„Social Media ist fake!“

Wohl die Message der letzten Monate. Ach, wer hätt’s gedacht? Die sozialen Medien sind nicht echt, Illusionen zerstört, alle geschockt. Was bleibt, sind böse Rufe gegen Netzwerke wie Facebook, Instagram, YouTube & Co. und die Frage, wie es so weit kommen konnte. Wer hat angefangen, Bilder bei Instagram zu inszenieren und wer hat aufgehört, nichts als die Wahrheit zu zeigen? Ist das wirklich die richtige Frage? Blenden wir uns damit nicht selbst?

 

Wir sind Social Media.

Die sozialen Medien (der Name sagt es schon) wären nichts ohne die soziale Komponente – uns. Wir formen Social Media, wir füllen Social Media, wir sind das Herz von Social Media. Ohne unseren Content gäbe es diese Netzwerke gar nicht. „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.“ Und das gilt eben auch im Internet. Wir erwarten, echte Bilder zu sehen, echte Meinungen zu lesen, echte Videos zu schauen, aber erfüllen können wir diese Erwartungen selbst nicht. Wir posten das tolle Eis vom ach so gemütlichen Samstagnachmittag, obwohl der alles andere als gemütlich war. Wir liken und teilen Beiträge zu aktuellen Geschehnissen, obwohl es uns an 364 weiteren Tagen kein Stück interessiert. Wir filmen, fotografieren und nehmen so viele unzählige Momente auf. Und es obliegt unserer eigenen Verantwortung, was wir auswählen.

 

Wir filtern.

Es ist normal, dass wir filtern. Wer erzählt schon seinen Freunden vom Gang zum Kopierer an der Arbeit, wenn er vom Lob des Chefs berichten kann? Wieso beklagen wir uns also, dass andere Leute auch filtern? Wir wissen, dass viele Bilder und Videos nur Momentaufnahmen sind – inszeniert, gestellt, gefaked. Aber wir wollen nicht denken. Wir wollen uns Bilder und Videos anschauen, weil wir die Perfektion lieben, die man zu sehen bekommt, und Beiträge lesen, ohne mitdenken zu müssen, ohne hinterfragen zu müssen. Es könnte ja „voll falsch“ sein, weil das schöne Foto an einem unschönen Tag mit grauenhaftem Wetter entstanden ist und fünf Stunden Aufwand gekostet hat. Es könnte gesponsert sein, die Person dahinter könnte ja nicht ihre eigene Meinung weitergeben.

 

Wir konsumieren ohne Verstand.

Sind wir wirklich so unaufgeklärt? „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ – 1784 von Immanuel Kant gesprochen, aber aktueller denn je. Wir müssen anfangen, kritischer zu denken, aber dabei genießen können. Wir müssen hinterfragen, aber nicht alles als falsch oder schlecht abtun. Social Media – all jene Netzwerke, die dazu zählen – sind neben dem Kommunikationsaspekt auch Unterhaltungsmedien. Also sollten wir sie auch als solche betrachten. Und nicht alles zu ernst nehmen.

 

// Wie nutzt ihr die sozialen Medien? Was konsumiert ihr? Was zeigt ihr von euch?
Schreibt mir doch!

 

Eure Daniela

Nach einer gefühlten Ewigkeit melde ich mich heute mit einem kurzen Lebenszeichen zurück. Ja, mich und den Blog gibt’s noch – allerdings kam der Blog in den vergangenen Wochen sichtbar zu kurz, nicht zuletzt durch einen überfüllten Terminkalender, 24/7-Unterwegssein und falsche Zeiteinteilung. (Yeah, einmal Applaus bitte für alle ebenso Prokrastinations- & Terminkalenderüberfüllung-Geplagten! ?) Aber nun wird sich das in den kommenden Wochen hoffentlich bessern. Der dritte Part meiner Blogartikel-Serie „Project Modesty“ steht schon in den Startlöchern, es fehlen nur noch die Bildbearbeitung und der Videoschnitt. Aber einige weitere Artikel sind auch schon in Planung, die ich hoffentlich bald realisieren kann, wenn mein Terminkalender und meine faule Haut es zulassen. (Wenn das kleine Wörtchen „wenn“ nicht wäre. ?‍) Jaja, ihr seht, das mit dem Blogschreiben ist kontinuierliche Arbeit und ein Dienst für Gott, der auch Opfer mit sich bringt – selbst wenn es nur Zeit ist.

 

Gastblogger & Redakteure gesucht

Aber eben weil es ein Dienst für Gott ist und nebenbei auch noch unheimlich viel Freude bereitet, weil man dadurch nicht nur Gott ehrt, sondern auch zur Freude & Ermutigung anderer Christen und Menschen beiträgt, möchte ich diesen Dienst mit ganzem Herzen machen. In die Artikel so viel Zeit investieren wie möglich, damit ihr davon einen Mehrwert habt. Doch wie bei den meisten Mid-Twenties (schätze ich zumindest ?‍), ist die Zeit einfach knapp. Man ist viel unterwegs, aber auch in vielen Projekten involviert und mit wichtigen Aufgaben betreut: Gemeindedienst, Ehrenamt, Freunden & Familie aushelfen.

Damit mein Blog aber etwas mehr mit Leben gefüllt wird trotz all der zeitwidrigen Umstände, suche ich ab sofort Gastblogger und Redakteure, die sich im Reich Gottes einsetzen und mit ihren Gaben Gott dienen wollen. Falls du Interesse hast, schreibe mir doch einfach per Mail an hello@ewiglichtkind.de oder auf Facebook und Instagram eine Nachricht. ? Ich freue mich auf dich! ?

 

Liebste Grüße, Daniela

PS: Im Oktober geht es hier wie gewohnt weiter! ?

Nachdem ich im letzten Artikel meiner Themenreihe Project Modesty erklären durfte, dass wir uns zur Ehre Gottes kleiden und die Sache demnach nicht einfach mit einem plumpen „Rock & Zopf-Gebot“ oder einer Sacktuch-Revolution getan ist, möchte ich heute zu Teil 2 übergehen: Statt fünf Gründen, warum wir Gott mit unserer Kleidung ehren, zeige ich euch heute sechs Merkmale, wie wir uns gottgefällig kleiden können und Gott mit unserer Kleidung ehren. Dabei möchte ich auf einige Fragen eingehen, die den Mädels aus meiner Gemeinde und mir an unserem gemeinsamen „Project Modesty“-Workshop-Wochenende Ende Juli durch den Kopf gegangen sind. Was darf ich tragen? Welche Kleidung ehrt Gott? Gibt es „unkeusche” bzw. verbotene Kleidungsstücke? Wonach wähle ich meine Kleidungsstücke aus? Ist gottgefällige Kleidung kultur-/ortsabhängig?

Um euch dies und noch mehr ein wenig anschaulicher zu erklären, habe ich unsere Gedanken nicht nur schriftlich zusammengefasst – die Mädels und ich haben in einer coolen Fotoaktion unsere liebsten Outfits und Stylehacks fotografisch und auf Video festgehalten, damit ihr zu einem gottgefälligen Kleidungsstil ermutigt und ganz nebenbei hoffentlich von den Outfits inspiriert werdet.* ? Yay! (Spoiler: Die Fotos wird es erst im nächsten Artikel geben, I’m sorry!)

*Oder wie es ein christlicher Autor mal in einem seiner Bücher ausgedrückt hat: Zur Ehre des Herrn und zur Freude der Heiligen. ☺️

 

»Modesty« in der Bibel – Wie wir uns nicht kleiden sollen

Um nicht eine klassische Bruchlandung in diesem Thema zu erleiden, müssen wir „Modesty“ und „gottgefällige Kleidung“ von Anfang an betrachten – denn schon das alte Testament hatte einiges über Kleidung zu sagen. Damit die Vielzahl an Versen nicht den Rahmen sprengen, beschränke ich mich auf zwei Beispiele, die verdeutlichen, wie wir uns nicht kleiden sollen.

 

Negativ-Merkmal 1: Zur Schau stellen der Kleidung

Einige Exegeten und Bibelausleger zitieren gerne die nachfolgende Verse aus Jesaja, um aufzuzeigen, dass Frauen keinen Schmuck und keine schicke Kleidung oder Frisuren tragen sollten. Das halte ich aber für falsch – denn wenn man die Verse im Kontext betrachtet und die Einleitung aufmerksam liest, wird deutlich: Es geht nicht um die Kleidung an sich. Es geht um die innere Haltung der Frauen. Sie trugen ihre Kleidung, um sich zu präsentieren und sich damit hervorzutun – sie setzen alles daran, um aufzufallen und Blicke auf sich zu ziehen. (Nachfolgende Hervorhebungen durch mich.)

„Und der HERR sprach: Weil die Töchter Zions stolz geworden sind und mit emporgerecktem Hals einhergehen und herausfordernde Blicke werfen; weil sie trippelnd einherstolzieren und mit ihren Fußspangen klirren, deshalb wird der Herr den Scheitel der Töchter Zions kahl machen, und der HERR wird ihre Scham entblößen. An jenem Tag wird der Herr die Zierde der Fußspangen, der Stirnbänder und Halbmonde wegnehmen, die Ohrgehänge, die Armspangen, die Schleier, die Kopfbünde, die Schrittfesseln und die Gürtel, die Riechfläschchen und die Amulette, die Fingerringe und die Nasenringe, die Festkleider und die Mäntel, die Überwürfe und die Täschchen; die Handspiegel und die Hemden, die Hüte und die Schleier. Und es wird geschehen: Statt des Wohlgeruchs gibt es Moder, statt des Gürtels einen Strick, statt der gekräuselten Haare eine Glatze, statt des Prunkgewandes einen Kittel aus Sacktuch und ein Brandmal statt der Schönheit. Deine Männer werden durch das Schwert fallen und deine Helden im Krieg.“ (Jesaja 3,16-25)

 

Negativ-Merkmal 2: Nur Äußerlichkeiten zählen

Wie in den nachfolgenden Versen deutlich wird, hat der Herr das Volk überreich mit Schmuck und Kleidung beschenkt – und er tat es mit Sicherheit gerne. Doch statt das Geschenk mit Ehre anzunehmen und zu würdigen, missbrauchten sie es. Sie ließen sich von den Äußerlichkeiten und ihrem Ansehen, ja durch ihre eigene Schönheit und Ruhm, zum Götzendienst verführen.

„So warst du mit Gold und Silber geschmückt, trugst Kleider aus feinstem Leinen, Seide und bunt gewebten Stoffen. Du hattest Gebäck aus feinem Mehl mit Honig und Öl. Und du warst überaus schön, tauglich zu einer Königin. Der Ruf deiner Schönheit, die durch meinen Schmuck vollkommen wurde, ging durch alle Welt‘, spricht Jahwe, der Herr. ‚Aber du hast auf deine Schönheit vertraut, hast deinen Ruhm missbraucht und dich zur Hure gemacht. Jeden, der vorüberkam, locktest du mit deinen Reizen, jedem botest du dich an. Auf den Höhen, wo man Götzen verehrt, hast du deine bunten Kleider ausgebreitet und hurtest herum, wie es niemals vorgekommen ist und auch nie wieder geschehen wird.“ (Hesekiel 16,13-16)

 

»Modesty« in der Bibel – Wie wir uns kleiden sollten

Kommen wir nun zum schönen Teil: Den sechs Merkmalen, um Gott mit unserer Kleidung zu ehren. Die Bibel hält wie gesagt so einige Verse zum Thema „Modesty“ und „gottgefällige Kleidung“ in Petto. Aber der Einfachheit halber beschränke ich mich auf ein paar wenige Schlüsselverse.

 

Positiv-Merkmal 1: Gute Werke und Schamhaftigkeit

Es ist egal, wie schön deine Kleidung ist – das, was Gott ehrt, ist deine innere Haltung. Wenn du Menschen liebst und gute Werke an ihnen und Gott tust, wenn du dich durch Schamgefühl und Zurückhaltung auszeichnest, dann ehrst du den Herrn.

„Ebenso will ich, dass die Frauen sich anständig kleiden und sich mit Schamgefühl und Zurückhaltung schmücken. Sie sollen nicht durch aufwendige Frisuren, Gold, Perlen oder teure Kleider auffallen, sondern durch gute Werke. Das ist der Schmuck von Frauen, die Ehrfurcht vor Gott haben.“ (1.Timotheus 2,9-10)

 

Positiv-Merkmal 2: Ein freundliches und stilles Herz

Ähnlich wie der Bibelvers aus 1.Timotheus – dennoch bringt uns der folgende Vers weitere Erkenntnisse. Nicht nur durch gute Werke, die jeder Mensch im besten Falle sehen kann, sondern auch durch ein freundliches und stilles Herz, das nur Gott sieht, ehren wir den Herrn. Außerdem zeigt sich ähnliches wie wir es im Alten Testament gelesen haben. Wir sollen nicht durch unsere Kleidung auffallen wollen, es ist unser Inneres, das uns schön machen soll. ☺️

„Ihr sollt nicht durch äußerlichen Schmuck wirken wollen, durch aufwendige Frisuren, durch Gold oder prächtige Kleider. Gott schätzt besonders den Schmuck, den man nicht sieht, der aber von unvergänglicher Schönheit ist: ein freundliches und stilles Herz. Das ist die Schönheit, mit der die heiligen Frauen sich früher geschmückt haben. Sie haben ihre Hoffnung auf Gott gesetzt und sich ihren Männern untergeordnet.“ (1.Petrus 3,3-5)

 

Positiv-Merkmal 3: Kein Anstoß und Ärgernis für andere

Ich habe es bereits in meinem Artikel „Was Männer über Frauen denken“ aus dem vergangenen Jahr klargestellt, möchte es an dieser Stelle aber gerne noch einmal wiederholen: Es geht hier nicht darum, dass man sich einen Kartoffelsack überstülpen soll oder dass man sich nicht modisch kleiden darf. Es geht schlicht und einfach darum, dass unsere Kleidung nicht von Gott ablenken soll. Heißt: Nicht freizügig und nicht angeberisch. Für mich bedeutet das, dass ich keine weitausgeschnittenen Tops anziehe, damit mir Männer nicht ins Dekolleté schauen können, und dass ich nicht wie ein Laufstegmodel rumrenne, damit kein Neid aufgrund der Kleidung entsteht.

„Hören wir doch auf, uns gegenseitig zu verurteilen! Achten wir vielmehr darauf, dass wir unserem Bruder (Anm.: oder unserer Schwester) kein Hindernis in den Weg legen und ihn zu Fall bringen!“ (Römer 14,13)

 

Positiv-Merkmal 4: Bewusst und im Glauben gekleidet

Das ist denke ich ein ausschlaggebender Punkt, der gerne gedanklich „hinten runter“ fällt. Ich kann mich schön kleiden um meiner Selbst willen, um mich zu präsentieren und zu profilieren. Aber ich kann mich auch schön kleiden, weil ich mich darüber freue, dass ich wunderbar gemacht bin, dass Gott Kleidung für mich gemacht hat, und dass Gott meine Kleidung mag und sie ihm gefällt. Wenn du dich nicht aus dem Glauben kleidest, es für den Herrn zu tun, wird deine Kleidung für dich zum Problem – doch das will Gott nicht. Er will uns Freiheit schenken, also vertraue darauf, dass dir der Heilige Geist offenbaren wird, was du tragen darfst und was nicht.

„Wer aber beim Essen ein schlechtes Gewissen hat, ist schon verurteilt, denn er handelt nicht aus der Überzeugung des Glaubens. Und alles, was nicht aus dem Glauben kommt, ist Sünde.“ (Römer 14,23)

 

Unser Fazit

Wie ihr eventuell festgestellt habt, habe ich die meisten Fragen der Einleitung nicht detailliert beantwortet. Unter anderem aus dem einfachen Grund, dass ein Kleidungsstück an sich meistens nicht Schwarz oder Weiß sein kann (naja, ausgenommen Mini-Röcke und anderes). Die Wurzel für einen gottgefälligen Kleidungsstil liegt in unserem Herzen – und das ist immer Schwarz oder Weiß. Entweder wir dienen uns selbst, dem Teufel und der Sünde mit der Kleidung oder wir dienen und verherrlichen Gott. Ganz easy. Für alles andere gibt die Bibel Prinzipien vor, die zu jeder Zeit und an jedem Ort gelten: Wir sollen schamhaft sein, wir sollen uns nicht selbst entblößen, wir sollen kein Anstoß für andere sein, und und und … damit schließt man automatisch einige Kleidungsstücke aus. Über andere Kleidungsstücke wiederum darf man sich dank der heutigen – etwas Retro-anmutenden – Mode freuen. Lange Röcke, weite Shirts, kaschierende Schnitte. Und um genau diese Kleidungsstücke soll es im nächsten Artikel gehen ? Also klickt kommende Woche wieder rein! ?♥️

 

Eure Daniela feat. Debby, Luisa, Lena, Jenni, Jenny, Julia und Lea ♥

Wisst ihr eigentlich, wie schwer es ist, einen Artikel zum Thema Modesty einzuleiten, ohne dabei zu klingen, als ob man die nächste Generation der „Rock & Zopf-Träger“ beschwören oder das Sacktuch als modisches Accessoire etablieren möchte? Genau vor diesem Problem stand ich in den vergangenen Tagen, an denen ich an diesem Artewikel geschrieben habe. Die Einleitung entscheidet über Weiterlesen oder Wegklicken – und eventuell sogar über Verlust und Gewinn von Erkenntnis. Daher möchte ich in dieser Pre-Einleitung schon einmal die wichtigsten Punkte festhalten: Es soll nicht um Röcke & Zöpfe gehen. Wir müssen uns auch kein Sacktuch überwerfen. Und vor allem: Es geht einzig und allein um Gott. Darum lohnt es sich für dich, diesen Artikel zu lesen. Enjoy! ♥

 

Warum mir das »Project Modesty« wichtig ist

Den Anstoß zum Nachdenken über das Thema „Modesty“ (engl. für „Schamhaftigkeit, Sittsamheit“) gaben mir vor einigen Monaten zwei junge amerikanische Bloggerinnen. Ich bin durch Zufall auf ihren christlichen Blog GirlDefined gestoßen und wurde in einem Artikel auf das Thema „Modesty“ aufmerksam gemacht. Mir hat der Begriff anfangs kaum etwas gesagt – also beschloss ich, zu recherchieren und dem Thema weiter auf den Grund zu gehen. Gefunden habe ich ein unermesslich großes Repertoire an christlichen Artikeln, Büchern und Videos über das Thema, das in meinem bisherigen Leben kaum eine Rolle spielte. Klar, ich wusste, wie ich mich als Christin zu kleiden hatte – aber wirklich bewusst Gedanken gemacht hatte ich mir nie über dieses Thema. Bis zu jener Zeit. Ich las ihre Artikel aufmerksam durch, verfolgte ihre Videos und dachte über mich, meine Kleidung und meine Motivation nach.

Mit der Zeit wurde mir das Thema so wichtig, dass ich den Wunsch hatte, andere junge Frauen und Christinnen ebenso zu ermutigen, nach einem gottgefälligen Kleidungsstil zu streben. Aber auch selbst in die Bibel zu schauen, um den eigenen Kleidungsstil, bestimmte Kleidungsstücke und -gewohnheiten daran zu prüfen, war mir ein Anliegen. Ganz einfach aus dem Grund, dass wir den Herrn in unserer Kleidung verherrlichen und ein Licht in der Welt sind. ☺ Somit war die Idee geboren und das »Project Modesty«* konnte beginnen.

*Anmerkung: »Project Modesty« nennt sich auch das ursprünglich von GirlDefined gegründete Projekt, um die biblische Idee von gottgefälliger Kleidung bekannt zu machen. Ich greife diesen Namen auf, weil meine Idee auf ihrem Blog beruht und starke Inspiration darin fand. Außerdem klingt es auf Deutsch wenig ästhetisch (etwa: „Projekt Schamhaftigkeit“). ?

 

Gemeinsam zur Ehre Gottes kleiden

Nachdem nun also die Idee geboren war, machte ich mir Gedanken zur Umsetzung: Wie kann man es schaffen, dieses Thema so zu veranschaulichen, dass sowohl die biblische Wahrheit als auch die praktische Anwendung deutlich wird? Ich darf von Gnade sprechen, dass ich liebe Mädels in meiner Gemeinde habe, die mich bei diesem Projekt unterstützt haben. (Ein fettes SHOUTOUT an euch, ihr Lieben! ♥ DANKE!) Wir haben am letzten Juli-Wochenende gemeinsam mit anderen Mädels in unserer Gemeinde übernachtet und den nächsten Tag zusammen verbracht. Nach einem leckeren Frühstück haben wir Lieder gesungen (unter anderem „Kommt, stimmt doch mit uns ein“ – I love it!) und uns im Anschluss in das Thema Modesty geschwungen, welches wir gemeinsam erarbeitet haben. Ich staune über Gottes Gnade! Wir hatten eine super Gemeinschaft und mega ermutigenden Austausch. ?
Am nachfolgenden Sonntag haben wir uns dann nach dem Gottesdienst getroffen, um gemeinsam Fotos und Videos für den praktischen Teil aufzunehmen. Die Ergebnisse dieses Tages könnt ihr im kommenden Artikel sehen – ihr dürft gespannt sein! ?

In diesem Artikel soll es aber um die Ergebnisse des Samstags gehen: Die fünf Gründe, warum wir uns zur Ehre Gottes kleiden. Um euch nicht länger mit dem Vorgeplänkel aufzuhalten, würde ich sagen, stürzen wir uns endlich ins Thema. Let’s go! ?

 

 

Grund 1: Weil unsere Kleidung ein Sinnbild für das Evangelium ist

Der erste Grund ist wohl das K.O.-Argument – ganz sicher. Während ich mich immer intensiver mit diesem Thema beschäftigte, kam ich nicht mehr aus dem Staunen heraus, als ich durch einen Blogartikel von GirlDefined erkannte, dass wir unsere Kleidung wegen der Sünde Adams und Evas tragen. Unsere Kleidung ist ein Sinnbild für das Evangelium – denn die Sünde machte Blutvergießen notwendig.

Ohne Sünde würden wir keine Kleidung benötigen:

„Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und schämten sich nicht.“ (1.Mose 2,25)

Gott erfand Kleidung als wir in Sünde fielen. Unsere Kleidung spiegelt also die Not für einen Retter wider, weil mit der Sünde auch die Scham kam, da wir nicht mehr sündlos waren:

„Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie banden sich Feigenblätter um und machten sich Schurze. […] Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie.“ (1.Mose 3,7+21)

Gott tötete für Adam & Eva ein Tier und vergoss sein Blut als Zeichen, dass sie Vergebung brauchten – die Feigenblätter reichten nicht aus:

„[…] und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.“ (Hebr 9,22)

 

Grund 2: Weil Gott unseren Körpern Wert gibt

Ich glaube, der zweite Grund dürfte ziemlich offensichtlich sein. Kaum eine Frau kennt nicht den berühmten Psalm 139 oder hat ihn gar am Garderoben-Spiegel hängen. Doch so floskelhaft es klingen mag: Gott schenkt dir und deinem Körper Wert, er hat dich wunderbar gemacht. Deshalb solltest du deinen Körper bedecken.

Wir sind wunderbar gemacht:

„Ich danke dir dafür, dass ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl!“ (Psalm 139,14)

„Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“ (Epheser 2,10)

Dein Körper ist nicht dazu gedacht, von jedem „konsumiert“ zu werden:

„Deine Quelle sei gesegnet, und freue dich an der Frau deiner Jugend! Die liebliche Hindin, die anmutige Gemse, ihr Busen soll dich allezeit sättigen, von ihrer Liebe sollst du stets entzückt sein!“ (Sprüche 5,18-19)

Unsere Körper sind die Tempel Gottes. Wir sind teuer erkauft durch das Blut Christi – somit gehören wir nicht uns selbst. Doch Vorsicht: Was bringt ein schönes Äußeres (also eine schöne Außenseite des Tempels), wenn das Innere unschön ist? Ganz nach dem Motto: „außen hui, innen pfui“. Darum sollten wir bestrebt sein, nicht nur von Außen sondern auch von Innen schön zu sein, und uns mit der richtigen Motivation zur Ehre Gottes zu kleiden.

„Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören!“ (1.Korinther 6,19-20)

 

Grund 3: Weil es ein Gottesdienst ist und Gott verherrlicht

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie wir in einer bzw. mehreren Jugendstunden meiner Gemeinde darüber gesprochen haben, worauf unser Handeln hindeuten sollte. Wir haben dazu damals eine Pyramide aufgemalt und unterschiedliche Aspekte beleuchtet. Das wichtigste war aber, dass „Ehre Gottes“ ganz oben steht. Wir sollen Gott in unserem Leben – in allem, was wir tun – verherrlichen. Das ist wahrer Gottesdienst und wahre Liebe dem Herrn gegenüber.

„Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst!“ (Römer 12,1)

„Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“ (Kolosser 3,17)

„Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut – tut alles zur Ehre Gottes!“ (1.Korinther 10,31)

 

Grund 4: Weil wir kein Anstoß für andere sein sollen

Kommen wir nun zu einem höchst interessanten und diskutierfreudigem Punkt: Wir sollen mit unserer Kleidung kein Anstoß für andere sein. Wenn du sofort an deine Brüder im Herrn denkst – Chapeau! – allerdings sind die Männer nur ein Teil der „anderen“. Das Wort umfasst nicht nur Männer, sondern einen jeden, der dein Nächster ist: und somit auch Frauen. Bevor ich zu sehr auf die praktische Anwendung eingehe, inwiefern wir für wen ein Anstoß sein können (da gibt es allerlei Wege – leider), möchte ich diese Frage auf den nächsten Artikel vertrösten. Wichtig ist lediglich, zu wissen, dass es Gottes Wille ist, für andere kein Anstoß, kein Grund zum Fallen, Sündigen oder Ärgern zu sein.

„Darum lasst uns nicht mehr einander richten, sondern das richtet vielmehr, dass dem Bruder weder ein Anstoß noch ein Ärgernis in den Weg gestellt wird!“ (Römer 14,13)

 

Grund 5: Weil wir uns nicht selbst entblößen sollen

Diesen Punkt kann man als Ergänzung oder Erweiterung der Gründe 1 & 2 sehen. Dennoch möchte ich ihn nicht übergehen. Denn in der Bibel lesen wir ganz klar und sehr oft darüber, dass es eine Strafe oder Demütigung war, nackt bzw. teilweise unbekleidet zu sein. Alttestamentliche Priester durften sogar nicht einmal mit unbekleideten Beinen vor den Herrn treten, weil es eine Schande war.

„Und du sollst deinem Bruder Aaron heilige Kleider anfertigen zur Ehre und zur Zierde. […] Und du sollst ihnen leinene Beinkleider machen, um das Fleisch der Blöße zu bedecken, von den Hüften bis an die Schenkel sollen sie reichen. Und Aaron und seine Söhne sollen sie tragen, wenn sie in die Stiftshütte hineingehen oder wenn sie dem Altar nahen, zum Dienst am Heiligtum, damit sie keine Schuld auf sich laden und nicht sterben müssen.“ (2.Mose 28,2.42-43a)

Blöße und Nacktheit als Strafe:

„Weil du dem Herrn, deinem Gott, nicht gedient hast aus Freude und Dankbarkeit dafür, dass alles in Fülle da war, musst du deinen Feinden dienen, die der Herr gegen dich ausgesandt hat. Hunger und Durst wirst du leiden, nackt sein und nichts mehr haben. Er legt dir ein eisernes Joch auf den Nacken, bis er dich vernichtet hat.“ (5.Mose 28,47-48)

 

Project Modesty – ein Wallpaper zur Erinnerung

Als kleines Special für diesen Artikel erhaltet ihr ein paar schöne, zum Thema gestaltete Wallpaper für all eure liebsten technischen Geräte. ? Ich hoffe, dass sie euch erfreuen und das Thema somit in Erinnerung bleibt und ihr weiterhin ermutigt werdet, Gott mit eurer Kleidung zu ehren. Have fun! ?♥

Download

Macbook-/Desktop-Wallpaper:

iPad-/Tablet-Wallpaper:

iPhone-/Smartphone-Wallpaper:

Die Wallpaper könnt ihr euch kostenlos herunterladen. Bitte beachtet dabei, dass es sich hierbei um urheberrechtlich geschütztes Material handelt und dieses nicht zum Weiterverkauf bestimmt ist.

 

Eure Daniela ♥

Ich glaube, es ist eine Frage, die ziemlich viele Christen quält. Und zwar immer wieder aufs Neue. „Was ist der Wille Gottes für mein Leben? Soll ich BWL oder doch lieber irgendwas mit Medien studieren? Soll ich Tim oder doch lieber Tobi heiraten? Welche Arbeitsstelle findet Gott besser? Soll ich mir ein Haus kaufen? Ist ein VW oder doch ein Ford besser? Sollte ich ins Ausland gehen?“

Während sich die einen wie Igel zusammenkugeln, der Frage nach dem Willen Gottes aus dem Weg gehen und in Ahnungslosigkeit versinken, richten andere wie Pfauen ihre Federpracht an Erkenntnis auf und strotzen nur so vor Selbstbewusstsein über den Willen Gottes für sie. „Es war Gottes Plan für mich!“ sind bei Christen der zweiten Sorte keine seltenen Aussprüche – Gott hat schließlich so manche Türen geöffnet. Die Igel unter uns werden wahrscheinlich einfach nur froh sein, wenn sie irgendwie ans Ziel kommen und dabei die offenen Türen, Richtungsweiser und winkenden Zaunpfähle nicht übersehen.

Aber mal Hand aufs Herz – woher kennen wir überhaupt Gottes Willen? Ich für meinen Teil bin mir des Willen Gottes in so einigen Angelegenheiten meist sicher – steht ja so in der Bibel, ist ja klar wie Kloßbrühe. Doch sobald’s dann an den persönlichen, individuellen Willen Gottes für mich geht – prosit, Neujahr – fragt lieber nicht. Ich weiß nicht mal, was ich selbst will. Und selbst wenn ich es wüsste … Woher soll ich Gottes Willen für mein Leben kennen? Wenn du dich das auch schon mal gefragt hast, darf ich dich heute dazu einladen, einen kleinen Einblick in den Willen Gottes zu erhalten. Let’s go & jump in!

 

Was ist das … der Wille Gottes?

Ein Hauptproblem bei der Definition des Willen Gottes, welches auch Kevin DeYoung in seinem Buch „Leg einfach los!“ beschrieben hat, liegt darin, dass wir ziemlich vieles als den Willen Gottes betiteln, obwohl es nicht den einen Willen Gottes gibt, sondern mehrere. Ein Beispiel, das auch DeYoung gebraucht:

„Manchmal sprechen wir davon, dass alle Dinge nach Gottes Willen geschehen. Andere Male sprechen wir davon, gehorsam zu sein und Gottes Willen zu tun. Und wieder andere Male sprechen wir davon, Gottes Willen zu suchen.“
Kevin DeYoung in ‚Leg einfach los!‘, Betanien Verlag, S. 15

Verwirrend, nicht wahr? Da weiß man gar nicht recht, nach welchem Willen man suchen und welchen man tun soll … Aber um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, möchte ich euch kurz die unterschiedlichen Facetten und Stufen des Willen Gottes vorstellen.

 

Der globale Wille Gottes

Bevor ich auf die drei geläufigsten Arten (souverän, moralisch/ethisch, individuell/persönlich) des Willen Gottes eingehe, machen wir einen kurzen Ausflug in die übergeordnete Art des „globalen Willen Gottes“. Denn wir übersehen leider manchmal, dass Gott uns seinen grundlegenden Willen bereits in der Bibel offenbart hat, und dass dieser nicht nur die komplette (Heils-)Geschichte prägt, sondern auch dein und mein Leben. Zudem spiegelt sich sein globaler Wille auch in den anderen Arten seines Willen sehr gut wider. Lasst uns das einmal gemeinsam anschauen – es ist ganz einfach … ☺️

  • Der Wille Gottes für die Schöpfung ist Existenz: „Denn du bist der Schöpfer aller Dinge; nach deinem Willen wurde alles ins Dasein gerufen und erschaffen.“ (Offenbarung 4,11b)
  • Der Wille Gottes für die Menschheit ist Errettung: „Ja, es ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, das ewige Leben hat.“ (Johannes 6,40a)
  • Der Wille Gottes für alle Gläubigen die Heiligung: „Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung.“ (1. Thessalonicher 4,3a)

Die drei Stufen des Willen Gottes

 

Der souveräne Wille Gottes

Der souveräne Wille Gottes ist das, was man auch als den „geheimen Ratschluss Gottes“ oder seine vorherbestimmten Verordnungen kennt. Er umfasst jedes Ereignis der Welt- und Zeitgeschichte: alles, was Gott beschließt, wird auch so eintreten. Er steht souverän über allen Dingen und lenkt das Geschehen. Was er will, wird geschehen.

„In ihm sind wir auch zu Erben eingesetzt worden, die wir dazu vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt, nach dem Ratschluss seines Willen.“ (Epheser 1,11)

„Was ich beschlossen habe, geschieht, und alles, was ich mir vorgenommen habe, das tue ich.“ (Jesaja 46,10b)

 

Der moralische/ethische Wille Gottes

Der moralische/ethische Wille Gottes umfasst alle in der Bibel aufgeführten Gebote des Herrn – quasi die Aufforderungen, was Gott von uns möchte. DeYoung beschreibt diese Art des Willen Gottes so: „Während der souveräne Wille beschreibt, wie die Dinge sind, zeigt der moralische Wille, wie die Dinge sein sollten.“ (‚Leg einfach los!‘, S. 18)

„Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter.“ (Matthäus 12,50)

„Und die Welt mit ihren Begierden vergeht; doch wer so handelt, wie Gott es will, wird für immer leben.“ (1.Johannes 2,17)

 

Und was ist nun Gottes Wille für mein Leben?

Tja, da wären wir auch schon bei der wohl „interessantesten“ Art des Willen Gottes: sein individueller Wille für uns. Während manche Christen behaupten, dass Gott keinen individuellen Plan für unser Leben hat, sind die nächsten felsenfest davon überzeugt, dass sie Gottes großem Plan nacheifern müssen und es einen Weg für ihr Leben gibt, den sie nur noch finden müssen. Ich möchte euch nicht enttäuschen: Aber beide Varianten sind nicht ganz richtig. Tatsächlich ist es nämlich durchaus so, dass Gott einen individuellen Willen für unser Leben hat. Er hat einen Plan und weiß um jeden Schritt unseres Lebens: „Deine Augen sahen mich schon, als mein Leben im Leib meiner Mutter entstand. Alle Tage, die noch kommen sollten, waren in deinem Buch bereits aufgeschrieben, bevor noch einer von ihnen eintraf.“ (Psalm 139,16) Allerdings kommen hier noch ein paar Faktoren hinzu, die im Übereifer gerne vernachlässigt werden und an die man hin und wieder erinnert werden sollte:

 

Gott ist kein Wunscherfüller oder eine Wahrsagekugel

Mit der Frage nach dem persönlichen und individuellen Willen Gottes schwingt automatisch immer ein gewisser Unterton mit – man ist neugierig, klar, und man will Gott gefallen, auf jeden Fall. Aber man will den Herrn auch irgendwie prüfen … ist Gott wirklich gut und vertrauenswürdig? Hat erwirklich Gutes mit mir vor? Wir wissen, dass von Gott alles Gute zu erwarten ist (Jakobus 1,17). Dennoch bleibt der Zweifel, ob es unserem Bild von „gut“ entspricht, und die Sorge, dass unsere Zukunft nicht so werden könnte wie wir es uns vorgestellt haben (ähnliches hat Abraham in 1. Mose 12,10-20 und 20,1-18 erlebt). Gott ist aber anders. Statt mit einer detaillierten Offenbarung unseres Lebensplanes zu reagieren und uns zu erklären, was genau als nächstes passiert oder welche Entscheidung getroffen werden soll, fordert er uns zu zwei einfachen Dingen auf:

Wir sollen uns nicht sorgen.

„Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. […] Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“ (Matthäus 6,25a+33)

Wir sollen Gott um Weisheit für Entscheidungen bitten.

„Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern und ohne Vorwurf gibt; so wird sie ihm gegeben werden.“ (Jakobus 1,5)

 

Es gibt nicht immer nur „den einen richtigen Weg“

Wir verheddern uns gerne in nicht-moralischen bzw. nicht-ethischen Entscheidungen, weil wir uns entweder zu sehr sorgen, zu feige und vom Überangebot der Optionen überfordert sind, oder schlichtweg die beste Option (nicht die zweitbeste!) wählen wollen. (Dieses Phänomen der Generation Y habe ich bereits in meinem Artikel über die Probleme unserer Generation thematisiert.) Allerdings beruft uns Gott ganz klar dazu, dass wir in Freiheit und Verantwortung solche Entscheidungen zu treffen haben – es gibt nicht nur „den einen Weg“. Es gibt oftmals mehrere gute Wege, für die wir uns gemäß unserem freien Willen entscheiden dürfen. Solange wir Entscheidungen auf Grundlage des moralischen und globalen Willen Gottes (Heiligung) treffen und mit Hilfe von Gottes Weisheit gehen, werden wir einen guten Weg finden.

 

Gott möchte uns Weisheit schenken, um mutig selbst Entscheidungen treffen zu können

Man fragt sich nun bestimmt: „Wie gehe ich denn nun mit Gottes Weisheit?“ Wie wir in Jakobus 1,5 gelesen haben, erhalten wir die Weisheit von Gott persönlich, wenn wir ihn darum bitten. Dabei wird uns die Weisheit in unterschiedlichen Formen zuteil:

Bibel

Weil Gottes Wort lebendig ist und voller Weisheit steckt, möchte er für uns keine Wahrsagerkugel spielen: Echte Weisheit kommt immer aus der Gottesfurcht und dem Bestreben, wie Christus zu leben und unser Leben in Heiligung zu führen. Wenn wir Gottes offenbarten Willen tun, ist dies der Anfang der Weisheit.

„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“ (2. Timotheus 3,16-17)

Ratschläge

Gott spricht zu uns. Zum einen durch die Bibel, aber zum anderen auch durch Ratschläge anderer Christen, wie beispielsweise unseren Freunden, Verwandten und Geschwistern in der Gemeinde. Ohne Ratschläge, die uns auf unserem Weg als Richtungsweiser oder zur Korrektur dienen, würden wir teilweise sehr unweise handeln und in so manch missliche Lage geraten. Schon im Buch Sprüche steht geschrieben:

„Ein Dummkopf hält alles, was er tut, für recht, doch ein Weiser hört auf Rat.“ (Sprüche 12,15)

Heiliger Geist

Ein Punkt, dem gerne zu wenig Bedeutung beigemessen wird: der Heilige Geist, durch den Gott ganz klar auch zu uns reden kann. Entweder durch unser fine-getunetes Gewissen, durch die „innere Stimme“ wie man sie gerne nennt, aber auch durch Eindrücke und Prophetie. Allerdings ist hier Vorsicht geboten. Nicht immer, wenn jemand sagt: „Gott hat mir gesagt …“, ist diese Aussage unantastbar. Gottes heiliger Geist kann zu uns sprechen – manche nehmen sein Reden ganz eindeutig wahr, bei anderen ist es eher das Wahrnehmen eines Impulses oder eines Eindrucks. Aber man sollte solche Eindrücke immer prüfen – stimmen sie mit dem moralischen Willen Gottes überein? Oder widerspricht es der Bibel? Ist es gut und erbaulich? Dennoch: Vertraut auf Gottes heiligen Geist in euch.

„Aber der Beistand, den der Vater in meinem Namen senden wird, der Heilige Geist, wird euch alles Weitere lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ (Johannes 14,26)

Gebet

Last but not least – das Gebet. Es bringt nichts, in willkürlichen Aktivismus zu entbrennen und Entscheidungen übers Knie zu brechen. Gott möchte, dass du selbstbewusst Entscheidungen triffst – allerdings möchte er, dass du Entscheidungen mit ihm triffst. Wenn wir also nicht darum bitten, dass Gott uns seinen konkreten Plan offenbart, sollten wir stattdessen um Klarheit und Weisheit bitten und Gott regelmäßig im Gebet aufsuchen, um ein Feingefühl für weise, gottgefällige Entscheidungen entwickeln zu können.

„Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan!“ (Matthäus 7,7)

 

Fazit

Dieser Artikel mag für Leute, die gerade vor großen Entscheidungen stehen, eventuell eine kleine Hilfe sein – eventuell ist er aber auch wie Salz in der Wunde. Natürlich ist die Theorie immer einfacher als die praktische Entscheidungsfindung. Es lässt sich einfacher „Sorge dich nicht“ sagen, als Gott tatsächlich zu vertrauen und mutig eine Entscheidung zu treffen. Ich weiß, dass solche Worte manchmal wie Ironie klingen – dennoch möchte ich ermutigen. Allerdings möchte ich an die Worte Gottes erinnern. Weil ich selbst erfahren habe, wie es ist, schwere Entscheidungen treffen zu müssen. Und weil ich erleben musste, wie hilflos man ist, wenn einem die Weisheit fehlt, und man kurz vorm Durchdrehen ist. „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5,7) Dort steht nicht „dann sorgt er für euch“ – dort steht „denn“. Es ist die Begründung, warum wir unsere Sorgen auf Gott werfen sollen: Weil er für uns sorgt, komme was da wolle. Amen!

 


HAPPY BIRTHDAY!
1 Jahr ewiglichtkind.de

Und weil es wohl keinen passenderen Anlass gibt, eine Verlosung zu veranstalten, als der erste Bloggeburtstag von ewiglichtkind.de, habe ich für euch – natürlich passend zum Thema – eine Kleinigkeit vorbereitet. Gemeinsam mit dem Betanien Verlag darf ich ein Exemplar des Buches „Leg einfach los!“ von Kevin DeYoung verlosen. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an den Verlag, und einen netten Hinweis: Auf cbuch.de findet ihr gute, erbauliche und bibeltreue Literatur zu verschiedenen Themen. ☺️ Unter anderem auch das Heftchen „Echte Reformation – 5 Leitlinien zurück zu Gott“, welches ihr ebenfalls als Verlosungsgeschenk erhaltet. Tja, und weil Klassiker immer passen, gibt es oben drauf noch ein Exemplar des Buches „Jesus – unser Schicksal“ von Wilhelm Busch.

 

 

Wie kann man teilnehmen?

Teilnehmen könnt ihr auf Facebook und Instagram unter dem jeweiligen Verlosungspost. Die Teilnahme erfolgt durch ein Like und Kommentar, in dem ihr einen Freund verlinkt und mir verratet, welche Themen euch in Zukunft auf ewiglichtkind.de interessieren würden.

Die Verlosung beginnt mit Veröffentlichung dieses Artikels, am Samstag, den 15. Juli 2017, und endet am Samstag, den 29. Juli 2017 um 20:00 Uhr MEZ. Es werden insgesamt zwei Bücher und eine Broschur verlost: „Leg einfach los!“ von Kevin DeYoung, „Jesus – unser Schicksal“ von Wilhelm Busch und „Echte Reformation – 5 Leitlinien zurück zu Gott“ vom Betanien Verlag. Die Auslosung erfolgt am Sonntag, 30. Juli 2017. Der Gewinner wird per Nachricht und in einem seperaten Post benachrichtigt. Aus versandtechnischen Gründen kann der Gewinn nur innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz versendet werden.

Die Verlosung steht in keiner Verbindung zu Facebook oder Instagram und wird in keiner Weise von der Facebook Inc. gesponsert, unterstützt oder organisiert.

Viel Spaß beim Mitmachen! ??


Und damit wünsche ich euch ein wundervolles & gesegnetes Wochenende! ??

Liebste Grüße, eure Daniela

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, wie dein Leben verlaufen wäre, wenn bestimmte Ereignisse nicht passiert wären? Oder was mit dir als Person geschehen wäre, wenn du bestimmte Erfahrungen nicht gemacht hättest? Im Laufe unseres Lebens widerfährt uns sehr viel – erfreuliches, schönes, staunenerregendes, aber auch weniger erfreuliches wie Leid, Trauer und Schmerz. Doch warst du jemals an einem Punkt in deinem Leben, an dem du dich fragtest: „Wie viel ist mein Leben noch wert? Was hat es jetzt noch für einen Sinn?“ Eventuell sind dir solche Gedanken fremd. Aber eventuell gehörst du auch zu den Menschen, die diese Gedanken quälen und wieder und wieder zu keinem Ergebnis kommen … Eventuell hast du auch schon einmal Ablehnung, Ausgrenzung und Einsamkeit erfahren – vielleicht bist du auch Opfer von Mobbing geworden.

 

Wie viel ist mein Leben noch wert?

Ich kann diesen Gedanken sehr gut nachvollziehen. Warum sollte mein Leben noch wertvoll sein, wenn es mir Leid zufügt – wenn ich alleine bin und von allen gehasst werde? Ich wurde selbst fast sechs Jahre meines Lebens gemobbt und ausgegrenzt. Jede Fahrt in die Schule, jeder Gang durch den Schulflur, ja sogar jede Teilnahme am Unterricht wurden zur Tortur. Doch nach außen hin bemerkte man gar nicht so viel – gar friedlich schien es. Ein fataler Trugschluss. Auch wenn es so wirkte, da das Mobbing meist nicht physisch war – die Zeit war eine Qual für mich und das Mobbing der Killer meiner Motivation zu leben.

 

Mobbing

Auch wenn sich der Begriff „Mobbing“ mittlerweile weitläufig verbreitet hat und jeder halbwegs etwas damit anzufangen weiß, wird es doch immer wieder unterschätzt. „Ach, stell’ dich nicht so an!“, „Ist doch halb so wild!“, „Du musst dich nur wehren!“ sind da nur einige der typischen Sprüche, die man zu hören bekommt von unbeteiligten Dritten. Die haben auch gut reden. Dabei wissen die wenigsten Menschen, welche Folgen Mobbing tatsächlich haben kann. Mit der Zeit und je nach Schwere des Mobbings fühlt man sich mehr und mehr abgelehnt und ausgegrenzt – man vereinsamt innerlich. Manche erkranken dadurch (obgleich Schüler, Student oder Berufstätiger) an Burnout, andere nehmen sich das Leben. Aber warum verletzt uns Menschen Ausgrenzung und warum leiden wir unter Einsamkeit?

 

Warum leiden wir?

Ich glaube, ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen ist Beziehung – Kontakt zu anderen Menschen, Gemeinschaft und Kommunikation. Der Mensch ist als Beziehungswesen erschaffen worden. Gott persönlich hat uns so geschaffen. Er hat uns nach seinem Ebenbild gemacht (1. Mose 1,26), damit wir mit ihm direkte Gemeinschaft haben dürfen. Gott ist ein Gott der Beziehung – er ist das Beziehungswesen schlechthin. Nicht nur zu uns will und hat er eine Beziehung – auch die Dreieinigkeit zeugt von diesem Wesen. Der Vater, der Sohn und Heilige Geist stehen in enger Beziehung zueinander. So sollen auch wir Beziehung und Gemeinschaft mit Gott haben. Und so wie wir geschaffen sind, um mit ihm Gemeinschaft zu haben, hat er uns auch gemacht, um miteinander Gemeinschaft zu haben und Beziehungen zu pflegen: Wir sind sozusagen auf menschliche Interaktionen angewiesen, weil wir dazu gedacht sind.

 

»13 reasons why«

Doch was passiert, wenn dieses wichtige Bedürfnis nicht erfüllt werden kann? Was passiert, wenn dir und mir zwischenmenschlicher Kontakt und soziale Interaktionen verwehrt bleiben? In „13 reasons why“, der US-amerikanischen Serie von Netflix, wird uns die Geschichte der Highschool-Schülerin Hannah Baker erzählt, die durch Mobbing, Erniedrigung und Einsamkeit in den Selbstmord getrieben wurde. Man lernt durch die Serie nicht nur die tiefsten Abgründe menschlichen Daseins kennen. Man muss auch noch mitansehen, wie Hannah vereinsamt – wie sie innerlich stirbt und man ihr einfach nicht helfen kann, so gerne man möchte.

 

Was bedeutet Einsamkeit?

Einsamkeit ist nicht gleichbedeutend mit Alleinsein. Wir können beispielsweise alleine sein, ohne uns dabei einsam zu fühlen. Der kleine aber feine Unterschied liegt darin, dass wir uns aktiv für das Alleinsein entscheiden, für die Einsamkeit hingegen nicht. Die Einsamkeit passiert mit uns. Man fühlt sich abgeschottet, bekommt keine Verbindung zu anderen Menschen, fühlt sich unsichtbar – obgleich andere Menschen direkt neben dir stehen können.

Hannah bringt die wahre Bedeutung in „13 reasons why“ ziemlich genau auf den Punkt:

„Menschen sind eine soziale Spezies. Wir verlassen uns auf Verbindungen, um zu überleben. Selbst die allereinfachsten sozialen Interaktionen helfen uns, am Leben zu bleiben. Statistiken beweisen, dass das subjektive Gefühl der Einsamkeit die Wahrscheinlichkeit eines frühzeitigen Todes um 26 % erhöhen kann. […] Und lasst mich euch sagen, es gibt die unterschiedlichsten Arten, sich einsam zu fühlen. Ich rede nicht vom alltäglichen »Allein in einer Menschenmenge«-einsam, das ist jeder von uns jeden Tag. Es ist nicht diese »Wann werde ich Liebe finden?«-Art von einsam. Oder die »Die beliebten Kinder sind gemein zu mir«-einsam. […] Die Art von einsam, über die ich rede, ist, wenn man sich fühlt, als hätte man nichts mehr übrig. Nichts und niemanden. Als würde man ertrinken und niemand wirft dir eine Leine zu. Wir alle brauchen ihn – menschlichen Kontakt.“
(Hannah Baker in „13 reasons why“, Folge 7)

 

Bleibt nur noch Selbstmord?

Es gibt tatsächlich Menschen, die wie Hannah Baker Mobbing und Ausgrenzung erleben, und sich am Ende die Frage stellen: „Wie viel ist mein Leben überhaupt noch wert?“ Sie haben gelitten, geweint und verloren. Suizid bzw. Selbstmord erscheint genau dann als scheinbar letzte Rettung, wenn man das Gefühl haben möchte, dennoch als Sieger hervorzugehen. Selbst wenn man gegen andere Menschen verliert, weil man abgeschottet von ihnen keine Beziehung aufzubauen vermag, kann man sich scheinbar einen Sieg erkämpfen, indem man das eigene Leben selbst beendet. Eine aktive Rolle spielen, nicht passiv sein. Doch Selbstmord ist der falsche Weg, denn der Schein trügt. Durch Selbstmord gewinnst du nicht, du verlierst. Und zwar etwas kostbares, das dir geschenkt wurde: dein Leben.

 

Wie viel ist mein Leben wert?

In der britischen Serie „Sherlock“ fiel in einer Episode ein sehr interessantes Zitat:

Dr. John Watson: „Du hast Mary nicht umgebracht. Mary ist gestorben, weil sie Dir das Leben retten wollte. Niemand hat sie dazu gezwungen, niemand konnte sie je zu irgendetwas zwingen. Du hast sie nicht getötet.“ – Sherlock Holmes: „Durch das, was sie tat, hat sie meinem Leben einen Wert verliehen. Dieser Wert hat eine Währung, mit der ich nicht umzugehen weiß.“

Ein Zitat, dass nicht passender beschreiben könnte, warum dein Leben wertvoll ist, und vor allem wie wertvoll es ist. Egal, was du gerade durchmachst, ob du gute oder schlechte Zeiten erlebst, ob du dich als „guter Mensch“ fühlst oder nicht: Du bist wertvoll, weil Gott – Jesus selbst – dich liebt. Du bist wertvoll, weil Jesus für dich starb! Dein Leben war ihm alles wert. So viel, dass er sein eigenes Leben für deines gegeben hat. Wie unermesslich wertvoll muss dein Leben sein, dass Gott persönlich für dich starb!

 

Warum starb Jesus für mich?

Wie ich schon zu Beginn des Artikels erzählte, schuf uns Gott, um mit ihm Gemeinschaft und ewiges Leben zu haben. Doch als Adam und Eva, die ersten Menschen im Garten Eden, auf den Teufel hörten und von der verbotenen, tödlichen Frucht aßen, zerstörten sie damit jegliches menschliches Leben, wie es ursprünglich gedacht war. Seit diesem Sündenfall ist die Beziehung zu unserem Schöpfer gestört. Doch alles änderte sich, als Jesus auf die Erde kam. Er liebte uns so sehr, dass er den Himmel verließ, Mensch wurde und die selben Qualen erlitt wie du und ich. In Hebräer 4,15 steht geschrieben: „Doch er gehört nicht zu denen, die unsere Schwächen nicht verstehen und zu keinem Mitleiden fähig sind. Jesus Christus musste mit denselben Versuchungen kämpfen wie wir, doch im Gegensatz zu uns hat er nie gesündigt.“ Er ließ sich aus Liebe nicht nur erniedrigen oder versuchen, nein – seine Liebe reichte bis zum Tod am Kreuz.

 

Fazit: Dein Leben ist so wertvoll wie die Liebe Gottes zu dir!

Und die Liebe Gottes hört nie auf! Wenn du zu Gott betest und um Vergebung bittest, wird er dir vergeben. Dann wird er sein Versprechen halten, dich retten und dir ewiges Leben schenken. Dein Leben hat einen Sinn: Aus Gott und seiner Liebe leben und für Gott leben. Egal, wer gegen dich zu sein scheint: Gott ist für dich! Vergiss das nie.

 


 

Der richtige Blickwinkel

Text von Saskia Rey

Das Leben ist ein Geschenk, das man manchmal zurückgeben möchte. Weil man in gewissen Situationen von einem dichten Nebel umgeben ist, der die lichten Momente verschluckt.

Einfach ist es nicht. Das Leben. Wenn man nicht mit den äußerlichen Eindrücken zu kämpfen hat, dann kämpft man innerlich mit sich selbst. Aber ich weiß und ihr wisst es auch, dass man damit niemals allein ist. Dass man immer eine Lösung findet; sei sie noch so unerwartet und vollkommen anders, als geplant. Es geht immer irgendwie weiter. Immer.

Am Ende entscheidest du, ob die negativen Dinge dich zerstören oder stärken.

 

Doch was macht mein Leben überhaupt lebenswert?

Im ersten Moment erscheint die Frage schwer zu beantworten. Ich kann die offensichtlichen Dinge aufzählen. Dinge, die einem bei der Frage, sofort in den Kopf schießen: Familie, Freunde, Dach über dem Kopf, Arbeit, …

Allerdings kam mir dann eine Liste in den Sinn, die ich zu führen begonnen hatte. Jeden Tag schrieb ich Aktivitäten oder Ereignisse auf, die mir Freude bereitet haben, mir positiv in Erinnerung geblieben waren. Und man glaubt es kaum, aber die Stichpunkte bestanden hauptsächlich aus Nebensächlichkeiten des Alltags. Teilweise sogar aus Dingen, von denen ich glaubte, kein bisschen Spaß daran zu haben. Aber während ich meinen Tag reflektierte, waren das die Punkte, die meiner Meinung nach auf die Liste gehörten. Um einige Beispiele zur Verdeutlichung zu nennen: Zeit mit meiner Familie verbringen, schreiben, Serien schauen, ein Besuch beim Frisör, Gartenhecke schneiden, Staub wischen, lernen oder schlichtweg die Tatsache, dass Freitag war.

Auf den ersten Blick vermutet man in vielem nur Negatives. Es mag nicht allen so gehen. Es soll ja auch unerschütterlich Optimisten geben. Trotzdem sei allen gesagt, dass das Leben nur so schwer ist, wie du es dir machst. Du kannst dich stundenlang über Hausarbeit beschweren oder sie einfach machen (vielleicht, während die Musik läuft). Du kannst dich über deine Faulheit aufregen oder es akzeptieren, ggf. versuchen, es zu ändern.

Ich weiß durchaus, dass manche Situation oder Ereignisse nicht so einfach zu händeln sind und man das nicht mit einer geistigen Handbewegung abtun kann. Das Stichwort Mobbing passt hier sehr gut. Dann den Blick auf das Positive nicht zu verlieren, ist schwer. Doch der Nebel wird sich verziehen. Vielleicht niemals vollständig und wahrscheinlich erst nach langer Zeit, aber das Licht gewinnt am Ende gegen die Dunkelheit.

Um noch einmal zurück zur Anfangsfrage zu kommen: Was macht mein Leben lebenswert?
Vieles.
Das Meiste.
Alles?
Alles.

 


 

Ein kleiner Mutmacher zum Abschluss

Ich muss gestehen, ich liebe „Brave“ von Moriah Peters nicht nur wegen des sehr guten Textes, sondern auch wegen der genialen Melodie, die einen einfach motiviert. Dennoch ist der Text das Herzstück des Liedes. Meine Lieblingsstrophe ist diese: „None go with me, still I’ll follow. Through the joy and through the sorrow. Cross before me – world behind me. There’s no turning back.“

Wenn ihr also etwas Mut braucht, wenn wieder die Dunkelheit droht, kann ich euch dieses Lied nur wärmstens empfehlen. ♥

 

 

Weiterführende Links: ze.tt und ChurchLeaders.com

Liebste Grüße, eure Daniela ♥

„Meine Gemeinde ist meine Familie.“ Diesen Satz hatte ich vor einigen Tagen in meinem Whatsapp-Status stehen (okay, zugegeben – dort stand er auf Englisch ?). Eine „geistliche Familie“ sein – das bedeutet, dass man aus der Liebe zu ihm und zueinander handelt und die Sache des Herrn in den Mittelpunkt stellt. Es bedeutet, dass man sich aufeinander verlassen kann und dass auf jeden geachtet wird – egal ob jung oder alt. Es bedeuetet, dass du angenommen wirst wie du bist, weil der Herr dich liebt. Und es bedeutet, dass man offen miteinander reden, kontroverse Themen diskutieren, aber auch füreinander beten kann. Ich persönlich durfte über Ostern wieder einmal besonders stark erfahren, wie wertvoll eine solche Gemeinde ist. Doch leider ist das keine Selbstverständlichkeit – wir Menschen sind Sünder, und ebenso sind auch unsere Gemeinde nicht vor Sünde und Fehlern gefeiht.

Vor ein paar Wochen habe ich den Vorgänger-Artikel („Dos & Don’ts einer guten Gemeinde – Teil 1 – Dos“) zu diesem Thema veröffentlicht, in welchem ich aufgezeigt habe, welche guten Eigenschaften von Bedeutung für die Gemeinde Gottes sind. Mit diesem Artikel zum Thema „Dont’s“ möchte ich dich dazu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und dich voll in die Gemeinde Gottes einzubringen. Und ich möchte unsere „geistlichen Alarmglocken“ sensibilisieren, frühzeitig Gefährdungs- und Verbesserungspotenzial zu erkennen, damit du Vorschläge zur Verbesserung machen oder selbst etwas für die Gemeinde bewegen kannst. Denn die Gemeinde soll ein Ort sein, an dem Gott verherrlicht wird und an dem sich seine Kinder in Liebe begegnen und dienen können.

 

» Don’ts

Wie sollte eine Gemeinde Gottes nicht sein? Welche Eigenschaften sollte sie nicht haben? Was sollte sie nicht tun?


1. Kinder- und Jugendarbeit wird wenig beachtet

Was ist die Zukunft der Kirche und der Gemeinde Gottes? Sie ist das, was unsere Kinder und Jugendlichen (oder auch unsere junge Generation) daraus machen. Die Zukunft wird davon abhängen, wie Kinder und Jugendliche gefördert werden und wie wir sie biblisch prägen. Schon im Alten Testament richtet der Herr diese Worte an uns: „Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen, und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst.“ (5. Mo 6,6-7)

Auch wenn sich diese Gebot auf die mosaischen Gesetze bezieht, ist es eine biblische Wahrheit, die wir auch im Neuen Testament wiederfinden: „Aber Jesus sprach: Lasst die Kinder und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solcher ist das Reich der Himmel!“ (Mt 19,14) Es ist unsere Pflicht, dafür Sorge zu tragen, dass Kinder und Jugendliche zum Herrn gelangen und von Jesus hören können. Denn wenn wir es nicht tun – soll es etwa die Welt tun?

 

2. Man findet nur schwer Anschluss

Immer mehr Menschen machen heutzutage die Erfahrung, dass Gemeinden scheinbar einen „Exklusivitäts-Anspruch“ erheben. Entweder bist du In oder Out. Christen kümmern sich um die Anliegen der Gemeinde und ihre eigenen Mitglieder, aber sobald Neue dazu kommen, wird es schwierig. So ein bisschen Small Talk ist meist noch drin, aber darüber hinaus? Wenn man nicht in das Schema F passt, wirst man nur nett als Besucher aufgenommen, aber keine echte Beziehung gepflegt. Das lassen wir andere natürlich nicht merken, aber etwas dagegen unternehmen tun wir auch nicht – aus Bequemlichkeit, weil neue, „andersartige“ Menschen auch immer Arbeit kosten.

Doch ist das der Wille des Herrn? Dass wir es uns bequem machen? Mir stinkt sowas immer gewaltig muss ich zugeben. Ich weiß aus meiner eigenen Vergangenheit selbst, wie sich Oberflächlichkeit und Ignoranz anfühlen. Doch Gott ist nicht oberflächlich. Ihm ist jeder Mensch und jedes Schaf wichtig (Mt 18,12-14). Also muss uns das ebenso zum Anliegen werden, jeden Menschen in unsere Gemeinde aufzunehmen und wie einen Bruder oder eine Schwester zu behandeln – eine Beziehung aufzubauen, die Gott ehrt, indem sie erbaut und ermahnt.

 

3. Es darf nicht hinterfragt werden und es fehlt Transparenz

Wenn eine Gemeinde keine kritischen Fragen zulässt und nicht duldet, Lehre zu hinterfragen, ist das meines Erachtens eine eindeutige rote Flagge, bei der alle „geistlichen Alarmglocken“ läuten sollten. Die Gemeinde ist durch fehlendes Hinterfragen nicht mehr vor Sünde gefeiht, weil sie sich nicht korrigieren und ermahnen lässt oder einfach eine gewisse Transparenz zeigt und auf Fragen eingeht. Bist du dir bei einer Aussage, die dein Pastor getroffen hat, unsicher? Verstehst du bestimmte Lehren deiner Gemeinde nicht? Falls du dich nicht traust nachzufragen, möchte ich dich ermutigen, den Weg zu deinen Leitern zu suchen – du hast das Recht, alles prüfen zu dürfen und du wirst sogar in 1. Thessalonicher 5,21 dazu aufgefordert. In einer guten Gemeinde darfst du solche Fragen stellen, auf die du Antworten erhalten wirst, weil auf die Menschen und ihre Sorgen/Anliegen eingegangen wird.

 

4. Kein Mentoring & keine Zweierschaften

In Zeitalter der Digitalisierung, in der man Predigten bequem online hören und Gottesdienste via Live-Stream verfolgen kann, stellt sich gerne mal die Frage, welchen Mehrwert eine Gemeinde eigentlich bietet. In meinem letzten Artikel zum Thema Gemeinde habe ich bereits einige Aspekte aufgezählt, die durchaus gut sind. Eine der größten Stärken der (Orts-)Gemeinde sehe ich aber im persönlichen Kontakt zu den Menschen. Du bist nicht anonym, du kannst direkt face-to-face das Gespräch suchen, Fragen stellen, Rat suchen und dich über Erfahrungen mit Gott austauschen. Am besten funktioniert sowas in kleineren Gruppen wie etwas Hauskreisen, Mentor-Schüler-Beziehungen und Zweierschaften bzw. Glaubens-Partnerschaften. Deswegen achte darauf, dass deine Gemeinde solche Kleingruppen und Partnerschaften unterstützt, in denen füreinander gebetet, in der Bibel gelesen und im Glauben gestärkt werden kann.

 

5. Kontroverse Themen werden gemieden

Für Menschen im jungen (Glaubens-)Alter ist es ein großer Fehler, wenn Gemeinden kontroverse Themen meiden. Manchmal wird es damit entschuldigt, dass man die Gemeindemitglieder behüten will, weil kontroverse Themen auch immer Gefahren beugen – verständlicherweise. Allerdings geht dieser Schuss meines Erachtens nach hinten los, denn man vergisst allzu oft: Wer soll dann mit ihnen darüber sprechen, wenn nicht die Gemeinde? Wir sehnen uns nach dem Wort Gottes und der Wahrheit, und zwar in allen Lebensbereichen. Die Wahrheit ist nicht immer bequem und sie ist auch nicht immer leicht. Manchmal erschüttert sie uns, bringt unser Glaubensbild zum Wackeln. Doch ist unser Glaube bewährt, wird ihn nichts umstürzen können.

Viel mehr Schaden können falsche Behauptungen und „Irrlehren“, die man im Internet und in Büchern findet, auslösen, wenn wir uns auf der Suche nach Antworten, die wir in der Gemeinde nicht erhalten, woanders hinbegeben. Das soll allerdings nicht heißen, dass man keinen Wert mehr auf das Internet und Bücher legen soll – es gibt viele gute Quellen! Doch die erste Anlaufstelle für Glaubensfragen und kontroverse Themen sollte die Gemeinde oder eines ihrer Mitglieder sein, oder etwa nicht?

 


Viele Erkenntnis über das biblische Bild einer Gemeinde Gottes durfte ich auf dem Youthweb-Treffen 2016  (#YWT16) sowie durch das Buch „Mehr als ein Sonntagsflirt“ von Joshua Harris gewinnen. Aber auch Markus Wenz vom GOSPEL FORUM Stuttgart und FaithIt (ein englischsprachiger christlicher Blog) haben dazu sehr wertvolle Artikel geschrieben, die ich euch nur wärmstens empfehlen kann!


Wie sehen eure Erfahrungen mit Gemeinden aus? Worauf achtet ihr bei Gemeinden? Ich freue mich über euer Feedback! ♥


Liebste Grüße,
eure Daniela

„Ostern ist ein rein kommerzieller Feiertag geworden“, „Ich liebe die vielen bunten Eier an Ostern“ oder „Mit Ostern beginnt der Frühling erst so richtig“. Bestimmt kennst du solche Aussagen. Ich glaube, man könnte diese Liste noch beliebig fortführen und ein Bullshit-Bingo daraus basteln – so typisch sind sie. Alle Jahre wieder feiern wir Ostern, sitzen mit unseren Liebsten zusammen, essen Eier, genießen (wenn’s gut läuft) das herrliche Frühlingswetter und beschenken uns manchmal sogar. So ein bisschen wie an Weihnachten. Nur dass an Weihnachten eigentlich jeder Mensch weiß, warum es gefeiert wird. Doch an Ostern stehen viele fragend in den Supermärkten und Einkaufsläden und wundern sich über das große Aufgebot an Eiern und Süßwaren samt Hasen- und Kükenmotiven. „Was soll das alles eigentlich?“ ist keine seltene Frage.

Falls du ebenfalls keinen Peil hast, was der ganze Trubel um Ostern eigentlich soll, möchte ich dir vier Gründe nennen, warum Ostern tatsächlich gefeiert wird.

 

Weil Jesus für dich gekreuzigt wurde

Was wäre geschehen, wenn Jesus nicht für dich am Kreuz gestorben wäre? Warum musste Jesus überhaupt am Kreuz sterben? Ganz einfach: Weil ohne den Kreuzestod Jesu das gesamte Osterfest sinnlos wäre. Jesus ist für dich gestorben, wurde gequält und musste unendlich viel Leid ertragen, damit er für deine Schuld bezahlen kann. Du bist schuldig, weil alle Menschen schuldig sind. Kein Mensch ist vor Gott gerecht – das ist seit Adam und Eva so. Wir alle benötigen Vergebung, damit wir eine Beziehung zu ihm führen können. Oder anders ausgedrückt: Weil Jesus dich so sehr liebt, dass er nicht möchte, dass du in der Ewigkeit ohne Gott leben musst, sondern mit ihm ewiges Leben hast, hat er die Strafe auf sich genommen, die du verdient hättest. Er hat für dich am Kreuz die Sünde und den Tod überwunden, und die Auferstehung dadurch möglich gemacht.

 

Weil Jesus für dich auferstanden ist

Doch wir feiern Ostern nicht, weil Jesus gestorben ist. Ganz im Gegenteil: Wir feiern Ostern, weil Jesus lebt. Ja, er ist wahrhaftig auferstanden und hat den Tod überwunden. Jesus wurde gekreuzigt und lag drei Tage lang im Grab, doch am letzten Tag wurde er von Gott auferweckt. Endgültig und für immer. Nicht etwa wie Lazarus, der, nachdem Jesus ihn von den Toten zurück ins Leben geholt hatte, irgendwann sterben musste (siehe Joh 11). Nein, Jesus wurde ein für alle Mal auferweckt. Er lebt – damals, heute und in Ewigkeit.

 

Weil Jesus für deine Schuld bezahlt hat

Würde es nicht ausreichen, wenn Gott dir deine Schuld einfach vergibt und mal „ein Auge zudrückt“, weil er dich liebt – so dass alle einfach happy sein und in Ewigkeit leben können? Leider ist das nicht so einfach … weil Gott die vollkommene Gerechtigkeit ist und der Teufel die Menschen vor Gott anklagt (Offb 12,10), muss Gott richten. Weil er aber ein liebender Gott ist, richtet er Jesus an unserer Stelle. Um für die Schuld all jener Menschen, die an ihn glauben, zu büßen, damit diese der gerechten Strafe Gottes entgehen. Und als Beweis dafür, dass die Sünde und der Tod ihre Macht verloren haben, und Jesus sie besiegt hat. Und diesen Sieg feiern wir an Ostern. Wer sich für Jesus entscheidet, ihm seine Schuld bekennt, dem vergibt er und erfüllt somit seine Zusage: „Weil ich lebe, werdet auch ihr leben“ (Joh 14,19).

 

Weil Jesus das Lamm Gottes ist

Das ist die Antworte auf alle Fragen – die Antwort, die alle anderen Aussagen ineinander vereint und erklärt. Warum musste Jesus für uns sterben, warum ist er wieder auferstanden, und warum hat er für unsere Schuld gebüßt? Ganz einfach: Weil er das Lamm Gottes ist. Weil Gott die Gerechtigkeit ist und unsere Schuld – keine einzige unserer Sünden – ungestraft lassen kann, muss er Sünde bestrafen. Doch weil er uns liebt, bestrafte er Jesus für unsere Schuld. Er, der komplett sündlos war. In der Bibel lesen wir:

Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn. Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut.
Jesaja 53,5–7

Schon die alten Israeliten zu Zeiten Moses mussten ein Lamm opfern, um nicht von der Bestrafung heimgesucht zu werden, die den Ägyptern zu teil werden sollte (siehe 2. Mose 12). Und auch im Laufe der Geschichte musste das Volk immer wieder makellose Lämmer opfern, die für ihre Schuld sühnten. Jesus nahm die Rolle des Lammes ein. Gott höchstpersönlich opferte sich zur Rettung seiner geliebten Kinder, uns Menschen. Was Jesaja prophezeit hatte, bestätigte Johannes, der Täufer, im Neuen Testament: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!“ (Joh 1,29). Es ist wahr: Er starb, auferstand und nahm uns unsere Schuld. Halleluja! ??

 

Und was bedeutet Ostern für dich?

Ich habe einige meiner Freunde gefragt, was für sie persönlich Ostern bedeutet. Ihr könnt sie weiter unten nachlesen ☺️ Jetzt frage ich dich: Was bedeutet Ostern für dich? Eventuell bringen dich ihre Antworten weiter zum Nachdenken.

  • „Für mich ist Ostern eine Erinnerung an das Geschenk, welches wir erhalten haben, als Jesus, das Lamm Gottes all unsere Sünden auf sich genommen hat am Kreuz und er, der HERR,  gesiegt hat durch die Auferstehung. Dass wir, allein durch diese Gnade und Liebe, Vergebung und Frieden mit Gott haben dürfen!“ – Lea (PS: Sie ist die Zeichnerin, die mich beim diesmonatigen Wallpaper mit diesem schönen Lamm-Motiv unterstützt hat – mehr dazu unten ❤️)
  • „Ostern ist die größte Liebeserklärung, die es gibt. Die Frage ist doch: Wer tut so etwas? Wer nimmt Schuld auf sich, obwohl man unschuldig ist? Wer stirbt für Schuld, die jemand anderes getan hat? Das ist etwas, was nur JESUS getan hat. Und das hat er aus Liebe getan. Für dich und für mich. Verstehst du nicht? Kannst du auch gar nicht. Das ist nämlich so groß und gleichzeitig so einfach, dass wir es einfach nicht verstehen können …“ – Ben
  • „Mein Lieblingszitat dazu ist: ‚Es gibt viele Menschen, die ihr Leben für ihren König geopfert haben. Aber es gibt nur einen König, der sein Leben für die Menschen geopfert hat.‘ (Unbekannt) Ostern hat für mich die stärkste Symbolkraft, die die Bibel uns überhaupt bietet. Es gibt Hoffnung für Hoffnungslose. Gott liebt mich in meiner dunkelsten Stunde und nimmt mich an wie ich bin. Das aller beste dabei ist, es ist nicht nur eine Hoffnung für Heute. Es ist auch eine Hoffnung für Morgen und auch für das, was nach dem Morgen kommt.“ – Georg
  • „Auferstehung bedeutet für mich, dass Jesus wahrhaftig Gott ist, weil der Tod ihn nicht halten konnte, dass er ein lebendiger Gott ist und alle, die an ihn glauben, werde eines Tages mit ihm auferstehen… ??“ – Christine
  • „‚Dein lauter Todesruf ist nun mein Siegesschrei.‘ Das ist für mich der Grund zum Feiern. Dank Jesus ein Sieger zu sein. Dieses Zitat zeigt mir das Opfer, aber auch den Gewinn von Ostern. ‚Vollbracht‘ rief Jesus bevor er starb! Danke, Jesus! Der Gerechtigkeit ist genüge getan!“ – Julia
  • „Durch die Auferstehung Jesu aus den Toten und dem somit vollendeten Werk, habe ich die Möglichkeit gerecht vor Gott zu sein. Wer das glaubt, ist von Schuld befreit und darf auf ein unvergängliches Erbe im Himmel warten. Jesus ist Sieger über den Tod!“ – Jennifer
  • ‚Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, so ist eure Verkündigung vergeblich, und vergeblich auch euer Glaube!‘ (1. Kor 15,14) Da wir an Ostern aber die Auferstehung Jesu feiern, bedeutet es für mich, dass ich einen lebendigen Glauben an einen lebenden Gott habe. Da Christus den Tod besiegt hat, indem er auferstanden ist, wird der Tod auch mich nicht halten können! Denn in Ihm, Christus, werde ich lebendig gemacht werden (1. Kor 15,22).“ – Martin
  • „Jesus ist der Sieger über Tod, Hölle und Teufel. Er selbst sagt: ‚Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben auch wenn er stirbt.‘ (Johannes 11,25) Jesus lebt, mit ihm auch ich. Daran glaube ich!“ – Anna

 

Das Lamm Gottes – ein Wallpaper zur Erinnerung

Zum (Fast-)Abschluss dieses Artikels möchte ich euch noch eine kleine Freude bereiten: Pünktlich zu Ostern gibt es neue Wallpaper für all eure liebsten technischen Geräte kostenlos zum Download. Yay! Das Special Feature: Meine liebe Freundin Lea hat mich hierbei super unterstützt – die Lamm-Zeichnung stammt von ihr, ich habe die Wallpaper gestaltet und durfte ihre Zeichnung hierfür einsetzen. Hamma, wie Gott begabt, oder? ? (Danke dir, Lea! ❤️) Ich hoffe, wir können euch mit diesen Wallpaper-Motiven ermutigen. Sie sollen zur Erinnerung an das Opfer Jesu, seines Sieges am Kreuz und der großen Gnade, die Gott uns zuteil werden ließ, dienen. Viel Freude euch damit! ? Schreibt mir doch, wenn ihr die Wallpaper verwendet – wir würden uns mega freuen!

Download

Macbook-/Desktop-Wallpaper:

iPad-/Tablet-Wallpaper:

iPhone-/Smartphone-Wallpaper:

Die Wallpaper könnt ihr euch kostenlos herunterladen. Bitte beachtet dabei, dass es sich hierbei um urheberrechtlich geschütztes Material handelt und dieses nicht zum Weiterverkauf bestimmt ist.

 

Nachtrag – #darumOstern

Seit Freitag, den 31. März läuft die Social-Media-Kampagne „#darumOstern“, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, über den wahren Grund von Ostern aufzuklären und in den sozialen Netzwerken ein Zeichen für Gott zu setzen. Jeder kann mitmachen und in den kommenden zwei Wochen vor Ostern sein Profil- oder Titelbild auf den verschiedensten Kanälen wechseln und somit auf Jesus und sein Geschenk aufmerksam machen. Ich persönlich bin begeistert von dieser Aktion und habe auch schon direkt mein Profilbild geändert. Du willst auch mitmachen? Dann schau auf darumostern.de/mitmachen vorbei und hilf, die wahre Oster-Botschaft in den sozialen Medien zu verkündigen. Let your light shine! ?

 

 

Fröhliche Grüße, eure Daniela

„Please don’t stop the music!“ Und das aus gutem Grund. Musik ist eine wunderbare Erfindung unseres Schöpfers. Sie entspannt, fokussiert, ermutigt, motiviert, bereichert den Alltag, tröstet und pusht. Ihre vielfältigen Sounds erfreuen uns, ihre einzigartigen Texte bringen uns zum Staunen. Der Klang lässt uns mitfiebern und den Inhalt spüren. Musik hat eine umheimliche Macht und großen Einfluss auf uns. Sie beeinflusst nicht nur unsere Stimmung, sondern auch unsere Gedanken und unser Handeln. Beobachtet einmal genau euer Umfeld – wann und wie nehmt ihr Musik wahr? Beim Auto fahren, an der Arbeit, beim Einkaufen im Supermarkt nebenan, während des Essens oder auch im Bad, während ihr euch fertig macht. Musik umgibt uns beinahe überall und sie tritt in den unterschiedlichsten Stilen und Formen auf – coole Rhythms zum Tanzen, Lieder zum Mitträllern oder slow beats zum Entspannen.

 

Doch in der Menge und dem unüberschaubaren Angebot an Musik verliert man schnell die Orientierung. Besonders als Christ ist es heutzutage eine Herausforderung, zwischen guter, erbaulicher und schlechter Musik zu unterscheiden. Was macht gute Musik aus? Gibt es „schlechte“ Musik? Welche Musik ist gottgefällig? Um diese und viele weitere Fragen zu beantworten, möchte ich euch heute vier Tipps an die Hand geben, mit denen ihr Musik und euren Umgang damit prüfen könnt. Let’s go!

 

Anmerkung im Voraus: Gerade beim Thema Musik kommt es oft zu geschmäcklerischen Diskussionen, die meines Erachtens selten gewinnbringend sein – daher möchte ich auf diese nicht explizit eingehen. Der Fokus des Artikels soll auf der Bibel und Gottes Prinzipien liegen. Gottes Wort ist allgenügsam und „alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit“ (2.Timotheus 3,16). Zur Veranschaulichung und besseren Verständlichkeit versuche ich, praktische Beispiele einzubinden, die u.a. meinem persönlichen Musikgeschmack entsprechen. Da sich dieser von eurem unterscheiden kann, bitte ich auf dieser Grundlage keine Diskussionen zu starten. Diskussionen inhaltlicher Art sind hingegen immer gern gesehen, sofern höflich miteinander umgegangen wird. Danke für euer Verständnis! ? #schönliebsein

 

1. Ist die Musik christlich oder weltlich?

Die Frage aller Fragen. Denn viele Menschen gehen die Beurteilung von Musik grundsätzlich falsch an, da sie davon ausgehen, jedes Lied bzw. Musikstück nach den gleichen Kriterien beurteilen zu können. Aber das ist meines Erachtens unlogisch. Wir beurteilen einen Fisch schließlich auch nicht danach, wie gut er fliegen kann, oder? Zuallererst sollte man sich darüber im Klaren sein, was man (aus geistlicher Sicht) beurteilt. Ist die Musik christlich, nicht-christlich, weltlich oder satanisch? Lasst es mich kurz erklären.

 

christlich

Als christliche Musik werden im allgemeinen Sprachgebrauch Lieder bezeichnet, die das Ziel haben, Gott zu verherrlichen. Darüber hinaus können solche Musikstücke dazu dienen, Christen zu ermutigen, zu belehren und zu trösten. Da „christliche Musik“ ein relativ weitgefasster Begriff ist, und sich der Grad an geistlichem Inhalt sowie die Art der Musik und der Aufmachung der Texte sehr unterscheiden kann, unterteile ich christliche Musik nochmals in drei Kategorien. Angelehnt an 1. Korinther 3,2 unterscheide ich hierbei geistliche Milch bzw. Weißbrot, feste Nahrung bzw. Schwarzbrot und eine Zwischenkategorie, das geistliche Bauernbrot.

„Milch habe ich euch gegeben, keine feste Nahrung, weil ihr die noch nicht vertragen konntet.“
1. Korinther 3,2a

 

Schwarzbrot

Hachja, das herrliche geistliche Schwarzbrot. So wie man sich christliche Musik vorstellt – tiefsinnige Texte, teilweise wörtliche Bibelzitate, lehrende Funktion, geistliche Wahrheiten. Mit christlicher „Schwarzbrot-Musik“ geht auch meist eine andächtige, traditionell langsame Darbietung mit einfachem instrumentalen Einsatz einher. Sie können sowohl einfache als auch schwerfällige, dramatische Melodien haben. Von Relevanz für diese Kategorie ist hauptsächlich der Inhalt, die instrumentale Komposition rückt dabei in den Hintergrund.

 


Weißbrot

Das konträre Pendant zum geistlichen Schwarzbrot. Weißbrot-Musik (geistliche Milch) zeichnet sich dadurch aus, dass die Melodien sehr eingängig und die Texte simpel gehalten und einfach zu verstehen sind. Inhaltlich nicht sehr anspruchsvoll werden hier geistliche Wahrheiten kompakt dargestellt. Typische Vertreter sind Pop-Bands wie Hillsong – bei ihnen ist die instrumentale Komposition von etwas höherer Relevanz als der Inhalt. Kinderlieder-Artisten sind teilweise ebenfalls in diese Kategorie einzuordnen – instrumentale Komposition und Inhalt sind zwar von gleicher Relevanz, der Inhalt ist aber aufgrund der Zielgruppe wesentlich einfacher gehalten und somit geistliche Milch.

 


Bauernbrot

Bauernbrot – eigentlich meine liebste Kategorien unter den christlichen Liedern. Das Bauernbrot kombiniert die tiefsinnigen Texte mit biblischen Lehren der einen Kategorie mit den eingängigen Melodien und der Einfachheit der anderen. Die Musik kann im einen Moment zum Denken anregen und ins Gebet führen, aber genauso gut zum Abdancen und laut mitträllern dienen. Inhalt und instrumentale Komposition sind von gleicher Relevanz.

 

 

nicht-christlich

Viele Menschen haben Schwierigkeiten, die Begriffe „nicht-christlich“ und „weltlich“ zu differenzieren. Das vorrangige Ziel nicht-christlicher Musik ist nicht die Verherrlichung Gottes. Dennoch kann die Musik christliche Werte transportieren oder bestimmte Themen behandeln und gute Absichten fördern. Sie verherrlicht keine Sünden, sondern schildert Gegebenheiten, erzählt (alltägliche) Geschichten, versucht ggf. aufzurütteln. Inhalt und instrumentale Komposition sind von gleicher Relevanz.

 

 

weltlich

Die Musik fokussiert sich auf banale, alltägliche Themen; der Mensch und seine Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt. Je nach Zweck und Interpret konzentriert sich die Musik auf physiologische, soziale und sexuelle Bedürfnisse oder das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung. Oft ist der Inhalt von geringerer Relevanz, viel mehr steht die instrumentale Komposition im Vordergrund.

 

 

satanisch / spiritistisch

Im Fokus satanischer bzw. spiritistischer Musik steht der Teufel bzw. die Anbetung Satans oder andere spirituelle, dämonische Gewalten. In einigen Fällen wird der Bezug zu Satan nur indirekt hergestellt oder der Teufel ins Lächerliche gezogen. Parodien über Gott werden auch oft inbegriffen. Beispiele hierfür sind „Lucifer“ von XOV oder die Red Hot Chili Peppers. Oftmals wird hier auch Beyoncé dazu gezählt, da sie von sich selbst behaupte, auf der Bühne von einem Dämon ergriffen zu werden. (Falls nicht eh schon selbstverständlich: Von dieser Musik-Kategorie ist als Christ abzuraten.)

 

2. Welchen Zweck erfüllt die Musik?

So, kommen wir nun zum nächsten spannenden Punkt. Welchen Sinn und Zweck erfüllt Musik? Unter Berücksichtigung unserer eben gewonnenen Erkenntnisse, dass Musik je nach Art unterschiedliche Hauptziele hat, können wir an diese Frage mit einem viel klareren Blick rangehen. Ich möchte der Frage auf den Grund gehen, worin Musik ihre Daseinsberichtigung hat. Habt ihr euch beispielsweise schon einmal bewusst gefragt, ob Gott Musik ausschließlich zur Anbetung und Belehrung erschaffen hat oder ob es auch in seinem Willen ist, wenn wir sie zur Ermutigung und zum Trost nutzen?

 

Schauen wir uns mal König David, einen der bekanntesten Musiker und Poeten aus Bibel, näher an. Er nutzte Musik hauptsächlich zur Anbetung und Verherrlichung Gottes, wie man es in den Psalmen lesen kann (Psalm 4:1, 6:1, 54:1, etc.). Es gibt jedoch Fälle, da setzte David die Musik für andere Zwecke ein. Und zwar genauer gesagt für die Beruhigung des Königs Saulus, während dieser von bösen Geistern geplagt wurde (1. Samuel 16,14-23). Darüber hinaus benutzten bspw. Israeliten Musikinstrumente zu unterschiedlichen Zwecken wie der Warnung vor Gefahren (Nehemia 4,20). In Epheser 5,19 lesen wir folgende Anweisung des Apostels Paulus: „Ermutigt einander mit Psalmen, Lobgesängen und von Gottes Geist eingegebenen Liedern; singt und jubelt aus tiefstem Herzen zur Ehre des Herrn.“

 

An diesen aufgeführten Beispielen sehen wir, dass wenn auch die Hauptaufgabe der Musik in der Anbetung Gottes besteht, die Bibel auch andere Verwendungen für Musik erlaubt: Ermutigung, Lobgesänge, Trost, Lobpreis, Freudengesänge, Beruhigung, Ausdruck menschlicher Emotionen.

 

3. Welchem Genre / Stil gehört die Musik an?

An dieser Stelle wiederhole ich gerne noch einmal, was ich zu Beginn des Artikels geschrieben habe. Beim Thema Musik kommt es oft zu geschmäcklerischen Diskussionen, die selten gewinnbringend sein. Der Fokus meines Artikels soll auf der Bibel und Gottes Prinzipien liegen und nicht auf der subjektiven Frage, was sich für einen selbst gut anhört oder wovon man kulturell geprägt ist.

 

Wie steht die Bibel zu unterschiedlichen Genres und Musikstilen? Und was wird über den Einsatz von Musikinstrumenten geschrieben? Interessanterweise lesen wir in der Bibel, dass kein Genre oder Musikstil geschweige denn irgendein Instrument verurteilt wird. Ganz im Gegenteil – wir lesen des öfteren von diversen Instrumenten wie Saiten- und Blasinstrumenten: „Die Sänger gehen voran, danach die Saitenspieler, inmitten der Jungfrauen, die die Handpauken schlagen.“ – Psalm 68,26; „Und als die Bauleute den Grund zum Tempel des Herrn legten, stellten sich die Priester in ihren Gewändern auf, mit Trompeten, und die Leviten, die Söhne Asaphs, mit Zimbeln, um den Herrn zu loben nach der Anordnung Davids, des Königs von Israel.“ – Esra 3,10.

 

Was hingegen in der Bibel verurteilt wird, ist hohler Lobpreis, der Gott scheinbar die Ehre geben soll, aber wahrhaftig weit entfernt von der Wahrheit ist: „Ich hasse und verachte eure religiösen Feste und kann eure feierlichen Zusammenkünfte nicht riechen. Ich will eure Brand- und Speiseopfer nicht haben; die Friedensopfer eurer Mastkälber will ich nicht sehen! Hört auf mit dem Lärm eures Lobpreises! Eure Anbetungsmusik werde ich mir nicht anhören. Stattdessen will ich Recht fließen sehen wie Wasser und Gerechtigkeit wie einen Fluss, der niemals austrocknet. Habt ihr eure Schlacht- und Speiseopfer während dieser 40 Jahre in der Wüste etwa mir gebracht, Israel? Nein, euer eigentliches Sinnen und Trachten galt euren heidnischen Göttern – deinem König Sakkut und deinem Sternengott Kewan – den Bildern, die du dir selbst gemacht hast. – Amos 5,21-26.

 

Das Volk Israel wird nicht wegen des Lobpreises an sich oder gar des Stiles angeklagt. Nein, viel mehr geht es dem Herrn um die Unehrlichkeit des Volkes, und dass ihr Herz nicht dem Herrn dient, sondern Götzen. Prüfe dich einmal selbst: Kannst du voller Freude und zur Ehre des Herrn ein bestimmtes Lied hören? Oder zollst du damit eigentlich nur deinem Fleisch (dem Satan) einen Dienst, indem du bspw. darin Erfüllung suchst?

 

4. Worum geht es inhaltlich in der Musik?

Das für mich wichtigste Kriterium zur Unterscheidung zwischen guter, erbaulicher und schlechter, zerstörerischer Musik ist – neben der Einteilung in christlich, nicht-christlich, weltlich und satanisch – der Inhalt eines Liedes. Zwei gute Verse, die uns bei der Prüfung des Inhalts eines Liedes helfen, sind folgende:

 

„Im übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgend eine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht!“
Philipper 4,8

„Alles ist mir erlaubt — aber nicht alles ist nützlich! Alles ist mir erlaubt — aber ich will mich von nichts beherrschen lassen!“
1.Korinther 6,12

 

Christen vergessen allzu gerne, dass Gott der Schöpfer von Musik ist und nur Gutes von ihm zu erwarten ist. Die Musik selbst kann daher nicht unrein sein – es ist uns erlaubt, sie zu hören. Musik kann nur durch den Einfluss von Menschen unrein werden, und das geschieht vorzugsweise unter dem inhaltlichen Aspekt. Worauf ist also zu achten? Wie Paulus es uns schreibt, sollten wir in Liedern nach dem Wahrhaftigen, Ehrbaren, Gerechten, Reinen, Liebenswerten, Wohllautenden, Tugendhaften und Lobenswerten suchen. Kannst du etwas in dem Lied finden, das diesen Aspekten entspricht? Dann spricht theoretisch nichts dagegen, dieses Lied zu hören. Wie schon in 1.Thessalonicher 5,21 geschrieben steht: „Prüft alles, das Gute behaltet!“ Schon Paulus hat in scheinbar weltlichen Dingen nach dem Guten und Redlichen gesucht und sogar in seinen Briefen aus heidnischen Stücken zitiert: „Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten!“ (1. Kor 15,33 – ein Zitat aus dem Drama „Thais“ des griechischen Komödiendichters Menander.)

 

In einer von Sünde durchdrungenen Welt wird es wahrscheinlich nicht häufig vorkommen, dass ein Lied den Kriterien in Philpper 4,8 zur Genüge entspricht. Dennoch bin ich der Meinung, dass man offen bleiben sollte, auch in weltlichen Dingen Segen zu finden. Mich ermutigt beispielsweise immer wieder „Ain’t nobody (loves me better)“ von Jasmine Thompson feat. Felix Jaehn, weil es mich an die einzigartige Liebe Gottes erinnert, die bis zum Tod am Kreuz führte, und dass mich keiner liebt wie der Herr.

 

5. Bringt mich die Musik näher zu Gott?

Zu dieser Frage möchte ich erst einmal eine Gegenfrage stellen: Entferne ich mich durch die Musik von Gott? Wie wir oben gelesen haben, hat Musik nicht immer den Hauptzweck, Gott zu loben und zu preisen. Sie kann bspw. auch zur Ermutigung und zum Trost dienen. In solchen Fällen werden wir ein Lied aller Wahrscheinlichkeit nach auch mit einem eben solchen Fokus hören: Das Lied ermutigt mich, also freue ich mich über die schöne Melodie und lasse mich davon motivieren. Bei christlichen Liedern hingegen ist es ganz einfach – die Lieder geben schon genug Anlass, uns Gott zu nähern. Ob wir das aber tatsächlich tun, bleibt immer noch uns selbst überlassen. Wir können dafür nicht die Lieder beschuldigen. (Und wer ganz fresh ist, wird übrigens sogar durch weltliche und nicht-christliche Lieder so sehr ermutigt oder getröstet werden, dass er nicht anders kann, als den Herrn dafür zu preisen. ?)

 

Und nicht zu vergessen: Jeder Mensch geht mit Musik anders um. Während manche Menschen Lieder nach dem ersten Hören auswendig kennen und jedes Wort klar verstehen – und der Inhalt somit viel präsenter und bewusster aufgenommen wird –, kennen andere wiederum auch nach Monaten nicht den Songtext und verstehen den Text auch kaum bis gar nicht (somit rückt die bewusste Präsenz des Inhalts in den Hintergrund). Heißt im Endeffekt, dass Lieder, die die einen noch hören können, die nächsten schon sehr zu stören vermögen. Praktisch wie Paulus über das Götzenfleisch in 1. Korinther 8,7+9 schreibt: „Aber nicht alle haben die Erkenntnis, sondern etliche machen sich ein Gewissen wegen des Götzen und essen [das Fleisch] noch immer als Götzenopferfleisch, und so wird ihr Gewissen befleckt, weil es schwach ist. […] Habt aber acht, daß diese eure Freiheit den Schwachen nicht zum Anstoß wird!“

Mein Tipp: Übergehe nie dein eigenes Gewissen, wenn es dich warnt – aber schränke dabei weder die Freiheit anderer Christen ein, noch gebe ihnen einen Anlass zum Anstoß.

 

Mein Fazit

Dieser Artikel hat mich ziemlich viel Arbeit gekostet. Ernsthaft. Ich habe die ersten Zeilen im Dezember letzten Jahres zu schreiben begonnen und seitdem nicht mehr daran weitergearbeitet, weil mich das Thema selbst sehr aufgerüttelt hat. Ich höre gefühlt 24/7 Musik – morgens im Bad, beim Frühstücken, beim Autofahren, an der Arbeit, daheim bei privaten Aufgaben, beim Lernen, beim Bibel lesen. Nur beim Schlafen, Parken und Beten ist die Musik (so gut wie) aus. Leider musste ich mir eingestehen, dass ich Musik oftmals unreflektiert höre; ich denke gar nicht mehr groß darüber nach, was ich höre, sondern entscheide geschmäcklerisch. Keine gute Angewohnheit.

Der Artikel war also praktisch wie eine kleine Selbstreflexion, die mir aufgezeigt hat, wo es noch Potenzial gibt. In meiner privaten Musikbibliothek liegen teilweise noch „Musik-Leichen“ aus meinen Teenie-Jahren, aber auch aus der vergangenen Zeit, die ich mittlerweile nicht mehr höre, weil mein Gewissen sich meldet. Die Texte waren nie mega-schlecht, aber eben auch nicht sonderlich gut. So habe ich neuerdings angefangen, auszumisten. Alles, was mir zufällig in meine aktuelle Playlist rutscht und Unbehagen auslöst, wird gelöscht. Viele Lieder stellen auch einfach eine Grauzone dar, die ich derzeit noch billige. Eventuell ändert sich das mit den Jahren noch – so wie jetzt auch die Erkenntnis kam.

 

Doch der Artikel hatte auch sein Gutes: Ich habe erkannt, dass es ein unwahrscheinlich großes Repertoire an guten, erbaulichen Liedern aus den verschiedensten Kategorien (christlich, nicht-christlich, weltlich), in unterschiedlichen Stilen und mit unterschiedlichen Thematiken und allerlei Interpreten gibt. Und das beste: Diese Lieder sind so vielfältig, und man hört sie allesamt nicht nur gerne – nein, es ist uns sogar in der Tat erlaubt, diese Musik zu hören, weil uns Christus die Freiheit dazu gibt. Das freut mich unwahrscheinlich. Es ist wundervoll, dass der Herr Musik so vielfältig geschaffen hat! Halleluja ??

 

Abschlussfrage: Wenn du bis hierhin gelesen hast (Respekt!), schreib mir doch in die Kommentare, welches Lied derzeit dein Lieblingslied ist! ?

 


Quellen und weiterführende Links: gotquestions.org, betanien.de, Die Bibel ☺️


Herzlichst,
eure Daniela ♥

„Ich liebe meine Gemeinde!“ Hast du das schon einmal jemanden sagen hören oder kannst das von dir selbst behaupten? Liebst du deine Gemeinde? Ich persönlich kann das mit ganzem Herzen sagen: „I love my church!“ Nicht nur als einen floskelhaften Hashtag unter meinen Instagram-Fotos, sondern aus der Überzeugung, dass ich tatsächlich eine gute Gemeinde finden durfte und diese zu lieben gelernt habe. Natürlich – keine Gemeinde ist perfekt und entspricht zu 100 % dem biblischen Ideal (geschweige denn den menschlichen Erwartungen). Aber es gibt Gemeinden, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, diesem Ideal nachzueifern. Gemeinden, die das Wort Gottes hoch halten und das Evangelium zu ihrem Fokus machen. Gemeinden, die sich nicht nur um eigene Anliegen kümmern, sondern auch den Menschen außerhalb der Gemeinde Gutes tun wollen. Doch das sind nur ein paar der Eigenschaften, die gute Gemeinden auszeichnen.

Welche guten Eigenschaften noch von Bedeutung für eine Gemeinde nach dem Bilde Gottes sind, kannst du im heutigen Artikel lesen. Vielleicht findest du ja die ein oder andere Ähnlichkeit oder gar Baustelle, an der man als Gemeinde noch arbeiten kann? Denn man darf nicht vergessen: Wir sind alle noch auf dem Wege zur Heiligung, um vollkommen zu werden – und zwar zur Ehre Gottes und zur Freude der Heiligen.

 

» Dos

Wie sollte eine Gemeinde Gottes sein? Welche Eigenschaften sollte sie haben? Was sollte sie tun?


1. Das Wort Gottes wird klar gelehrt

Prediger neigen gerne dazu, die Bibel um ihre eigenen Interpretationen zu erweitern, damit sie besser verständlich ist. Doch es steht uns geschrieben: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“ (2. Tim 3,16-17) Deshalb sollten wir darauf achten, dass wir in Predigten das klare Wort Gottes hören und nicht eigene Ansätze, die hin und wieder mit ein paar Bibelversen gewürzt sind. Und nicht nur in Predigten, sondern auch im gesamten Wesen der Gemeinde sollte die Autorität der Bibel wiedererkennbar sein – nämlich aufgebaut auf ihren Aussagen und Werten.

 

2. Das Evangelium steht im Fokus

Nichts ist wichtiger als die lebensrettende Botschaft vom Heil und der Erlösung durch Jesus Christus. Das weiß jeder gute Christ – in der Theorie. Aber wie sieht die Praxis aus? Wie wird das Evangelium in der Gemeinde repräsentiert? Wird darüber wie über ein Wundermittel gesprochen, mit dem dein Leben „tutti“ und „easy“ wird oder wird die Relevanz des Evangeliums für dein ganzes Leben betont? Erst, wenn eine Gemeinde den Menschen sowohl die unendliche Liebe und Gnade Gottes, als auch ihre Sündhaftigkeit vermittelt, ist sie tatsächlich gefestigt. Wie wollen wir sonst bestehen, wenn nicht aus Gnade und durch das Verständnis, warum wir sie brauchen? Nicht nur zum „Start“ des Christ-Seins, sondern jeden Tag aufs Neue, weil wir unvollkommene Sünder sind, die immer wieder gegen Gott sündigen, und die ohne Gnade nie vor ihm bestehen könnten. Das ist das Evangelium. Und das muss der Fokus einer Gemeinde sein.

 

3. Nicht ohne Gebet

„Ist das Gebet dein Lenkrad oder dein Ersatzreifen?“ (Corrie Ten Boom) Gebet ist die treibende Kraft eines Christen und einer christlichen Gemeinde. Ohne Gebet läuft nichts. Die Gemeinde will eine Veranstaltung planen? Sie betet. Die Gemeinde will etwas bauen? Sie betet. Die Gemeinde verbringt einfach Zeit miteinander? Sie betet. Das ist kein utopischer Anspruch, sondern Gottes Wille für unser Leben („Betet ohne Unterlaß!“, 1. Thess 5,17). Das Gebet ist so mächtig, und doch wird es so oft vernachlässigt. Achte darauf, dass deine Gemeinde nichts ohne Gebet tut, dass jeder Schritt – egal, wie klein er sein mag – durch Gebet begleitet wird. Eine Gemeinde kann dich nur so weit zu Gott führen, wie sie selbst vor Gott steht. Also, treibt und lenkt Gebet die Gemeinde oder ist das Gebet nur für besondere Anlässe (als Ersatzreifen) bestimmt?

 

4. Die Gemeinde will Menschen mit dem Evangelium erreichen

So schön eine Gemeinde mit liebevollen Geschwistern im Herrn sein mag, so gefährlich kann es auch sein, wenn man nur unter sich ist, immer egozentrischer wird und gar nicht mehr auf die außerhalb schaut. Was wäre, wenn solche Menschen, die außerhalb der Gemeinde stehen, gerade jetzt nach Gott suchen, aber noch einen entscheidenden Stupser brauchen? Wenn sie eine Gemeinde brauchen, die ihnen hilft und sie anleitet, sie aber keine finden können? Evangelisation – also die Verkündigung des Evangeliums unter Nicht-Christen – ist heute genauso wichtig wie damals zu Zeiten der Apostel. Jesu’ Gebot gilt uns ebenso wie seinen Jüngern: „So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ (Mt 28,19) Was warten wir noch? Lasst uns mit unseren Gemeinde das Evangelium verkünden!

 

5. Die Leiter und Ältesten der Gemeinde sind vorbildlich

Menschen brauchen praktische Vorbilder. Vor allem wir Christen sind darauf angewiesen, dass uns nicht nur aus der Bibel gepredigt, sondern auch aus ihr vorgelebt wird. Diese „lebendige“ Vorbildfunktion sollte in jeder Gemeinde die Aufgabe von Gemeindeleitern und -ältesten sein. Doch worauf sollte man bei diesen Vorbildern achten?

Die Bibel gibt uns eine Antwort darauf: „Doch ein Leiter muss ein Mann ohne Tadel sein, der seiner Frau treu ist. Er muss sich besonnen und verantwortungsbewusst verhalten, darf keinen Anstoß erregen, muss gastfreundlich und zum Lehren befähigt sein. Er soll kein Trinker und gewalttätiger Mensch sein, sondern ein freundlicher und rücksichtsvoller Mann. Er darf auch nicht am Geld hängen. Er muss sich in vorbildlicher Weise um seine Familie kümmern, sodass seine Kinder ihn achten und ihm gehorchen.“ (1. Tim 3,2-4)

Natürlich, kein Mensch ist perfekt und kann zu 100 % den biblischen Maßstab erfüllen. Allerdings sollten in der Gemeindeleitung Menschen dienen, denen du vertrauen kannst und von denen du behaupten kannst, dass sie auf Grundlage der Bibel vorbildlich leben.

 

6. Die Bibel ist der Maßstab des Lebens

Wann wird aus dem lebendigen Glauben an Jesus Christus eine Religion, die nur nach Vorschrift lebt und liebt? Wenn die Bibel nur Gegenstand der Gottesdienste für die Gemeindemitglieder ist, aber nicht zu ihrem praktischem Leben dazu gehört. Gott hat uns sein Wort gegeben, damit wir täglich daraus lesen können – um ihn besser kennen zu lernen und zu ehren, und um im Glauben und der Liebe zu wachsen. Gott möchte keine Sklaven oder Zombies, die ihm wie in Trance zuhören, aber doch nichts verstehen. Er will aufrichtige, lebendige Nachfolger, die seinem Wort nacheifern – weil seine Worte Leben bedeuten. Eine gute, gottgefällige Gemeinde wird dir Gottes Wort als Grundlage für deine Beziehung zu Jesus Christus vermitteln und besonderen Wert darauf legen, dass es nicht nur „tote Theorie“ bleibt.

 

7. Die Gemeinschaft & enge Beziehungen untereinander sind wichtig

Was gibt es traurigeres als eine große Gemeinde aus gläubigen Brüdern und Schwestern, die aber allesamt untereinander kaum kennen und nicht am Leben des anderes teilhaben? Also ich stelle mir das wie ein großes Trauerspiel vor – meine Gemeinde ist doch der Dreh- und Angelpunkt meines geistlichen Lebens und dann habe ich kaum Gemeinschaft mit meinen Geschwistern, geschweige denn richtige freundschaftliche Beziehungen zu ihnen? Eine gute Gemeinde zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht nur das geistliche Leben der einzelnen Gläubigen fördert, sondern auch Raum bietet zur gemeinsamen Entwicklung im Glauben und der Bildung von Beziehungen untereinander. So vielfältig wir Menschen sind, so vielfältig kann das auch aussehen: von Smallgroups und Hauskreisen, über Jugendtreffs und Jungschargruppen, bis hin zu Gebetsgruppen und Spieleabenden oder Gemeindefesten.

In der Bibel lesen wir von dem Vorbild, das uns gegeben ist: „Alle Gläubiggewordenen aber bildeten eine Gemeinschaft und hatten alles gemeinsam. […] Tag für Tag waren sie einmütig im Tempel zusammen, trafen sich in ihren Häusern zum Brechen des Brotes und zu gemeinsamen Mahlzeiten. Alles geschah mit jubelnder Freude und redlichem Herzen.“ (Apostelgeschichte 2,44.46) Wenn deine Gemeinde bisher noch nicht viel in die Beziehungen der Gemeindemitglieder untereinander investiert – eventuell ist jemand wie du gefragt, der mal einen Spieleabend organisiert oder ein paar Leute zum Kaffee trinken einlädt? ☺️

 

8. Ich kann mich oder meine Gaben und Fähigkeiten einbringen

Und da wären auch schon direkt beim nächsten Thema – die Begabungen einbringen, die Gott dir geschenkt hat. Es gibt wohl kaum etwas erfüllenderes, als dich mit deiner Kraft in die Gemeinde investieren zu können und einen Dienst für den Herrn zu leisten. Doch hier haben wir zwei Knackpunkte: Zum einen solltest du gewillt sein, dich in deine Gemeinde einzubringen (ganz gleich, welchen Dienst du übernehmen kannst), um damit den Menschen zu dienen, die Bedürfnisse haben.

Zum anderen sollte dir die Gemeinde auch Möglichkeiten geben, dich einzubringen und (im Idealfall) deine Begabungen gezielt in einem Bereich einzusetzen, der Bedarf hat und dir auch noch Freude bereitet. Bereiche, in denen man sich investieren kann, sind: Kinder- und Jugendarbeit, Predigtdienst, Seelsorge, Musik, Technik, PR, Putzen / Aufräumen, et cetera. Denke daran: In einer Gemeinde sind wir ein Leib – du bist nicht zur eigenen Unterhaltung da, sondern um dem Herrn und deinen Nächsten zu dienen.

Falls du noch mehr zum Thema Begabungen wissen möchtest, kannst du in meinem Artikel „Geistesgaben“ einiges über die praktische Anwendung erfahren. Schau doch mal rein ☺️

 

9. Die Gemeinde würde mich notfalls ausschließen

Hui, heikles Thema. Ich habe das Gefühl, dass „Gemeindezucht“ eine heutzutage immer seltener zur Anwendung kommende Praxis wird, weil schon allein das Wort irgendwie negativ belastet ist. Ich bin keine Verschwörungstheoretikerin oder dergleichen, dennoch muss ich zugeben, dass es sich sicherlich auch zum Teil durch den Wertewandel unserer heutigen Gesellschaft so entwickelt hat. Toleranz ist das Modewort schlechthin. Doch Toleranz führt nicht (immer) zum Ziel. Eine Gemeinde kann sich nur dann vor Irrlehren und schlechten Einflüssen schützen, wenn sie Gottes Wort befolgt und Christen, die falsche Wege gehen, ausschließt.

Jesus höchstpersönlich hat die Gemeindezucht eingeführt: „Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und stell ihn unter vier Augen zur Rede. Wenn er mit sich reden lässt, hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Wenn er nicht auf dich hört, dann nimm einen oder zwei andere mit und geht noch einmal zu ihm, damit alles von zwei oder drei Zeugen bestätigt wird. Wenn er auch dann nicht hören will, bring die Angelegenheit vor die Gemeinde. Wenn er nicht einmal auf die Gemeinde hört, dann behandelt ihn wie einen Gottlosen oder Betrüger.“ (Matthäus 18,15-17) Auch die Frage nach dem Warum beantwortet der Herr Jesus: „Ich versichere euch: Alles, was ihr hier auf der Erde binden werdet, wird im Himmel gebunden sein und was ihr auf der Erde lösen werdet, wird im Himmel gelöst sein.“ (Matthäus 18,18)

Die Gemeindezucht soll nicht zum willkürlichen Instrument ausgereizt werden, wenn einem bestimmte Meinungen nicht passen. Die Gemeindezucht soll retten: Den betroffenen Gläubigen, in der Hoffnung, dass er durch die liebevolle Zucht die Wahrheit erkennt und zurück kommt. Und die Gemeinde, damit sie nicht vom Glauben abfällt oder versucht wird. Auf dass wir in Ewigkeit zusammen sein werden.

 


 

So, mit diesem letzten Punkt möchte ich den heutigen Artikel erst einmal beenden. Ursprünglich wollte ich nun mit den Don’ts fortfahren, aber das hätte vermutlich diesen Artikel gesprengt (es sind jetzt schon beinahe 2000 Wörter, hui ?). Daher wird das auf einen zweiten Artikel vertagt. Ich hoffe, euch hat der Artikel bis hier her gefallen und ich konnte euch inspirieren und zum Denken anregen. Lasst mir doch Feedback da – ich würde mich sehr freuen! ?

 

Viele Erkenntnis über das biblische Bild einer Gemeinde Gottes durfte ich auf dem Youthweb-Treffen 2016  (#YWT16) sowie durch das Buch „Mehr als ein Sonntagsflirt“ von Joshua Harris gewinnen.


Be blessed,
eure Daniela