

Unsere Körper sind die Tempel Gottes. Wir sind teuer erkauft durch das Blut Christi – somit gehören wir nicht uns selbst. Doch Vorsicht: Was bringt ein schönes Äußeres (also eine schöne Außenseite des Tempels), wenn das Innere unschön ist? Ganz nach dem Motto: „außen hui, innen pfui“. Darum sollten wir bestrebt sein, nicht nur von Außen sondern auch von Innen schön zu sein, und uns mit der richtigen Motivation zur Ehre Gottes zu kleiden.

„Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören!“ (1.Korinther 6,19-20)

 

Grund 3: Weil es ein Gottesdienst ist und Gott verherrlicht

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie wir in einer bzw. mehreren Jugendstunden meiner Gemeinde darüber gesprochen haben, worauf unser Handeln hindeuten sollte. Wir haben dazu damals eine Pyramide aufgemalt und unterschiedliche Aspekte beleuchtet. Das wichtigste war aber, dass „Ehre Gottes“ ganz oben steht. Wir sollen Gott in unserem Leben – in allem, was wir tun – verherrlichen. Das ist wahrer Gottesdienst und wahre Liebe dem Herrn gegenüber.

„Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst!“ (Römer 12,1)

„Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“ (Kolosser 3,17)

„Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut – tut alles zur Ehre Gottes!“ (1.Korinther 10,31)

 

Grund 4: Weil wir kein Anstoß für andere sein sollen

Kommen wir nun zu einem höchst interessanten und diskutierfreudigem Punkt: Wir sollen mit unserer Kleidung kein Anstoß für andere sein. Wenn du sofort an deine Brüder im Herrn denkst – Chapeau! – allerdings sind die Männer nur ein Teil der „anderen“. Das Wort umfasst nicht nur Männer, sondern einen jeden, der dein Nächster ist: und somit auch Frauen. Bevor ich zu sehr auf die praktische Anwendung eingehe, inwiefern wir für wen ein Anstoß sein können (da gibt es allerlei Wege – leider), möchte ich diese Frage auf den nächsten Artikel vertrösten. Wichtig ist lediglich, zu wissen, dass es Gottes Wille ist, für andere kein Anstoß, kein Grund zum Fallen, Sündigen oder Ärgern zu sein.

„Darum lasst uns nicht mehr einander richten, sondern das richtet vielmehr, dass dem Bruder weder ein Anstoß noch ein Ärgernis in den Weg gestellt wird!“ (Römer 14,13)

 

Grund 5: Weil wir uns nicht selbst entblößen sollen

Diesen Punkt kann man als Ergänzung oder Erweiterung der Gründe 1 & 2 sehen. Dennoch möchte ich ihn nicht übergehen. Denn in der Bibel lesen wir ganz klar und sehr oft darüber, dass es eine Strafe oder Demütigung war, nackt bzw. teilweise unbekleidet zu sein. Alttestamentliche Priester durften sogar nicht einmal mit unbekleideten Beinen vor den Herrn treten, weil es eine Schande war.

„Und du sollst deinem Bruder Aaron heilige Kleider anfertigen zur Ehre und zur Zierde. […] Und du sollst ihnen leinene Beinkleider machen, um das Fleisch der Blöße zu bedecken, von den Hüften bis an die Schenkel sollen sie reichen. Und Aaron und seine Söhne sollen sie tragen, wenn sie in die Stiftshütte hineingehen oder wenn sie dem Altar nahen, zum Dienst am Heiligtum, damit sie keine Schuld auf sich laden und nicht sterben müssen.“ (2.Mose 28,2.42-43a)

Blöße und Nacktheit als Strafe:

„Weil du dem Herrn, deinem Gott, nicht gedient hast aus Freude und Dankbarkeit dafür, dass alles in Fülle da war, musst du deinen Feinden dienen, die der Herr gegen dich ausgesandt hat. Hunger und Durst wirst du leiden, nackt sein und nichts mehr haben. Er legt dir ein eisernes Joch auf den Nacken, bis er dich vernichtet hat.“ (5.Mose 28,47-48)

 

Project Modesty – ein Wallpaper zur Erinnerung

Als kleines Special für diesen Artikel erhaltet ihr ein paar schöne, zum Thema gestaltete Wallpaper für all eure liebsten technischen Geräte. ? Ich hoffe, dass sie euch erfreuen und das Thema somit in Erinnerung bleibt und ihr weiterhin ermutigt werdet, Gott mit eurer Kleidung zu ehren. Have fun! ?♥

Download

Macbook-/Desktop-Wallpaper:

iPad-/Tablet-Wallpaper:

iPhone-/Smartphone-Wallpaper:

Die Wallpaper könnt ihr euch kostenlos herunterladen. Bitte beachtet dabei, dass es sich hierbei um urheberrechtlich geschütztes Material handelt und dieses nicht zum Weiterverkauf bestimmt ist.

 

Eure Daniela ♥

Was denken Männer tatsächlich über Frauen? Wie sehen sie biblisches Frausein? Was würden sie christlichen Frauen gerne einmal ins Gesicht sagen?

Das sind nur ein paar der Fragen, denen ich in den vergangenen Wochen auf den Grund gegangen bin. Geholfen haben mir dabei einige befreundete männliche Christen, die mit mir darüber gesprochen und ehrlich geantwortet haben. (An dieser Stelle ein großes Dankeschön an euch!) Analog zu meinem „6 Dinge, die ich männlichen Christen gerne einmal sagen würde“-Artikel kommt also heute die Fortsetzung – nur dass dieses Mal wir Frauen aufmerksam aufpassen können. Denn einige der folgenden Themen sind selbst mir zuvor nie so bewusst aufgefallen. Da muss ich zugeben, da ist noch Verbesserungspotenzial. Also liebe Frauen, lasst uns gemeinsam entdecken, was Männer über uns denken, und lernen, wie wir biblisches Frausein besser leben können. Let’s go!

*Anmerkung: Zu einigen Punkten habe ich nachträglich Anmerkungen angefügt. Entschuldigt bitte, wenn manche Punkte zuvor nicht klar formuliert waren. Ich achte künftig darauf, mich unmissverständlich auszudrücken. Danke für alle Hinweise! ?

 

1. Frauen, die sich freizügig zeigen.

„Freizügigkeit? Ach, das betrifft mich nicht. Den Punkt kann ich überspringen.“ Das dachte ich auch, bevor man mich darauf hingewiesen hat. Auch wenn du dich – wie auch ich – nicht als freizügig gekleidet beschreiben würdest, so müssen wir doch aufmerksam sein. Die Freizügigkeit, von der ich spreche hat nichts mit Mini-Rock und 90er-Jahre-Bauchfrei zu tun. Ich spreche viel mehr von der Art Freizügigkeit, die sich über die Jahre in unseren Kleidungsstil integriert hat. Tops, die zu viel vom Dekolleté preisgeben, leicht transparente Unter- und Oberteile, unter denen sich die Unterwäsche abzeichnet, Röcke, die irgendwie nicht zu kurz aber auch nicht lang genug sind. Das sind nur einige Beispiele für die Probleme, um die es geht.

Wir stehen jeden Tag wieder vor der Entscheidung, wie wir uns gottgefällig kleiden können. Ein gottgefälliger Kleidungsstil ist auch von der Liebe zu unseren Nächsten geprägt – und das sind beim Thema Freizügkeit vor allem die Männer. Wir denken oft nicht daran, welche Auswirkungen unser Kleidungsstil haben kann und unterschätzen zudem unser eigenes Aussehen.

Ich war mir dessen selbst nicht bewusst, doch Männern fällt es sehr schwer, ihren Blick nicht auf eine schöne Frau zu richten. Dennoch kämpfen sie jeden Tag den gleichen Kampf wie wir – gegen das Fleisch und für ein gottgefälliges Leben. Gott wusste um dieses Ringen und so hat Paulus in 1. Tim 2,9-10 geschrieben: „Die Frauen sollen unauffällig und schlicht gekleidet zum Gottesdienst kommen. Sie sollen sich weder durch besondere Frisuren noch durch Goldschmuck, Perlen oder auffällige Kleider hervortun.“ Es ist ein wichtiger Auftrag, den Gott uns gibt. Wir sollen für unsere Nächsten, die Männer, kein Grund der Versuchung sein. Viel mehr sollen wir unsere Leben mit ihnen heiligen – und das können wir eben auch durch unsere Kleidung tun. Bedenkt das, wenn ihr beim nächsten Mal vor eurem Kleiderschrank steht ☺️ (Für alle Interessierten: Auf GirlDefined.com findet ihr das E-Book „Project Modesty“ zum Thema sittsame Kleidung unter Berücksichtigung der heutigen Mode und der biblischen sowie männlichen Sicht auf unseren Kleidungsstil.)

*Anmerkung: Die Elberfelder Bibel übersetzt 1. Tim 2,9 wie folgt: „Ebenso, dass auch die Frauen sich in anständiger Haltung mit Schamhaftigkeit und Sittsamkeit schmücken, nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder kostbarer Kleidung.“ Es geht hier nicht darum, dass man sich einen Kartoffelsack überstülpen soll oder dass man sich nicht modisch kleiden darf. Es geht schlicht und einfach darum, dass unsere Kleidung nicht von Gott ablenken soll. Heißt: Nicht freizügig und nicht angeberisch. Für mich bedeutet das, dass ich keine weitausgeschnittenen Tops anziehe, damit mir Männer nicht ins Dekolleté schauen können, und dass ich nicht wie ein Laufstegmodel rumrenne, damit kein Neid aufgrund der Kleidung entsteht. Würde euch eventuell ein Artikel über Kleidung interessieren? Ich persönlich fänd’ das sehr cool ☺️

 

2. Frauen, die geführt werden wollen – wenn der Mann nach ihrem Willen führt.

Wenn das kleine Wörtchen „wenn“ nicht wär’ – dann wäre das sicherlich ein Lob- und kein Kritikpunkt. Dann wäre es so, wie ich es in meinem „6 Dinge“-Artikel geschildert habe, und dass wir Frauen uns nach Männern sehnen, die uns richtig führen und Hirten sind.  Doch die traurige Wahrheit sieht leider anders aus: Selbst wenn wir uns nach Führung sehnen, wollen wir doch unseren eigenen Kopf durchsetzen. Wir wollen geführt werden, aber nur wenn wir den Weg bestimmen können. Für Männer klingt das in etwa so: „Ich vertraue dir und überlasse alles deiner weisen Führung! … Aber nein, so will ich das auch nun wieder nicht. Du musst anders führen.“ Ich glaube, das grundlegende Problem dahinter wurzelt zum einen im modernen Feminismus und fehlendem Respekt („Wir Frauen können doch alles, wozu brauchen wir da noch Führung?“) und zum anderen in fehlendem Vertrauen – ein Gut, dass sich selbst Gott heutzutage scheinbar erkämpfen muss. „Ist Gott wirklich gut? Will er wirklich nur das Beste für mich? Woher will ich wissen, dass mir seine Entscheidung und seine Führung keine Unannehmlichkeiten bereitet?“ Gottes Kinder folgen ihm solange widerstandslos, wie es nach ihrer Nase geht oder es in ihrer Komfortzone liegt. Ist das nicht paradox? Wir sollen keine Kompromisse schließen, um unseren Willen durchzusetzen. Gott weiß, was gut für uns ist – und so wissen das auch in der Regel die Männer, die uns führen. Wenn wir uns nach solchen Männern sehnen, müssen wir uns auch wirklich führen lassen. #shoutoutandiemänner #danke

*Anmerkung: Dieser Punkt ist – wenn missverstanden – gefundenes Fressen für Feministinnen. (Ich habe vor einigen Wochen schon einen Artikel dazu geschrieben, ihr könnt ihn euch bei Gelegenheit gerne einmal durchlesen.) Ich wollte durch diesen Punkt nicht den Eindruck vermitteln, dass wir Frauen nach der Pfeife der Männer zu tanzen haben und ihrer Willkür ausgesetzt sind. Es geht im angesprochenen Problem um biblische Führung. Das Prinzip wird in Eph 5,24-25 deutlich: „Wie aber die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen den Männern in allem. Ihr Männer, liebt eure Frauen!, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat.“  Das bedeutet, dass wir Männern, die uns in Liebe führen, vertrauen und die Führung überlassen sollen. Jedoch nicht ohne unserern Kopf zu benutzen. Wir müssen prüfen, ob uns die Männer in Weisheit und im Herrn führen – so wie wir auch vor Christus als eigenständige Wesen mit freiem Willen stehen, so stehen wir auch vor Männern.

 

3. Frauen mit „platonischen“ Freundschaften (oder: die Friendzone)

Das Schicksal, welches früher oder später so beinahe jeden Mann einmal ereilt – die Friendzone. Man(n) fühlt sich zu einer Frau hingezogen, aber die Frau ignoriert es völlig und stößt den Mann in die Friendzone. Für Frauen in der Praxis meist kein großes Problem, wollen sie doch manchmal einfach nur eine platonische Freundschaft, bedeutet es für Männer durchaus mehr. Es verletzt sie, wenn die Frau sie abweist, aber dennoch weitermacht wie bisher – man „genießt das schöne Ambiente einer Freundschaft“ ohne Rücksicht auf die Gefühle anderer. Das zeigt weder Respekt gegenüber dem Mann, noch handelt man damit im Sinne der Nächstenliebe. „Ich will eine platonische Freundschaft, ich hab kein Interesse an ihm, ich möchte nichts kompliziertes, ich möchte diese Freundschaft und das Zusammensein genießen.“ Kommt dir das bekannt vor? Auch wenn es manchmal schmerzt, sei ehrlich zu dir selbst. Nutze andere Männer nicht aus. Sonst sind wir bald nicht mehr weit davon entfernt, unsere männliche Bekannten zu Opfern unseres Fleisches zu machen.

*Anmerkung: Diesen Punkt möchte ich noch einmal kurz erklären, da viele Rückfragen kamen. Zuerst: „Was ist eine Friendzone genau?“ Wikipedia sagt dazu: „Friendzone beschreibt eine rein platonische Beziehung zwischen zwei Personen, in der sich eine Person eine romantische oder sexuelle Beziehung wünscht, die andere aber nicht. Der Status der Friendzone gilt als nicht wünschenswert und hat eine negative Konnotation [Bedeutung].“
Des Weiteren: „Muss ich als Frau einem Mann nun einen Korb geben?“ Ohje, nein – das meinte ich nicht. ? Aber man sollte Männern nicht noch mehr Hoffnungen machen, denn das passiert manchmal schneller als uns lieb ist. (So eine Situation anzusprechen finde ich selbst immer sehr unangenehm und würde ich auch nie tun, da ich zu viel Angst hätte.)
Zu guter letzt: „Darf ich platonische Freundschaften führen?“ Ja! (Ich sollte aus diesem Thema eventuell einen seperaten Artikel machen, um die Fragen ausreichend beantworten zu können. Aber so viel sei gesagt, es spricht nichts gegen platonische Freundschaften zu unseren Brüdern im Glauben, wenn sie in ehrbarer Weise vor dem Herrn geschehen.)

 

4. Frauen, die keine Entscheidungen treffen können

Wer kennt das nicht, die täglichen Entscheidungen, die wir zuweilen durch schweres Grübeln treffen müssen. Kleid oder Hose? Auto oder Fahrrad? Film oder Buch? Doch das sind nur unsere kleinsten Probleme. Wesentlich schwieriger wird es, wenn es um unsere Zukunft und vor allem um Männer geht. Da ist es natürlich von Vorteil, ein Entscheidungsdefizit zu haben (#ironieoff). Will ich nun was von ihm oder nicht? Möchte ich Kontakt zu ihm oder nicht? Ist er der Mann meines Lebens oder nicht?

Ich glaube, es gibt wenige frauentypische Verhaltensweise, die Männer so sehr nerven. „Kannst du dich auch mal entscheiden, was du willst?“ – Nein, kann ich nicht. Das ist manchmal einfach so, da hat man als Frau Chaos im Kopf. Doch ich denke, dass wir es uns manchmal komplizierter machen als es ist, und Entscheidungen schneller und eindeutiger treffen können. Und vor allem: Dass wir zu unseren Entscheidungen stehen können und nicht wie „Blätter im Wind“ sind. Gott hat uns mit einem freien Willen ausgestattet – um frei entscheiden zu können. Also sollten wir ihn auch nutzen. Den Männern zu liebe.

 

5. Frauen, die Anspielungen machen

Das machen wir Frauen gerne – jeden Satz auf die Goldwaage legen und interpretieren bis zum Umfallen. Und wir erwarten, dass Männer das auch machen. Die Realität ist aber: Sie tun es nicht. Nein, sie verstehen es nicht einmal, wenn wir Sätze oder Wörter besonders betonen oder eine extra auffällige Anspielung machen. Männer brauchen einen Wink mit dem Zaunpfahl. Wir müssen einfach klar zeigen, was wir meinen oder wollen – Klartext reden. Das heißt, nicht nur Entscheidungen zu treffen und zu erwarten, dass die Männern das anhand unserer Körpersprache deuten können. Wir müssen auch mit den Männern eindeutig und unmissverständlich kommunizieren. Das macht vieles ein wenig unkomplizierter. ?

 

6. Frauen, die von anderen Männern schwärmen

Die kennt jede Frau oder hat fast jede Frau in ihrem Freundeskreis – die Schwärmerin. Eine, die sich für Männer begeistern kann. Entweder für ihr gutes Aussehen, ihr Charisma, die guten Leitungsfähigkeiten oder andere tolle Eigenschaften. Nur diskret geht sie damit nicht um. Wenn ein Mann sie beeindruckt, schwärmt sie ohne Genier von ihm. Doch selbst wenn das in ehrbarer Weise geschieht und in Liebe zum Nächsten, so fühlen sich andere Männer doch manchmal sehr vor den Kopf gestoßen. Eventuell würden sie selbst gern so gut leiten und predigen können, oder selbst gern das gute Aussehen haben? Aus Rücksicht auf unsere Brüder im Glauben sollten wir darauf achten, solche Schwärmereien nur unter Mädels zu besprechen. Nicht wahr? ?

 

7. Frauen, die biblisches Frausein leben

Last but not least kommt ein Lob – ein sehr großes sogar. Denn, meine lieben Schwestern, wusstet ihr, was Männer an uns besonders wertschätzen? Wenn wir biblisches Frausein leben und unsere Herzen für Jesus Christus brennen. Wenn man uns die Leidenschaft für Gott ansieht, und uns nicht davor scheuen, offen auf andere zuzugehen und vom Heiland zu erzählen. Wenn wir füreinander (auch für Männer!) beten. Wenn wir anderen Trost spenden, ermutigen aber auch ermahnen. Männer schätzen unsere Sicht auf Gott, die so anders, aber unheimlich wertvoll ist. Sie lieben lange Gespräche mit uns und freuen sich über unsere oft bedingungslose Hilfsbereitschaft. Und welcher Mann kommt nicht selbst ins Staunen und Preisen, wenn er eine Frau trifft, die Sprüche 31 verkörpert und biblisches Frausein tatsächlich lebt? Keiner ? (Tipp des Tages: Sprüche 31 auswendig lernen!)

 

So, das war es erst einmal wieder von mir. Hat euch einer der Punkte überrascht? Schreibt es mir doch! ?

 

Liebste Grüße,
eure Daniela

Wisst ihr eigentlich, wer hinter den Artikeln dieses Blogs steckt und euch regelmäßig ihre Gedanken mitteilt? Falls nicht, darf ich euch heute dazu einladen, mich ein bisschen besser kennen zu lernen. (Schließlich schreibe ich niemals komplett objektiv und bin auch von den unterschiedlichsten Einflüssen geprägt – und ihr sollt mich ein wenig einschätzen und prüfen können.) Für den heutigen Artikel habe ich mir daher mal etwas anderes einfallen lassen. Ich nenne es ganz kreativ „Nähkästchengeplauder“, weil ich einige Fragen zu mir selbst beantworten möchte, die nicht unbedingt alltäglich sind. Also, kein langes Geplauder um den heißen Brei mehr – let’s go!

 

Was bedeutet dein Name?

Mein Name („Daniela“) ist die weibliche Form des biblischen Namens Daniel und leitet sich aus dem aramäischen דניאל (dt. „Gott sei mein Richter“) ab. Cool, ne? ☺

 

Wie hast du zu Jesus gefunden?

Puh, lange Geschichte. Ich glaube, mein gesamtes Leben war ein Weg zu Gott. Letztendlich zu Jesus gefunden habe ich jedoch Anfang 2011 nach sechs Jahren, in denen ich in der Schule gemobbt und ausgegrenzt wurde. Damals (zu dem Zeitpunkt war ich 15 Jahre alt) wusste ich noch nichts mit dem Glauben anzufangen und fühlte mich von allen verlassen – Schule war wie ein Spießrutenlauf für mich. Doch Gott hielt seine Hand die ganze Zeit schützend über mir. Er sandte erst Freunde, die mir zeigten, wie wertvoll das Leben ist, und half mir dann zu erkennen, welch großer Sünder ich bin. So kam ich am 18. März 2011 zum Glauben an Jesus Christus und bekehrte mich. Ich bin heute noch unglaublich dankbar, dass ich wie durch Zufall in der Schule heutige Freunde aus meiner Gemeinde kennenlernen durfte und dass meine heutige beste Freundin damals von Gott geleitet wurde und mir auf Facebook schrieb. (Facebook ist die ultimative Evangelisationsplattform! ?)
Danke an euch, wenn ihr das lest, und Halleluja dem Herrn in der Höhe. Amen!

 

Morgen-, Tag- oder Nachtmensch?

Frei nach Laing: „Ich bin morgens immer müde, aber abends werd ich wach.“ Ich bin ein absoluter Nachtmensch, da kann ich am besten und konzentriertesten arbeiten, weil ich meine Ruhe und die meisten kreativen Ideen habe. Morgens schlafe ich lieber. ☺

 

Ungewöhnliche Hobbies?

Bible Art Journaling (ja, ich male in meine Bibel – mit Acrylfarbe, Pinsel & Co.) und Animes (nein, keine amerikanischen Comics, sondern japanische Serien, die auch nicht immer kindlich oder mörderisch brutal sind – viele sind ziemlich deep und vermitteln gute Werte).

 

Bauch- oder Kopfmensch?

Kopf – ganz eindeutig. Bevor ich Entscheidungen treffe, muss ich sie erst totdenken. Spontan läuft nicht. Was hat welches Verhalten in welchem Kontext mit welchen Personen oder Dingen für Folgen? Vor- und Nachteile? Gottgefällig oder nicht? Leicht oder schwer? Wo sind meine Freunde!? (In 9 von 10 Fällen hole ich mir Rat, um Entscheidungen zu treffen.)

 

Jünger oder Apostel?

Sowohl als auch würde ich sagen. Als Jünger bin ich in der Schule Jesu, folge ihm und lerne von ihm. Als Apostel nehme ich meine Aufgabe als Christ wahr und trage das heilbringende Evangelium in die Welt hinaus.

 

Konfession bzw. christliche Prägung?

Ursprünglich habe ich der evangelischen Kirche angehört und bin dort „groß geworden“. Mittlerweile gehe ich aber in eine freie christliche Gemeinde und bezeichne mich selbst als evangelikal (einer Art des protestantischen Fundamentalismus). Evangelikalismus ist keine eigene Konfession, sondern viel mehr eine grundlegende Einstellung und Auffassung vom Glauben an Gott, Jesus Christus. Evangelikale Christen sehen eine persönliche Beziehung zum Herrn als das Fundament ihres Glaubens und berufen sich auf die Bibel (zumeist) als irrtumsfreie Instanz. Umgangssprachlich nennt man Evangelikale auch bibeltreue Christen (wobei das meines Erachtens nur eine Wischi-Waschi-Bezeichnung ist).

Für mich bedeutet „evangelikal“, dass ich nicht nur einfach als Kind getauft und irgendwann konfirmiert wurde. Als evangelikale Christin habe ich mich bewusst für Gott entschieden, und strebe nach Heiligung in meinem Leben auf Grundlage der Bibel – in gutem Wissen, dass Gott mein Vater und bester Freund, aber zugleich auch mein Richter ist.

 

Warum heißt dein Blog „ewiglichtkind“?

Eine sehr interessante Geschichte. Ich habe ziemlich lange nach einem passenden Namen für meinen Blog gesucht – angefangen im Februar 2016 (online gegangen ist mein Blog im Juli 2016!). Zu Beginn wollte ich ihn einfach nach mir benennen. Als Portfolio-Blog einer Kreativen wär’ das sicherlich nicht schlecht gewesen, doch als christlichen Blog hätte man ihn nur sehr schwer erkannt. Somit ging die Sisyphos-Arbeit los. Was will ich vermitteln? Was ist mir wichtig? Wie stelle ich einen christlichen Bezug her? Dieser gesamte Prozess hat gut einen Monat (oder noch länger!?) gedauert. Von lateinischen und spanischen über französische und japanische bis hin zu deutschen Namen. Von Frauen und Schwestern bis hin zu Kindern. Von Königen und Priestern über Löwen bis hin zum Licht. Von allmächtig bis ewig. Sehr viele Überlegungen später (typisch Kopfmensch) hatte ich einen Blognamen gefunden, der ausdrückt, was mich und den Blog ausmacht, aber auch Gott beschreibt. »ewiglichtkind« ist ein Neologismus – es spielt zum einen auf Gott als den ewiglichen König, Herrscher und Vater an, der seine Kinder in Liebe ins Licht führt. Zum anderen zeigt der Name, dass ich ein eben solches Kind bin, geheiligt und ins Licht geführt durch Gott, gerettet durch das Kreuz (das sich übrigens im „t“ versteckt ?). Passend dazu ist auch das Logo in mehreren Wochen Arbeit entstanden. (Wie sagt man so schön: „Gut Ding will Weile haben“?) Das entzündende Licht des Feuers Jesu, die große Liebe Gottes und das große Geschenk des Kreuzestodes Jesu, um uns ewiges Leben zu schenken.
Naja, das soll es dazu gewesen sein. #deepthoughts ? Was haltet ihr von meinem Blognamen und dem Logo? Hättet ihr den Sinn dahinter erkannt?

 

Wofür gibst du am meisten Geld aus?

Essen. Mh, oder vielleicht mein Auto? In Anbetracht der Spritkosten, der Versicherungsbeiträge und der Steuer wahrscheinlich doch mein Auto. Aber das meiste unnütze Geld gebe ich für Essen aus. Würde ich nicht so oft verschlafen oder zu faul zum Vorkochen sein, könnte ich mir den ein oder anderen überteuerten Snack bestimmt sparen. ? (Wie gesagt – Nachtmensch, morgens ist nicht meine Zeit.)

 

Wofür verwendest du viel Zeit?

Puh! Definitiv für mein Handy (Whatsapp, Facebook, Instagram & Co. lassen grüßen), aber auch für meinen Laptop (dort bin ich meist recht produktiv, doch manchmal sind 30 Tabs im Firefox geöffnet und ich trödel ein wenig rum). Dazu kommen noch Maniküre (wenn frau sich mal die Nägel macht, kann das Stunden dauern) und Rumsitzen (ob an der Arbeit, im Auto, Zuhause, in der Gemeinde oder sonstwo – ich sitze echt oft – sehr ungesund).

 

Künstler oder Bands, die du empfehlen kannst?

Gar keine leichte Frage. Ich höre so gut wie jede Musikrichtung querbeet und habe dort auch natürlich bevorzugte Künstler, Komponisten und Bands. Grundsätzlich höre ich aber am liebsten Musik von folgenden Künstlern:

  • Hiroyuki Sawano – ein großartiger japanischer Komponist! Von ihm stammen unter anderem die Soundtracks zu Attack on Titan, Guilty Crown, Aldnoah.Zero und Owari no Seraph. Meine Lieblingstracks: „βios (MK+nZk Version)“ aus Guilty Crown und „aLIEz“ aus Aldnoah.Zero.
  • Group 1 Crew – mit dieser Band bin ich im Glauben „groß geworden“. Absolute Empfehlung, wer HipHop und Pop mag. Meine Lieblingstracks: „Heaven“ und „The Keys to the Kingdom“.
  • Kingdom Hearts – okay, Kingdom Hearts ist kein Künstler oder dergleichen, sondern ein Videogame. Aber der Soundtrack ist genial und stammt aus der Feder von Yōko Shimomura (ausgenommen der Opening-Songs von Hikaru Utada). Zu dieser Musik kann man mega produktiv arbeiten! Meine Lieblingstracks: „Simple & Clean (PlanitB Remix)“ und „Sinister Sundown“.
  • Hillsong Young & Free – jugendlich-frische, christliche Pop-Musik vom Feinsten! Wer nach tanzbarer, christlicher Musik sucht, ist hier genau richtig. Meine Lieblingstracks: „Wake“ und „Pursue“.

 

In welchem Outfit gefällst du dir sehr?

Ich bin ein eher unkomplizierter Typ. Daher besteht mein liebstes Outfit aus Jeans, ärmelloser Bluse, Cardigan und bequemen Schuhen (Stiefeletten oder Sneakers). Röcke und Kleider trage ich selten, weil sie meines Erachtens unkomfortabel sind und ich zu normalen Anlässen keinen praktischen Nutzen darin finde. (Im Sommer und an festlichen Veranstaltungen ist das natürlich etwas anderes.) Oder wie seht ihr das, liebe Frauen? ? #grundsatzdiskussion

 

Wo fühlst du dich geborgen?

Daheim bei meiner Familie, bei Freunden, am Arbeitsplatz und in meiner Gemeinde. Prinzipiell dort, wo liebe Menschen sind, oder wo ich auch die Stille genießen kann.

 

Wer hat dich in letzter Zeit stark beeindruckt?

Ziemlich viele! Vor allem Menschen, die diszipliniert sind. Aber auch diejenigen, die einen unglaublich starken Charakter und ein großes Vertrauen in Gott haben. Ihr seid eine mega Ermutigung für mich! (Stellvertretend darf sich meine Jugend gegrüßt fühlen, ihr seid ein wahrer Segen für mich.)

 

Einige meiner Fragen sind der deutschen Ausgabe der „Flow“ entnommen.

 

Liebste Grüße,
eure Daniela

Ihr Lieben, kennt ihr diese Momente, in denen ihr den Herren der Schöpfung einfach mal das ein oder andere ins Gesicht sagen wollt? Sei es nun Dank, Lob, Tadel oder ein kecker Spruch. Das kennt ihr bestimmt, nicht wahr? Doch wie das so oft ist, traut man sich sowas als Frau in den wenigsten Fällen. Man freut oder ärgert sich lieber im Stillen. Aber seid versichert – nicht nur uns geht es so. Auch die Mädels von herzensfreundinnen.de haben ähnliches auf dem Herzen gehabt und vor einigen Monaten einen sehr amüsanten Artikel zum Thema „10 Dinge, die ich einem männlichen Christen gerne mal sagen würde“ veröffentlicht. Falls ihr den Blog noch nicht kennt, solltet ihr unbedingt vorbei schauen – für junge Frauen, deren Herz Gott gehört, eine geniale Plattform zum Austauschen, Inspirieren und Mutmachen.

Jedenfalls hat mich ihr Beitrag so ermutigt, dass ich mir in den vergangenen Wochen ebenfalls ein paar Dinge überlegt habe, die mich an Männern begeistern oder nerven. Wenn man die Männer einmal etwas genauer beobachtet, fallen einem unwahrscheinlich viele Dinge und Eigenschaften auf! Für die einen lieben wir sie, für die anderen könnte man ihnen gerne mal einen Tritt verpassen.

Ihr Lieben, falls ihr euch in einem der folgenden Punkte wiederfindet, oder die ein oder andere Situation bzw. Eigenschaft kennt, schreibt mir doch. Ich freue mich über euer Feedback! ☺️

 

1. Aufmerksame Männer.

Wow, es gibt für mich selten etwas so beeindruckendes wie Aufmerksamkeit. Nicht diese Aufmerksamkeit, die man beispielsweise einem Redner oder einer auffallenden Person schenkt. Ich rede von der kleinen aber feinen Art von Aufmerksamkeit – zuhören, sich Dinge merken können, nachfragen, für Anliegen (unaufgefordert!) beten. Sowas haut mich wirklich immer um. Liebe Männer, ich habe euch beobachtet – ihr könnt sehr aufmerksam sein. Das ist ein echter Segen für ein gutes Miteinander und dafür mag ich euch so sehr.

 

2. Männer, die im Sommer ihr Shirt beim Sport ausziehen.

Der Sommer war in diesem Jahr in Deutschland mal wieder etwas lau. Dafür hat uns aber der Spätsommer ordentlich eingeheizt! Es gab viele Tage, an denen man sich draußen mit Freunden treffen und Spaß haben konnte. Während ich mich bei Hitze grundsätzlich in den Schatten fliehe, zieht es Männer beinahe magisch zu Sportplätzen und Fußbällen. Doch wenn den Herren dann warm wird und sie ins Schwitzen kommen, ziehen sie prompt ihr Shirt aus. … Really!?
Liebe Männer, wir Frauen versuchen immer, uns „sittsam“ zu kleiden, und euch nicht in sexuelle Versuchungen zu bringen. Doch wir haben ebenso mit Versuchungen zu kämpfen! Bitte, bitte, bitte – ihr seid keine laufende Hollister-Werbung – lasst eure Shirts an. Auch wenn man gerne mal hinschauen würde (weil ihr echt gut ausseht), so weiß doch jede Frau, dass sie das eigentlich nicht sehen möchte. Macht es uns ein wenig leichter und lasst einfach eure Shirts an. Danke! ?

 

3. Intelligente Männer, mit denen man objektiv diskutieren kann.

Wer es eventuell noch nicht weiß, dem sage ich es nun: Ich liebe Diskussionen. Zwar könnte ich manchmal fast auf die Palme gehen, wenn die Diskussion mal wieder zu leidenschaftlich gefochten wird, doch sind die meisten Diskussionen dennoch sehr gewinnbringend. Man erfährt meist mindestens zwei Meinungen zu einem bestimmten Thema und kann seinen Horizont erweitern. Besonders viel Freude machen Diskussionen aber dann, wenn man einen guten Gesprächspartner hat. Frauen können auch gut diskutieren, keine Frage. Aber ich habe es echt wertschätzen gelernt, eine gute Diskussion mit einem Mann zu führen. Die denken einfach viel rationaler als ich und kommen zu logischen Schlussfolgerungen, die sie einem meist auch noch begreiflich machen wollen. Dafür danke ich euch! #somussdas ?

 

4. Männer, die uns nicht führen.

In meinem vergangenen Post über Feminismus habe ich euch erzählt, was ich aus biblischer Sicht davon halte. Was allerdings keine Erwähnung fand, ist meine Vermutung, warum das Thema derzeit so überpräsent ist, und warum immer mehr Frauen feministisch veranlagt sind. Ich denke, dass der Grund hierin auch im Verhalten der Männer liegt. Viele Männer sind stumpf geworden, gehen nicht mehr als Haupt der Gemeinde voran, können nicht mehr führen. Die Hirten, die wir so oft in Männern suchen, sind verschwunden. Was soll man machen, wenn man nicht weiß, wo’s langgeht? Dann findet man sich eben selbst zurecht als Frau und nimmt sprichwörtlich das Zepter in die Hand, um zu führen. Bei jungen Männern entdecke ich diese Eigenschaft leider immer häufiger – die Männer passen sich an, machen das mal so mit, was die Masse macht. Da stellt sich mir doch die Frage: Liebe Männer, wie wollt ihr eine Familie führen oder gar die Gemeinde Gottes? Das sagt auch schon die Bibel in 1. Tim 3,2.4-5: „Nun muß aber ein Aufseher untadelig sein, Mann einer Frau, […] einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und die Kinder in Unterordnung hält mit aller Ehrbarkeit — wenn aber jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie wird er für die Gemeinde Gottes sorgen?“ Liebe Männer, bitte lernt wieder, uns richtig zu führen. ☺️ Wir wollen eure weise Führung – also kommt in die Puschen und handelt!

 

5. Männer nach dem Herzen Gottes.

Wisst ihr, warum mir König David aus der Bibel so sympatisch ist? Weil er ein Mann nach dem Herzen Gottes war. Und nicht nur das, man spürte auch Gottes Zuneigung ihm gegenüber – Gott segnete ihn, weil David nach Gottes Geboten wandeln wollte. Männer, die eben diese Eigenschaft teilen, beeindrucken mich ungemein und stellen für mich ein Vorbild dar. Nach ihnen möchte man sich als Frau richten, und mit dem selben Eifer nach der Heiligung in Christus streben. Männer nach dem Herzen Gottes. Aber was macht sie aus? Diese Männer wissen, dass Gottes Gnade uns neu macht und kein eigenes Bestreben. Diese Männer kämpfen mit ihrem Lebenswandel gegen den Strom des heutigen Zeitgeistes an, sie wollen sich nicht von weltlichen Prägungen beeinflussen lassen, sondern leben biblisches Mannsein in der Kraft des Heiligen Geistes aus. Diese Männer sind auf dem Weg zu Verantwortung und geistlicher Reife, streben nach geistlicher Mündigkeit, sind in der Schule Gottes, überwinden ihre Schwachstellen und Blockaden, und bringen Frucht für den Herrn. Sie führen ihre Frauen vorbildlich, fliehen vor der Sünde und sind erfüllt von Gottesfurcht. Solche Männer wünsche ich mir für die Gemeinde Gottes. Und ich bin unheimlich dankbar, dass ich viele Männer kenne, die nach dem Herzen Gottes sind und in der Heiligung leben. ? Amen dazu! (Mehr zu diesem Thema könnt ihr auch im Buch „Als Mann zur Ehre Gottes leben. Eine Ermutigung zu biblischem Mannsein“ von Rudolf Ebertshäuser lesen.)

 

6. Männer, die auf die wahre Liebe warten.

Ein seltenes Gut heutzutage. Ein Mann, der tatsächlich auf die wahre Liebe wartet und sich dazu entschlossen hat, die Treue für seine Frau zu halten. Selbst in christlichen Kreisen sehe ich immer wieder, dass leichtfertig mit Beziehungen umgegangen wird und die Partner gar nicht auf die Ehe fokussiert sind. Wozu geht man dann eine Beziehung ein? Nur zum Spaß und die Befriedigung eigener Bedürfnisse? Oder weil man sich nach Liebe und Zuneigung sehnt? Viele junge Christen vergessen heutzutage viel zu häufig, worum es bei der Ehe geht. Nicht um dich, deinen Traumpartner oder die Befriedigung deiner Bedürfnisse, sondern um eine Beziehung zur Ehre des Herrn. Deshalb freut es mich umso mehr, wenn Männer tatsächlich standhaft bleiben und ihr Liebesleben dem Herrn anbefehlen. Wenn sie nicht leichtfertig mit Frauen flirten, ihnen durch ihr Verhalten falsche Hoffnungen machen, sondern ihren Fokus auf Gott richten, für sein Reich leben und auf die Richtige warten. Das ist wahrer Gottesdienst, Männer. ?

 

Na – kam euch etwas bekannt vor? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

Liebste Grüße,
eure Daniela

„Oh, là, là – heikles Thema!“ Denkst du? Hast du wahrscheinlich Recht. Über wenige Themen wird so oft und dermaßen hitzig diskutiert wie über Feminimus. Aber warum wird daraus so ein großer Hehl gemacht und wieso ist Feminismus bei vielen so verpöhnt? Weshalb ist es gerade für mich als christliche Frau wichtig, mit diesem Thema umgehen zu können? Das sind einige Fragen, die ich mir in letzter Zeit gestellt habe. Nicht zuletzt durch einen Artikel mit dem Titel „50 Gründe, weshalb wir über FEMINISMUS sprechen müssen“, den ich auf amazedmag.de gelesen habe. In einigen Punkten muss ich der Bloggerin Amelie Kahl Recht geben. Hat die Welt nichts besseres zu tun, als sich über ungeschminkte Frauen aufzuregen, und über Frauenquoten und Glasdecken zu diskutieren?

 

Feminismus aus dem Blick der Bibel

Doch einige andere Punkte haben mich sehr skeptisch gemacht – zeugt das, was uns heutzutage über die Rolle der Frau in der Gesellschaft vermittelt wird, von einem gesunden Frauen- und Selbstbild? Oder vermag die ganze Diskussion um die neue Weiblichkeit nicht eher zu offenbaren, dass wir mit einem tiefer gehenden Problem zu kämpfen haben – eine überhöhte Darstellung der Frau? Ich glaube, um diese Fragen zufriedenstellend beantworten zu können, bedarf es eines Blickes in die Bibel. Welches Frauenbild wird uns von Gott vermittelt? Es gibt in der Bibel verschiedene Hinweise und Begründungen für ein Frauenbild, welches Gott wohlgefällig ist. Diese Teilstücke gilt es herauszufinden und zu einem großen Ganzen zusammenzufügen, um Gottes Plan und Bild von uns Frauen zu verstehen. Doch fangen wir erst einmal ganz vorne an – was ist eigentlich Feminismus?

 

Was bedeutet Feminismus?

Befragen wir doch einmal den Duden, was das Wort bedeutet – der weiß schließlich (fast) immer Rat.

Feminismus [femiˈnɪsmʊs]
Richtung der Frauenbewegung, die, von den Bedürfnissen der Frau ausgehend, eine grundlegende Veränderung der gesellschaftlichen Normen (z. B. der traditionellen Rollenverteilung) und der patriarchalischen Kultur anstrebt.

Der Feminismus beschreibt also eine Frauenbewegung, die sich für die „Veränderung gesellschaftlicher Normen und der patriarchalischen Kultur“ einsetzt. Das klingt an sich harmlos, betrachtet man einmal die Anfänge des Feminismus im 19. Jahrhundert durch die Suffragetten (Frauenrechtlerinnen). Die Intention dieser Frauen war es, sich für die gesellschaftliche und rechtliche Gleichstellung der Frau einzusetzen, was sie auch teilweise durch überwiegend ruhige und sachliche Argumentation erreicht haben (bspw. Wahlrecht, bessere Bildungsmöglichkeiten und Arbeitsbedingungen für Frauen). Doch was harmlos anfing, ist heute in seiner stärksten Form zum Radikalen Feminismus geworden. Die Intention dieser und vielen weiteren heutigen Formen des Feminismus ist es, die Frau von jeder Unterordnung zu befreien – selbst von der Unterstellung unter Gott. Während in den Anfängen des Feminismus für eine Gleichstellung von Frauen gekämpft wurde, avanciert der Feminismus heutzutage zum Werkzeug der Geschlechter-Gleichmachung. Über der Frau steht nichts mehr, nur sie allein – und nur sie allein soll verehrt werden.

 

Feminismus – alles nur ein Trend?

Durch die überhöhte Präsenz und beinahe Beliebtheit des Themas ist Feminismus meines Erachtens zu einer Art Trend geworden. Etwas, das man mal so mitmacht, weil jeder davon spricht. Es ist sogar schon dermaßen beliebt, dass es fast alltäglich thematisiert wird. (Das hat auch übrigens Amelie Kahl in ihrem Artikel auf „amazed“ sehr gut gezeigt.) Was uns heutzutage in der Gesellschaft und im Alltag begegnet, ist von sehr unterschiedlicher Prägung. Die einen sind „Vollblut-Feministen“, die sich auch gerne mal über Frauenquoten aufregen, die anderen sind „einfache Feministen“, die einfach für die Wertschätzung und Förderung von Frauen eintreten (selbst im kirchlichen Umfeld gibt es evangelikale Feministen!). Und natürlich gibt es Gegner des Femismus. Doch es gibt sowohl Argumente dafür und dagegen, die wir anhand der Bibel nachvollziehen können. Lasst sie uns einmal gemeinsam anschauen.

 

3 Argumente für Feminismus


1. Gott hat Frauen und Männer gleichermaßen zu seinen wertvollen Kinder gemacht.

„Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht!“ (1.Mose 1,26)
Frauen und Männer reflektieren gleichermaßen Gott als individuelle Persönlichkeiten; kein Geschlecht ist dabei überlegen. Behandeln wir nun unsere Mitmenschen mit Respekt, schätzen wir dadurch auch den Wert der Gottesebenbildlichkeit unseres Gegenübers. Gott hat uns so geschaffen, weil es sein Wille war (siehe 1. Mo 5,1-2: „An dem Tag, als Gott den Menschen schuf, machte er ihn Gott ähnlich; als Mann und Frau schuf er sie; und er segnete sie und gab ihnen den Namen »Mensch«, an dem Tag, als er sie schuf.“). Behandeln wir nun andere weniger gut aufgrund ihres Geschlechts, ist dies eine Missachtung der göttlichen Schöpfung. Frauen gebührt ebenso viel Respekt wie Männern, weil wir ebenso Kinder Gottes sind, und ebenso am Heil des Herrn Jesus teilhaben.

2. Frauen werden in der Bibel besondere Funktionen zugedacht.

Gott wertschätzte Frauen schon immer sehr. Nicht nur im Neuen Testament, sondern auch im Alten Testament finden wir viele Frauen, die führende Rollen in der Gesellschaft und im Dienst für Gott einnahmen. Sie erledigten wichtige Aufgaben und repräsentierten Gott oder gaben Worte des Herrn weiter. So beispielsweise die Richterin und Prophetin Debora: „Zu der Zeit war Richterin in Israel die Prophetin Debora, die Frau Lappidots.“ (Ri 4,4)
Neben ihr wissen wir aber auch noch von Ruth und Esther, denen sogar ein eigenes Bibelbuch gewidmet wurde, sowie von etlichen anderen Frauen wie Miriam, Sarah und Rahab.
Im neuen Testament erhalten Frauen dann noch einen ganz besonderen Fokus – sie werden nicht nur erwähnt, sondern zu Schlüsselpersonen der Geschichte. Maria, die Mutter Jesu, Elisabeth, die Mutter Johannes’, sowie Martha und Maria (die Schwestern des Lazarus).
Gott traut Frauen so viel zu und hebt sie hervor für ihre unterschiedlichen, einzigartigen Eigenschaften. Sie werden Träger der Gnade und Liebe Gottes und bringen diese dem Volk Israel.

3. Gott hat allen Menschen wichtige Aufgaben gegeben.

Gott hat Männern und Frauen im Alten Testament einen gemeinsamen Zweck gegeben: „Und Gott segnete sie; und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde!“ (1. Mo 1,28)
Trotz der schöpfungsmäßigen Verschiedenheit von Mann und Frau hat Gott gewollt, dass sie sich in einer Einheit vervollkommnen – Kinder sind die Früchte dieser Einheit. Doch die Bibel zeigt uns auch, dass alleinstehende oder kinderlose Frauen und Männer ebenso wichtige Aufgaben haben (1. Kor 7,8-9). Jesus hat schließlich auch nie geheiratet.
Natürlich hat Gott den Menschen eine Reihe und Vielfalt von Aufgaben zugewiesen. Wenn wir die einzigartigen Berufungen des anderen würdigen, bauen wir gemeinsam am Reich Gottes.
Zudem kann ein Mensch alleine nicht alle Aufgaben erfüllen, geschweige denn die Vielfalt Gottes als Ebenbild widerspiegeln. Wie wir zu Beginn der Schöpfungsgeschichte lesen, hat Gott dem Mann eben dafür eine Gehilfin geschaffen, damit er mit ihr die Erde bewohnen kann. Ohne sie wäre es dem Mann nicht möglich – daher ist der Wert der Frau und ihre Stärke mehr zu wertschätzen. (Siehe 1. Mo 2,20 ff: „Da gab der Mensch jedem Vieh und Vogel des Himmels und allen Tieren des Feldes Namen; aber für den Menschen fand sich keine Gehilfin, die ihm entsprochen hätte.“)

 

3 Argumente gegen Feminismus


1. Auch Frauen sind Sünder.

Auf dem Blog der Neue-Genfer-Übersetzung habe ich einen entscheidenden Satz hierzu gelesen: „Und was sagt die Bibel, was sagt Jesus? Auch Frauen sind sündige Menschen; auch Frauen brauchen Vergebung, müssen eine neue Geburt erleben, damit sie an Gottes Frieden und Segen teilhaben. Die Frau ist dem Mann auch in Sachen Sünde gleichwertig! Frauen sind nicht schlechter als Männer, aber Frauen sind auch nicht besser! Das Heil kommt niemals von einem Menschen, ob Mann oder Frau. Das Heil kommt von Gott.“
Entgegen des modernen Feminismus weiß man als Christ, dass alle Menschen Sünder sind und weit davon entfernt, sich über irgendetwas erheben zu können. Doch immer öfter wird uns versucht, das Gegenteil weiszumachen. Wir sind eine „One Woman Army“, „Girlbosse“ und generell einfach unfehlbare Power-Frauen. Karriere geht steil, Privatleben läuft, Hobby und Sport fest im Terminkalender eingetaktet. Fehler passieren uns nicht; und wenn, dann sind sie nur das Sprungbrett zur nächsten großen Chance, uns selbst zu verwirklichen. Doch was die Medien und die Gesellschaft uns verschweigen, ist, dass wir tatsächlich Fehler machen, schwere Fehler, Sünden. Wir versagen. Und können von Jetzt auf Gleich vor dem Nichts stehen. Verlassen wir uns auf uns selbst, sind wir verlassen. Der einzige, der unserem Leben Sinn geben kann, ist Gott. Er sagt, lebe für mich und ich versorge dich. Lebe für mich und du wirst leben. Auch wenn du stirbst. Auch Girlbosse können fallen, aber Gott allein kann auffangen.
Wollen wir weiterhin ins Leere leben, nur nach Selbstverwirklichung streben, aber dabei den Segen des Herrn missen? Das ewige Leben verpassen und die große Liebe und Gnade von Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, sowie von gott-liebenden Menschen?

2. Frauen und Männer sind verschieden.

Frauen sind schon tolle Menschen. Wir sind wie perfekt geschaffen für die Arbeit mit Kindern, kreativen, detailreichen Dingen und vielen anderen Tätigkeitsfeldern. Wir haben viele einzigartige Talente, die wir für Gott, die Gemeinde, unsere Familie und uns selbst einsetzen können. Doch Achtung: Gott hat uns in einige Dienste berufen, aber eben nicht in alle. Einige Dienste hat er Männern vorbehalten, die es zu respektieren gilt. Streben Frauen nun nach solchen Positionen, missachten sie Gottes Ordnung – sie wollen sich zu unrecht erheben. Aber warum macht das Gott? Will er uns etwas Gutes vorbehalten oder uns diskriminieren? Aber nein! Männer und Frauen sind einfach schöpfungsmäßig verschieden, und daher unterschiedlich begabt und mit Stärken ausgestattet. Doch was für uns Frauen gilt, gilt natürlich auch für Männer. Wir waren die Ersten am Grabe Jesu, die von seiner Auferstehung erfuhren – nicht Männer. Wir waren treue Beispiele für unerschütterlichen Glauben (s. Mt 9,20-22) und Gemeindedienste (bspw. Weissagung durch Priszilla und Aquilla in Apg 18,26).
Doch auch wenn sich unsere Aufgaben im Detail unterschieden, haben wir eines gemeinsam: Wir sind Gottes Kinder und arbeiten für sein Königreich. Das sollte unser größtes Ziel und unsere Größte Freude sein.

3. Jesus war kein Feminist.

Wäre Jesus ein Feminist gewesen, hätte er mindestens eine Frau unter die zwölf Apostel berufen. Hat er aber nicht. Er hat so viele revolutionäre Taten getan, dass er das bestimmt auch noch getan hätte, wenn es sein Wille gewesen wäre – war es aber nicht. Jesus hat die Stellung des Mannes als Haupt der Frau und Haupt der Gemeinde nie bestritten – er hat lediglich Missstände aufgezeigt, korrigiert und in neue, göttliche Bahnen gelenkt. Er hat das Gesetz nicht widerrufen, er hat es bestätigt und neu gefüllt, damit wir Menschen verstehen, was Führung und Unterordnung bedeuten: einander zu dienen. So wie Jesus es uns selbst vorgelebt hat: „Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen.“ (Markus 10,45)
Jesus hat für damalige Zeiten und Verhältnisse komplett gegen gesellschaftliche Normen gehandelt und Frauen aus der „Versenkung“ geholt – er hat ihnen Wert zugesprochen und sie normal behandelt. Völlig undenkbar im damaligen Israel! Er war ein Revolutionär und Befreier aller Frauen.
Ein ganz wichtiger Aspekt ist aber, dass Jesus betont, dass wir einander dienen, weil wir in erster Linie Gott dienen. Jesus hat Frauen aus der Unterdrückung der Männer befreit und unter eine neue Herrschaft berufen: die Herrschaft Jesu Christi. Wir sind nicht einfach irgendwelche Frauen – wir sind Frauen Gottes, seine Jüngerinnen, die ihm gehören und dienen.

Fazit

Persönlich stehe ich dem modernen Feminismus eher kritisch gegenüber, da er in vielen Formen ungesunde und vor allem unbiblische Maße annimmt. Dennoch muss man nicht direkt aufschreien, wenn eine Grace Capristo oder Porcelain Black von der „One Woman Army“ singt, oder Jo&Judy ihre Notizblöcke mit „für Girlbosse“ bewerben. Viel wichtiger ist es, dass wir uns darauf konzentrieren, das biblische Bild der Frau zu leben und Frauen zur Ehre des Herrn zu werden. Ganz unabhängig von gesellschaftlichen Normen.
Die Bibel zeigt ganz klar auf, dass Gott „Pro Frauen“ ist, aber kein Feminist. Er schreibt der Frau wichtige Aufgaben zu, aber unterstellt sie in liebevoller Hingabe dem Mann und vor allem seiner eigenen göttlichen Führung. (Der wir schließlich alle folgen müssen.) Es ist nicht ganz leicht, die richtige Balance in der heutigen Gesellschaft zu finden, weil man unterschiedlichen Einflüssen und Meinungen zu diesem Thema ausgesetzt ist. Aber mit der Bibel an der Hand finden wir das Gleichgewicht und unseren sicheren Stand im Herrn.

Zum guten Schluss: Was denkt ihr über Feminismus? ☺️

 

Quellen und weiterführende Links: ngue.info, bible-only.org, duden.de, amazedmag.de, relevantmagazine.com.

 

Liebste Grüße,
eure Daniela

Frisch aus meinem Urlaub und Städtetrip nach Stuttgart melde ich mich heute mit einem neuen Blogpost zurück. Ich hatte ein paar unwahrscheinlich gute Tage im Schwabenland, die geprägt waren von einer guten Gemeinschaft mit meiner besten Freundin, gutem Wetter und sehr leckerem Essen, und vor allem einer gesegneten Zeit mit dem Herrn. Während der fünf Tage am Puls der Stadt durften wir die ein oder andere Sehenswürdigkeit und Location entdecken, die freie Zeit genießen und Gott besser kennenlernen. Was genau wir unternommen und wie wir die Zeit mit Gott verbracht haben, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Und einige Fotos habe ich selbstverständlich auch wieder im Gepäck. ☺️ Also, los geht’s!

 

5 Tage zur Liebe: Bibelstudium mit Logos

Unseren kompletten Urlaub haben wir eigentlich mit Evernote geplant – ein super Werkzeug, um gemeinsame Notizen zu verwalten und zu bearbeiten. Wir haben alle wichtigen Adressen darin festgehalten sowie Termine, Sehenswürdigkeiten, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Zusätzlich zu Evernote haben wir die YouVersion-Bibelapp verwendet, in der es verschiedene kostenlose Bibellesepläne gibt, die unterschiedlich lang sind. Noch vor Urlaubsbeginn haben wir uns einige Lesepläne angeschaut, deren „Laufzeit“ fünf Tage (also genau unsere Aufenthaltsdauer in Stuttgart) betrugen, und uns für „5 Tage zur Liebe: Bibelstudium mit Logos“ von Faithlife, den Machern der Bibelsoftware Logos entschieden. Entscheidend war unter anderem der Teaser-Text des Leseplans, der uns neugierig gemacht hat. „»Liebe« ist eines der am häufigsten nachgeschlagenen Wörter auf Merriam-Webster.com. Aber selbst hier haben es sich die Redakteure erlaubt, folgenden Kommentar einzufügen: »Wir vermuten, dass viele Personen, die auf dieser Seite landen etwas suchen, was weit über eine Definition in einem Wörterbuch hinausgeht, und zwar, „Was ist die Bedeutung von Liebe“.« Wir wollen mit Ihnen in den kommenden 5 Tagen die Bibel nach der Bedeutung von »Liebe« durchsuchen.“ Tatsächliche Wortstudien finde ich immer unheimlich spannend, weil man sich automatisch viel intensiver mit dem Urtext der Bibel und dem Kontext, in dem bestimmte Wörter stehen, beschäftigt. Vor allem das Wort Liebe finde ich sehr bedeutungsträchtig, da es im Urtext vier Formen hat (storgḗ, érōs, philía und agápē) und im Deutschen durchgängig einfach nur mit „Liebe“ übersetzt wird. Aber das dazu. So haben meine beste Freundin und ich uns also auf das Abenteuer „5 Tage zur Liebe“ eingelassen und uns in Stuttgart auf die Spuren der Liebe begeben.

 

Was ist Liebe? Was ist Liebe nicht?

Der 5-Tage-Bibelleseplan diente uns in erster Linie als Denkanstoß, um weiter über die wahre Bedeutung von Liebe nachzudenken. Mein persönlich größtes Problem ist die Meinung der heutigen Gesellschaft darüber, wie Liebe sei muss. Ganz gleich, ob man nun von Christen oder Nicht-Christen spricht. Liebe müsse echt und nicht so komplex sein, Freiheit geben und vor allem nichts kosten, was gegen das eigene Ego spricht. Liebe sei eine Handlung. So wird oft gepredigt. Doch wie viel Wahrheit steckt dahinter? Bevor ich diesen Leseplan begonnen habe, war ich mir gerade so der vier Formen, die im Urtext der Bibel wiedergegeben werden, bewusst. Dazu zählen: storgḗ – die familiäre bzw. empathische Liebe, érōs – die sexuelle Liebe, philía – die freundschaftliche Liebe und agápē – die bedingungslose, göttliche Liebe. Eine ungefähre Ahnung, was man unter diesen Formen zu verstehen hat, hatte ich natürlich schon – nur richtig bewusst darüber nachgedacht habe ich nie. Vor allem agápē war immer so etwas höchst theoretisches und zugleich erstrebenswertes, ist es doch das, wonach man als Christ streben soll. (Als Spoiler: Der Leseplan setzt sich in erster Linie mit agápē auseinanderander. Also wer etwas über die anderen Formen erfahren will, wird hier leider nicht fündig. ☺️) Tag für Tag kamen wir aber dem Wort Liebe und seiner eigentlichen Bedeutung immer näher.

Zu Beginn des Leseplans stellte sich uns die Frage, was Liebe überhaupt ist. Laut der Autoren des Leseplans gibt es in der Bibel keine genaue Definition der Liebe. Was wir aber herausfinden können, ist das Konzept der Liebe, also wie Liebe gedacht ist und funktionieren soll, und das Wort an sich anhand seiner Beschreibung in der Bibel. Gelesen haben wir hierzu Matthäus 22, Verse 34-40 und 1. Korinther 13, Verse 1-4:

Als nun die Pharisäer hörten, daß er den Sadduzäern den Mund gestopft hatte, versammelten sie sich; und einer von ihnen, ein Gesetzesgelehrter, stellte ihm eine Frage, um ihn zu versuchen, und sprach: Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetz? Und Jesus sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken«. Das ist das erste und größte Gebot. Und das zweite ist ihm vergleichbar: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«. An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten.
Matthäus 22, 34-40
Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüßte und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, so daß ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe austeilte und meinen Leib hingäbe, damit ich verbrannt würde, aber keine Liebe hätte, so nützte es mir nichts! Die Liebe ist langmütig und gütig, die Liebe beneidet nicht, die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf.
1. Korinther 13, 1-4

Aus diesen beiden Bibelstellen haben wir geschlussgefolgert, dass die Liebe zum Herrn bzw. die Liebe des Herrn das vollkommene Konzept von Liebe ist. Wenn wir den Herrn nun „mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzem Denken“ lieben, sind wir auch befähigt unsere Nächsten zu lieben und unser Handeln von Liebe dominieren zu lassen. Denn vor dem Handeln kommt die Liebe, und die Liebe kommt durch den Herrn. Handeln wir ohne Liebe, so nützt es weder uns noch unseren Nächsten etwas.

Im weiteren Verlauf des Leseplans stellte sich uns die Frage, ob die Liebe „nur“ eine Handlung und emotionslos sei. Die Autoren des Leseplans definierten agápē nämlich wie folgt: „[…] nicht emotionale Entscheidung, sich selbst für eine andere Person zu opfern, unabhängig von deren Bedeutung für einen.“ Vor allem in Bezug auf die vorangegangenen Verse mussten wir uns hinterfragen, ob wir aus Liebe handeln oder aus Handlung lieben. Man versucht als Mensch oftmals seinen Worten Taten folgen zu lassen und verfällt leider schnell in falschen Aktivismus. Doch ich meine, das sei Selbstbetrug. Klar, gar nicht handeln ist wahrscheinlich eine noch blödere Lösung, aber nur handeln um gehandelt zu haben? Versteht ihr, was ich meine? Auch nicht wirklich zielführend. So wie wir unseren Herrn und Gott lieben sollen – mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzem Denken – so sollen wir auch unsere Nächsten lieben! Das klingt gar nicht nach blindem Handeln, sondern nach tatsächlicher Liebe, die von Emotionen, Gefühlen und Zuneigung geprägt ist. Das sollte unser Ziel sein, nach dem wir streben.

An Tag 3 des Leseplans ging es weniger um die Betrachtung des Konzeptes „Liebe“ wie an Tag 1 und 2, sondern vielmehr um die Wortbetrachtung von agápē und wie wir Liebe erlenen können. Dazu haben wir uns insgesamt sechs Bibelstellen genauer angesehen und unter den Gesichtspunkten untersucht, wer liebt und was geliebt wird. Die Bibelstellen waren wie folgt:

Aber wehe euch Pharisäern, daß ihr die Minze und die Raute und alles Gemüse verzehntet und das Recht4 und die Liebe Gottes umgeht! Dieses sollte man tun und jenes nicht lassen. Wehe euch Pharisäern, daß ihr den ersten Sitz in den Synagogen und die Begrüßungen auf den Märkten liebt!
Lukas 11,42-43

Darin aber besteht das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse.
Johannes 3,19

Denn Demas hat mich verlassen, weil er die jetzige Weltzeit liebgewonnen hat, und ist nach Thessalonich gezogen, Crescens nach Galatien, Titus nach Dalmatien.
2.Timotheus 4,10

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht — euch, die ihr einst nicht ein Volk wart, jetzt aber Gottes Volk seid, und einst nicht begnadigt wart, jetzt aber begnadigt seid.
1.Petrus 2,9-10
Weil sie den richtigen Weg verlassen haben, sind sie in die Irre gegangen und sind dem Weg Bileams, des Sohnes Beors, gefolgt, der den Lohn der Ungerechtigkeit liebte.
2.Petrus 2,15
Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm.
1.Johannes 2,15

4 von 6 der Stellen spricht von negativen Beispielen der Liebe – Menschen, die die Welt lieben, unrechtes Geld, ihr Ego und die Finsternis. Die restlichen zwei Stellen zeigen positive Beispiele: Gott, der sein Volk vollkommen liebt, und Gläubige, die den Herrn lieben sollen, weil nicht zugleich Gott und die Welt lieben können (obwohl man das so oft meint).

Tag 4 stand unter dem Motto „Was Liebe nicht sein kann“ und forderte uns heraus, die versteckte Bedeutung von Liebe zu entdecken und wie wir lieben sollen. Die dazu gehörigen Bibelstellen fanden wir in Matthäus 26 und 27. (Der Länge wegen zitiere ich die zwei Kapitel im nachfolgenden nicht, sondern nur Auszüge.) Wir haben versucht, uns gezielt Beispiele für Arten von Liebe aus dem Text zu ziehen. Gefunden haben wir unter anderem:

  • Liebe zum Herrn („Als es aber Jesus bemerkte, sprach er zu ihnen: Warum bekümmert ihr diese Frau? Sie hat doch ein gutes Werk an mir getan!“ Mt 26,10)
  • Feindesliebe („Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Rabbi, doch nicht ich? Er spricht zu ihm: Du hast es gesagt!“ Mt 26,25)
  • vollkommene, aufopferungsvolle Liebe des Herrn bis ans Kreuz, trotz Angst und Verspottung („Und er nahm Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus mit sich; und er fing an, betrübt zu werden, und ihm graute sehr.“ Mt 26,37; „Und nachdem sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und legten ihm seine Kleider an. Und sie führten ihn ab, um ihn zu kreuzigen.“ Mt 27,31)

In erster Linie hat sich uns dadurch offenbart bzw. wieder einmal bestätigt, dass Liebe mit ganzem Herzen und Hingabe gelebt werden muss und nicht immer angenehm ist bzw. Opfer von uns fordert. Etwas, das ich persönlich oft nicht in Kauf nehmen mag – Opfer bringen, sich etwas für andere kosten lassen. Aber genau das zeigt sich hier.

Der letzte Tag des Leseplans war geprägt vom Leitvers aus Psalm 51: „Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz…“ Es wurden die ein oder anderen Tücken des (m.E.) modernen Christseins angesprochen. Man nimmt sich biblische Gebote und versucht sie zu ändern und somit handhabarer zu machen. Aus wahrer Feindesliebe, wie der Herr sie von uns verlangt, wird dann schnell „meinen Feinden gutes tun, egal wie ich mich fühle.“ Doch wie wir an Tag 2 schon gelernt haben, ist Liebe nicht nur bloßes Handeln, sondern auch unsere Herzenseinstellung dabei, unsere Emotionen. Und mal im Ernst – wie will man jemanden tatsächlich lieben, gegen den man eigentlich Groll hegt? Passt nicht, oder? Also Retoure und nochmal zurück an den Anfang. Unser Handeln ist nur das Ergebnis unserer Liebe, vor diese letzten Schritt folgt die Sündenbekenntnis, die Liebe des Herrn und die Veränderung unseres Herzens – obgleich wir sündige Menschen sind, die Fehler begehen und das göttliche Ziel verfehlen. Erst nach diesen Schritten sind wir fähig, wirklich zu lieben. Das durften wir auch aus den Begleitversen in Jeremia 31, Hesekiel 36 und Psalm 51 erfahren. Die Erneuerung unseres Herzens ist eines unserer höchsten Ziele.

Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein; und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: »Erkenne den Herrn!« Denn sie werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen, spricht der Herr; denn ich werde ihre Missetat vergeben und an ihre Sünde nicht mehr gedenken!
Jeremia 31,33-34
Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen; ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben; ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, daß ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut.
Hesekiel 36,26-27
O Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte; tilge meine Übertretungen nach deiner großen Barmherzigkeit! Wasche mich völlig [rein] von meiner Schuld und reinige mich von meiner Sünde; denn ich erkenne meine Übertretungen, und meine Sünde ist allezeit vor mir. An dir allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist in deinen Augen, damit du recht behältst, wenn du redest, und rein dastehst, wenn du richtest. Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. Siehe, du verlangst nach Wahrheit im Innersten1: so laß mich im Verborgenen Weisheit erkennen! Entsündige mich mit Ysop2, so werde ich rein; wasche mich, so werde ich weißer als Schnee! Laß mich Freude und Wonne hören, damit die Gebeine frohlocken, die du zerschlagen hast. Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden und tilge alle meine Missetaten! Erschaffe mir, o Gott, ein reines Herz,3 und gib mir von neuem einen festen Geist4 in meinem Innern! Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. Gib mir wieder die Freude an deinem Heil, und stärke mich mit einem willigen Geist! Ich will die Abtrünnigen deine Wege lehren, daß sich die Sünder zu dir bekehren. Errette mich von Blutschuld, o Gott, du Gott meines Heils, so wird meine Zunge deine Gerechtigkeit jubelnd rühmen. Herr, tue meine Lippen auf, damit mein Mund dein Lob verkündige! Denn an Schlachtopfern5 hast du kein Wohlgefallen, sonst wollte ich sie dir geben; Brandopfer gefallen dir nicht. Die Opfer, die Gott gefallen,6 sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, o Gott, nicht verachten.
Psalm 51,3-19

Zum Abschluss: Was denkt ihr? Könnt ihr unsere Gedankengänge, die anhand des Leseplans entstanden sind, nachvollziehen? Fällt euch noch etwas zu diesem Thema ein?

 

Photodiary Stuttgart

Nach dieser langen Textpassage, freut sich der ein oder andere nun mit Sicherheit auf die Fotos von unserem Städterip. Ich werde – anders als beim „Follow me around“ vom Youthweb-Treffen – versuchen, nicht jedes Foto einzeln zu kommentieren, sondern die Fotos im Gesamten wirken lassen und nur einen groben Überblick über unsere Tagesplanung geben. So ist es ein weniger entspannter zum Durchstöbern. ?

Tag 1 – Stadtbummel, Stadtbibliothek, Bibel lesen





Tag 2 – Blick über Stuttgart



Tag 3 – Innenstadt, Schlossplatz, Höhenpark Killesberg














Tag 4 – Milaneo

Tag 5 – Residenzschloss Ludwigsburg, Marstall





Falls ihr noch Fragen oder Anregungen zu unserem Bibelstudium habt, schreibt mit gerne. Andernfalls freue ich mich natürlich über eure Kommentare, wenn ihr auch plant, nach Stuttgart zu reisen und hier die ein oder andere Inspiration für Locations oder Sehenswürdigkeiten finden konntet.

Liebste Grüße,
eure Daniela

Auf die Plätze, fertig, los!

Wir schreiben den 15. Juli 2016, es ist Freitag und ich darf endlich verkünden: der Startschuss für meinen Blog ist gefallen. Yay! Ihr glaubt gar nicht, wie froh ich bin, endlich wieder richtig bloggen zu können – naja, dahinter steckt tatsächlich eine lange Zeit der Vorbereitung. Nachdem ich meinen beinahe sechs Jahre alten Blog, der damals noch im Bereich Lifestyle und Fashion fungierte, im Herbst 2014 aufgab, habe ich im Februar diesen Jahres den Entschluss gefasst, wieder mit dem Bloggen zu beginnen. Anfangs sollte es eher ein Mischmasch aus Design-Portfolio und Lifestyle-Blog werden, doch mit den Monaten kristallisierte sich heraus, dass ich eigentlich einen ganz anderen Wunsch im Herzen trage – einen Blog für junge Christen und Frauen schreiben. Für Menschen wie mich, die stetig auf der Suche nach Inspiration, Fragen und Antworten sind. Menschen, die in den großen Illustrierten immer als die „Generation Y“ oder die „Millennials“ betitelt werden. Menschen, die in den Golden Twenties doch nicht so viel Gold im Leben spüren. Menschen, die ermutigt und motiviert werden wollen. Und vor allem: Menschen, die sich Gott hinwenden und ihn lieben – mit ihrem ganzen Herzen, ihrer ganzen Seele und ihrem ganzen Denken (vgl. Mt 22,37).

Meine Motivation

Ich habe den tiefen Wunsch und will es mir zur Aufgabe machen, zur Ehre des Herrn zu schreiben. Ich will die Welt aus christlicher Perspektive betrachten – die Welt mit all ihren Facetten, Schwierigkeiten und Tücken. Den Alltag, den wir meistern müssen. Die Personen, denen wir jeden Tag begegnen. Ich möchte ein Stück Persönlichkeit mit euch teilen, meine Gedanken weitergeben und von meinen Erlebnissen mit Gott erzählen. Ich möchte laut aussprechen, was 24/7 in meinem Kopf vor sich geht und sie hierin festhalten.

Was euch erwartet

Euch erwarten spannende Beiträge zu Themen, die mich persönlich beschäftigen. Was bewegt mich als Christ, Frau und Mensch in den „Golden Twenties“? Habt ihr beispielsweise jemals darüber nachgedacht, wie viele Denominationen und Konfessionen es allein in Deutschland gibt? Oder wisst ihr, was Burn-Out mit Sabbat zu tun hat? Ganz zu schweigen von typischen Frauen-Fragen wie: Lohnt sich das Warten auf Mr. Big? Oder wie viel Feminismus verträgt mein Glaube? Und zu guter letzt: Womit werden wir als Menschen im 21. Jahrhundert konfrontiert, worüber lohnt es sich zu reden, worüber sollte man eher schweigen? Wie finde ich mich selbst, wie präge ich die Geselllschaft, wie helfe ich anderen dabei? Diese und etliche weitere Fragen geistern in meinem Kopf rum, und ich bin froh, sie bald zu digitalem Papier bringen zu können.

Verpasst keine Artikel!

Damit dieser Blog auch tatsächlich lebt und ich in den Dialog mit euch und mit anderen Christen treten kann, würde ich mich mega freuen, euch als Follower auf meinen Social Media-Kanälen bei Facebook und Instagram begrüßen zu dürfen. So verpasst ihr keine zukünftigen Artikel und seid immer up-to-date, wenn es mal wieder etwas Neues zu lesen oder zu diskutieren gibt (davon wird es mit Sicherheit einige Themen geben!).

Bis dahin,
eure Daniela ♥