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Nachdem ich im letzten Artikel meiner Themenreihe Project Modesty erklären durfte, dass wir uns zur Ehre Gottes kleiden und die Sache demnach nicht einfach mit einem plumpen „Rock & Zopf-Gebot“ oder einer Sacktuch-Revolution getan ist, möchte ich heute zu Teil 2 übergehen: Statt fünf Gründen, warum wir Gott mit unserer Kleidung ehren, zeige ich euch heute sechs Merkmale, wie wir uns gottgefällig kleiden können und Gott mit unserer Kleidung ehren. Dabei möchte ich auf einige Fragen eingehen, die den Mädels aus meiner Gemeinde und mir an unserem gemeinsamen „Project Modesty“-Workshop-Wochenende Ende Juli durch den Kopf gegangen sind. Was darf ich tragen? Welche Kleidung ehrt Gott? Gibt es „unkeusche” bzw. verbotene Kleidungsstücke? Wonach wähle ich meine Kleidungsstücke aus? Ist gottgefällige Kleidung kultur-/ortsabhängig?

Um euch dies und noch mehr ein wenig anschaulicher zu erklären, habe ich unsere Gedanken nicht nur schriftlich zusammengefasst – die Mädels und ich haben in einer coolen Fotoaktion unsere liebsten Outfits und Stylehacks fotografisch und auf Video festgehalten, damit ihr zu einem gottgefälligen Kleidungsstil ermutigt und ganz nebenbei hoffentlich von den Outfits inspiriert werdet.* ? Yay! (Spoiler: Die Fotos wird es erst im nächsten Artikel geben, I’m sorry!)

*Oder wie es ein christlicher Autor mal in einem seiner Bücher ausgedrückt hat: Zur Ehre des Herrn und zur Freude der Heiligen. ☺️

 

»Modesty« in der Bibel – Wie wir uns nicht kleiden sollen

Um nicht eine klassische Bruchlandung in diesem Thema zu erleiden, müssen wir „Modesty“ und „gottgefällige Kleidung“ von Anfang an betrachten – denn schon das alte Testament hatte einiges über Kleidung zu sagen. Damit die Vielzahl an Versen nicht den Rahmen sprengen, beschränke ich mich auf zwei Beispiele, die verdeutlichen, wie wir uns nicht kleiden sollen.

 

Negativ-Merkmal 1: Zur Schau stellen der Kleidung

Einige Exegeten und Bibelausleger zitieren gerne die nachfolgende Verse aus Jesaja, um aufzuzeigen, dass Frauen keinen Schmuck und keine schicke Kleidung oder Frisuren tragen sollten. Das halte ich aber für falsch – denn wenn man die Verse im Kontext betrachtet und die Einleitung aufmerksam liest, wird deutlich: Es geht nicht um die Kleidung an sich. Es geht um die innere Haltung der Frauen. Sie trugen ihre Kleidung, um sich zu präsentieren und sich damit hervorzutun – sie setzen alles daran, um aufzufallen und Blicke auf sich zu ziehen. (Nachfolgende Hervorhebungen durch mich.)

„Und der HERR sprach: Weil die Töchter Zions stolz geworden sind und mit emporgerecktem Hals einhergehen und herausfordernde Blicke werfen; weil sie trippelnd einherstolzieren und mit ihren Fußspangen klirren, deshalb wird der Herr den Scheitel der Töchter Zions kahl machen, und der HERR wird ihre Scham entblößen. An jenem Tag wird der Herr die Zierde der Fußspangen, der Stirnbänder und Halbmonde wegnehmen, die Ohrgehänge, die Armspangen, die Schleier, die Kopfbünde, die Schrittfesseln und die Gürtel, die Riechfläschchen und die Amulette, die Fingerringe und die Nasenringe, die Festkleider und die Mäntel, die Überwürfe und die Täschchen; die Handspiegel und die Hemden, die Hüte und die Schleier. Und es wird geschehen: Statt des Wohlgeruchs gibt es Moder, statt des Gürtels einen Strick, statt der gekräuselten Haare eine Glatze, statt des Prunkgewandes einen Kittel aus Sacktuch und ein Brandmal statt der Schönheit. Deine Männer werden durch das Schwert fallen und deine Helden im Krieg.“ (Jesaja 3,16-25)

 

Negativ-Merkmal 2: Nur Äußerlichkeiten zählen

Wie in den nachfolgenden Versen deutlich wird, hat der Herr das Volk überreich mit Schmuck und Kleidung beschenkt – und er tat es mit Sicherheit gerne. Doch statt das Geschenk mit Ehre anzunehmen und zu würdigen, missbrauchten sie es. Sie ließen sich von den Äußerlichkeiten und ihrem Ansehen, ja durch ihre eigene Schönheit und Ruhm, zum Götzendienst verführen.

„So warst du mit Gold und Silber geschmückt, trugst Kleider aus feinstem Leinen, Seide und bunt gewebten Stoffen. Du hattest Gebäck aus feinem Mehl mit Honig und Öl. Und du warst überaus schön, tauglich zu einer Königin. Der Ruf deiner Schönheit, die durch meinen Schmuck vollkommen wurde, ging durch alle Welt‘, spricht Jahwe, der Herr. ‚Aber du hast auf deine Schönheit vertraut, hast deinen Ruhm missbraucht und dich zur Hure gemacht. Jeden, der vorüberkam, locktest du mit deinen Reizen, jedem botest du dich an. Auf den Höhen, wo man Götzen verehrt, hast du deine bunten Kleider ausgebreitet und hurtest herum, wie es niemals vorgekommen ist und auch nie wieder geschehen wird.“ (Hesekiel 16,13-16)

 

»Modesty« in der Bibel – Wie wir uns kleiden sollten

Kommen wir nun zum schönen Teil: Den sechs Merkmalen, um Gott mit unserer Kleidung zu ehren. Die Bibel hält wie gesagt so einige Verse zum Thema „Modesty“ und „gottgefällige Kleidung“ in Petto. Aber der Einfachheit halber beschränke ich mich auf ein paar wenige Schlüsselverse.

 

Positiv-Merkmal 1: Gute Werke und Schamhaftigkeit

Es ist egal, wie schön deine Kleidung ist – das, was Gott ehrt, ist deine innere Haltung. Wenn du Menschen liebst und gute Werke an ihnen und Gott tust, wenn du dich durch Schamgefühl und Zurückhaltung auszeichnest, dann ehrst du den Herrn.

„Ebenso will ich, dass die Frauen sich anständig kleiden und sich mit Schamgefühl und Zurückhaltung schmücken. Sie sollen nicht durch aufwendige Frisuren, Gold, Perlen oder teure Kleider auffallen, sondern durch gute Werke. Das ist der Schmuck von Frauen, die Ehrfurcht vor Gott haben.“ (1.Timotheus 2,9-10)

 

Positiv-Merkmal 2: Ein freundliches und stilles Herz

Ähnlich wie der Bibelvers aus 1.Timotheus – dennoch bringt uns der folgende Vers weitere Erkenntnisse. Nicht nur durch gute Werke, die jeder Mensch im besten Falle sehen kann, sondern auch durch ein freundliches und stilles Herz, das nur Gott sieht, ehren wir den Herrn. Außerdem zeigt sich ähnliches wie wir es im Alten Testament gelesen haben. Wir sollen nicht durch unsere Kleidung auffallen wollen, es ist unser Inneres, das uns schön machen soll. ☺️

„Ihr sollt nicht durch äußerlichen Schmuck wirken wollen, durch aufwendige Frisuren, durch Gold oder prächtige Kleider. Gott schätzt besonders den Schmuck, den man nicht sieht, der aber von unvergänglicher Schönheit ist: ein freundliches und stilles Herz. Das ist die Schönheit, mit der die heiligen Frauen sich früher geschmückt haben. Sie haben ihre Hoffnung auf Gott gesetzt und sich ihren Männern untergeordnet.“ (1.Petrus 3,3-5)

 

Positiv-Merkmal 3: Kein Anstoß und Ärgernis für andere

Ich habe es bereits in meinem Artikel „Was Männer über Frauen denken“ aus dem vergangenen Jahr klargestellt, möchte es an dieser Stelle aber gerne noch einmal wiederholen: Es geht hier nicht darum, dass man sich einen Kartoffelsack überstülpen soll oder dass man sich nicht modisch kleiden darf. Es geht schlicht und einfach darum, dass unsere Kleidung nicht von Gott ablenken soll. Heißt: Nicht freizügig und nicht angeberisch. Für mich bedeutet das, dass ich keine weitausgeschnittenen Tops anziehe, damit mir Männer nicht ins Dekolleté schauen können, und dass ich nicht wie ein Laufstegmodel rumrenne, damit kein Neid aufgrund der Kleidung entsteht.

„Hören wir doch auf, uns gegenseitig zu verurteilen! Achten wir vielmehr darauf, dass wir unserem Bruder (Anm.: oder unserer Schwester) kein Hindernis in den Weg legen und ihn zu Fall bringen!“ (Römer 14,13)

 

Positiv-Merkmal 4: Bewusst und im Glauben gekleidet

Das ist denke ich ein ausschlaggebender Punkt, der gerne gedanklich „hinten runter“ fällt. Ich kann mich schön kleiden um meiner Selbst willen, um mich zu präsentieren und zu profilieren. Aber ich kann mich auch schön kleiden, weil ich mich darüber freue, dass ich wunderbar gemacht bin, dass Gott Kleidung für mich gemacht hat, und dass Gott meine Kleidung mag und sie ihm gefällt. Wenn du dich nicht aus dem Glauben kleidest, es für den Herrn zu tun, wird deine Kleidung für dich zum Problem – doch das will Gott nicht. Er will uns Freiheit schenken, also vertraue darauf, dass dir der Heilige Geist offenbaren wird, was du tragen darfst und was nicht.

„Wer aber beim Essen ein schlechtes Gewissen hat, ist schon verurteilt, denn er handelt nicht aus der Überzeugung des Glaubens. Und alles, was nicht aus dem Glauben kommt, ist Sünde.“ (Römer 14,23)

 

Unser Fazit

Wie ihr eventuell festgestellt habt, habe ich die meisten Fragen der Einleitung nicht detailliert beantwortet. Unter anderem aus dem einfachen Grund, dass ein Kleidungsstück an sich meistens nicht Schwarz oder Weiß sein kann (naja, ausgenommen Mini-Röcke und anderes). Die Wurzel für einen gottgefälligen Kleidungsstil liegt in unserem Herzen – und das ist immer Schwarz oder Weiß. Entweder wir dienen uns selbst, dem Teufel und der Sünde mit der Kleidung oder wir dienen und verherrlichen Gott. Ganz easy. Für alles andere gibt die Bibel Prinzipien vor, die zu jeder Zeit und an jedem Ort gelten: Wir sollen schamhaft sein, wir sollen uns nicht selbst entblößen, wir sollen kein Anstoß für andere sein, und und und … damit schließt man automatisch einige Kleidungsstücke aus. Über andere Kleidungsstücke wiederum darf man sich dank der heutigen – etwas Retro-anmutenden – Mode freuen. Lange Röcke, weite Shirts, kaschierende Schnitte. Und um genau diese Kleidungsstücke soll es im nächsten Artikel gehen ? Also klickt kommende Woche wieder rein! ?♥️

 

Eure Daniela feat. Debby, Luisa, Lena, Jenni, Jenny, Julia und Lea ♥

Wisst ihr eigentlich, wie schwer es ist, einen Artikel zum Thema Modesty einzuleiten, ohne dabei zu klingen, als ob man die nächste Generation der „Rock & Zopf-Träger“ beschwören oder das Sacktuch als modisches Accessoire etablieren möchte? Genau vor diesem Problem stand ich in den vergangenen Tagen, an denen ich an diesem Artewikel geschrieben habe. Die Einleitung entscheidet über Weiterlesen oder Wegklicken – und eventuell sogar über Verlust und Gewinn von Erkenntnis. Daher möchte ich in dieser Pre-Einleitung schon einmal die wichtigsten Punkte festhalten: Es soll nicht um Röcke & Zöpfe gehen. Wir müssen uns auch kein Sacktuch überwerfen. Und vor allem: Es geht einzig und allein um Gott. Darum lohnt es sich für dich, diesen Artikel zu lesen. Enjoy! ♥

 

Warum mir das »Project Modesty« wichtig ist

Den Anstoß zum Nachdenken über das Thema „Modesty“ (engl. für „Schamhaftigkeit, Sittsamheit“) gaben mir vor einigen Monaten zwei junge amerikanische Bloggerinnen. Ich bin durch Zufall auf ihren christlichen Blog GirlDefined gestoßen und wurde in einem Artikel auf das Thema „Modesty“ aufmerksam gemacht. Mir hat der Begriff anfangs kaum etwas gesagt – also beschloss ich, zu recherchieren und dem Thema weiter auf den Grund zu gehen. Gefunden habe ich ein unermesslich großes Repertoire an christlichen Artikeln, Büchern und Videos über das Thema, das in meinem bisherigen Leben kaum eine Rolle spielte. Klar, ich wusste, wie ich mich als Christin zu kleiden hatte – aber wirklich bewusst Gedanken gemacht hatte ich mir nie über dieses Thema. Bis zu jener Zeit. Ich las ihre Artikel aufmerksam durch, verfolgte ihre Videos und dachte über mich, meine Kleidung und meine Motivation nach.

Mit der Zeit wurde mir das Thema so wichtig, dass ich den Wunsch hatte, andere junge Frauen und Christinnen ebenso zu ermutigen, nach einem gottgefälligen Kleidungsstil zu streben. Aber auch selbst in die Bibel zu schauen, um den eigenen Kleidungsstil, bestimmte Kleidungsstücke und -gewohnheiten daran zu prüfen, war mir ein Anliegen. Ganz einfach aus dem Grund, dass wir den Herrn in unserer Kleidung verherrlichen und ein Licht in der Welt sind. ☺ Somit war die Idee geboren und das »Project Modesty«* konnte beginnen.

*Anmerkung: »Project Modesty« nennt sich auch das ursprünglich von GirlDefined gegründete Projekt, um die biblische Idee von gottgefälliger Kleidung bekannt zu machen. Ich greife diesen Namen auf, weil meine Idee auf ihrem Blog beruht und starke Inspiration darin fand. Außerdem klingt es auf Deutsch wenig ästhetisch (etwa: „Projekt Schamhaftigkeit“). ?

 

Gemeinsam zur Ehre Gottes kleiden

Nachdem nun also die Idee geboren war, machte ich mir Gedanken zur Umsetzung: Wie kann man es schaffen, dieses Thema so zu veranschaulichen, dass sowohl die biblische Wahrheit als auch die praktische Anwendung deutlich wird? Ich darf von Gnade sprechen, dass ich liebe Mädels in meiner Gemeinde habe, die mich bei diesem Projekt unterstützt haben. (Ein fettes SHOUTOUT an euch, ihr Lieben! ♥ DANKE!) Wir haben am letzten Juli-Wochenende gemeinsam mit anderen Mädels in unserer Gemeinde übernachtet und den nächsten Tag zusammen verbracht. Nach einem leckeren Frühstück haben wir Lieder gesungen (unter anderem „Kommt, stimmt doch mit uns ein“ – I love it!) und uns im Anschluss in das Thema Modesty geschwungen, welches wir gemeinsam erarbeitet haben. Ich staune über Gottes Gnade! Wir hatten eine super Gemeinschaft und mega ermutigenden Austausch. ?
Am nachfolgenden Sonntag haben wir uns dann nach dem Gottesdienst getroffen, um gemeinsam Fotos und Videos für den praktischen Teil aufzunehmen. Die Ergebnisse dieses Tages könnt ihr im kommenden Artikel sehen – ihr dürft gespannt sein! ?

In diesem Artikel soll es aber um die Ergebnisse des Samstags gehen: Die fünf Gründe, warum wir uns zur Ehre Gottes kleiden. Um euch nicht länger mit dem Vorgeplänkel aufzuhalten, würde ich sagen, stürzen wir uns endlich ins Thema. Let’s go! ?

 

 

Grund 1: Weil unsere Kleidung ein Sinnbild für das Evangelium ist

Der erste Grund ist wohl das K.O.-Argument – ganz sicher. Während ich mich immer intensiver mit diesem Thema beschäftigte, kam ich nicht mehr aus dem Staunen heraus, als ich durch einen Blogartikel von GirlDefined erkannte, dass wir unsere Kleidung wegen der Sünde Adams und Evas tragen. Unsere Kleidung ist ein Sinnbild für das Evangelium – denn die Sünde machte Blutvergießen notwendig.

Ohne Sünde würden wir keine Kleidung benötigen:

„Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und schämten sich nicht.“ (1.Mose 2,25)

Gott erfand Kleidung als wir in Sünde fielen. Unsere Kleidung spiegelt also die Not für einen Retter wider, weil mit der Sünde auch die Scham kam, da wir nicht mehr sündlos waren:

„Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie banden sich Feigenblätter um und machten sich Schurze. […] Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie.“ (1.Mose 3,7+21)

Gott tötete für Adam & Eva ein Tier und vergoss sein Blut als Zeichen, dass sie Vergebung brauchten – die Feigenblätter reichten nicht aus:

„[…] und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.“ (Hebr 9,22)

 

Grund 2: Weil Gott unseren Körpern Wert gibt

Ich glaube, der zweite Grund dürfte ziemlich offensichtlich sein. Kaum eine Frau kennt nicht den berühmten Psalm 139 oder hat ihn gar am Garderoben-Spiegel hängen. Doch so floskelhaft es klingen mag: Gott schenkt dir und deinem Körper Wert, er hat dich wunderbar gemacht. Deshalb solltest du deinen Körper bedecken.

Wir sind wunderbar gemacht:

„Ich danke dir dafür, dass ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl!“ (Psalm 139,14)

„Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“ (Epheser 2,10)

Dein Körper ist nicht dazu gedacht, von jedem „konsumiert“ zu werden:

„Deine Quelle sei gesegnet, und freue dich an der Frau deiner Jugend! Die liebliche Hindin, die anmutige Gemse, ihr Busen soll dich allezeit sättigen, von ihrer Liebe sollst du stets entzückt sein!“ (Sprüche 5,18-19)

Unsere Körper sind die Tempel Gottes. Wir sind teuer erkauft durch das Blut Christi – somit gehören wir nicht uns selbst. Doch Vorsicht: Was bringt ein schönes Äußeres (also eine schöne Außenseite des Tempels), wenn das Innere unschön ist? Ganz nach dem Motto: „außen hui, innen pfui“. Darum sollten wir bestrebt sein, nicht nur von Außen sondern auch von Innen schön zu sein, und uns mit der richtigen Motivation zur Ehre Gottes zu kleiden.

„Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören!“ (1.Korinther 6,19-20)

 

Grund 3: Weil es ein Gottesdienst ist und Gott verherrlicht

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie wir in einer bzw. mehreren Jugendstunden meiner Gemeinde darüber gesprochen haben, worauf unser Handeln hindeuten sollte. Wir haben dazu damals eine Pyramide aufgemalt und unterschiedliche Aspekte beleuchtet. Das wichtigste war aber, dass „Ehre Gottes“ ganz oben steht. Wir sollen Gott in unserem Leben – in allem, was wir tun – verherrlichen. Das ist wahrer Gottesdienst und wahre Liebe dem Herrn gegenüber.

„Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst!“ (Römer 12,1)

„Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“ (Kolosser 3,17)

„Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut – tut alles zur Ehre Gottes!“ (1.Korinther 10,31)

 

Grund 4: Weil wir kein Anstoß für andere sein sollen

Kommen wir nun zu einem höchst interessanten und diskutierfreudigem Punkt: Wir sollen mit unserer Kleidung kein Anstoß für andere sein. Wenn du sofort an deine Brüder im Herrn denkst – Chapeau! – allerdings sind die Männer nur ein Teil der „anderen“. Das Wort umfasst nicht nur Männer, sondern einen jeden, der dein Nächster ist: und somit auch Frauen. Bevor ich zu sehr auf die praktische Anwendung eingehe, inwiefern wir für wen ein Anstoß sein können (da gibt es allerlei Wege – leider), möchte ich diese Frage auf den nächsten Artikel vertrösten. Wichtig ist lediglich, zu wissen, dass es Gottes Wille ist, für andere kein Anstoß, kein Grund zum Fallen, Sündigen oder Ärgern zu sein.

„Darum lasst uns nicht mehr einander richten, sondern das richtet vielmehr, dass dem Bruder weder ein Anstoß noch ein Ärgernis in den Weg gestellt wird!“ (Römer 14,13)

 

Grund 5: Weil wir uns nicht selbst entblößen sollen

Diesen Punkt kann man als Ergänzung oder Erweiterung der Gründe 1 & 2 sehen. Dennoch möchte ich ihn nicht übergehen. Denn in der Bibel lesen wir ganz klar und sehr oft darüber, dass es eine Strafe oder Demütigung war, nackt bzw. teilweise unbekleidet zu sein. Alttestamentliche Priester durften sogar nicht einmal mit unbekleideten Beinen vor den Herrn treten, weil es eine Schande war.

„Und du sollst deinem Bruder Aaron heilige Kleider anfertigen zur Ehre und zur Zierde. […] Und du sollst ihnen leinene Beinkleider machen, um das Fleisch der Blöße zu bedecken, von den Hüften bis an die Schenkel sollen sie reichen. Und Aaron und seine Söhne sollen sie tragen, wenn sie in die Stiftshütte hineingehen oder wenn sie dem Altar nahen, zum Dienst am Heiligtum, damit sie keine Schuld auf sich laden und nicht sterben müssen.“ (2.Mose 28,2.42-43a)

Blöße und Nacktheit als Strafe:

„Weil du dem Herrn, deinem Gott, nicht gedient hast aus Freude und Dankbarkeit dafür, dass alles in Fülle da war, musst du deinen Feinden dienen, die der Herr gegen dich ausgesandt hat. Hunger und Durst wirst du leiden, nackt sein und nichts mehr haben. Er legt dir ein eisernes Joch auf den Nacken, bis er dich vernichtet hat.“ (5.Mose 28,47-48)

 

Project Modesty – ein Wallpaper zur Erinnerung

Als kleines Special für diesen Artikel erhaltet ihr ein paar schöne, zum Thema gestaltete Wallpaper für all eure liebsten technischen Geräte. ? Ich hoffe, dass sie euch erfreuen und das Thema somit in Erinnerung bleibt und ihr weiterhin ermutigt werdet, Gott mit eurer Kleidung zu ehren. Have fun! ?♥

Download

Macbook-/Desktop-Wallpaper:

iPad-/Tablet-Wallpaper:

iPhone-/Smartphone-Wallpaper:

Die Wallpaper könnt ihr euch kostenlos herunterladen. Bitte beachtet dabei, dass es sich hierbei um urheberrechtlich geschütztes Material handelt und dieses nicht zum Weiterverkauf bestimmt ist.

 

Eure Daniela ♥

Frisch aus meinem Urlaub und Städtetrip nach Stuttgart melde ich mich heute mit einem neuen Blogpost zurück. Ich hatte ein paar unwahrscheinlich gute Tage im Schwabenland, die geprägt waren von einer guten Gemeinschaft mit meiner besten Freundin, gutem Wetter und sehr leckerem Essen, und vor allem einer gesegneten Zeit mit dem Herrn. Während der fünf Tage am Puls der Stadt durften wir die ein oder andere Sehenswürdigkeit und Location entdecken, die freie Zeit genießen und Gott besser kennenlernen. Was genau wir unternommen und wie wir die Zeit mit Gott verbracht haben, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Und einige Fotos habe ich selbstverständlich auch wieder im Gepäck. ☺️ Also, los geht’s!

 

5 Tage zur Liebe: Bibelstudium mit Logos

Unseren kompletten Urlaub haben wir eigentlich mit Evernote geplant – ein super Werkzeug, um gemeinsame Notizen zu verwalten und zu bearbeiten. Wir haben alle wichtigen Adressen darin festgehalten sowie Termine, Sehenswürdigkeiten, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Zusätzlich zu Evernote haben wir die YouVersion-Bibelapp verwendet, in der es verschiedene kostenlose Bibellesepläne gibt, die unterschiedlich lang sind. Noch vor Urlaubsbeginn haben wir uns einige Lesepläne angeschaut, deren „Laufzeit“ fünf Tage (also genau unsere Aufenthaltsdauer in Stuttgart) betrugen, und uns für „5 Tage zur Liebe: Bibelstudium mit Logos“ von Faithlife, den Machern der Bibelsoftware Logos entschieden. Entscheidend war unter anderem der Teaser-Text des Leseplans, der uns neugierig gemacht hat. „»Liebe« ist eines der am häufigsten nachgeschlagenen Wörter auf Merriam-Webster.com. Aber selbst hier haben es sich die Redakteure erlaubt, folgenden Kommentar einzufügen: »Wir vermuten, dass viele Personen, die auf dieser Seite landen etwas suchen, was weit über eine Definition in einem Wörterbuch hinausgeht, und zwar, „Was ist die Bedeutung von Liebe“.« Wir wollen mit Ihnen in den kommenden 5 Tagen die Bibel nach der Bedeutung von »Liebe« durchsuchen.“ Tatsächliche Wortstudien finde ich immer unheimlich spannend, weil man sich automatisch viel intensiver mit dem Urtext der Bibel und dem Kontext, in dem bestimmte Wörter stehen, beschäftigt. Vor allem das Wort Liebe finde ich sehr bedeutungsträchtig, da es im Urtext vier Formen hat (storgḗ, érōs, philía und agápē) und im Deutschen durchgängig einfach nur mit „Liebe“ übersetzt wird. Aber das dazu. So haben meine beste Freundin und ich uns also auf das Abenteuer „5 Tage zur Liebe“ eingelassen und uns in Stuttgart auf die Spuren der Liebe begeben.

 

Was ist Liebe? Was ist Liebe nicht?

Der 5-Tage-Bibelleseplan diente uns in erster Linie als Denkanstoß, um weiter über die wahre Bedeutung von Liebe nachzudenken. Mein persönlich größtes Problem ist die Meinung der heutigen Gesellschaft darüber, wie Liebe sei muss. Ganz gleich, ob man nun von Christen oder Nicht-Christen spricht. Liebe müsse echt und nicht so komplex sein, Freiheit geben und vor allem nichts kosten, was gegen das eigene Ego spricht. Liebe sei eine Handlung. So wird oft gepredigt. Doch wie viel Wahrheit steckt dahinter? Bevor ich diesen Leseplan begonnen habe, war ich mir gerade so der vier Formen, die im Urtext der Bibel wiedergegeben werden, bewusst. Dazu zählen: storgḗ – die familiäre bzw. empathische Liebe, érōs – die sexuelle Liebe, philía – die freundschaftliche Liebe und agápē – die bedingungslose, göttliche Liebe. Eine ungefähre Ahnung, was man unter diesen Formen zu verstehen hat, hatte ich natürlich schon – nur richtig bewusst darüber nachgedacht habe ich nie. Vor allem agápē war immer so etwas höchst theoretisches und zugleich erstrebenswertes, ist es doch das, wonach man als Christ streben soll. (Als Spoiler: Der Leseplan setzt sich in erster Linie mit agápē auseinanderander. Also wer etwas über die anderen Formen erfahren will, wird hier leider nicht fündig. ☺️) Tag für Tag kamen wir aber dem Wort Liebe und seiner eigentlichen Bedeutung immer näher.

Zu Beginn des Leseplans stellte sich uns die Frage, was Liebe überhaupt ist. Laut der Autoren des Leseplans gibt es in der Bibel keine genaue Definition der Liebe. Was wir aber herausfinden können, ist das Konzept der Liebe, also wie Liebe gedacht ist und funktionieren soll, und das Wort an sich anhand seiner Beschreibung in der Bibel. Gelesen haben wir hierzu Matthäus 22, Verse 34-40 und 1. Korinther 13, Verse 1-4:

Als nun die Pharisäer hörten, daß er den Sadduzäern den Mund gestopft hatte, versammelten sie sich; und einer von ihnen, ein Gesetzesgelehrter, stellte ihm eine Frage, um ihn zu versuchen, und sprach: Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetz? Und Jesus sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken«. Das ist das erste und größte Gebot. Und das zweite ist ihm vergleichbar: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«. An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten.
Matthäus 22, 34-40
Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüßte und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, so daß ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe austeilte und meinen Leib hingäbe, damit ich verbrannt würde, aber keine Liebe hätte, so nützte es mir nichts! Die Liebe ist langmütig und gütig, die Liebe beneidet nicht, die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf.
1. Korinther 13, 1-4

Aus diesen beiden Bibelstellen haben wir geschlussgefolgert, dass die Liebe zum Herrn bzw. die Liebe des Herrn das vollkommene Konzept von Liebe ist. Wenn wir den Herrn nun „mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzem Denken“ lieben, sind wir auch befähigt unsere Nächsten zu lieben und unser Handeln von Liebe dominieren zu lassen. Denn vor dem Handeln kommt die Liebe, und die Liebe kommt durch den Herrn. Handeln wir ohne Liebe, so nützt es weder uns noch unseren Nächsten etwas.

Im weiteren Verlauf des Leseplans stellte sich uns die Frage, ob die Liebe „nur“ eine Handlung und emotionslos sei. Die Autoren des Leseplans definierten agápē nämlich wie folgt: „[…] nicht emotionale Entscheidung, sich selbst für eine andere Person zu opfern, unabhängig von deren Bedeutung für einen.“ Vor allem in Bezug auf die vorangegangenen Verse mussten wir uns hinterfragen, ob wir aus Liebe handeln oder aus Handlung lieben. Man versucht als Mensch oftmals seinen Worten Taten folgen zu lassen und verfällt leider schnell in falschen Aktivismus. Doch ich meine, das sei Selbstbetrug. Klar, gar nicht handeln ist wahrscheinlich eine noch blödere Lösung, aber nur handeln um gehandelt zu haben? Versteht ihr, was ich meine? Auch nicht wirklich zielführend. So wie wir unseren Herrn und Gott lieben sollen – mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzem Denken – so sollen wir auch unsere Nächsten lieben! Das klingt gar nicht nach blindem Handeln, sondern nach tatsächlicher Liebe, die von Emotionen, Gefühlen und Zuneigung geprägt ist. Das sollte unser Ziel sein, nach dem wir streben.

An Tag 3 des Leseplans ging es weniger um die Betrachtung des Konzeptes „Liebe“ wie an Tag 1 und 2, sondern vielmehr um die Wortbetrachtung von agápē und wie wir Liebe erlenen können. Dazu haben wir uns insgesamt sechs Bibelstellen genauer angesehen und unter den Gesichtspunkten untersucht, wer liebt und was geliebt wird. Die Bibelstellen waren wie folgt:

Aber wehe euch Pharisäern, daß ihr die Minze und die Raute und alles Gemüse verzehntet und das Recht4 und die Liebe Gottes umgeht! Dieses sollte man tun und jenes nicht lassen. Wehe euch Pharisäern, daß ihr den ersten Sitz in den Synagogen und die Begrüßungen auf den Märkten liebt!
Lukas 11,42-43

Darin aber besteht das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse.
Johannes 3,19

Denn Demas hat mich verlassen, weil er die jetzige Weltzeit liebgewonnen hat, und ist nach Thessalonich gezogen, Crescens nach Galatien, Titus nach Dalmatien.
2.Timotheus 4,10

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht — euch, die ihr einst nicht ein Volk wart, jetzt aber Gottes Volk seid, und einst nicht begnadigt wart, jetzt aber begnadigt seid.
1.Petrus 2,9-10
Weil sie den richtigen Weg verlassen haben, sind sie in die Irre gegangen und sind dem Weg Bileams, des Sohnes Beors, gefolgt, der den Lohn der Ungerechtigkeit liebte.
2.Petrus 2,15
Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm.
1.Johannes 2,15

4 von 6 der Stellen spricht von negativen Beispielen der Liebe – Menschen, die die Welt lieben, unrechtes Geld, ihr Ego und die Finsternis. Die restlichen zwei Stellen zeigen positive Beispiele: Gott, der sein Volk vollkommen liebt, und Gläubige, die den Herrn lieben sollen, weil nicht zugleich Gott und die Welt lieben können (obwohl man das so oft meint).

Tag 4 stand unter dem Motto „Was Liebe nicht sein kann“ und forderte uns heraus, die versteckte Bedeutung von Liebe zu entdecken und wie wir lieben sollen. Die dazu gehörigen Bibelstellen fanden wir in Matthäus 26 und 27. (Der Länge wegen zitiere ich die zwei Kapitel im nachfolgenden nicht, sondern nur Auszüge.) Wir haben versucht, uns gezielt Beispiele für Arten von Liebe aus dem Text zu ziehen. Gefunden haben wir unter anderem:

  • Liebe zum Herrn („Als es aber Jesus bemerkte, sprach er zu ihnen: Warum bekümmert ihr diese Frau? Sie hat doch ein gutes Werk an mir getan!“ Mt 26,10)
  • Feindesliebe („Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Rabbi, doch nicht ich? Er spricht zu ihm: Du hast es gesagt!“ Mt 26,25)
  • vollkommene, aufopferungsvolle Liebe des Herrn bis ans Kreuz, trotz Angst und Verspottung („Und er nahm Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus mit sich; und er fing an, betrübt zu werden, und ihm graute sehr.“ Mt 26,37; „Und nachdem sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und legten ihm seine Kleider an. Und sie führten ihn ab, um ihn zu kreuzigen.“ Mt 27,31)

In erster Linie hat sich uns dadurch offenbart bzw. wieder einmal bestätigt, dass Liebe mit ganzem Herzen und Hingabe gelebt werden muss und nicht immer angenehm ist bzw. Opfer von uns fordert. Etwas, das ich persönlich oft nicht in Kauf nehmen mag – Opfer bringen, sich etwas für andere kosten lassen. Aber genau das zeigt sich hier.

Der letzte Tag des Leseplans war geprägt vom Leitvers aus Psalm 51: „Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz…“ Es wurden die ein oder anderen Tücken des (m.E.) modernen Christseins angesprochen. Man nimmt sich biblische Gebote und versucht sie zu ändern und somit handhabarer zu machen. Aus wahrer Feindesliebe, wie der Herr sie von uns verlangt, wird dann schnell „meinen Feinden gutes tun, egal wie ich mich fühle.“ Doch wie wir an Tag 2 schon gelernt haben, ist Liebe nicht nur bloßes Handeln, sondern auch unsere Herzenseinstellung dabei, unsere Emotionen. Und mal im Ernst – wie will man jemanden tatsächlich lieben, gegen den man eigentlich Groll hegt? Passt nicht, oder? Also Retoure und nochmal zurück an den Anfang. Unser Handeln ist nur das Ergebnis unserer Liebe, vor diese letzten Schritt folgt die Sündenbekenntnis, die Liebe des Herrn und die Veränderung unseres Herzens – obgleich wir sündige Menschen sind, die Fehler begehen und das göttliche Ziel verfehlen. Erst nach diesen Schritten sind wir fähig, wirklich zu lieben. Das durften wir auch aus den Begleitversen in Jeremia 31, Hesekiel 36 und Psalm 51 erfahren. Die Erneuerung unseres Herzens ist eines unserer höchsten Ziele.

Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein; und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: »Erkenne den Herrn!« Denn sie werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen, spricht der Herr; denn ich werde ihre Missetat vergeben und an ihre Sünde nicht mehr gedenken!
Jeremia 31,33-34
Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen; ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben; ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, daß ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut.
Hesekiel 36,26-27
O Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte; tilge meine Übertretungen nach deiner großen Barmherzigkeit! Wasche mich völlig [rein] von meiner Schuld und reinige mich von meiner Sünde; denn ich erkenne meine Übertretungen, und meine Sünde ist allezeit vor mir. An dir allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist in deinen Augen, damit du recht behältst, wenn du redest, und rein dastehst, wenn du richtest. Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. Siehe, du verlangst nach Wahrheit im Innersten1: so laß mich im Verborgenen Weisheit erkennen! Entsündige mich mit Ysop2, so werde ich rein; wasche mich, so werde ich weißer als Schnee! Laß mich Freude und Wonne hören, damit die Gebeine frohlocken, die du zerschlagen hast. Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden und tilge alle meine Missetaten! Erschaffe mir, o Gott, ein reines Herz,3 und gib mir von neuem einen festen Geist4 in meinem Innern! Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. Gib mir wieder die Freude an deinem Heil, und stärke mich mit einem willigen Geist! Ich will die Abtrünnigen deine Wege lehren, daß sich die Sünder zu dir bekehren. Errette mich von Blutschuld, o Gott, du Gott meines Heils, so wird meine Zunge deine Gerechtigkeit jubelnd rühmen. Herr, tue meine Lippen auf, damit mein Mund dein Lob verkündige! Denn an Schlachtopfern5 hast du kein Wohlgefallen, sonst wollte ich sie dir geben; Brandopfer gefallen dir nicht. Die Opfer, die Gott gefallen,6 sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, o Gott, nicht verachten.
Psalm 51,3-19

Zum Abschluss: Was denkt ihr? Könnt ihr unsere Gedankengänge, die anhand des Leseplans entstanden sind, nachvollziehen? Fällt euch noch etwas zu diesem Thema ein?

 

Photodiary Stuttgart

Nach dieser langen Textpassage, freut sich der ein oder andere nun mit Sicherheit auf die Fotos von unserem Städterip. Ich werde – anders als beim „Follow me around“ vom Youthweb-Treffen – versuchen, nicht jedes Foto einzeln zu kommentieren, sondern die Fotos im Gesamten wirken lassen und nur einen groben Überblick über unsere Tagesplanung geben. So ist es ein weniger entspannter zum Durchstöbern. ?

Tag 1 – Stadtbummel, Stadtbibliothek, Bibel lesen





Tag 2 – Blick über Stuttgart



Tag 3 – Innenstadt, Schlossplatz, Höhenpark Killesberg














Tag 4 – Milaneo

Tag 5 – Residenzschloss Ludwigsburg, Marstall





Falls ihr noch Fragen oder Anregungen zu unserem Bibelstudium habt, schreibt mit gerne. Andernfalls freue ich mich natürlich über eure Kommentare, wenn ihr auch plant, nach Stuttgart zu reisen und hier die ein oder andere Inspiration für Locations oder Sehenswürdigkeiten finden konntet.

Liebste Grüße,
eure Daniela